Früher gab es ganz viele Rehe bei uns, die überhaupt nicht scheu waren. Ich kam ganz nah an die Tiere heran und konnte viele schöne Fotos machen.
Die alten Hasen unter euch werden sich bestimmt erinnern.
Die Rehe hatten auch keine Angst vor unseren Hunden. Sie kamen sogar nah heran und waren überhaupt nicht beunruhigt.

Giada, unser Herdenschutzhund, hat keinen Jagdtrieb. Sie sieht das Reh eher als unerwünschten Eindringling und machte ihm klar, wo die Grenze ist.
Das Reh konnte der Herdenschutzhund damit nicht aus der Ruhe bringen. Es hatte gelernt, dass die Hunde nicht das Grundstück verlassen.

In den letzten Jahren vermehrten sich hier die Wölfe stark und die Anzahl der Rehe ging zurück. Im letzten Jahr wurde z.B. kein einziges Rehkitz groß. Erst sah man sie noch mit ihren Müttern laufen, dann waren plötzlich alle verschwunden.
Es dauerte nicht lange, da wurden auch die ausgewachsenen Rehe immer weniger. Bis nur noch zwei Ricken und ein Bock zu sehen waren.
Eine der Ricken bekam im Frühjahr Zwillinge, die andere hatte ein Kitz. Die Ricke mit dem einen Kitz ist verschwunden, der Bock ebenso. Es blieb nur die Mutter mit den beiden Kitzen übrig.
Die Rehmutter mit den Zwillingen hat es geschafft, ihre Kinder groß zu bekommen.
Ich freue mich, dass sie alle drei noch leben. Heute morgen habe ich sie gerade wieder gesund und munter gesehen. Leider sind sie sehr scheu geworden. Ich komme nicht mehr in ihre Nähe. Auch die Hunde machen ihnen nun Angst.
Aber das ist auch gut so. Sie müssen jetzt sehr, sehr gut auf sich aufpassen.
Fotos vom 1. Oktober 2024.

Das zweite Kitz liegt hinter dem Grünzeug.


Astron ist sehr aufmerksam und hat die Rehe entdeckt. Der Wallach ist für die Sicherheit der Herde zuständig. Nielsson interessiert das nicht, er überlässt seinem Kumpel die Aufsichtsplicht.

Die Zwillinge sind im Oktober schon ganz schön gewachsen.

Ständig wird die Umgebung abgecheckt.



Dann taucht auch noch so ein komischer Vogel auf.

Was soll man davon halten?

Der Fischreiher scheint auch etwas irritiert zu sein.

Doch irgendwie kommt man miteinander klar.

Das sind ein paar Fotos vom 15. Oktober 2024.

Die Familie ruht gern in dem Gehölzstreifen, neben unserer Pferdeweide. Hier war ein Zwilling auf der Weide, Mutter und Geschwister lagen versteckt im Unterholz.

Ich freue mich, dass die Zwillinge es geschafft haben groß zu werden. Mögen sie weiterhin gut durchs Leben kommen!












Die Wölfe nehmen auch bei uns überhand, habe heute gerade im Radio gehört, dass es in MV mindestens 25 Rudel geben soll. Da sollte der strenge Schutz wohl endlich gelockert werden, aber mich fragt ja keiner…
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Die meisten Menschen wollen davon ja gar nichts wissen. Das Leben auf dem Land hat sich total verändert. Im Landkreis Stade / Cuxhaven leben 3 bestätigte Rudel, wieviel Tiere es wirklich sind ist unbekannt. Hier kann man sobald es dunkel wird nicht mehr rausgehen. Unser Leben ist total eingeschränkt.
LG Susanne
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Es wundert mich, dass man den Schutz der Wölfe einfach so stillschweigend hinnimmt. Was ist mit dem Schutz der Menschen?
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Den gibt es nicht. Auch keinen Schutz der Haus- und Weidetiere. Hunde und Katzen sind genau so gefährdet wie unsere Weidetiere. Aber die Menschen wollen das nicht wahr haben, scheint es mir.
LG Susanne
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Wölfe gehören nicht in eng besiedelte Gebiete. Die gehören in grosse unkultivierte Waldgebiete.
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