Nachdem wir euch gestern vom dramatischen Zahn-Drama unseres Haflinger-Senioren Astron erzählt haben, gibt es heute im dritten Teil endlich wieder jede Menge Grund zum Aufatmen – und zum Staunen darüber, was für eine unglaublich „coole Socke“ dieser 30-jährige Wallach eigentlich ist!

Als der wochenlange Dauerregen unseren Paddock im ersten Winter in eine absolute Schlammhölle verwandelte, mussten wir den Bereich komplett sperren. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch.
Die freie Hof-Parade ohne Strick und Halfter
Jeden Morgen führte ich unsere beiden Blondies – Astron und seinen Kumpel Herrn Nielsson – quer über den Hof auf die große Koppel, die zum Glück etwas höher liegt und dank der alten Schwarzerlen trocken blieb. Abends ging es auf demselben Weg zurück. Das Faszinierende daran? Ich brauchte weder Halfter noch Führstrick!
Die Jungs waren so unfassbar lieb: Wenn ich sie abends rief, kamen sie sofort angaloppiert und folgten mir völlig frei über den Hof bis in den Stall. Astron lief sogar meistens hochmotiviert voraus – „Hoppi Galoppi“ direkt in den Stall! Auch das nächtliche Einsperren in die Boxen (was wir wirklich selten tun, aber in dem Winter nötig war) klappte rein auf Wort: „Geh rein“, und Schwupps, stand jeder auf seinem Platz. Astron ist einfach ein blitzgescheites Kerlchen: Ich musste es ihm am ersten Abend nur einmal zeigen, indem ich vorausging, und am nächsten Tag reichte schon das bloße Öffnen der Tür.

Ich war trotzdem froh, als der Paddock wieder bombenfest und begehbar war. Und die Jungs wieder rein und raus konnten, wie sie wollten. Denn für mich fielen zwei zusätzliche Fußmärsche am Tag weg. Luxus pur!
Das große Heucobs-Ergebnis & die Hafi-Kuschel-WG
Und noch etwas war erfreulich: Astron kam im Sommer endlich wieder super mit dem normalen Gras auf der Weide zurecht! Das grenzt an ein kleines Wunder, denn nach seiner Zahngeschichte konnte der arme Kerl über fünf Monate lang weder Heu noch Gras fressen. Wir mussten ihn täglich mit kiloweise Heucobs versorgen, was uns unendlich viel Arbeit und den Verein ein Vermögen gekostet hat. Umso glücklicher waren wir, dass er den Sommer über komplett ohne die Brei-Fütterung auskam!
Die beiden Blondies genossen morgens einfach ihr Horse Alpin Senior inklusive hochwertigem Mineralfutter, den restlichen Tag konnten sie auf der Weide grasen.

Die Chemie zwischen Astron und Herrn Nielsson stimmte einfach von der ersten Sekunde an. Die beiden waren ausnahmslos im Doppelpack unterwegs. Sie wurden zu so unzertrennliche Freunden, dass sie mehrmals täglich intensiv miteinander kuschelten und Fellpflege betrieben.

Wahre Männerfreundschaft eben!

Astron, die coole Socke im Sturmtief Poly 🌪️
Wie tief Astrons neues Vertrauen saß, bewies er uns, als Sturmtief Poly über den Gnadenhof fegte. Ich machte gerade einen Kontrollgang im Stall, als eine heftige Böe den Metallhaken der Stalltür auf der rechten Seite aus der Wand riss. Der obere und untere Türflügel donnerte mit einem ohrenbetäubenden Krachen direkt vor Nielsson und Astron zu!
Die beiden Blondies standen vielleicht einen Meter dahinter. Jedes normale Pferd wäre in dieser Sekunde vor Panik blindlings aus dem Stall gerast. Und Nielsson und Astron? Blieben einfach völlig tiefenentspannt stehen! Astron machte lediglich zwei, drei höfliche Schritte rückwärts und schaute mir dabei zu, wie ich im tobenden Sturm mit den Türflügeln kämpfte, um sie mit Trick 17 provisorisch wieder an der Wand zu fixieren. Was für ein nervenstarker Prachtkerl, dachte ich mir!

Doch die Ruhe hielt nicht lange an. Denn kurz nach dem Sturm mutierten unsere beiden blonden Engel plötzlich zu echten Kriminellen: Sie zettelten heimlich nächtliche Disco-Partys im Stall an und starteten einen filmreifen Ausbruchsversuch mitten in der Nacht!
Morgen im vierten und letzten Teil der Akte Astron erfahrt ihr, warum wir dringend einen Elektriker brauchten und was ich für ein Gesicht machte, als Astron plötzlich abends um 19 Uhr seelenruhig vor unserer Haustür stand. Das wollt ihr nicht verpassen!













Hallo, Susanne, ich fange von hinten an, denn ich kann Nr. 1 nicht finden in meinen Emails. Ja, die beiden hatten ja gar keine Probleme miteinander, das war damals ja eine grosse Erleichterung.
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Hallo Birgit,
ich hoffe Teil 1 und 2 sind zu sehen? Bei Facebook wurde meine Reichweite eingeschränkt, weil ich ein Bild vom gezogenen Zahn (habe ich mittlerweile auf dem Blog wieder entfernt) gepostet habe. Und weil es im Post Blut und Eiter erwähnt wird. Ich hoffe, dass das bei WordPress nicht auch passieren kann. Ich war von Socken, als ich die Meldung von FB bekam. Ich habe doch nur einen Bericht über ein Pferd geschrieben.
LG Susanne
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