Hallo liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
heute müssen wir euch eine Nachricht überbringen, die uns das Herz bricht und für die wir eigentlich kaum die richtigen Worte finden. Gestern, am 3. November, ist eine Welt für uns zusammengebrochen. Unser geliebter Ouessant-Bock „Kleiner Claus“ ist völlig unerwartet und viel zu früh von uns gegangen.

Es passierte alles so wahnsinnig schnell, wie vom Blitz getroffen. Die Schafe waren am Morgen im Innenhof und knabberten friedlich an ihrem Rundballen Heu. Ich schaute gerade aus dem Fenster der Futterküche und beobachtete die kleine Herde, als Claus plötzlich umfiel und auf der Seite liegen blieb. Ich bin sofort aus dem Haus gelaufen – es waren nur sieben oder acht Meter bis zu ihm. Auf dem Weg sah ich noch, wie er zwei, drei Mal mit den Beinen zuckte. Bei ihm angekommen, hob ich ihn sofort auf das Brustbein und lehnte seinen Körper sanft gegen den Zaun. Doch jede Hilfe kam zu spät. Da war er schon tot.
Ein Schock für die ganze Herde
Ich glaube, der kleine Claus war in diesem Moment genauso überrascht wie ich. Nur wenige Minuten vor seinem Zusammenbruch hatte er noch voller Freude sein morgendliches Müsli gefuttert. Es gab keine Chance, ihm zu helfen.
Nicht nur für uns Menschen, auch für die Tiere war es ein riesiger Schock. Die anderen Schafe haben ganz genau mitbekommen, was passiert ist. Sie waren furchtbar erschrocken, verunsichert und vollkommen durch den Wind. Den gesamten restlichen Tag stand die Herde wie versteinert auf dem Hof. Die gewohnte, fröhliche Quirligkeit unserer Wolllies fehlte komplett – es herrschte eine bedrückende, traurige Stille auf dem gesamten Hof.
Ein stolzes Erbe und mein kleiner Liebling
Der kleine Claus wurde am 10. April 2017 geboren und wuchs gemeinsam mit zwei weiteren Lämmchen auf: dem Böckchen Cashmere und der kleinen Aue Angora. Am 15. September 2017 ließen wir die beiden Jungs kastrieren, und sie blieben ihr ganzes Leben lang fest in unserer Herde integriert.


Claus und Cashmere hatten denselben Vater – unseren stattlichen, unvergessenen Bock Carsten –, stammten aber von verschiedenen Müttern ab.

Und Claus hatte das große Los gezogen: Seine Mutterlinie war die besonders selbstbewusste, aus der bei uns auch immer die stolzen Leitauen hervorgingen. Gepaart mit dem starken Charakter seines Vaters war der kleine Claus von Anfang an viel zutraulicher, mutiger und selbstbewusster als sein Bruder Cashmere. Er war mein absoluter kleiner Liebling.
Ein freies Leben bis zum letzten Atemzug
Wir sind unendlich traurig, dass dieses wundervolle Leben so abrupt und viel zu früh enden musste. Claus hinterlässt eine riesige Lücke auf unserem Gnadenhof der Tierhilfe Miranda e.V., die man nicht füllen kann.
Was uns in diesem tiefen Schmerz ein kleiner Trost bleibt, ist die Gewissheit: Er hatte ein traumhaft schönes, artgerechtes und freies Leben bei uns. Er musste nicht lange leiden oder krank sein. Er war glücklich bis zu seinem letzten Atemzug.
Jetzt ist der kleine Claus über die Regenbogenbrücke gegangen und ist wieder mit seinem Vater Carsten im Schafhimmel vereint.
Run free, mein Kleiner. Du wirst uns hier unten schrecklich fehlen.
In tiefer Trauer,
Susanne und das Team der Tierhilfe Miranda e.V.













RIP kleiner süsser Claus – wie Susanne bereits geschrieben hat, du hattest ein wundervolles ausgefülltes und artgerechtes Leben auf dem Gnadenhof – run free, kleiner Schatz! 😥💔
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