Ich hoffe ihr und eure Tiere seid gut ins neue Jahr gekommen.
Hier ist der Jahreswechsel gut gelaufen, alle sind unverletzt geblieben. Silvester ist abgehakt! Möchte ich das nächstes Jahr wieder machen? Nein!
Ich habe ehrlich gesagt keinen Bock mehr dazu, wenn andere feiern, im Stall zu stehen und versuchen die Pferde zu beruhigen. Wer nichts mit Pferden zu tun hat, kann sich nicht vorstellen wie anstrengend und nervenaufreibend das ist.
Pferde sind Fluchttiere, die bei Gefahr schnell kopflos werden. Und dann wird es aufgrund ihrer Größe und dem Gewicht schnell gefährlich für Mensch und Tier. An ein panisches Pferd kommt man nicht mehr ran. Da geht die eigene Sicherheit vor.
Am schlimmsten ist für mich Silvester mit einem neuen Pferd, weil ich nicht weiß, wie es reagiert. Das war 2024 der Fall. Limerick kam erst kurz vor Silvester auf unseren Hof und er war noch ziemlich verunsichert.
Denn er hatte gerade seine Hafi-Freundin und seine ihm bekannten Menschen verloren. Dazu kam der Stallwechsel, die fremde Umgebung, andere Menschen.
Limerick war sehr misstrauisch, ich kam nicht richtig an ihn heran. Schließlich kannte er mich noch nicht richtig. Ich konnte ihn nicht beruhigen. Er war in seiner Angst gefangen und machte Astron auch noch verrückt. Beide Pferde drehten sich aufgeregt schnaubend in ihren Boxen.
Mir gelang es damals Astron zu beruhigen. Limerick blieb angespannt. Wie sollen Pferde auch verstehen, was plötzlich in dieser Nacht abgeht? Lautes Knallen, Blitze, Zischen, Heulen. Das macht ihnen große Angst, die jederzeit in Panik übergehen kann.
Ich bin der Meinung wenn privates Feuerwerk nicht verboten wird, sollte wenigstens nicht in der Nähe von Ställen geknallt werden. Aber so viel Rücksichtname ist wohl nicht zu erwarten.
Diese Silvesternacht verlief allerdings besser bei uns. Ich konnte mir in dem Jahr das Limerick nun bei uns ist, sein Vertrauen erarbeitet. Die harte Nuss habe ich knacken können, das merkte ich in dieser Nacht.
Um 16.00 Uhr brachte ich die Pferde in ihre Boxen, wo schon eine Portion Heucobs und Heu auf sie wartete. Limerick war etwas nervös und misstrauisch. Er ist sehr sensibel und merkte gleich, dass heute etwas anders ist. Ich gab ihm Bachblüten. Die wirken mittlerweile sehr gut bei ihm, was letztes Jahr überhaupt nicht der Fall war. Er kam sofort runter und entspannte sich.
Ich schaute im Laufe des Abends immer wieder in den Stall. Die Pferde mümmelten meistens am Heu. Limerick wieherte wenn ich den Stall betrat. Astron auch aber der ist sowieso sehr gesprächig. Er brummelt mich immer leise an. Astron antwortet sogar wenn ich ihn anspreche.
Kurz vor Mitternacht bekamen beide Pferde eine große Portion Heucobs und lecker Mash oben drauf. Das Fressen lenkte sie erst ab als das Geballer losging. Doch dann drehten sie sich nervös in den Boxen. Ich gab beiden wieder Bachblüten und sprach beruhigend mit ihnen.
Astron widmete sich wieder dem Futter. Limerick stand neben mir und sein Körper war extrem angespannt. Ich habe dann zu Singen angefangen. Es dauerte nicht lange, Limerick senkte seinen Kopf, sein Körper entspannte sich langsam. Er atmete ruhiger und blieb so neben mir stehen.
Um 1.00 Uhr hatte ich alle Lieder die ich kannte zum Besten gegeben. Dabei stellte ich fest, Limerick mag lieber englische Songs. Die beruhigten besser als deutsche Texte. Vielleicht weil er ein Ire ist? Er kommt ja ursprünglich aus Irland. Englische Texte erinnern ihn vielleicht an seine Jugendzeit in Irland?
