Was ist ein Reh?

Ein Reh ist ein sehr scheues Wildtier, das fürchterlich, fürchterlich Angst vor Hunden hat.

Heute Nachmittag um 16.00 Uhr, stand so ein Exemplar in unserer Einfahrt.

Giada und Chica bretterten sofort laut bellend zum Tor, um den ungebetenen Gast zu verscheuchen.

Das Reh lief aber nicht weg, es schaute sich in aller Ruhe die Hunde an.

Wahrscheinlich war es ein schlaues Reh.

Es ahnte sicherlich, dass Giada keinen Jagdtrieb, sondern nur einen Schutztrieb hat und den niedrigen Zaun respektiert. Am Tor ist für Giada die Grenze. Rein kommt niemand, wer vor dem Tor steht, wird gewarnt.

Das Reh wusste sicherlich auch, dass die Oma Chica, sowieso nicht mehr hinterher laufen kann. Es knabberte trotz bellender Hunde, einfach an den Pflanzen herum.

Dabei kam das Reh noch näher an den Zaun.

Das war für Giada nun doch zu nah und sie bellte: „Komm keinen Schritt näher, sonst bekommst du was aufs Maul“.

Das scheue Wildtier war nicht wirklich beindruckt und antwortete: „Rutsch mir den Buckel runter, du haarige Töle“.

Als das Reh endlich den Blick abwendete, zog sich der Herdenschutzhund zurück.

Um später noch einmal zu kontrollieren, ob sich das Reh wirklich verzogen hatte.

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32 Responses to Was ist ein Reh?

  1. Avatar von einfachtilda einfachtilda sagt:

    Unglaublich 😀 ❤

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  2. Das ist sicher ein lokales Reh, das die Hunde schon öfter gesehen und gehört hat … 😉
    Aber ich hätte trotzdem erwartet, dass es wegläuft,wenn der Hund Anstalten macht, über den Zaun zu kommen.

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    • Verstehen tue ich es es auch nicht. 🙂 Die Rehe sind hier etwas seltsam. Sie laufen auch vor mir nicht davon.
      LG Susanne

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      • Die kennen euch eben … 😉 … vielleicht wollen sie auch bei euch wohnen, dann brauchen sie sich keine Gedanken mehr wegen der Jäger zu machen … 😉

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      • Avatar von Bibo59 Bibo59 sagt:

        So seltsam ist das überhaupt nicht. Es ist eher so, dass Jäger uns weismachen wollen, Rehe wären doof und scheu und würden vor jedem menschen oder Hund sofort davonrennen. Meine Erfahrungen sind da anders. Die unterscheiden sehr genau zwischen Reiter mit Pferd (völlig ungefährlich) Spaziergänger (völlig ungefährlich, so lange er auf dem Weg bleibt) Jäger (Vorsicht!) Spaziergänger mit Hund (völlig ungefährlich, so lange er auf dem Weg bleibt) Jäger mit Hund (Alaaarm!) frei laufender Hund (Alaaarm!) bekannter Hund (völlig ungefährlich)
        Ich bin mal wegen einer Jagd nicht ausgeritten, sondern auf dem Springplatz geblieben. Mein Pferd guckte ständig ins Gebüsch. Ich schaute mal, warum er denn guckt. Da stand Familie Reh im Gebüsch und wartete gemütlich ab, bis die Jagd vorbei war.
        Ebenso ziehen ja immer mehr Wildtiere in die Städte, weil sie da nicht bejagt werden.

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  3. Avatar von Peter Seebacher Peter Seebacher sagt:

    Tolle Bilder!
    Und jetzt kommt der Klookschieter: Dass das Reh nicht so scheu war, liegt möglicherweise daran, dass es eine Damwild-Dame war 😉 Die sind nicht so scheu wie Rehe. Man kann es gut an dem weißen Spiegel (Mors) erkennen. 🙂

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    • Hallo Peter,
      klugscheißen steht Dir nicht. Das können Ralf und Shary, mit der Sendung „Wissen macht Ah!“, viel besser. 😀 Du liegst leider vollkommen falsch. Ich weiß das so genau weil:
      1. Es hier kein Damwild gibt.
      2. Die Rehdame schon einige Kitze bei uns bekommen hat.
      3. Es seit Jahren, zusammen mit einigen Artgenossen, bei uns in Hofnähe lebt.
      4. Rehe sehr wohl einen weißen Puschel-Po haben. Kannst ja mal googeln.
      Du bist aber nicht der erste, der das Reh mit einem Damwild verwechselt hat. Wer kommt auch schon so nah an ein Wildtier heran? Bei mir liegen sie quasi vor der Küchentür und schlafen und manchmal schaut auch eins fotogen in die Kamera. 🙂

      LG Susanne

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      • Avatar von Peter Seebacher Peter Seebacher sagt:

        Hallo Susanne. Hast recht. Ich hab mal die Brille geputzt.
        Es ist ein Reh. Oder wie hat schon Heinz Erhardt gesagt: ein Reh, ein Reh, ein Contra 😂

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        • Hi, hi, Brille geputzt ist gut, genau wie Erhards Gedicht. 😀
          Kennst Du dieses von Ringelnatz?

          Im Park
          Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
          Still und verklärt wie im Traum.
          Das war des Nachts elf Uhr zwei.
          Und dann kam ich um vier
          Morgens wieder vorbei,
          Und da träumte noch immer das Tier.
          Nun schlich ich mich leise – ich atmete kaum –
          Gegen den Wind an den Baum,
          Und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
          Und da war es aus Gips.

          Unseres hatte sich aber bewegt. 😀
          LG Susanne

          Gefällt 3 Personen

  4. Avatar von Weenie Weenie sagt:

    Wow – da hast du wieder mal eine tolle Foto-Story gemacht!
    Das Reh wollte sicher bei euch Schutz vor den Jägern suchen und sich bei euch verstecken 🤣
    LG
    Karin

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  5. Avatar von Anna Anna sagt:

    Wildtiere sind klug und wissen natürlich, dass an diesem Hof Tiere geliebt werden. 🙂

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  6. Avatar von Fjonka Fjonka sagt:

    *kicher*
    ob Chica und Giada ein Tauma abbekommen haben? Ich meine, so ein Hund hat ja auch seinen Stolz, soll man meinen 😉

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  7. die begegnung der anderen Art 🙂 schön dokumentiert 🙂
    lg
    karl

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  8. Avatar von bernadett bernadett sagt:

    Ihr habt schon wirklich besondere Rehe.Ich kenne die eigentlich auch nur rasch über den Weg springend und flüchtend oder ganz weit entfernt grasend.Das ein Reh sich wirklich son ah an einen Zaun mit Hunden dahinter traut,hab ich noch nie gesehen.
    LG Uwe

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  9. Avatar von DerAmateurPhotograph bernhard1965 sagt:

    Was für eine geniale Fotogeschichte 🙂

    LG Bernhard

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