Wollte mich kurz melden

Nach einer längeren Pause, wollte ich ein kurzes Lebenszeichen da lassen.

Unser familiärer Notfall beschäftigt uns immer noch. Ich muss deshalb öfter nach Hamburg fahren, was viel Zeit in Anspruch nimmt. An den Tagen bleibt natürlich jede Menge Arbeit auf dem Hof liegen, die ich in den Tagen darauf aufholen muss.

Den Tieren geht es aber gut, ihre Versorgung ist weiterhin das wichtigste. Sie bekommen von dem ganzen Mist gar nicht viel mit. Nur ich mache mir Stress. Zu der ewigen Sorge um die Tiere, der finanziellen Lage, der Wetterlage (zu viel Regen, kein Regen, zu kalt, zu heiß, etc.), ob die Arbeit zu schaffen ist, kommen nun auch noch meine persönlichen Sorgen dazu.

Was mit total gefreut hat, drei liebe Spender haben uns trotz der langen Pause hier auf dem Blog nicht vergessen.

Im Juli haben Eva O. 20.- Euro zum Jubiläum und Veronika 30.- Euro für die Tiere gespendet!

Im August hat Carmen L. 50.- Euro gespendet!

Diese lieben Tierfreunde haben an unsere Tiere gedacht, und dass unser Projekt ausschließlich durch Spenden finanziert wird. Dass die laufenden Kosten weiter gehen, auch wenn hier gerade mal nichts gepostet wird.

Dafür danke ich den dreien von Herzen! Genau wie allen Paten und dauerhaften Unterstützern! Ohne euch würden wir unser Tierschutzprojekt nicht am Leben halten können. Vielen Dank für eure Treue!!!

Und vielen Dank den lieben Tierfreunden, die sich bei mir gemeldet und mir Kraft gewünscht haben. Ihr habt euch Sorgen gemacht. Habt euch erkundigt wie es mir geht. Ich bin euch sehr dankbar!

Ich möchte euch noch ein paar Bilder aus den letzten beiden Monaten zeigen.

Den Schafen geht es gut. Sie wurden im Juni geschoren. Vorher war es hier viel zu kalt. Die Wolle der kleinen Rasenmäher ist bereits ordentlich nachgewachsen. Das geht dieses Jahr irgendwie schneller. Aber einen richtigen Sommer hatten wir hier im Norden auch nicht.

Beim Ruhen und Wiederkauen.

Es liegt was in der Luft.

Limerick und der Dicke sind gute Freunde geworden.

Marcy beobachtet die Männerwirtschaft.

Beide Pferde knabbern gern mal an den Blättern der Bäume. Hier ist es Astron und die Kastanie.

Nicht so einfach, wenn man nicht so groß ist.

Black Beauty, alias Lord Salami, alias Limerick, hat den Überblick.

Der große Wallach ist immer aufmerksam.

Da gehen die Ohren langsam zur Seite.

Und dann gedöst er.

Ihr seht, Limerick kann auch richtig schön entspannen.

Der Große hat sich wirklich gut eingelebt. Sein Zungenspiel und Kopfschlagen ist weniger geworden. Momentan macht er das nur, wenn er in Futtererwartung ist. Vielleicht liegt es am Sommer, vielleicht weil er jetzt richtig angekommen ist?

Das werden wir im Winter erfahren.

Paypal Spenden

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Tut mir leid

Wir haben einen Notfall in der Familie.

Das und die Arbeit hier auf dem Hof, sind momentan alles worum ich mich kümmern kann. Ich weiß nicht wann ich euch weiter von unserer Tierschutzarbeit berichten kann.

Passt gut auf euch auf.

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Schnappschuss des Tages

Kuckuck

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Kuschelanfall

Katze Carry, gestern Abend.

Sieht Marcy und rennt los.

Carry: „Ich will kuscheln!“

Marcy: „Na gut, komm her.“

Kuschel, kuschel, kuschel…

Carry: „Das reicht und Tschüß!“

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Eine neue Freundschaft ist entstanden

Astron und Limerick sind jetzt richtige Freunde geworden.

Anfangs hatte Astron Angst vor Limerick, dann wurde aus der Angst Respekt und schließlich Freundschaft.

Es hat ein gutes halbes Jahr gedauert.

Die beiden stehen jetzt immer zusammen und kuscheln viel miteinander.

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Ein hübscher Käfer

Dieser hübsche Käfer lief mir gestern über den Weg. Er ist mehr als 2 cm lang, schmal und hat eine gelb-schwarze Färbung.

Ich habe so einen Käfer hier noch nie gesehen, war natürlich neugierig und habe gegoogelt.

Sein Name ist Vierbindiger Schmalbock.

Das Weibchen legt die Eier auf Totholz ab. Sie mögen Weiden, Eichen, Buchen, Erlen.

