Ein Irish Sporthorse findet auf unserem Gnadenhof zur Ruhe.
Wie viel Last kann die Seele eines Sportpferdes tragen? Heute möchten wir euch die bewegende Geschichte von Limerick erzählen. Der mittlerweile 22-jährige Irish Sporthorse Wallach kam vor gut anderthalb Jahren zu uns auf den Gnadenhof. Er zeigte von Anfang an tiefsitzendes Misstrauen, große Unsicherheit und reagierte panisch auf viele Alltagsgeräusche.
Limerick litt zudem stark unter zwanghaftem Verhalten wie Zungenspiel, Kopfschlagen (Headshaking) und endlosen Stereotypien.
Die Aufnahmen in diesem Video sind vor genau einem Jahr entstanden. Sie zeigen Limerick in einem Moment, in dem er sich ohne ersichtlichen Auslöser völlig aufregt. Er starrt ins Leere, läuft stundenlang im Galopp und Trab hin und her – ein Zustand, aus dem er kaum zu befreien war.
Wir vermuten, dass dieses Trauma tief in seiner Vergangenheit als Springpferd verwurzelt ist. Die ständige Leistungserwartung, der Druck und die laute Turnierwelt haben Spuren hinterlassen.
Ein Jahr danach: Ein Blick hinter die Kulissen.
Es ist nicht immer leicht mit Limerick. Es gibt auch heute noch Tage, an denen der Auslöser für uns völlig im Verborgenen bleibt. Manchmal steigt und buckelt er, und in diesen Momenten kommt man nicht an ihn heran.
Doch es gibt auch eine wunderbare Nachricht: Es ist insgesamt schon so viel besser geworden! Er lernt Schritt für Schritt, was es heißt, einfach nur Pferd zu sein. Er darf hier heilen – in seinem eigenen Tempo.
Schaut euch das Video an, um Limericks Entwicklung besser zu verstehen. Helft uns dabei, Aufklärungsarbeit zu leisten, damit noch mehr Menschen die verborgenen Narben des Leistungssports bei Pferden erkennen!
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Leider sehen viele Menschen die Pferde nicht als Tiere sondern als Sportgeräte an. Kein Wunder wenn bei den Tieren psychische Probleme auftreten.
Aber er kann ja jetzt auf dem Hof ganz Pferd sein.
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Das ist so. Ich glaube aber auch Pferde sind nicht für das gemacht, was Menschen von ihnen verlangen. Sie werden immer in irgendeiner Form ausgenutzt und der Sport macht sie eindeutig krank. Nur wollen das die Turnierreiter nicht wahr haben.
LG Susanne
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Ich schaue mir das Video später an, im Moment ist Fussball lauter … 😉 ❤
Es ist jedenfalls gut zu hören, dass eine Verbesserung zu sehen ist.
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Eine Verbesserung ist zu erkennen. Aber auch heute treffe ich ihn manchmal in einer sehr schlechten Verfassung an. Kopf- und Schweifschlagen, sich selbst in die Flanken beißen, Fußstampfen. Dann komme ich nicht an ihn heran, weil es zu gefährlich für mich wird. Wenn ich rankomme gebe ich ihm Bachblüten. Dann kommt er relativ schnell runter.
LG Susanne
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Da braucht man viel Geduld … ❤
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Ja, die haben wir. Schlimm ist nur, dass er immer alles kaputt macht. Da haben wir noch keine Lösung gefunden, außer immer wieder reparieren.
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