Wie war bei euch Silvester?
Meine Antwort: „Ging so“.
Limerick hatte große Angst. Er war neu hier und hatte noch kein wirkliches Vertrauen zu mir. Konnte ich ihm nicht verdenken, denn er kannte mich noch nicht genug. Der Umzug lag gerade erst hinter ihm. Neue Umgebung, neuer Kumpel, neue Menschen. Dazu kam noch ein furchtbarer Sturm in der Silvesternacht.
Angefangen hat alles ganz gut.
Unsere Pferde verbringen die Silvesternacht in ihren Boxen. Um 16.00 Uhr werden sie eingestallt. Das erscheint uns als die sicherste Lösung. So kann kein Pferd durch den Zaun gehen. Verletzungen sollten ausgeschlossen sein.
Astron geht von allein in seine Box, ich brauche nur die Tür aufzumachen und sagen: „Geh rein“. So war es auch an diesem Nachmittag.
Das funktionierte immer mit allen unseren Pferden. Ich muss nicht erst ein Halfter aufziehen, sie lassen sich durch meine Körpersprache lenken. Machen freiwillig, was ich gern von ihnen möchte.
Ob das auch bei Limerick funktioniert, wusste ich allerdings nicht, wollte es aber ausprobieren. Ein Halfter konnte ich immer noch aufziehen.
Ich öffnete die Boxentür, der Wallach bewegte sich nicht. Also ging ich vor ihm die Box und lud ihn ein, mich zu begleiten. Das machte er auch und wurde ordentlich von mir gelobt. So waren beide Pferde in ihren Boxen.
Die ersten Stunden wurde nicht viel geböllert. Wegen des Sturms hörte ich auf alle Fälle nicht viel vom Feuerwerk. Die Pferde blieben auch ziemlich ruhig. Um Mitternacht bekamen sie große Portionen Heucobs und Mash, die ich vorbereitet hatte.
Als die Böllerrei dann so richtig losging, blieb Astron erstaunlich entspannt. Er drehte sich manchmal in der Box, beschäftigte sich aber schnell wieder mit seinem Futter. Das war letztes Jahr ganz anders!
Wie sich die Dynamik doch ändert, wenn ein Tier gestorben ist. Als Nielsson noch lebte, war Astron immer der nervösere der beiden. Diesmal war der Wallach unglaublich cool. Er wollte immer nur Leckerlies von mir haben.
Dafür drehte Limerick total ab. Er regte sich so auf, dass ich dachte, der springt gleich über die Boxenwand. Ich gab beiden Pferden Bachblüten Rescue Tropfen. Bei Limerick wirkten die aber nicht so gut.
Ich versuchte den Großen zusätzlich mit meiner Stimme zu beruhigen. Das funktionierte leider auch nicht wirklich. Irgendwann wusste ich nicht mehr was ich ihm erzählen könnte. Da ging mir plötzlich die Titelmelodie von „Two and a half Man“ durch den Kopf.
Also sang ich die ihm in Dauerschleife vor und da kam Limerick runter. Er entspannte immer mehr und fing erschöpft an zu dösen.
Das war unser Silvester, anstrengend und zum Glück abgehackt!
Hier ist zur Entspannung, ein Winter-Wonderland Bild von heute Morgen.














Armer Kerl, und dann noch als Angsthase gemobbt werden … 😉 ❤ Ich hoffe du hast dich nicht total heiser gesungen, liebe Susanne. Was du nicht alles für die Tiere tust ist bewundernswert! ❤ ❤
LikeGefällt 1 Person
Nicht gemobbt, geoutet! 😂😂😂 Zum Glück hat mich niemand beobachtet wie ich singend im Stall stand. Früher haben die alten Stallmeister eine Melodie gepfiffen, um nervöse Pferde zu beruhigen. Da ich nicht so gut pfeifen kann, singe ich. Funktioniert auch. 🙂
LG Susanne
LikeGefällt 1 Person
Haha, ich kann gar nicht pfeiffen …
LikeGefällt 1 Person
Ich auch nicht so gut. Mal klappt es mal nicht. 🙂
LikeGefällt 1 Person