Diesen Käfer habe ich auf den Resten der Erle entdeckt, die damals im Sturm, auf unser Dach gefallen ist. Heute liegen nur noch einige Stücke vom Baum herum.

Bisher habe ich nur Marcy oder eine der Katzen, auf dem Baumstamm herumkrabbeln sehen.

Im Januar 2024 lag noch ein ganzes Stück vom Stamm im Garten.

Ich habe gelesen, der Käfer soll nicht selten sein. Also, ich meine den gelb-schwarzen Käfer. Der wuschelige Käfer oben ist ein Unikat. Das ist sicher.

Schreibt doch ruhig mal in die Kommentare, ob euch der Vierbindiger Schmalbock schon mal begegnet ist.

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Happy Birthday Luzy!

Miezekatze Luzy feiert heute ihren 9. Geburtstag!!!

Alles Liebe und Gute wünsche ihr dir, meine Schöne!

Ein bisschen Geburtstagsrumkugeln. 🙂
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Spende zum Jubiläum

Kerstin und Uwe haben 64.- Euro anlässlich unseres 14-jährigen Jubiläums gespendet!!!

Vielen Dank Ihr beiden! Das ist wirklich sehr lieb von Euch! Ihr seid auch fast von Anfang an dabei. Wir danken Euch von Herzen, für Eure Treue und für Eure jahrelange, regelmäßige Unterstützung!

Ihr seid eine wirklich große Hilfe.

Nur mit tierlieben Menschen wie Euch, kann dieses kleine Tierschutzprojekt am Leben bleiben, damit wir die Gnadenbrotplätze unserer alten und unvermittelbaren Tiere erhalten können.

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Ausbrecher

Ich dachte ich habe ein Déjà-vu, als Astron und Limerick vor dem Haus herumliefen.

Pferde im Garten? Das ist nicht richtig.

Als Nielsson noch lebte waren die beiden Hafis hin und wieder ausgebrochen und standen vor meiner Haustür. Dann ersetzte ich den Riegel gegen eine Kette und die Pferde bekamen die Stalltür nicht mehr auf.

Jetzt geht die Ausbrechertour auf einmal wieder los.

Das ist zwar nicht weiter schlimm, weil unser Hof komplett mit einem Wolfsschutzzaun eingezäunt ist. Die Pferde können also den Hof nicht verlassen. Trotzdem will ich sie eigentlich nicht im Garten haben.

Drei Mal haben die Hottis es nun geschafft die Stalltür zu öffnen.

Der erste Ausbruch: Nachdem ich gemeinsam mit einem Helfer den Zaun freigeschnitten hatte, setzten wir uns mit einem Käffchen auf die Terrasse. Plötzlich schaute Limerick um die Ecke! Könnt ihr euch vorstellen wie doof wir geschaut haben?

Um diese Ecke schaute der Pferdekopf.

„Wie kommt der denn hier her?“ fragte ich. Wir überlegten ob wie die Stalltür nicht richtig geschlossen hatten.

Der Wallach stand eindeutig auf der falschen Seite des Zauns.

Limerick hätte hinter dem Zaun, also auf dem Paddock stehen müssen.

Limerick drehte sich um und ging in den Innenhof. Ich ging hinterher und traf auf Astron. Limerick ging elegant an dem geparkten Auto des Helfers vorbei. Schnupperte am Buddha und schaute sich um.

Das Bild ist vom letzten Jahr. Momentan sind da noch keine Blumen.

Dann liefen beide Pferde in den Garten. Limerick schaute sich die große Regentonne an, Astron lief nach hinten zu den Apfelbäumen. Ich sagte: „Gut Jungs, dann gehen wir mal zurück in den Stall“. Sie folgten mir. Astron war schon wieder im Stall, doch Limerick verließ im letzten Teil der Mut.

Er musste durch eine schmale Tür, in den dunklen Schuppen gehen. Von dort geht es weiter in den Stall. Doch Limerick traute sich nicht in das Dunkle zu gehen. Er drehte um und trabte in den Garten. Ich hätte ihm nun ein Halfter aufziehen und ihn in den Stall führen können. Das wollte ich aber nicht. Er sollte sich überwindet und freiwillig mit mir in den dunklen Schuppen gehen. Beim dritten Anlauf hat das auch geklappt.

Der zweite Ausbruch: Ich war für ein paar Stunden mit dem Auto unterwegs. Aals ich zurückkam und das Tor öffnen wollte, kam plötzlich Limerick um die Ecke, gefolgt von Astron. Sie schauten mich freundlich an, als ob sie sagen wollten: „Komm doch rein!“.

