Staubtrocken bis stürmisch: Endlich wächst das Gras!

Ein halbes Jahr ist schon wieder um. Kinders, wie die Zeit vergeht.

Als Weidetierhalter hat man immer einen besorgten Blick gen Himmel. Zu wenig Regen, zu viel Regen, zu kalt, zu nass. Alles hat einen Einfluss auf das Wachstum auf den Weiden.

Das Frühjahr war zu trocken. Monatelang gab es bei uns gar keinen Regen. Dunkle Wolken zogen zwar jeden Tag vorbei. Aber der Regen blieb aus. Das Wetter war ein Mix aus sonnigen Phasen, stürmischen Wind und dicken Wolken.

Die Temperaturen lagen zwischen frischen 13 und 16 Grad. Der Boden war staubtrocken. Die Folge: Die Weide kam nicht in Gang. Ich musste weiterhin Heu und Heucobs zufüttern.

Im Mai gab es zwei, drei wärmere und auch zwei schwül-heiße Tage. Doch schon den nächsten Tag ging die Temperatur gleich wieder in den Keller. Der Regen blieb weiterhin aus.

Vor gut zwei Wochen begann es endlich zu regnen. Zuerst nur zögerlich, ein Tropfen auf den heißen Stein. Dann kamen dicke Schauer, dazu ein meistens böiger Westwind, der die gefühlten Temperaturen noch weiter drückte.

Die Höchstwerte schwankten nun zwischen 11 bis 14 Grad. Dann zogen immer wieder Stürme mit kräftigen Schauer, teils mit Gewitter und heftigem Hagel durch. Das war für uns Menschen nicht angenehm aber endlich konnte das Gras auf der Weide wachsen.

Nun fehlt noch ein bisschen Wärme, dann wird es richtig gut stehen.

Warum unsere „Wuschel“ dieses Jahr länger Wolle tragen.

Unsere Schäfchen konnten wir nicht scheren, weil es zu kalt und jetzt auch zu nass geworden ist. Normalerweise machen wir das immer nach den Eisheiligen.

Schäfchen „Grandma“

Dieses Jahr war es viel zu kalt. Die kleinen Wuschel sollen ja nicht frieren. Bei den kalten Nachttemperaturen könnten Schafe, wenn sie frisch geschoren sind, ernsthaft krank werden.

Geduldsprobe im Schafstall: Warten auf das perfekte Schor-Wetter.

Wir warten also die nächsten Tage ab, es soll ja nun auch bei uns wärmer werden und trocken bleiben. Schafe dürfen nicht nass sein, wenn man sie schert. Macht das Wetter mit, kommt die Wolle nach dem Wochenende runter.

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About Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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