Schon wieder Juni

Jetzt ist der Mai schon wieder vorbei und wir hatten nur zwei, drei schöne Tage. Es ist immer noch kalt bei uns im Norden. Am Tage haben wir oft nur 12 Grad, in der Nacht geht das Thermometer immer noch bis auf 5 Grad runter. Hoffentlich wird der Juni endlich wärmer.

Die Bäume haben dieses Jahr spät ihre Blätter bekommen. Es war einfach zu kalt. Ein Apfelbaum blüht gerade zum 2. Mal und zwar mit großen, weißen Blüten.

Eigentlich sehen die Blüten sonst so aus.

Das Frühjahr brachte uns große Probleme. Von Januar bis April regnete es wochenlang ohne Pause. Der Boden konnte das Wasser irgendwann nicht mehr aufnehmen. Ganz schlimm war der Paddock davon betroffen.

Der Boden hatte sich regelrecht aufgelöst, die Pferde konnten ihn nicht mehr betreten. Sie wären tief im Matsch versunken. So habe ich das in meinen nun fast 12 Jahren Pferdehaltung, auch noch nie erlebt.

Hier fingen die Probleme an. Einige Zeit später mussten wir den Paddock sperren.

Wir mussten den Paddock sperren. Ich führte unsere Blondies jeden Morgen über den Hof, auf die Koppel. Abends ging es auf diesem Weg zurück in den Stall. Die große Weide blieb Gott sei Dank begehbar. Sie liegt etwas höher und es stehen große, alte Schwarzerlen am Weiderand. Die brauchen viel Wasser.

Die Jungs waren total lieb und folgten mir, ohne Halfter und Führstrick zur Koppel. Auch der Rückweg, abends zum Stall, klappte einwandfrei. Ich brauchte sie nur zu rufen, schon kamen sie angetrabt und folgten mir zum Stall. Auch da brauchte ich kein Halfter. Sie folgten frei.

Das erstaunte mich schon. Die Pferde gingen freiwillig in den Stall zurück. Astron lief sogar voraus und war als erster im Stall.

Hoppi Galoppi in den Stall.

Für die Nacht sperrte ich die Pferde in die Box.

Auch das ging freiwillig. Ich brauchte nur die Tür zu öffnen, sagte „geh rein“, schon ging jedes Pferd in seine Box. Auch wenn die Pferde hier selten eingesperrt werden, kannte Nielsson diese Prozedur. Aber auch Astron ging freiwillig in seine Box.

Ihm musste ich nur einmal zeigen was ich wollte, indem ich voraus ging. Am nächsten Abend hatte er schon begriffen und es reichte die Tür zu öffnen. Er ist wirklich ein schlaues Kerlchen.

Seit ca. 14 Tagen ist der Paddock endlich wieder begehbar. Es hat ganz schön lange gedauert, bis der Boden fest wurde. Jetzt können die Pferde endlich wieder jederzeit den Stall aufsuchen, so wie sie es möchten. Das ist schön für die beiden und erleichtert mir meine Arbeit. Es fallen zwei zusätzliche Termine am Tag weg.

Noch etwas Gutes: Astron kommt gut mit dem Gras auf der Weide zurecht. Was nach seiner Zahngeschichte ja nicht sicher war. Über 4 Monate konnte der arme Kerl kein Gras und Heu fressen. Jeden Tag mussten wir ihn mit kiloweise Heucobs versorgen. Das war nicht nur extrem arbeitsaufwendig, es hat unserem Verein auch sehr viel Geld gekostet.

Wir sind deshalb sehr froh, dass Astron den Sommer über nicht keine Heucobs benötigt. Beide Hafis bekommen momentan morgens eine Portion Horse Alpin Senior, mit einem guten Mineralfutter darin.

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About Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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9 Responses to Schon wieder Juni

  1. Ich hatte euch schon vermisst. Schön, die beiden wieder im Film zu sehen. Bei uns war es seit Mitte April trocken, nur im Mai mal ein Tag Regen. Das Gras ist braun, aber die Stauden leben noch, erstaunlich eigentlich.
    Wie schön, dass Astron jetzt Gras fressen kann, eine grosse Erleichterung für dich! Liebe Grüsse aus Dänemark von Birgit

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    • Hallo Birgit, es ist lieb, dass Du uns vermisst hast. Ich versuche immer noch alles aufzuarbeiten, was durch die Versorgung von Miranda und dann dem Zahnkranken Astron liegen geblieben ist. Ich kam einfach nicht zum Bloggen. Gestern habe ich eine Nachtschicht eingelegt. Ich musste mich unbedingt melden, sonst vergisst uns am Ende noch die Welt. 🙂
      Hier ist jetzt alles schön grün. Das hat aber auch lange gedauert. War es denn bei Euch auch so ungewöhnlich kalt? Hier war es wie im Winter. Bin sogar in Winterjacke herumgelaufen. 😀 Eine große Erleichterung für uns ist, dass Astron mit dem Gras zurecht kommt und ohne Zufüttern nicht abbaut.
      Liebe Grüße in den Norden
      Susanne

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      • Wir hatten zwei-drei Tage mit 23 Grad, aber dann waren es wieder nur 14-16 Grad, kalter Wind, man kann kaum draussen sitzen. Im Allgemeinen ist es immer noch zu kalt für die Jahreszeit, wie immer so schön gesagt wird. Die Rhododendren blühen noch nicht einmal alle.

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  2. Genau, meine Rhododendren fangen jetzt erst richtig an.

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