Die Pferde mussten schon eine ganze Weile auf dem Hof herumgelaufen sein. Es lagen mehrere Haufen Pferdeäpfel herum. Außerdem hatten sie den halben Hof umdekoriert. Im Schuppen lagen Halfter und Führsticke, das Putzzeug und Fliegenspray auf dem Boden. Sie hatten sogar einen Schrank umgeschmissen.

Unter dem Vordach hatten sie die gelbe Kiste und das Zaunprüfgerät vom Tisch geschubst. Auf der Terrasse war auch einiges Durcheinander. Es lag Gras auf dem Tisch und Pferdeäpfel auf dem Boden.

Ich brachte die Jungs in den Stall zurück. Und dieses Mal ging Limerick ohne zu zögern in den dunklen Schuppen.

Der dritte Ausbruch: Gestern saß ich im Büro, am PC. Die Haustür war einen Spalt auf, damit die Hunde rein und raus konnten. Plötzlich schlugen die Hund an und ich schaute aus dem Fenster. Da standen doch die Pferde im Garten!

Ich glaube Limerick ist dahinter gekommen, wie er die Stalltür auf bekommt. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich habe die Tür jetzt anders gesichert. Da kommt keiner mehr raus wenn ich es nicht will!

Gestern habe ich die Kamera mitgenommen, als ich die Pferde zurückbrachte.

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Jubiläum

Wir feiern heute gleich zwei Jubiläen:

14-jähriges Jubiläum „Hilfe für Miranda“ und 10 Jahre „Tierhilfe Miranda e.V“!!!

Als erstes möchte ich Euch allen danken, die dieses kleine Tierschutzprojekt überhaupt möglich gemacht haben. Ich danke allen Vereinsmitgliedern, Unterstützern, Spendern, Helfern und allen die sich im Laufe der vielen Jahre, irgendwie mit eingebracht haben.

Es gab so viele Erlebnisse in den vielen Jahren. Gute und dramatisch. Wir konnten vielen Tiere helfen. Alte Pferde die niemand mehr haben wollte, Streunerkatzen, unvermittelbare Hunde und Schäfchen. Lasst mich ein bisschen von den Pferden berichten, die hier auf dem Hof sind und waren.

Alles fing am 24.06.2011, mit der Rettung der ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute Miranda an.

Mirandas Ankunft am 24.06.2011

Es war mehr oder weniger ein Zufall, als ich auf meiner Morgenrunde mit den Hunden, einen Pferdezüchter aus unserem Dorf traf. Er erzählte mir, dass er die Stute Miranda schlachten lassen wollte. Weil ich das so ungerecht fand, versuchte ich alles, um sie zu retten.

Bald fanden sich Menschen, die meine Bemühungen unterstützen. So war das kleine, private Tierschutzprojekt „Wir helfen Miranda“ geboren. Miranda sollte erst einmal zu mir, weil niemand sie aufnehmen wollte.

Ihr wisst, ein Pferd kann man nicht alleine halten. Deshalb kam der alte Wallach Bachus, als Mirandas Weidekumpel dazu. Bachus war ein etwas zu groß geratenes Deutsches Reitpony. Er stand in einem Reitstall und niemand zahlte mehr die Stallmiete für ihn. Der Gang zum Schlachter drohte.

Bachus Ankunft am 24.06.2011

Die beiden Pferde lebten sich hier gut ein. Bachus gab Miranda Ruhe und Sicherheit.

Damit alles seine Ordnung hat, gründeten wir im Dezember 2015, den gemeinnützigen Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V“. Das ist jetzt auch schon wieder 10 Jahre her… Kinners wie die Zeit vergeht!

Als Bachus starb trauerte Miranda sehr und so kam am 06.09.2018, der Haflinger Wallach Nielsson auf unseren Hof.

Nielssons Ankunft am 06.09.2018

Herr Nielsson war krank und mager als er ankam und äußerst übel gelaunt. Die Vergesellschaftung mit Miranda war, sagen wir mal, nicht einfach.

Es flogen die Fetzen.

Miranda war vom ersten Augenblick an total verliebt in den blonden Rocker. Nielsson zeigte ihr seine Verachtung! Miranda hatte viel auszustehen, aber sie gab nie auf und wickelte Blondie schließlich doch um den Finger.

So ganz grün sind sie sich hier noch nicht.

Damals schwor ich mir nie wieder zwei Pferde zu vergesellschaften. Ich wollte mit der Pferdehaltung aufhören, wenn Miranda mal nicht mehr leben sollte. Doch dann kam alles ganz anders.

Im April 2021 wurde Nielsson schrecklich krank. Der Tierarzt konnte ihm nicht wirklich helfen, weigerte sich sogar, erneut vorbei zu kommen. Obwohl es dem Wallach so schlecht ging.

