Gestern waren die Jäger hier zugange. Es gab eine große Treibjagd mit vielen Gestalten, in knallorangen Warnwesten. Die tragen sie wohl, damit sie sich nicht gegenseitig erschießen!?!
An Tagen an denen die Jäger in der Nähe sind, geht meine Chica nicht aus dem Haus! Sie will einfach keine Pfote vor die Tür setzen, sitzt nur unter dem Küchentisch, wie in einer sicheren Höhle. Ich glaube, dass sie in Spanien schlimme Erfahrungen mit schießenden Leuten machen musste. Denn dieses Verhalten hat sich in den 3 Jahren die sie jetzt bei mir ist, nicht viel gebessert. Selbst wenn wir auf unserem Spaziergang sind und irgendwo ganz weit entfernt ein Schuß zu hören ist, dreht Chica um und läuft nach Hause! Sie ist dann durch nichts und niemanden aufzuhalten. Sie will nur ins sichere Haus und geht an diesem Tag nicht mehr raus!
Da die Treibjagd schon seit dem frühen Morgen im gange war, zerrte ich den Hund am frühen Nachmittag vor die Tür. Sie sollte endlich pinkeln! Doch das können Hunde nicht, wenn sie sooooo viel Angst haben. Also redete ich im Garten beruhigend auf sie ein. Wir waren ja nur 3 Schritte von der Haustür entfernt. Chica wollte aber nicht pinkeln, sonder nur wieder in die sichere Bude. Aber ohne sich zu erleichtern, wollte ich sie nicht wieder rein lassen. Die Jäger konnten sich noch lange hier vergnüngen und meinem Hund platzte fast die Blase… Diese Überlegungen gingen wohl auch durch das ängstliche Hundeköpfchen, denn Chica überlegte es sich und pinkelte endlich. Danach drehte sie blitzschnell um und klebte an der Haustür, die ich garnicht schnell genug öffnen konnte. Sofort verschwand mein kleines Angsthündchen unter dem Küchentisch.

My home is my castle
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About Hilfe für Miranda
Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere.
Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben.
Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen.
Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden.
Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt.
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Seit bei uns die Scheibe im Dogomobil geknallt ist, wo wir drinnen saßen, haben wir genausolche Angst und wollen auch nicht Pipi machen, wenn es knallt, oder Gewitter ist. Wir liegen dann unter Heidis Schreibtisch.
Zum Glück sind hier kaum Jäger!
Liebes Wuffi Isi
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Oh man Isi, das tut mir echt leid! Zum Glück wird bei euch nicht so viel gejagt…
LG Susanne
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Da tut mir die hübsche aber leid. Ich hoffe die Jagd war bald zu ende, so das sie sich wieder entspannen konnte.
LG Gabi
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Die haben den ganzen Tag gejagt… Im Herbst und Winter ist es hier immer heftig mit den großen Treibjagden. Am Samstag hörte es sich schon fast so wie am Silvester an…
Erst am Sonntag war Chica wieder richtig entspannt.
LG Susanne
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Die kann einem wirklich leid tun und ich kuschel mich jetzt auch wieder ein, ist so verregnet und grau da draußen.
LG Mathilda ♥
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Gestern war das Wetter hier auch nicht anders, aber die Jäger waren wieder weg! 😀
LG Susanne
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Arme Motte…
Das Theater mit dem Nicht-pinkeln-wollen kenne ich von Molly und Raspu an Silvester. Deswegen mag ich Silvester überhaupt nicht. Trick 17: Ich gehe einige Minuten vor Mitternacht raus, dann ist es am ruhigsten, weil sich die Leute wohl alle für die große Böllerei vorbereiten…
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Silvester ist schlimm für ängstliche Hunde! Es tut mir leid, dass Deine an Silvester auch leiden! Campa kennt keine Angst, die würde sogar um 24.00 Uhr mit mir rausgehen. Chica geht am frühen Silvesternachmittag pinkeln und dann erst wieder am Neujahrsmorgen! Dazwischen setzt sie keine Pfote vor die Tür! 😀
LG Susanne
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Och je, arme Maus 😦 Das müssen ja wirklich traumatische Erlebnisse in Spanien gewesen sein! Immerhin hat sie so viel Vertrauen zu Dir, dass sie doch schnell gepinkelt hat bevor es sie wieder schnell ins Haus zog 🙂
Knuddel
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Wer weiß was sie alles in Spanien mitgemacht hat? Nicht umsonst war sie ein völlig traumatisierter Angsthund. Dafür haben wir aber schon eine ganze Menge grade rücken können. 😀
LG Susa
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Oh jaaa, der Meinung bin ich aber auch. Jeder kleine Fortschritt ist eine riesige Leistung für sie 🙂
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Liebe Susa!
Die Jäger sind auch bei uns einmal im Jahr. Man hat selbst eine innere Abneigung dagegen, zumal es hier kaum Hasen, kein Rotwild und meines Wissens auch keine WildenSchweine gibt. Darum auch keine Hochsitze. Darum sehe ich das als überflüssiges Ritual an, das den Jägern keinerlei Zustimmung bringt. Wenn dann Schüsse fallen, tut es mir im Herzen weh, dann traf es wohl eines der ganz wenigen Hasen…..
Ich hoffe, dass deine Rehe wieder zu dir kommen!!!
Liebe Montagsgrüße für dich vom HEIKO
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Jagen ist schon eine seltsame Freizeitbeschäftigung! Ich kann auch nicht verstehen, dass Menschen an Tiere erschießen Freude finden… Hier werden viele Hasen und Fasane geschossen und natürlich Rehe, blos zu anderen Zeiten.
„Meine“ Rehe sind nachdem die Jäger hier waren eine ganze Weile sehr scheu. Sie trauen dann längere Zeit keinem Menschen über den Weg! Ich würde sowieso keinem Menschen trauen wenn ich ein Reh wäre!
LG Susa
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