Die Dasselfliege ist ein fieser Schmarotzer, der von Juli bis ungefähr September auf den Weiden unterwegs ist. Diese große Fliege kommt in einigen Gegenden häufiger vor, als in anderen. Sie sucht sich ein Pferd, um im Flug ihre Eier auf die Vorderbeine oder Schulter des Tieres abzulegen. Dort kleben dann kleine gelbe Kügelchen. Die Fliegeneier kleben so fest an den Haaren, dass man sie mit einem normalen Striegel nicht abbekommt. Dazu gibt es spezielle Dasselfliegeneiermesser oder so einen harten Schwamm. Ich legte mir beides zu und kam mit dem Schwamm gar nicht klar. Mit dem Messer geht es besser, die Eier runterzuschaben. Es bleibt aber eine Sysiphusarbeit, zumal die Fliegen am nächsten Tag wieder unterwegs sind und die Pferdebeine und -Schultern erneut voller gelber Kügelchen sind. Trotzdem ist es sehr wichtig, etwas gegen die Dasselfliege zu unternehmen, da ihr Larven großen Schaden anrichten können.
Die auf Beine und Schulter festgeklebten Eier der Dasselfliege, gelangen durch belecken und beknabbern in das Maul des Pferdes. Dort bohren sich die fiesen Larven in die Schlaumhäute und können Entzündungen und Schluckbeschwerden verursachen. Nach einer bestimmten Entwicklungszeit werden die Larven abgeschluckt und landen so im Magen. Hier bohren sich die nun 1,5 cm großen Larven in die Magenschleimhaut. Nach einigen Monaten, wenn es draußen wieder wärmer wird, verlassen die Larven den Magen des Pferdes und werden mit dem Kot ausgeschieden. Nach drei bis vier Wochen schlüpfen dann die neuen Dasselfliegen und der ganze Kreislauf beginnt von vorn.
Um den Entwicklungskreislauf dieser fiesen Schmarotzer zu unterbrechen, bekommen die Pferde eine Wurmkur, mit einem speziellen Mittel gegen die Dasselfliegenlarven. Diese Wurmkurz soll in den Monaten November und Dezember gegeben werden. Die Empfehlung unserer Pferdeklinik ist es, sie als Nikolausgeschenk den Pferden zu geben. Und so bekamen Miranda und Bachus diese Wurmkur zum Nikolausi.
Sicher denkt ihr jetzt: „Hä? Nikolaustag war doch am 06. Dezember?“ Richtig! Aber mir fiel gerade ein, dass ich vergessen hatte, einen Bericht hierrüber zu schreiben. Dieser Blog soll aber auch so etwas wie ein Tagebuch über die Pferdehaltung sein. Und da ich das Thema „Dasselfliege“ für sehr wichtig halte, musste ich es unbedingt noch eingefügen. 😉














Liebe Susa!
Die Fliege hört sich ja sehr ekelig an. Gut, dass es dagegen ein Mittel gibt, das gute Menschen als Nikolaus-Geschenk spendieren!!!
Es wundert mich immer wieder, wie schnell die Haus-Fliegen an etwas fleischigem ihre Eier ablegen. Wenn im Sommer vom Katzenfutter etwas übrig blieb und nur eine Fliege im Haus schwirrte, waren danach die Eier am Futter. Da half nur Wegstellen.
Ich denke aber auch, dass die Fliegen im Naturhaushalt ihren Platz haben…..
Liebe Grüße sendet H e i k o
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Ja so ist es mit Sicherheit. Trotzdem kann ich für die besonders ekligen Dasselfliege kein Verständnis aufbringen. WÜRG!
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Wir hatten früher dafür einen angefeuchteten Bimsstein genommen (aus der Fußrenovierungs-Abteilung in der Drogerie), das hat gut funktioniert, ist mir lieber, als mit einem Messer um Pferdebeine rumzukrabbeln, während das Pferd von Bremsen genervt wird und vielleicht mal rumzappelt.
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Hallo Spottdrossel,
ich freu mich, dass Du hier gelandet bist! 😉
Das Dasselfliegenmesser ist eigentlich kein richtiges Messer. Es hat so Einbuchtungen, wie ein Nissen- bzw Flohkamm. Nur sind die ganz klein, nicht so lang wie beim Flohkamm für Hunde und Katzen. Da kann nix passieren.
Mit diesem harten Bimsstein hatte ich es auch versucht. Gibt es speziell im Pferdehandel und ist deshalb gleich teurer. Damit kam ich aber gar nicht klar. Die kleinen gelben Kügelchen hingen weiter im Fell. Das Dasselmesser finde ich persönlich viel, viel besser.
LG Susanne
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