Gerettet hat ihn die Homöopathie, über die viele Schulmediziner müde lächeln. Damals ist Nielsson dem Tod im letzten Moment von der Schippe gesprungen. Ich kaufte Bücher, die Tierärzte geschrieben haben, die ihr Leben lang mit Homöopathie gearbeitet hatten.

Dann studierte ich diese Bücher, machte mir Notizen, schrieb Symptome, Modalitäten, usw. auf. Beobachtete das Pferd, versuchte alles aufzunehmen, nichts zu übersehen und fand tatsächlich das passende Mittel für Nielsson. Der Wallach wurde gesund und bekam nie wieder einen Schub.

Als Miranda am 31.10.2022 starb, konnte ich es nicht übers Herz bringen Nielsson wegzugeben.

Ich wusste genau wie wichtig es war, dass seine Haltungsbedingungen ganz penibel eingehalten werden. Wegen seines Asthmas durfte ein so gut wie keinen Kontakt mit Staub haben. Das Heu musste immer gewässert werden und er brauchte viele Heucobs. Am besten rund um die Uhr.

Das alles war sehr arbeitsaufwendig und teuer noch dazu. Doch nur eine kleine Schluderigkeit konnte einen neuen Schub auslösen und ihm das Leben kosten.

Ob er einen weiteren Asthmaschub überlebt hätte glaube ich nicht. Deshalb entschied ich mich mit der Pferdehaltung weiterzumachen und es auf eine neue Vergesellschaftung ankommen zu lassen.

So zog am 08.11.2022 Astron auf dem Gnadenhof ein.

Zwei Blondies. Astron ist der hintere.

Ich muss gestehen, ich hatte die schlimmsten Befürchtungen. Wie würde Nielsson sich diesmal verhalten? Ob er wieder zum Schläger und Beißer mutieren würde? Mir ging der Hintern auf Grundeis, als ich den Zaun abbaute.

Aber da passierte nix! Die beiden Wallache verstanden sich auf Anhieb super gut. Sie wurden ganz schnell absolut beste Freunde. Es gab nie Streit, nicht einmal ums Futter.

So eine harmonische Männer-WG hatte ich noch nie gesehen.

Deshalb war es auch ganz fürchterlich für Astron, als am 13.12.2024, Nielsson plötzlich und unerwartet verstarb. Nun war Astron allein und das auch noch so kurz vor Silvester.

Limerick am Tag seiner Ankunft.

Deshalb zog am 20.12.2024 der Irisch Sporthose Wallach Limerick auf den Gnadenhof. Nach einer Zeit der Eingewöhnung, hat sich auch zwischen diesen Walachen eine gute Freundschaft entwickelt.

Sind jetzt Freunde geworden.

Das waren Pferdegeschichten vom Gnadenhof und ich gehe jetzt feiern!

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Schnappschuss des Tages

Kurz bevor es knallt…

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Noch eine Spende!

Anja hat 75.- Euro auf unser Tierschutzkonto überwiesen!!!

Vielen Dank liebe Anja!

Damit wir auch morgen wieder satt werden, brauchen wir Deine Hilfe.

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Hilfreiche Spende erhalten

Die liebe Antje hat 100.- Euro für unsere Tiere gespendet!!!

Vielen Dank für Deine wertvolle Unterstützung!

Damit wir morgen auch wieder satt werden, brauchen wir Deine Hilfe.

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Morgenroutine

Morgens um 5.00 Uhr auf dem Gnadenhof.

Erst werden die Tiere versorgt, dann kommt der Mensch an die Reihe.

Ihr begleitet mich in diesem Video auf meiner Morgenrunde, beim Versorgen unserer Tiere. So beginnt der Tag auf dem Hof im Sommer. Im Winter sieht es noch anders aus.

Da ich mich nicht selbst beim Arbeiten filmen kann und ich niemanden morgens um 5.00 zum Filmen bewegen konnte, sind es nur Ausschnitte meiner tagtäglichen Routine.

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Der Zaun und ein weiteres Problem

Die letzte Zeit hatten wir viel am Zaun zu reparieren.

Dieser Herr ist nicht ganz so unschuldig, wie er hier aus der Wäsche schaut.

Wie meint sie das? Hab doch nichts gemacht.

Black Beauty, das ist übrigens sein Spitznamen bei uns, hat wieder mal Zaunpfähle umgeknickt.

Die abgeknickten Pfähle haben wir ausgetauscht und Limerick hat sie wieder umgeknickt. Also haben wir das Ganze noch einmal repariert. Diesmal mit dickeren Bolzen, die er vielleicht nicht mehr biegen kann. Mal sehen wie lange es hält…

Limerick hat leider noch ein Problem.

Zum Zungenspiel, Kopfschlagen usw. kommt im Sommer noch Mähnenkamm und Schwanzwurzel scheuern dazu.

Das hält natürlich kein Zaunpfosten aus!

Der Junge betreibt das mit ganzen Körpereinsatz.

