Land unter im Pferdestall: Das große Matsch-Drama und unser 4,5-Kubikmeter-Sandkasten

Hallo liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde!

Wer dachte, dass der Herbst auf dem Gnadenhof der Tierhilfe Miranda e.V. nur aus gemütlichem Kuscheln besteht, den müssen wir jetzt leider enttäuschen. Die letzten Tage waren für uns eher ein Extrem-Outdoor-Fitnessprogramm der härtesten Sorte.

Das nasse Wetter hat uns nämlich eiskalt erwischt. Stundenlanger, unaufhörlicher Dauerregen verwandelte unseren Paddock in kürzester Zeit in eine tiefe, rutschige Matschwüste. Und als ob das nicht schon gereicht hätte, fegten auch noch zwei heftige Stürme direkt hintereinander über den Hof. Das Ergebnis? Das Wasser wurde mit aller Gewalt in den Stall gedrückt.

Der Stall als Badewanne und die Rettung in Gelb

Auf den Fotos unten könnt ihr das Drama sehen: Unser Stall sah zeitweise aus wie eine überdimensionale Badewanne! Für unsere Tiere war das natürlich absolut ungemütlich, und für uns hieß es: Sofortiges Handeln!

Land unter! Der Blick in den Stall, der eher an ein Hallenbad als an ein gemütliches Tierquartier erinnert.

Die Rettung kam am vergangenen Dienstag (27.10.) auf vier dicken Reifen gerollt: Eine Lieferung von stolzen 4,5 Kubikmetern Sand!

Und dann begann das große Schaufeln. Zwei Tage lang habe ich zusammen mit unserem großartigen ehrenamtlichen Helfer geschuftet, Sandberge bewegt, unzählige Schubkarren gefahren und den Sand strategisch im Stall und auf dem Paddock verteilt. Unsere Muskeln wissen heute definitiv, was sie getan haben! Der Paddock ist endlich wieder trockengelegt und begehbar, und die Badewanne im Stall ist Geschichte.

Ein Helfer mit Herz und Humor (und Hund Marcy im Liebesglück)

Die ganze Aktion hat uns insgesamt 188,77 Euro gekostet. Und hier kommt eine Geschichte, die uns mitten beim Schaufeln das Herz erwärmt hat: Unser treuer ehrenamtlicher Helfer, der lieber unerkannt bleiben und nicht namentlich genannt werden möchte, hat einfach mal 63,– Euro (also ein glattes Drittel der Rechnung) aus eigener Tasche dazugegeben! Sein genialer Kommentar dazu: „Wenn ich hier schon schaufeln darf, dann gebe ich auch etwas dazu!“ Ist das nicht der Wahnsinn? Wir sind unendlich dankbar für so viel Unterstützung und Humor an unserer Seite!

Die Rettung ist da: Unser gigantischer, frisch gelieferter Sandhaufen.

Wer sich übrigens am allermeisten über die Aktion gefreut hat, war unsere Kletter- und Akrobatik-Hündin Marcy. Für sie haben wir quasi den größten Sandkasten der Welt gebaut. Während wir geschwitzt haben, hat sie den riesigen Sandhaufen sofort zu ihrem persönlichen Abenteuerspielplatz erklärt.

Marcy in ihrem Element – sie buddelt und spielt im Sand, als gäbe es kein Morgen mehr!

Möchtest du ein Stückchen Sand spenden? 🌾💰

Dank unseres fleißigen Helfers ist ein Drittel der Rechnung schon bezahlt. Bleiben noch rund 125,– Euro, dann ist die Rechnung vom Tisch. Wenn ihr uns und den Tieren nach diesen anstrengenden Tagen unter die Arme greifen und ein paar Euro zu den restlichen Sand-Kosten dazugeben möchtet, würden wir uns riesig freuen! Jeder kleine Betrag sorgt dafür, dass die Hufe und Pfoten unserer Schützlinge im kommenden Winter trocken bleiben.

Unser Spendenkonto findet ihr oben rechts auf dieser Seite. Wir danken euch, dass ihr uns helft, das Matsch-Drama endgültig abzuhaken!

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About Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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