Ein Vereinsmitglied hat diesen Pferdewurst-Stand, auf einem Hamburger Wochenmarkt entdeckt und mir das Foto geschickt.

Der ganze Stand ist mit Sprüchen zugepflastert wie „Ein Leben ohne Pferdewurst ist möglich aber sinnlos“.
Aber die Krönung der Geschmacklosigkeit ist der Spruch: „Pony to go“.
Der Betreiber findet das wohl total witzig. Vielleicht kurbelt es sogar sein Geschäft an.
Ich finde es ober geschmacklos. Es zeigt seinen respektlosen Umgang mit Lebenwesen!
Tief traurig finde ich es, weil ich weiß, welche Pferde in der Wurst stecken! Beinahe wären Miranda und Bachus dort gelandet. Wie so viele ihrer Art, sollten sie geschlachtet werden, als sie keinen Nutzen mehr brachten. Sie hatten Glück, weil wir sie in letzter Sekunde gerettet haben.
Doch was ist mit tausenden Pferden die:
– nicht mehr reitbar sind.
– die wegen einer Verletzung keine Rennen mehr laufen können.
– die nicht die Leistung im Sport bringen, die sie sollen.
– mit denen der Reiter nicht weiter kommt.
– wo die Kinder rausgewachsen sind.
– die Schwierigkeiten im Umgang machen.
– die lahmen.
– die alt werden.
Diese Pferde findet ihr in der Pferdewurst!
In Deutschland wurden 2013 ca. 11.000 Pferde geschlachtet.
Pferde sind teuer im Unterhalt und der Schlachter zahlt sogar für das Tier. Artgerechte Pferdehaltung kostet 200 bis 300.- Euro im Monat. Egal ob der Reiter das Pferd reiten kann oder nicht. Wenn Pferde lahmen ist der Anruf beim Schlachter die billigste Lösung. Eine Tierarztbehandlung kann schnell mehrere hundert oder tausend Euro kosten. Der Schlachter nimmt jedes Pferd, egal wie es aussieht.
Sich auch noch lustig über diese armen Wesen zu machen, ist wirklich unverständlich!
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About Hilfe für Miranda
Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere.
Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben.
Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen.
Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden.
Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt.
Dafür sagen wir DANKE!
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Sicher haben Pferde einen anderen Stellenwert als andere Tiere in Deutschland, 11 000 Pferde hört sich sicher viel an, ist aber gegenüber über 3 Millionen Rinder, über 58 Millionen Schweine oder gar über 627 Millionen!! Hühner nicht wirklich viel.
Du hast aber recht, die Besitzer finden ihre Sprüche witzig. Ich nicht.
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Klar ist die Massentierhaltung und das ganze Drum und Dran total ätzend. Da müssen dringend Änderungen her. Ein Umdenken ist ja schon zu spühren und das ist gut so.
Aber diese Pferde wurden als Kamerad von den Menschen angeschafft. Sie gehorchen ihm, weil sie ihm vertrauen. Sonst könnte man ein 700kg schweres Tier gar nicht händeln. Es macht alles mit, weil es eine Bindung zu seinem Menschen eingeht. Ungefähr so wie ein Hund. Dieses Pferd geht eines Tages freiwillig auf den Hänger und wird eiskalt von seinem Menschen zum Schlachter gebracht. Mich wundert es wirklich, wie Pferdemenschen so etwas übers Herz bringen. Die lassen ja auch nicht ihren Hund schlachten, wenn er ihnen zur Last fällt. Kein Pferd muss beim Schlachter enden. Auch nicht die alten und kranken. Der Tierarzt kann sie sanft erlösen. Dafür gibt es heute ein Mittel ohne Todeskampf. Man muss dem Tierarzt nur sagen, dass er das nehmen soll. Einschläfern kostet natürlich Geld. Beim Schlachter gibt es noch Geld für den Kameraden, den man los werden will.
LG Susanne
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Traurig. 😕
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Du sagst es!
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Ich stimme Dir zu, es ist mehr als unverständlich!!! Das gilt allerdings bei mir auch für jedes andere Tier!
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Selbstverständlich sollte jeder Respekt vor allem Leben haben! Dieser Stand mit seinen Sprüchen ist der Gipfel der Respektlosigkeit. Ich frage mich, wer dort eine Wurst essen will?
LG Susanne
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Das ist eine gute Frage – aber, leider gibt es solche Menschen immernoch 😦 Traurig, aber wahr! LG Carolin
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Echt geschmacklos!
Mir reicht schon dieser saublöde Ausdruck ‚Pony to go’😡 Das zeigt schon, wessen Kind diese oberflächliche Nuß ist! Wenn man schon Tiere essen muß, soll man sie gefälligst mit Respekt behandeln!
Ich könnt‘ schon wieder kotzen!
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Entschuldige bitte, solche Wörter benutzt man nicht auf dem Blog, aber ich bin grantig über sowas!
LG Elisabeth
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Genau so sehe ich das auch. Die hohle Nuss findet das sicher sehr lustig. Seinen Kunden müsste die Wurst im Halse stecken bleiben.
LG Susanne
PS: Kann verstehen, dass Du da grantig wirst. 😀
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Also sowas ist echt traurig und sehr sehr geschmacklos! -.-
Deswegen weiß ich wieso ich seit nun fast einem Jahr mich vegetarisch ernähre!
Bei sowas kann man echt nur kotzen -.-
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Genau so ist es!
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Das ist einfach nur unterste Schublade und zeigt – wie Elisabeth schreibt – wie respektlos und dumm manche (leider viel zu viele) Menschen sind – die würden das bestimmt nicht begreifen, dass wir uns hier darüber so echauffieren…traurig, aber leider immer noch an vielen Orten Alltag, wenn die Leute mehr Fleisch fürs Geld bekommen (ist auch so ein doofer Spruch), dann machen sie sich sicher keine Gedanken, woher das Fleisch kommt, bzw. wie die Tiere gehalten wurden…da schnürt es mir die Kehle zu…meine Entscheidung vegetarisch zu leben, begründet ganz klar darauf, wie schlecht viele sog. „Nutz“-Tiere gehalten werden…
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Liebe Karin,
da hast Du recht. Diese Menschen würden es nicht begreifen, dass wir uns hier darüber aufregen. Ich finde, es dürfte gar keine Sonderangebote für Fleisch geben. Man kann sich ja denken wie die Tiere gehalten werden, wenn das Fleisch zum Billigpreis verscherbelt wird. Die Preise für Fleisch sollten IMMER ordentlich hoch angesetzt werden. Die erhöhten Einnahmen müssten verpflichtend für verbesserte Haltungsbedingungen genommen werden. Jeder der Fleisch essen will, sollte viel Geld dafür bezahlen. Dann wird er eher darüber nachdenken und wieder mehr Respekt haben.
LG Susanne
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