Die Mähne und die Haare an der Schweifwurzel leiden darunter.

Als Limerick im Dezember letzten Jahres auf den Hof kam, hatte ich mich schon gewundert. Er hatte so gut wie keine Mähne und der Schweifansatz sah auch seltsam.

Ich fragte ob man ihm die Mähne geschnitten hätte. Das wurde verneint. Seine Mähne würde immer so aussehen, da käme auch nicht mehr. Ich sollte mir keine Sorgen machen.

Bis zum Mai dieses Jahres war seine Mähne aber ein ganzes Stück gewachsen. Auch die neu nachgewachsenen Haare am Schweifansatz waren ein ganzes Stück länger. Leider habe ich kein Foto vom Schweif gemacht.

Doch dann fing er an sich zu scheuern. Nicht so wie es jedes Pferd macht. Sondern wirklich extrem. Leider haben wir trotz Ursachenforschung keinen Auslöser finden können. Es sind keine Parasiten, Schuppen oder sonst irgendetwas zu finden.

Deshalb befürchten wir, dass das Scheuern eine weitere Verhaltensstörung ist.

Denn ein Grund des Schweifscheuerns kann auch eine Verhaltensstörung sein. Solche Störungen sind meist auf Haltungsprobleme zurückzuführen, die für das Pferd Stress und Unausgeglichenheit bedeuten.

Man sollte sich vor Augen führen, dass die Bedürfnisse eines Pferdes immer noch die des ursprünglichen Steppentiers sind. Das heißt, dass andauernde ruhige Bewegung, sowie ständiges Fressen kleiner Futtermengen das Ideal für Pferde sind.

Ein häufiger Fehler sind zu kurze Fütterungszeiten sowie ein zu kleiner Anteil an Raufutter (Heu). Bei der Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten wie dem Schweifscheuern, dem Zungenspiel, Lippenschlagen, Weben oder Koppen, spielt der Charakter des Pferdes eine entscheidende Rolle.

Sensible Tiere reagieren wesentlich schneller auf Umwelteinflüsse wie ihre Haltungsbedingungen, Überforderung im Training oder soziale Probleme innerhalb der Herde. Limerick ist so ein Sensibelchen. Wir wissen nicht weshalb er all diese Störungen zeigt und wollen darüber auch nicht mutmaßen.

Das Schweifscheuern zählt zum Komfortverhalten des Pferdes. Unter Stress beruhigt und lenkt sich das Pferd dadurch ab. Auf Dauer wird das Verhalten als Komfortstrategie erlernt und immer häufiger gezeigt. Bis es nicht mehr damit aufhören kann.

Es ist leider so, dass Limerick unter all seinen Zwangshandlungen leidet. Ich reibe jeden Morgen seinen Mähnenkamm und Schwanzwurzel mit Ballistol Animal ein. Das scheint ihm Erleichterung zu bringen und pflegt die Haut.

Wir versuchen weiter der Ursache der Störung auf den Grund zu gehen.

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Ein paar Bilder aus dem Mai

Kinners, wie die Zeit vergeht. Jetzt ist schon das erste halbe Jahr erreicht und ich habe noch ein paar Fotos aus dem Wonnemonat Mai für euch.

Marcy behält gern den Überblick.

Ein Blick über die Schafweide.

Die dicke Dame und die Erdbeere.

Ein seltenes Gewächs.

„Hallo, was machst du denn da?“

Kann man nicht mal in Ruhe schlafen?

Eine Spinnenbaby Krippe.

Marcy und der Springbrunnen. Oder: Wer spritzt denn da?

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Futterspende

Wir bedanken uns für die tolle Futterspende:

Der liebe Eugen hat 5 Paletten Hundefutter für unsere Wuffis bestellt!

Giada und Marcy im Wareneingang.

Wir haben gerade richtig schönes Aprilwetter im Juni. Eben hat es noch gegossen, dann scheint die Sonne für 3 1/2 Minuten.

Giada mag keinen Regen, deswegen stehen die Pakete unter dem Vordach.

Vielen Dank lieber Eugen für Deine wertvolle Hilfe!!!

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Danke für Deine Spende!

Wir danken von Herzen der lieben Astrid, die 50.- Euro für unsere Tiere gespendet hat!

Nur mit eurer Hilfe können wir die Gnadenbrotplätze für unsere Tiere erhalten!

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Hör bitte, bitte auf…

Tiergerechte Reitweise oder Tierquälerei?

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Unsere Schäfchen und der Apfelbaum

Zur Freude unserer Schafe, blühen gerade die Apfelbäume so schön.

Die Schäfchen lieben die Blätter und Blüten der Apfelbäume.

Um an die begehrten Leckerbissen zu gelangen, stellen sich die Minis auf ihre Hinterbeine.

