Genauer gesagt, eine Maremmano Hündin.

Wir können ihr hier auf dem Gnadenhof ein Leben bieten, wie es den Bedürfnissen eines Herdenschutzhundes am nächsten kommt.
Giada läuft frei auf dem Hof herum und kann ihrer Veranlagung als Herdenschutzhund nachgehen, die Herde zu bewachen.


Auch die Pferde stehen unter ihrem Schutz.


Unser Hof-Sheriff hat einen festen Tagesablauf.

Wenn ich morgens im Büro sitze und am Schreibtisch arbeite, kommt Giada und schaut mich so lange an, bis ich reagiere. Sie klopft sozusagen auf ihre Armbanduhr und sagt: „Halloooo, mach die Tür auf, es ist Zeit für meine Patrouille“.
Dann lasse ich den Hund aus dem Haus und Giada geht ihre Runde über den Hof.


Nach dem Kontrollgang kommt sie zurück und kratzt an der Tür.

Das ist für mich das Zeichen, die Tür zu öffnen und den Hund ins Haus zu lassen.

Mit einem Herdenschutzhund muss man zusammenarbeiten. Dazu gehört ganz viel Einfühlungsvermögen. Druck bewirkt bei diesen Hunden gar nichts. Sie reagieren darauf mit Unverständnis, werden dich nie respektieren und nicht tun was du verlangst.

Je mehr Druck man ausübt, umso sturer erscheint der Hund. Das musste ich auch erst lernen.

Hier auf dem Hof kann ich Giada viel Freiheit geben. Ich muss sie nicht gefesselt und geknebelt (mit Leine und Maulkorb) durch die Straßen einer Stadt schleifen. So wie ich es leider schon öfter gesehen habe. Herdenschutzhunde gehören nicht in die Stadt. Das ist meine Meinung.
Im Laufe der Zeit lernte Giada freiwillig mit mir zusammen zu arbeiten. Unsere Kommunikation läuft überwiegend nonverbal ab.

Wir verständigen uns mit Blicken und Giada reagiert größtenteils auf kleine Gesten von mir. Ganz selten sage ich mal etwas zu ihr. Natürlich brauche ich ihr mit solchen Sachen wie „Sitz, Platz, Rolle Rückwärts, Spring durch den brennenden Reifen“ gar nicht erst zu kommen. Und würde das auch nie machen.

Einen Herdenschutzhund kann man nicht dressieren. Kröti (rechts im Bild) hingegen schon.

Doch auch ein Herdenschutzhund muss kontrollierbar bleiben. Die Haltung dieser Hunde ist nicht ganz einfach. Die Gegebenheiten müssen stimmen, sie brauchen ein großes Maß an Freiheit und einen Menschen als Partner, dem sie dann freiwillig gehorchen.
Ein unzufriedener Herdenschutzhund kann seinen Besitzer zur Verzweiflung bringen. Ich erlebte das selbst, nachdem Chica und Campa, innerhalb einer Woche verstorben waren und Giada plötzlich ohne Hundekumpel war.

Sobald ich den Hof verlassen wollte, drehte Giada durch. Der sonst so zauntreue Herdenschutzhund öffnete plötzlich die Haustür, schrottete das Gartentor und sprang über Zäune. Giada zeigte deutlich, dass sie sich nicht wohl fühlte.
Erst als Marcy als neuer Hund auf den Gnadenhof zog, ließen diese Unarten wieder nach.

Wenn ein Herdenschutzhund unhandelbar ist, sollte man immer auch die Haltung anschauen. Es kann gut sein, dass sich der Hund einfach nicht wohl fühlt, weil die Gegebenheiten nicht stimmen oder etwas von ihm verlangt wird, was er einfach nicht erfüllen kann.

Ganz am Anfang ist Giada zusammen mit Chica, Campa und mir, spazieren gegangen. Dann wurde Chica zu alt für die Runde und da wollte Giada nicht mehr mitgehen. Sie wollte auf Chica und den Hof aufpassen. Ich ging die Runde allein mit Campa.
Auch später als Chica und Campa nicht mehr da waren wollte Giada nicht Gassi gehen. Der Hund legte sich einfach hin, wenn ich sie zum Spaziergang mitnehmen wollte.

Ich akzeptierte ihren Willen. Bei der Erziehung eines Herdenschutzhundes muss man sich nicht immer durchsetzen.

Giada möchte sich frei auf dem Hof bewegen und Wache schieben.

Ab und an eine Runde auf dem Sofa abhängen. Ihre Herde und Hundekumpel bei sich haben und dann ist sie glücklich.












Ich meine ja, dass sie damals Angst hatte, dass du auch für immer weggehst, nachdem Chica und Campa gestorben waren, dass du nicht wieder zurück kommst. Davor wollte sie dich wohl beschützen, dass dir nicht auch noch was passiert.
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Was da so genau in ihren Köpfen abgeht weiß man ja nicht. Auf alle Fälle habe ich da einen unzufriedenen Herdenschutzhund kennen gelernt und weiß wie hilflos man sich dabei fühlt.
LG Susanne
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Wieder mal ein wunderschöner Beitrag – Giada hat sich wunderbar entwickelt und ihr beide habt schon so viel gemeinsam durchgestanden – sie weiss, dass sie sich immer auf dich verlassen kann, genauso wie du auch weisst, dass Giada immer alles ihr Mögliche tun wird, damit ihre Herde (du und alle eure Tiere) in Sicherheit leben können – ein wunderschönes Beispiel für harmonisches Zusammenleben.
Herzliche Grüsse und Knuddel an Giada
Karin
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Liebe Karin,
genau so ist es. Wir haben schon viel gemeinsam durchgemacht. Und ich weiß, ich kann mich 100%ig auf Giada verlassen.
Knuddel werden gleich verteilt! ❤
LG Susanne
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Liebe Karin,
genau so ist es. Wir haben schon viel gemeinsam durchgemacht. Und ich weiß, ich kann mich 100%ig auf Giada verlassen.
Knuddel werden gleich verteilt! ❤
LG Susanne
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Schön zu sehen, wie gut es einem Herdenschutzhund gehen kann, wenn er richtig behandelt wird. Giada ist einfach süß und man sieht, daß es ihr bei dir gut geht! Ja, in der Stadt haben solche Tiere wirklich nichts zu suchen. Mein Lieblingsbild ist das, wo Kröti neben ihr sitzt 🙂 LG Almuth
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Ein Herdenschutzhund ist kein Hund für jeden. Man muss mit dem Wesen dieser Hunde klar kommen, sie verstehen und die Gegebenheiten müssen stimmen. Anderenfalls wird das Zusammenleben von Mensch und Hund zur Katastrophe. Ja, das Bild wo Kröti neben ihr sitzt finde ich auch niedlich. Da wird Kröti wohl gerade angelernt. 😀
LG Susanne
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Für was frage ich mich 😉 Ja, ich denke, es gibt genügend negative Beispiele, die dann auch im Tierheim landen, weil die Besitzer sie nicht handeln können. Schön, daß es bei dir und Giada ander ist! LG
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Tierheime nehmen gar keine Herdenschutzhunde mehr auf. Die sind auch überfordert mit diesen Hunden. HSH nicht ganz schwer oder gar nicht zu vermitteln.
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Heftig. Die sollten nur noch an Menschen mit „Führerschein“ vergeben werden!!!
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