
Haben eure Vierbeiner den Jahreswechsel gut überstanden?
Hier lief es diesmal richtig gut. Seitdem vor einigen Jahren, andere Leute in das Nachbarhaus gezogen sind, ist Silvester zu einem Horror-Tag für mich geworden. Diese Menschen haben selber Pferde, Hunde, Katzen, Ziegen, Schweine, Gänse und was weiß ich noch alles, knallen aber ohne Ende. Leider auch noch genau hinter unserem Pferdestall. Früher hatten die Pferde kein Problem mit der Silvesternacht. Erst als die neuen Nachbarn Silvester 2013, sozusagen als Einstand, ein Mega-Feuerwerk hinterm Stall veranstalteten, drehten die Pferde total durch.
Seitdem verbringe ich jede Silvesternacht, mit Bachblüten bewaffnet, im Pferdestall. Im laufe der Jahre habe heraus gefunden, wie das am besten geht. Wenn ich vor Mitternacht neben Miranda stehe, regt sie sich erst gar nicht so auf. Das war auch diesmal so. Vorsichtshalber bekam Miranda vor Mitternacht noch einmal die Bachblüten von mir. Als die Knallerei um 24.00 Uhr mit voller Wucht los ging, stand Miranda neben mir und döste! Bachus drehte einige Runden in der Box. Ihn konnte ich mit Schnauben und Schmatzen (Pferdesprache: Ich bin ja so entspannt…) beruhigen.
Miranda drehte auch mal eine Runde in der Box. Fing dann aber an mit mir zu kuscheln. Dankbar leckte sie meine Hand ab und war ganz liebebedürftig. Ich glaube sie war sehr froh, dass ich sie in dieser Situation nicht alleine ließ. Jeder Pferdebesitzer sollte mal eine Silvesternacht im Stall verbringen. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, die Energie der Pferde zu spüren. Die Tiefe Verbindung die ein Mensch und ein Tier haben können. Das hat beinahe was magisches.
Bald schmatzten und atmeten wir alle drei und zeigten damit, wie entspannt wir waren. Bis 1.00 Uhr morgens stand ich bei den Pferden im Stall. Es war leider eine sehr kalte und ungemütliche Nacht. Es dauerte lange, bis ich wieder warm wurde.
Chica hat den Jahreswechsel dank dem homöopathischen Mittel Borax sehr gut überstanden. Sie hat sogar am Silvesterabend gefressen. Bei Stress verweigert sie jede Nahrung. Den Abend verbrachte sie schlafend im Körbchen. Was um Mitternacht im Haus geschah, habe ich nicht mitbekommen. Ich stand ja im Pferdestall. Als ich nach 1.00 Uhr wieder rein kam, saß Chica unterm Küchentisch. Sie kam aber sofort zu mir und begleitete mich ins Wohnzimmer. Ich setzte mich noch ein bisschen vor die Glotze, um aufzutauen. Chica legte sich in ihr Körbchen und schlief weiter. Sie wirkte nicht besonders aufgeregt.
Campa hat von dem ganzen Theater nichts mitbekommen. Die hat gepennt, wie immer. Mary hatte auch keine Angst. Sie wollte sogar raus und begleitete mich in den Pferdestall, wenn ich meine stündlichen Kontrollrunden machte. Luzy war völlig unbeeindruckt von der Knallerei. Ich weiß nicht, ob sie das überhaupt mitbekommen hat. Einmal ist sie sogar mit Mary raus gegangen. Das wollte ich eigentlich vermeiden, aber das Aas ist so verdammt schnell. Sie ist mir einfach aus der Tür geflutscht. Die restliche Nacht hat Luzy verpennt. Mitternacht kann sie nicht beeindruckt haben. Als ich gegen 1.00 Uhr ins Haus kam, lag Luzy auf dem selben Platz und pennte tief und fest.
Ich hoffe bei euch ist es ähnlich entspannt geblieben. Nachher gibt es noch einen Post, denn die Glücksfee hat die Gewinner von unserer Verlosung gezogen. Da viele von euch einen so langen Blog-Beitrag nicht lesen, werde ich die Gewinner später gesondert bekannt geben. 😀