Gar nicht so einfach… Da gab es doch ein Lied, von den süßesten Früchten und den großen Tieren.

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Schnappschuss des Tages

Also Marcy, mit 4 Jahren sollte man langsam vernünftig sein.

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Ihr seid super!

Wir haben viele Spenden erhalten. Vielen Dank ihr Lieben, für eure wertvolle Hilfe!!!

  • Kerstin und Uwe haben 10.- Euro für Limerick und 5.- Euro für Giada zum Geburtstag gespendet!
  • Antje hat 30.- Euro für Flummis Tierarztrechnung gespendet!
  • Corinna hat 50.- Euro für Flummis Tierarztrechnung gegeben!
  • Ute hat 10.- Euro für Flummis Tierarztrechnung gespendet!
  • Birgit aus Dänemark hat 50.- Euro für die Tiere gespendet!

Wir danken allen lieben Spendern für ihre Unterstützung!!! Dabei sind wieder etliche Tierfreunde, die uns sowieso jeden Monat unterstützen!

Eure Hilfe ist so wichtig!

Die Tiere bereiten uns jeden Monat hohe Kosten und auch sehr viel Arbeit. Für unseren kleinen Verein ist es schwierig das alles zu stemmen. Und es wird immer schwerer… Nur mit euch zusammen, können wir das schaffen. Eure Hilfe ist unglaublich wichtig, das kann ich gar nicht genug betonen.

Dank euch haben wir Flummis Tierarztrechnung vom Tisch und es ist sogar noch Geld über geblieben. Ich hoffe, dass ihr lieben Spender damit einverstanden seid, wenn wir dieses Geld in Schaffutter stecken? Schreibt mir ruhig in die Kommentare, ob es ok für euch ist.

Wir füttern unseren Schafen ein nicht genmanipuliertes Müsli aus Österreich. Das ist sehr teuer. Ein 20 kg Sack kostet mit Versand 30.- Euro.

Ein 25 kg mit genmanipulierten Schaf-Pellets würde hingegen nur ca. 15,00 Euro kosten. Doch das sollen unsere Schafe nicht fressen müssen!

Leider ist es sehr schwierig, ein nicht genmanipuliertes Futter für Schafe zu bekommen. In Deutschland bin ich leider überhaupt nicht fündig geworden. Müslis für Schafe gibt es ja schon wenige, ohne genmanipulierte Anteile sind keine dabei.

Darüber solltet ihr euch auch Gedanken machen. Im Futter von den sogenannten „Nutztieren“, sind genmanipulierte Zutaten erlaubt. Kühe, Schweine, Geflügel, usw. werden alle mit genmanipulierten Pflanzen wie Soja und Mais gemästet. Das dann wiederum auf dem Teller der Verbraucher landet. Ich glaube, dass das kaum jemanden bekannt ist.

Marcy, der das egal ist. Die auch ein ganzes genmanipuliertes Schwein fressen würde.

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Katze Sissi

Katze Sissi schläft versteckt im Gras.

Marcy kommt vorbei: „Was machst du denn hier? Alles in Ordnung bei dir?“

Sissi: „Die Töle findet mich auch überall!“

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Baghira und die Kirschblüte

Nach langer Trockenheit hat es endlich bei uns geregnet. Die Natur stand wohl schon in den Startlöchern. Das bis dahin fehlende Wasser, hat das Grün gerade zu explodieren lassen.

Und die Kirschblüte hat angefangen!

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Happy Birthday Giada!

Heute feiern wir Giadas 9. Geburtstag!!!

Kinners, wie die Zeit vergeht!

Giada ist ungefähr so groß wie ein Gartentisch.

Baghira und Sissi haben schon gratuliert.

Marcy auch.

Die Rehmutter schaute mit ihren Zwillingen vorbei.

Die Zwillinge: Ein Weibchen und ein Böckchen.

Zu Giadas Ehrentag blüht die Apfelbeere.

Die Pferde wollen natürlich auch mit feiern.

Und die Schafe halten noch ein Schönheitsschläfchen, bevor sie zur Party kommen.

Und ich muss mich jetzt auch hübsch machen. Tschüssili

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Neues mag er nicht

Gestern gab es bei uns in Sichtnähe, ein paar Osterfeuer.

Limerick hat das sehr nervös gemacht. Er ist aufgeregt die ganze Zeit, auf der Weide hin und her gelaufen.

Zuerst hat er Astron damit auch wuschig gemacht.

Doch Astron beruhigte sich schnell wieder.

Er kennt das mit den Osterfeuern von den letzten Jahren. Nur Limerick lief den ganzen Abend immer auf der Koppel hin und her. Bis es dunkel wurde, dann konnte ich ihn nicht mehr sehen.

Nehme aber an, dass er auch da noch weiter nervös hin und herlief.

