Sommerglück auf unserem Gnadenhof: Ein Rundgang durch die Natur und ihre Wunder

Wenn am Morgen die Sonne über unserem Gnadenhof aufgeht, herrscht hier ein ganz besonderer Frieden. Die Hektik des Alltags bleibt draußen vor dem Tor. Für uns vom Tierhilfe Miranda e.V. ist dieser Ort weit mehr als nur ein Zufluchtsort für in Not geratene Tiere – er ist eine lebendige Oase, in der Haustiere, Wildtiere und die Natur Hand in Hand leben. Heute möchten wir euch mitnehmen auf einen kleinen virtuellen Spaziergang über unser Gelände und euch die kleinen und großen Wunder zeigen, die uns täglich umgeben.

Der Blick über den Zaun: Friedliche Nachbarschaft

Unser Rundgang beginnt an der Grenze unseres Geländes. Direkt hinter unserer Pferdeweide erstreckt sich die saftige Wiese unseres Nachbarn. Es ist ein wunderschöner Anblick, denn dort wird eine artgerechte Mutterkuhhaltung betrieben. Die Kühe verbringen den ganzen Tag zusammen mit ihren Kälbern unter freiem Himmel. Das friedliche Kauen der Herde im Hintergrund hat fast etwas Therapeutisches und erinnert uns daran, wie schön das Leben für alle Nutztiere sein könnte.

Im Vordergrund ist ein Litzenzaun, dahinter wächst Schilf, dahinter steht eine Herde Mutterkühe mit ihren Kälbern auf einer grünen Weide vor einer Baumreihe.
Im Vordergrund ein Litzenzaun, dahinter wächst grünes Schilf. Dahinter stehen einige Kühe mit Kälbern auf einer grünen Weide.
Mutterkuhhaltung – Kühe mit ihren Kälbern auf der Weide.

Unsere Luftakrobaten: Willkommen zurück, Schwalben!

Wer den Blick gen Himmel richtet, sieht sofort, dass unser Hof auch in der Luft voller Leben steckt. Die Schwalben sind treue Begleiter unseres Sommers. Mit atemberaubender Geschwindigkeit jagen sie im Sturzflug über die Dächer und Wiesen, um Insekten zu fangen. Nach getaner Arbeit rasten sie gerne in langen Reihen auf unseren Zaunlitzen, zwitschern leise vor sich hin und beobachten das Treiben auf dem Hof. Sie gehören einfach fest zu unserer Hof-Familie.

Unterwegs bei unseren Wollnasen: Ein Spaziergang durch das Schafgehege

Weiter geht es durch das Schafgehege. Wenn man das Tor öffnet und das Gehege betritt, wird man sofort von neugierigen Blicken und leisem Blöken begrüßt. Unsere geretteten Schafe dürfen hier einfach nur ihr Leben genießen. Zu sehen, wie das saftige Gras unter ihren Hufen raschelt und wie entspannt sie im Schatten wiederkäuen, zeigt uns jedes Mal aufs Neue, warum sich der tägliche Einsatz für den Tierschutz lohnt.

Unter dem alten Holunderbusch liegen die Schafe gern zum Wiederkauen.
Im Hintergrund ist der Unterstand zu sehen.
Die Schäfchen haben eine Höhle: Der Eingang zum Schafstall ist mit Wildem Wein überwachsen.

Ein Paradies für Insekten: Wildblumen und summende Disteln

Die Grundlage für all dieses Leben ist die Flora auf unserem Hof. Wir lassen unsere Wiesen bewusst naturnah wachsen. Aktuell leuchtet die Pferdeweide in den schönsten Farben: Gelbe, lila und weiße Wildblumen wie Löwenzahn, Klee und Schafgarbe wiegen sich im Wind. Besonders stolz sind wir auf unsere wilden Disteln. Was viele als Unkraut abtun, ist für unsere nützlichen Hummeln ein absolutes Festmahl. Wenn man genau hinschaut, sieht man die dicken Brummer von Blüte zu Blüte fliegen – ein unaufhörliches, beruhigendes Summen.

Eine kleine Oase: Die Wasserschale mit Springbrunnen

Um den Tieren an heißen Tagen eine Abkühlung zu bieten, haben wir eine runde Wasserschale aufgestellt. Wir haben sie mit großen und kleinen Steinen bestückt, damit kein Tier ertrinken kann, und einen kleinen Solar-Springbrunnen hineingesetzt. Diese Mini-Oase wird unglaublich gut angenommen! Es ist ein ständiges Kommen und Gehen: Vögel nutzen sie für ein schnelles Bad, und sogar Wespen landen sicher auf den Steinen, um ihren Durst zu löschen. Naturschutz beginnt eben schon im Kleinen.

Überraschungsgäste: Die Fasanenfamilie auf der Pferdeweide

Zum Abschluss unseres Rundgangs über die Pferdeweide wartete vor Kurzem ein ganz besonderes Highlight auf uns. Wer sagt denn, dass auf einer Pferdeweide nur Pferde grasen? Mitten im hohen Gras entdeckten wir eine stolze Fasanenhenne, die in aller Seelenruhe mit ihren acht inzwischen halb erwachsenen Küken auf Nahrungssuche war. Es ist das schönste Kompliment für unsere Arbeit, wenn Wildtiere unseren Hof als so sicher empfinden, dass sie hier ihren Nachwuchs großziehen.

Gemeinsam für ein sicheres Zuhause ❤️

Jeder Tag hier bei der Tierhilfe Miranda e.V. zeigt uns, wie wertvoll es ist, die Natur und all ihre Lebewesen zu schützen. Dieses lebendige, friedliche Miteinander ist jedoch nur möglich, weil Menschen wie ihr uns unterstützen. Die Pflege der Tiere, das Futter und der Erhalt dieser Naturflächen kosten viel Kraft und Geld.

Wenn euch unser kleiner Rundgang gefallen hat und ihr uns dabei helfen möchtet, diesen sicheren Hafen für Haus- und Wildtiere zu bewahren, freuen wir uns über jede Unterstützung – sei es durch eine kleine Spende, eine Patenschaft oder das Teilen unseres Beitrags!

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About Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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