Die Katzen-Kindergärtnerin auf vier Pfoten: Wie Maremmano-Hündin Giada 16 Mini-Faucher zähmte 🐾🐱

Hallo ihr Lieben!

Erinnert ihr euch noch an das Jahr 2018? Unsere treuen „alten Hasen“ unter den Unterstützern wissen bestimmt sofort, wovon ich rede: Unsere riesige Einfang- und Kastrationsaktion für Streunerkatzen!

Damals war hier auf dem Gnadenhof der Tierhilfe Miranda e.V. absolut der Bär los. Neben den erwachsenen Katzen gingen uns nämlich auch 16 zuckersüße, aber brandgefährliche Katzenbabys ins Netz.

Das Problem mit der „Wilden 16“

Wer schon mal versucht hat, wilde Katzenbabys an den Menschen zu gewöhnen, weiß: Das ist kein Kuschelurlaub, sondern Hochleistungssport. Wenn die Kleinen erst mal die Augen offen haben und eine gewisse Zeit verstreicht, bleiben sie oft ihr Leben lang wild.

Unsere 16 Mini-Fellkugeln waren damals die absoluten Endgegner. Sie fauchten, spuckten, bissen, kratzten und starteten bei jedem menschlichen Annäherungsversuch eine filmreife Flucht. Kurz gesagt: Wir Zweibeiner waren völlig abgeschrieben.

Auftritt: Giada – Die wohl größte Nanny der Welt 🐕❤️

Und genau hier kommt unsere weiße Maremmano-Hündin Giada ins Spiel. Wer den Hof kennt, weiß, dass Giada eine stattliche Herdenschutzhündin ist. Was viele nicht wissen: Bevor sie zu uns kam, lebte sie von Welpe an isoliert in einem Zwinger. Sie war vollkommen unsozialisiert. Viele Experten prophezeiten uns damals: „Das wird nie was! Diesen Hund kriegt ihr im Leben nicht mit Schafen, Pferden, anderen Hunden oder gar Katzen sozialisiert!“

Tja. Wir sind verdammt froh und stolz, dass wir nicht auf die Zweifler gehört haben!

Giada schaute sich das fauchende Katzen-Chaos an und beschloss spontan, die Leitung des Streuner-Kindergartens zu übernehmen. Sie nahm alle 16 Babys unter ihre Fittiche – wortwörtlich.

Das Beste daran? Die halbwilden Katzenmütter, die wir damals natürlich nicht vermitteln konnten und die heute noch bei uns leben, merkten sofort, dass der weiße Riese der beste Babysitter überhaupt ist. Alle Mütter hatten fast zeitgleich geworfen und bildeten eine riesige Milchbar (ich konnte beim besten Willen nicht sagen, welches Baby zu welcher Mama gehörte!). Die Mütter ließen ihre Kleinen also seelenruhig bei Nanny Giada im Körbchen liegen und gingen erst mal entspannt butjern (für alle Nicht-Nordlichter: auf Achse gehen / herumstreunen). Zum Säugen kamen sie brav zurück, den Rest des Tages regelte die Hündin.

Happy End auf dem Gnadenhof

Dank Giadas unendlicher Geduld und Liebe wurden die kleinen Wilden handzahm. Viele konnten wir damals in tolle Familien vermitteln. Diejenigen, die zu scheu, wild oder chronisch krank waren, genießen genau wie ihre Mamas seither ihr dauerhaftes WG-Leben bei uns auf dem Gnadenhof.

Heute ist unsere stolze Giada über 10 Jahre alt und die absolute Königin des Hofes. Schaut euch unbedingt die Fotos unten an – Herdenschutzhund trifft Katzenbabys. Wenn das kein Herzschmelz-Garant ist, wissen wir auch nicht weiter!

P.S.: Solche Aktionen und die lebenslange Pflege unserer Sorgenkinder kosten natürlich viel Zeit und Geld. Denkt dran: Am 27. September ist der große Betterplace Spendenmarathon! Jeder Cent hilft uns, die Mäuler unserer bunten Truppe zu stopfen. Streicht euch den Tag fett im Kalender an!

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About Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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