Der Wallach muss gestern so einige Kilometer abgerissen haben.

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Frohe Ostern

Marcy wünscht euch ein frohes Osterfest und einen fleißigen Osterhasen.

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Tierarztrechnung

Eugen hat 10.- Euro für Flummis Tierarztrechnung gegeben!

Kerstin & Uwe haben 5.- Euro gespendet!

Vielen Dank Ihr lieben Unterstützer!!!

Damit haben wir 55.- Euro zusammen bekommen. Ihr seid wirklich super!

Wenn jeder der das hier ließt, 1.- Euro geben würde, wäre die Rechnung ganz schnell vom Tisch. Euer Interesse und eure Hilfsbereitschaft ist einfach einmalig!

DANKE für so eine mitfühlende Gemeinschaft!!!

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Happy Birthday Limerick

Wir feiern heute Limericks 22. Geburtstag.

Alles Gute Großer!!!

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Schnappschuss des Tages

Ein kleines Hundetänzchen.

Here I am

Rock you like a hurracane

Come on, come on, come on baby

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Alles hat seine Zeit

Es gibt die Zeit der Freude
Es gibt die Zeit des Schmerzes
Es gibt die Zeit der Erinnerung

Heute hätte Nielsson sein 31. Lebensjahr vollendet.

Doch es kam leider anders.

Herr Nielsson verließ uns am Freitag den 13. Dezember 2024. Plötzlich und unerwartet…

Es tut so unendlich weh.

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Eine liebe Tierfreundin hat geholfen…

damit wir den Tierarzt bezahlen können.

So viele haben unseren Hilferuf gelesen, Karin G. hat gehandelt und 40.- Euro zu der Tierarztrechnung dazugegeben!!! Damit können wir die Hälfte von Flummis letzter Rechnung begleichen.

Danke liebe Karin! Wir sind Dir wirklich sehr dankbar, für Deine wertvolle Hilfe. Du bist eine wahre Tierfreundin.

Wir danken Dir von Herzen!!! ❤

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Letzte Tierarztrechnung für Flummi

Wir haben die Tierarztrechnung für Schäfchen Flummi erhalten. Leider mussten wir das süße Schäfchen einschläfern lassen. Ich hatte von dem traurigen Fall berichtet.

Wir müssen 84,26 Euro an die Tierarztpraxis zahlen.

Es wäre wirklich sehr nett, wenn Du uns mit ein paar Cent dabei helfen könntest!

DANKE!!!

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Limerick und die Schafe

Als diese Bilder entstanden war Limerick noch keine 3 Monate bei uns. Er hat die kleinen Schafe erst hier auf dem Hof kennengelernt.

Was sind das für kleine, seltsame Tiere?

Zuerst war der Wallach ein bisschen verunsichert. Gewöhnte sich aber schnell an die kleinen Schäfchen. Mittlerweile findet er sie jetzt sogar spannend. Schnuppert gern mal an einem Schaf oder schaut ihnen zu.

Hallo, Kumpel…

Mit seinem langen Hals kommt der Wallach über das Gatter bis auf den Boden.

Erst mal schnuppern.

Die Brunftzeit der Ouessantschafe liegt in der kalten Jahreszeit, ungefähr von Oktober bis März. Das Video am Ende meines Beitrags, entstand am 07.03.2025. Da waren einige Auen noch brünftig.

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Unsere Böcke sind kastriert, trotzdem zeigen sie leichtes Interesse an den Auen. Machen den Mädchen schöne Augen und deuten ein Aufspringen an.

Unsere Böckchen sind kastriert.

Die Mädels bekommen sich in dieser Zeit gern mal in die Wolle. Zwei Auen streiten sich in dem Video. Man sieht schön, wie sie sich bedrängen und mit den Vorderbeinen schlagen. Dann geht es mit dem Boxen los.

Tinki-Winki und Angora sind sich zurzeit nicht ganz grün.

Limerick zeigt noch ein ungewöhnliches Verhalten in diesem Video. Er geht an das Stallfenster. Der untere Fensterrahmen ist schon angeknabbert.

Für die Stallfenster hat sich bisher noch nie Pferd interessiert. Die anderen Pferde sind bzw. waren, auch alle zu klein. Nur weil Limerick so groß ist, kommt er an der Stallfenster heran.

Wer Astron vermisst hat, Blondie war natürlich auch da. Er hat nur im Stall Heu gefuttert.

Satt und zufrieden.

Und nun viel mit dem Video.

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Heute hätte Campa Geburtstag gehabt

Campa war eine Ratonero Bodeguero Andaluz Mix Hündin, also ein kleiner Spanischer Terrier, der dafür gezüchtet wurde, spanische Weinkeller Mäuse- und Rattenfrei zu halten.