Man weiß so wenig.
Ich wünsche Euch allen ein glückliches und gesundes 2026!
Hier seht ihr die beiden Jungs, wie sie im Sturm stehen, der hier in den frühen Morgenstunden aufzog.















Liebe Susanne, dir und den Tieren ein Frohes Neues Jahr! Wie schön, daß es mit den Pferden diesmal besser lief und immer wieder schön zu sehen, wie wohltuend Singen ist, für Mensch UND Tier! Alles alles Gute für 2026. Liebe Grüße von Almuth
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Frohes neues Jahr liebe Almuth! ❤
Singen ist eine gute Methode um Pferde zu beruhigen. Da bin ich in einer Silvesternacht durch Zufall draufgekommen. Ich hab beruhigend mit den Tieren geredet. Einfach irgendwelche Geschichten erzählt, weil ich nicht immer nur „gaaaanz ruhig“, „ist aaaaalles ok“, usw. sagen wollte. Als mir dann keine Geschichte mehr einfiel, habe ich dann gesungen. Das funktioniert wirklich sehr gut. Am Neujahrsmorgen war ich allerdings ein bisschen heiser und hatte leichte Halsschmerzen. Eine Stunde singen bin ich nicht gewohnt. 😀
LG Susanne
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Vielen Dank Susanne. Oje, dein armer Hals. Na immerhin hast du ne ganze Stunde geschafft. Schön, daß es den Pferden gefallen bzw. sie beruhigt hat. Und gut, daß dir so viele eingefallen sind 😉 LG Almuth
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Es gab auch Wiederholungen: „Lady in Black“ und „Was wollen wir trinken, sieben Tage lang, was wollen trinken, so ein Durst…“ Kennst Du das Stück? Den Titel von dem Lied habe ich vergessen. Das haben wir in unserer Revolutzerzeit, in den 80er Jahren gesungen. Als wir noch gegen alles demonstriert hatten. 😀
LG Susanne
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Oh ja, das Lied kenne ich 🙂 Das eignet sich auch sehr gut für Wiederholungen, lach! LG Almuth
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Kam bei Limerick aber nicht so gut an. Ich glaube der steht mehr auf englische Texte! 😀
LG Susanne
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Haha. Dann mußt du dein Repertoire wohl mal übersetzen 😉 LG
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Oh je, auch das noch… 😀
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Die Knallerei ist wirklich ätzend! Hier ist es wesentlich schlimmer als im letzten Dorf. Die fingen schon Weihnachten an und am 31. ging es von 19.00 Uhr bis 01.00 durchgehend und heute Vormittag auch wieder sporadisch. Was Feuerwerk angeht, haben die Dänen wirklich einen Knall.
Das war eine anstrengende Nacht für dich. Das Verbot privater Feuerwerkerei ist ja in der Diskussion und ich hoffe, es wird was. Aber gut, dass Limerick dieses Mal nicht ausgeflippt ist. Ich sag ja immer, die friedlichmachende Susasphäre … ❤
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Frohes neues Jahr liebe Birgit! ❤
Oh man, da habt Ihr einiges aushalten müssen. Zum Glück habt Ihr keine Tiere. Die Deutschen haben aber denselben Knall. Die Böller werden auch jedes Jahr lauter. Das scheppert teilweise ordentlich… Ja, die Nacht war anstrengend aber besser als letztes Mal. Habe mir vorher viele Gedanken gemacht, weil Limerick letztes Mal so panisch war und ich wenig Einfluss auf ihn hatte. Ich war stark am zweifeln wie wir die Nacht überstehen. Es ist ja auch ein hohes Verletzungsrisiko da, wenn so ein großes Tier austickt. Gott sei Dank ist alles so gut gegangen.
Abgehakt und ein Jahr Ruhe!
LG Susanne
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Anscheinend werden die bösen Geister, die es auszutreiben gilt, von Jahr zu Jahr zahlreicher oder stärker …
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Die blöden Geister sitzen wohl eher in den Knaller-Leuten. 🙂 Die lassen sich wohl nicht austreiben. 😀
LG Susanne
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Grins …
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