Ich hatte euch ja schon verraten, dass sich bei uns Anfang des Jahres einiges ereignet hat. Leider konnte ich euch davon nicht berichten, weil mein Monitor am 31.12.24 den Geist aufgab. Das möchte ich jetzt nachholen.
Anfang des Jahres wurden wir gebeten, zwei ältere Mini-Schaf Auen, aus nicht geeigneter Haltung zu übernehmen. Die beiden Ouessant Schafe standen mit großen Schafen zusammen. Sie konnten sich in der Herde nicht durchsetzen, kamen nicht an das Futter und bauten immer mehr ab.
Da wir schon eine kleine Herde mit älteren Ouessantschafen haben, entschieden wir uns, die Tiere aufzunehmen und ihn ein neues Zuhause auf unserem Gnadenhof zu schenken.
Die Schafe standen in Schleswig Holstein, also auf der anderen Elbseite.
Am 04. Januar fuhren Vereinsmitglied Peter und ich, mit der Fähre über die Elbe, auf die andere Seite. Es war ein kalter, grauer Tag. Dazu wehte ein eisiger Wind über den Fluss.

Möwen begleiteten das Schiff.



Da tat ein heißer Kaffee gut.


Die beiden Schäfchen kam in den Kofferraum des Kombis und so fuhren wir wieder über die Elbe.

Als der Fahrkarten-Kontrolleur auf der Fähre zum Abkassieren kam, warf er einen flüchtigen Blick in das Auto und sagte: „Zwei Personen und ein Hund“.
Ich sagte: „Nein“.
Er schaute nun genauer und sagte: „Ah, andere Tiere“.
„Schafe“, antwortete ich.
„Schafe kosten nichts“, meinte er.
Für einen Hund hätten wir 1,50 Euro zahlen müssen, Schafe kosten nichts. Verstehen muss man das nicht.
Die Schäfchen verhielten sich auf der Fähre und während der Autofahrt total ruhig. Hier sind wir gerade auf dem Hof angekommen. Die beiden sprangen neugierig aus dem Kofferraum.

Die Farbe der Schafe nennt sich Schimmel. Wie alt sie sind weiß niemand so genau. Geschätzt zwischen 5 und 7 Jahren.
Unsere Schäfchen waren entsetzt, weil sie noch nie ein weißes Schaf gesehen hatten. Sie verstanden nicht, dass das Artgenossen sind und liefen immer weg sobald die neuen in ihre Nähe kamen.

Flummi und Grandma schauten sich ihre neue Heimat an und wunderten sich, dass hier alles vor ihnen flüchtete.

Unsere Schafe waren nur entsetzt!

Wir hatten hier zwei Gruppen laufen: eine schwarze, eine weiße. Sie hätten Schach spielen können.
Es dauerte über eine Woche, bis aus den schwarzen und den weißen, eine Herde wurde.
Am 07. Januar dachte ich mir, jetzt reicht es. Dann werdet ihr eben Zwangsverheiratet und sperrte die Schafe auf einer kleineren Fläche zusammen. So konnten die schwarzen nicht mehr so weit weglaufen.

Aber es blieb immer noch bei den zwei Gruppen.

Die weißen wunderten sich, weil sie hier nun die Chefs waren.

Die schwarzen liefen sogar davon wenn es Müsli gab, das sie doch so sehr lieben. Aber sobald die weißen dazukamen, waren die schwarzen weg wie nicht mehr da!

Zum Glück haben wir einen Schafstall und einen Unterstand. So blieben jede Gruppe bei Regen im Trockenen. Die schwarzen im Unterstand, die weißen im Stall.


Als ich am 12. Januar wieder Müsli fütterte, nahm endlich unsere Leitaue Tinki-Winki ihr Hasenherz in die Hand und schnupperte ganz zaghaft an Flummi.

Und da war das Eis gebrochen!

Die anderen schwarzen trauten sich nun auch heran.

Und aus zwei Gruppen, wurde eine Herde.
















Einfach nur wunderschön, wie die Schäfchen nun zusammen gefunden haben!
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Ja, das hat eine Weile gedauert. Aber nun sind sie eine Herde.
LG Susanne
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Die Schäfchen kennen Pferde, Hunde und Katzen, aber haben Angst vor anderen Schäfchen. Ist ja köstlich 😂😂 Wie schön, dass sie zusammengefunden haben.
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Damit habe ich auch gar nicht gerechnet. Ich dachte, die zeigen den neuen erst einmal, wo sie sich in der Rangordnung einordnen müssen. Dass unsere aber Angst vor weißen Schafen haben, da wäre ich nie drauf gekommen. 😀
LG Susanne
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„Schafe kosten nichts“ köstlich!
Das wundert mich aber doch, dass es so lange gedauert hat, bis die zwei neuen akzeptiert wurden. Aber vielleicht ist das auch eine Altersangelegenheit. Wir Menschen tun uns im Alter ja auch etwas schwerer mit Neuem.
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Kleiner Tipp: Wenn du mit der Fähre fahren willst, nimm dein Schaf mit, das kostest nichts! 🙂
Unsere Schafe haben ja noch nie in ihrem Leben ein weißes Schaf gesehen. Die sind hier alle schwarz. Unsere konnten gar nicht glauben, dass diese weißen Tiere auch Schafe sind. 😀
LG Susanne
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Witzig! Ich dachte die gehen mehr nach Geruch oder so.
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Sie haben sich gar nicht auf Schnuppernähe herangetraut! 😀
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Gutes Ankommen im neuen Zuhause! Die beiden sehen sehr lieb aus.
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Danke schön! Sie sind auch sehr lieb. Müssen noch ein bisschen gepäppelt werden, damit sie wieder zunehmen.
LG Susanne
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Schön, dass die beiden jetzt in der Herde integriert sind.
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Hat auch über eine Woche gedauert. 🙂
LG Susanne
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