Dem entsprechend mutig, intelligent und unabhängig war Campa.

Sie lebte in Spanien auf der Straße, oder vielmehr in einem alten verfallenen Steinhaus ohne Dach, mit einigen anderen Straßenhunden zusammen.

Spanische Tierschützer fingen die Hunde ein und brachten sie in eine private Auffangstation. Campa ließ sich aber nicht so einfach einfangen. Es kostete einiges an Mühe und Geduld, um die schlaue Hündin zufassen zu bekommen.

In der Auffangstation fühlte Campa sich nicht wohl, sie kletterte immer wieder über den 2 Meter hohen Zaun und stromerte in der Gegend herum. Morgens stand sie vor dem Tor der Auffangstation und wollte etwas zu Fressen haben. Das Herumstromern war für die Hündin gefährlich, denn Straßenhunde leben in Spanien ein Leben voller Gefahren.

Weil Campa immer wieder über den Zaun kletterte, nahm eine der Tierschützerinnen die Hündin jeden Abend mit nach Hause.

Zu dieser Zeit war ich Pflegestelle und nahm immer mal wieder einen Hund von den Tierschützern auf. Wenn der vermittelt wurde, kam der nächste Hund zu mir. Es sollte eigentlich eine Podenco Hündin kommen, der Transport wurde gerade vorbereitet.

Da baten mich die Tierschützer Campo aufzunehmen, denn sie war mittlerweile zu einem Notfall geworden. Campa hatte sich mit einer großen schwarzen Hündin in der Auffangstation angefreundet. Diese Hündin hatte das Glück adoptiert zu werden. Nachdem sie nach Deutschland ausgereist war, verfiel Campa in eine Depression.

Campa hatte sich regelrecht aufgegeben. Sie verließ das Auto der Tierschützerin nicht mehr. Lag Tag und Nacht auf dem Rücksitz, nur zum Fressen und Häufchen machen kam sie kurz heraus. Die restliche Zeit lag sie einfach nur da und interessierte sich für nichts und niemanden.

Also sagte ich Campa kann kommen. Sie sollte so lange bei mir auf Pflegestelle bleiben, bis wir ein schönes Zuhause für sie gefunden hatten.

Als Campa ankam schlief sie tagelang auf ihrem Bett in der Küche. Sie wollte nicht einmal die anderen Räume im Haus anschauen. Zum Futtern und Gassigehen ließ sie sich gerade so bewegen. Dann lag sie wieder auf ihrem Bett.

Dann verging ihr Depression und sie merkte sie hatte ein Zuhause.

Langsam zeigte Campa ihren Charakter und ihr angeborener Terrier-Dickkopf kam durch. Jetzt merkte ich, Campa konnte man nicht eine Minute aus den Augen lassen, denn auch bei uns, kletterte sie blitzschnell wie ein Äffchen, über jeden Zaun.

Als erstes killte sie in einem unbeobachteten Moment, beinahe eines meiner Hühner. Und auch die Katzen waren nicht ihre Freunde.

Das Jagen und Töten lag Campa im Blut. Dabei blieb die Hündin immer vollkommen ruhig. Sie hetzte nicht, sie war ein Lauerjäger, so ähnlich wie eine Katze, wartete Campa auf den günstigen Moment. Dabei hatte sie ein Pokergesicht auf. Weder Körpersprache noch Mimik zeigten wann der Hund in Jagdstimmung kam.

Sie stand einfach irgendwo herum und schaute unbeteiligt in die Gegend. Doch wehe es kam ein Kleintier zu nah, dann machte Campe ein, zwei Sätze und schon war der Vogel, die Maus, der Maulwurf, oder was auch immer, tot. Das ging so schnell, ein eingreifen war nicht mehr möglich.

Eins stand fest, mit Campa musste gearbeitet werden. Sie war kein Hund der einfach so nebenbei mitlaufen konnte. Man konnte sie nicht ableinen und sie durfte niemals ohne Aufsicht, im Garten geparkt werden.

Leider reduzierte das ihre Vermittelbarkeit auf Null.

Es kamen zwar viele Anfragen von Leuten die ihre Bilder gesehen hatten aber sobald die Leute von Campas Verhalten erfuhren, wollte sie niemand mehr haben. Nachdem die Hündin 10 Monaten auf Pflegestelle bei mir war, konnte ich sie nicht mehr weggeben und entschied, Campa bleibt hier.

Diese Entscheidung habe ich nie bereut.

Ich arbeitete viel mit Campa und gewöhnte ihr das Jagen und Töten von Tieren ab. Sie ließ die Hühner in Ruhe und freundete sich sogar mit unseren Katzen an.

Campa wurde zu einer meiner liebsten Hunde. Sie war mein Seelenhund. Ich habe sie ganz besonders geliebt und werde sie nie vergessen.

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