Es hätte so schön sein können. Im Garten unseres Gnadenhofs steht ein prachtvoller, alter Kirschbaum. Aktuell hängt er randvoll mit dicken, saftigen Knubberkirschen. Perfekt für Kuchen, Marmelade oder einfach zum Direkt-in-den-Mund-Stecken. Sie brauchten nur noch ein paar Tage Sonne.
Weil wir im Tierschutzverein ja bekanntermaßen ein Herz für alle Lebewesen haben, habe ich vor einer Woche eine diplomatische Verhandlung mit der lokalen Vogelwelt geführt.
Der faire Deal lautete:
- Die oberen Etagen: Buffet für die Vögel.
- Die untere Etage: Reserviert für mein Körbchen.
Eigentlich eine klassische Win-Win-Situation. Dachte ich zumindest.
Der diplomatische Zwischenfall
Heute Morgen endete die Waffenruhe abrupt. Ein riesiger Schwarm Stare ist im Tiefflug auf unserem Gnadenhof gelandet. Von wegen „wir teilen geschwisterlich“. Die gefiederten Großinvestoren haben den Baum binnen Minuten feindlich übernommen.
Ein Suchbild mit 50 Staren im Geäst: Bis 4 habe ich für euch gezählt.

Von diplomatischen Vereinbarungen wollten die Herrschaften im Baum absolut nichts mehr wissen. Auf meine energischen Zwischenrufe und das Schwenken einer Küchenschürze, wurde lediglich mit lautem Schmatzen und demonstrativem Kirschkern-Weitspucken reagiert.

Das bittere (oder eher saure) Fazit
Was lernen wir daraus? Stare halten sich nicht an mündliche Verträge. Und das Konzept von Eigentum im Tierschutz ist ohnehin eine Illusion. Die Kirschenernte fällt dieses Jahr für uns Menschen also flach.
Aber gut, wir nehmen es sportlich. Die Stare sind satt, die Bäuche sind voll, und unser Gnadenhof hat seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht – hier wird eben wirklich jedes Tier satt. Selbst die dreistesten Obstdiebe der Region.
Wir gehen jetzt Frust-Erdbeeren im Supermarkt kaufen. Die sind wenigstens vertragssicher.













Haha, mein Grossvater hatte dasselbe Problem mit seinem tollen Kirschbaum. Er hat ein Fischernetz drübergehängt, was ziemlich schwierig war, weil der Baum so gross war. Das hielt viele Stare ab, aber die Schlauen kamen dann von unten rein. Dafür hatte er dann eine Blechdose mit Klöppel in den Baum gehängt, die man von der Terrasse aus mit einer Schnur in Aktion bringen konnte. Das wirkte auch eine Weile. Er bekam doch so viele Kirschen selber ab, dass meine Grossmutter welche einmachen konnte.
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Dein Opa wusste, man muss nur schlauer sein als die Kirschdiebe. 😀 Hier sind sie schon fertig mit dem Baum. 🙂
LG Susanne
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Haha, ja, und woher bekommt man ein Fischernetz? Mein Grossvater war Fischer.
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In Hamburg?
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An der Elbe … 😉
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Schürzenschwenken hilft da in der Tat selten! Schicke doch beim nächsten Mal einfach die Miezen auf den Baum. Die können ja auch mal was für ihr Futter tun! Und diese Maßnahme müsste dann auch der Vertragstreue der Gegenseite förderlich sein! 😉
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Ich habe mit den Miezen gesprochen. Sie meinen sie seien hier auf Hof schöne Dekoration und das reicht. Den Job sollten Kröti und Töle machen. Aber wie bekomme ich die auf den Baum? Ach, irgendwas ist immer…
LG Susanne
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Faule Bande! 😠 Sofort Rationen kürzrn! 😆 🙄 Ach, lieber doch nicht! 😇
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Neee, lieber nicht. Mit Katzen soll man sich nicht anlegen. 😀
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