Mitte Mai führte ich ein Telefonat mit Christa, einer Frau, mit der ich als Urlaubsvertretung zum Füttern von Tierschutzkatzen eingeteilt war. Wir kannten uns bisher gar nicht. Christa war an einem anderen Tag in der Woche mit Füttern dran, so hatten wir uns noch nie gesehen.
Eigentlich wollte sie mir nur sagen, dass sie den roten Kater vermittelt hat. Ich sollte mir keine Sorgen machen, weil er fehlte. Christa war sehr nett und offen, wir kamen schnell ins Gespräch. Ich erzählte ihr von Miranda, dem fehlenden Zaun und meiner Suche nach Helfern. Da sagte Christa spontan: „Ich kenne sehr nette Leute, die helfen bestimmt mit. Ich rufe die jetzt an und melde mich gleich wieder bei dir.“
Einige Minuten später war Christa erneut in der Leitung: „Alles klar,“ sagte sie, „Heidi und Arno helfen mit! Wir kommen alle drei Donnerstag zu dir und schauen uns an, was gemacht werden muss.“
Ich war sprachlos! So schnell und unkompliziert hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Freiwillige packen mit an!
Am Donnerstag schauten die drei sich alles an und es begann die Planung. Viel Arbeit wartete auf uns. Immerhin stand die Weide mindestens 5 Jahre leer. In dieser Zeit hatte sich natürlich niemand um die Pflege gekümmert. Es sah ziemlich wüst aus! Die Bäume und Sträucher an zwei Seiten mussten geschnitten werden. Eine Bahn Gras musse abgesenst werden, wo der Zaun hin sollte. Das, was einmal das Paddock werden sollte, musste von wild wuchernden Brennesseln befreit werden.
Es gehörte schon viel Phatasie dazu, um sich hier einen Paddock vorzustellen. Brennesseln so weit das Auge reichte… Weidepfähle mussten in die Erde und alles mit Litze verbunden werden. Wir rechneten mit 1.000 Metern Litze, die leider noch fehlte, genau wie das Stromgerät. Außerdem musste der Stall dringend einige Reparaturen bekommen. Die Raufen in den Boxen waren teilweise kaputt und auch sonst musste einiges geändert werden. In Mirandas zukünftiger Box standen früher Ponys. Da gab es einen Balken, der Miranda den Weg zum Heu blockiert hätte. Sie hätte da niemals ihren großen Kopf durch bekommen.
Nach der Lagebesichtung begann die Planung bei einem Kaffee. Am nächsten Donnerstag wollten wir uns in die Arbeit stürzen.
Am Sonntag gabs dann einen Überraschungsbesuch. Christa, Arno und Heidi kamen mit Claus-Dieter und Helmut. Sie brachten Holz für den Stall und 20 nagelneue Weidepfähle! Diese Sachen spendeten sie zusätzlich zu ihrer Arbeitskraft und Zeit!




Arno reparierte den Stall und erledigte die nötigen Änderungen.













