Jetzt sind die Küken 3 Wochen alt und sehen aus wie kleine Miniaturausgaben der Großen. Vor einigen Tagen hat sich die Glucke mit ihren Kindern wieder der Herde angeschlossen. Die Kleinen werden so automatisch ein Teil der Herde. Anders ist es, wenn man die Glucke mit den Küken von der Herde abtrennt. Das machen viele, weil sie Angst haben, dass der Hahn oder die Tanten die Küken angreifen und verletzen könnten. Ich habe das aber noch nie erlebt. Wenn die Küken noch sehr klein sind, bleibt die Glucke sowieso etwas abseits der Herde. Die Kleinen haben noch nicht so einen großen Aktionsradius. Sie könnten der Herde noch gar nicht folgen, weil sie schnell müde werden, sich immer wieder ausruhen müssen und noch viel schlafen. So wie alle Tierbabys eben!
Wenn man aber die halberwachsenen Küken plötzlich in die Herde setzt, gibt es einige Tage nur Streitereien. Sie werden dann von den alten Hennen sehr gejagt und gehackt, da sie in der Hackordnung ganz unten stehen. Um dies zu vermeiden, wachsen sie bei mir mit den großen Hühner auf und lernen atomatisch, sich in die Hackordnung der Herde einzugliedern.
Übrigens haben meine Küken jetzt genau die Hälfte eines Masthuhnlebens erreicht. Die Hühner die ihr im Supermarkt kauft und esst sind alle 5 bis 6 Wochen alt geworden. Dann geht es ab zum Schlachter!!!
In diesen 6 Wochen ihrers Lebens haben sie nie die Sonne gespürt, nie Frischluft geatmet, sich nie ausstrecken können und nie ein Fipselchen Grünzeug gesehen!!!












Liebe Susa!
Das Wachstum ist auch ohne Kraftfutter enorm. Deine wachsen ganz natürlich auf, wie es einem Huhn gebührt in absoluter Freiheit – aber deshalb auch mit den Gefahren der Freiheit. Das gehört zum LEBEN.
Dass den Menschen das Hähnchen-Schenkelchen im Halse stecken bleibt – so kann man sich fühlen, wenn man bedenkt, wie ein Zucht-Huhn ihr „Leben erlebt“.
Ich hoffe, dein Sommer ist wie unser, heiß!!! Liebe Grüße vom HEIKO
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Lieber Heiko,
ich wäre lieber ein freies Huhn bei mir auf dem Hof, als eines im vollgestopften Maststall, ohne Frischluft und Bewegung. Dann lieber auf Habicht und Co achtgeben, aber dafür so leben, wie es die Natur vorgesehen hat.
Wenn die Menschen nicht nur ihren Profit im Sinn hätten, sondern auch den sogenannten „Nutztieren“ ein ihren Bedürnissen entsprechendes Leben gönnen würden. Ich glaube dann würden auch wir Menschen wieder gesünder werden. Gesünder an Leib, Seele und Geist.
LIebe Grüße
Susa
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