Als ich die Pferde heute morgen aus dem Stall holte, führte ich Miranda direkt zum Wasser. Ich plantsche mit der Hand im Trog und sagte, dass hier frisches Wasser für sie ist. Bachus der hinter uns her lief, schaute interessiert zu. Gegen Mittag ging ich wieder auf die Weide. Es war ein sehr heißer Tag, die Sonne brannte. Der Wasserstand war immer noch unverändert, es hatte also wieder niemand getrunken. Da kam Bachus nach vorn, zum Trinken. Miranda ging ein paar Schritte hinter ihm her, blieb dann aber unschlüssig stehen. Sie traute sich einfach nicht weiter. Auf einmal verstand ich was das Problem war! Die Weide grenzte hier an ein kleines Wäldchen. Dies schien Miranda unheimlich zu sein.
Ihre frühere Weide war nach allen Seiten offen. Da sie ungewohnten Situationen lieber aus dem Weg geht, trank sie erst abends im Stall. Das war nicht gut, besonders bei der Hitze. Hinzu kam, dass die Weide hier vorn noch ziemlich unübersichtlich war. Wenn man vom anderen Ende Richtung Wald schaute, war nicht alles zu überblicken. Die Pferde hatten sich schon teilweise durch das hohe Grünzeug gefressen. Vorne standen aber immer noch allerhand Brennesseln und anderes Zeug, was sie nicht mochten. Dies versperrte der schönen Stute noch zusätzlich die Sicht. Also holte ich meine Schubkarre und rodete drei Stunden lang Brennesseln, bei der Hitze. Ich kam ordentlich ins Schwitzen. Aber was tat ich nicht alles für die Pferde! Miranda beobachtete mich dabei.


Bald kam sie langsam näher. Die Neugierde trieb sie immer weiter, bis sie schließlich ganz bei mir war. Offensichtlich gab ich ihr Mut, sich mit mir am „gefährlichen Ende“ aufzuhalten. Sie traute sich sogar diesen Teil der Weide genauer anzuschauen.


Ich nutzte die Gelegenheit und lockte sie zum Wassertrog, und sie trank! Von da an war ihr der Wald nicht mehr unheimlich. Sie ging jetzt einfach zum Wasser sobald sie Durst hatte. Bachus machte das auch. Er hatte schon vorher keine Angst vor dem Wald, aber da er nur hinter Miranda herläuft, ist es nun auch einfacher für ihn. Problem gelöst!













Tiere können dürsten oder hungern wenn ihnen etwas nicht passt, die kleinen Katzen sind da ein gutes Beispiel…….. 😦
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