Früher als im letzten Jahr. Die Fotos sind vom 19.04.2024.


Früher als im letzten Jahr. Die Fotos sind vom 19.04.2024.


„Marcy, kannst du bitte die Gießkanne stehen lassen?“

„Du weißt doch“, antwortet Giada, „Kröti hat nur Blödsinn im Kopf!“

„Stimmt Giada, zum Glück bist du so ein vernünftiges Arbeitstier!“

Zwei liebe Tierfreunde haben Nielsson zu seinem 30. Geburtstag mit Geschenken überrascht!!!
Karin aus Italien hat 100.- Euro gegeben.
Anja hat 20.- Euro überwiesen.
Herr Nielsson dankt euch lieben Tierfreunden von ganzem Herzen und schickt euch viele liebe Stupser!!!
Er will übrigens mit seinem besten Kumpel Astron teilen!
Kleine Frage für die guten Beobachter unter euch: Wer ist wer???

Dieses Jahr ein klein bisschen früher.
Trotzdem müssen wir weiterhin noch Heu und Heucobs füttern. Astron mit der Zahnlücke, dreht Heuwickel und Nielsson mit seinen 30 Jahren, kann auch nicht mehr allein vom Heu leben.
Bis die Weide richtig in Gang gekommen ist, müssen wir Heu und Heucobs füttern. Der nächste Heuballen ist auch schon bestellt. Später werden wir sehen, ob die Pferde mit dem Gras ihr Gewicht halten können.
Wenn du uns helfen möchtest, damit unsere Pferde auch morgen noch satt werden:
Für 19,95 Euro bekommen wir einen Sack Heucobs.
Für 45.- Euro bekommen wir einen Rundballen Heu.
Vielen Dank für deine Hilfe!!!
Ich gehe jetzt erst einmal die Weide abäppeln.

Unser Rocker wird heute 30 Jahre alt!
Happy Birthday altes Haus!

Mensch Nielsson, wie die Zeit vergeht.
Als du im September 2018 mit 24 Jahren auf den Hof kamst, warst du der Jungspund. Damals warst du ein richtiger Rocker und hast uns erstmal gezeigt wo der Hammer hängt. Miranda musste ganz schön leiden. Aber die alte Dame war ja vom ersten Moment an total verknallt in dich.
Sie hatte gleich Herzchen in den Augen, als sie dich sah. Stand wohl auf blonde Macho-Typen.
Ich konnte euch nicht mehr trennen, das hätte Miranda noch weniger vertragen, wie deine fiesen Rüpeleien. Auch für mich war es anfangs gefährlich. Aber du bekamst dich ja irgendwann wieder ein und nach einem Jahr waren wir alle gute Freunde.
Nun bist du vom Rocker zum Opa geworden und Astron ist unser Jungspund. Den Schalk hast du immer noch im Nacken und frech gucken kannst du auch noch gut. Auch fällt dir immer noch allerhand Blödsinn ein, den du zusammen mit deinem Kumpel Astron machst.
Wie neulich, wo ihr wieder die Stalltür aufgemacht habt und mal wieder vor meiner Küchentür standet.
Lieber Herr Nielsson,
ich wünsche dir alles, alles Gute zu deinem 30. Geburtstag. Noch viele gute und gesunde Jahre hier auf dem Hof, gemeinsam mit deinem Best Boddy Astron. Du alter Rocker! Bring mich weiter zum Lachen.
Ein Geburtstagsgeschenk ist auch schon angekommen!
Kerstin & Uwe haben dir 30.- Euro geschenkt!!! Ein Euro für jedes Lebensjahr!
Das ist echt lieb! Nielsson bedankt sich bei den beiden!
Als erstes sucht ihr euch einen Baum.

Dann setzen und einmal herzhaft gähnen. Da bekommt der Körper Sauerstoff!

Nun stellt euch auf die Beine und gaaaanz hoch strecken.

So macht ihr das gut. Jetzt zur linken Seite drehen und sanft biegen.

Das Atmen nicht vergessen. Nicht die Luft stauen.

Weiter sanft noch links biegen.

Und nun machen wir ein paar Liegestütze. Das kräftigt unsere Brustmuskulatur.

Wieder strecken. Macht euch gaaanz lang.

Den Arm noch vorne und noch mehr strecken. Ich weiß ihr könnt das.

Super, ihr habt toll mitgemacht. Startet nun mit frischer Energie in den Tag!

Bis zum nächsten Mal, eure Goldie.
Jeder von uns shoppt im Internet.
Starte Deinen Einkauf über die Seite von WeCanHelp und wähle Tierhilfe Miranda aus. Wir erhalten dann eine kleine Summe für unseren Tierschutzverein.
Das kostet nichts für Dich und Du tust Gutes!!!

Klick hier: WeCanHelp
Das geht auch wenn Du eine Reise buchst.

Wenn Du über den obigen Link gehst, hast Du automatisch unseren Verein ausgewählt.
Du hilft, damit unsere Tiere auch morgen noch satt werden! DANKE!!!
Im Heu ist allerhand los.

Diese Bilder habe ich heute Morgen aufgenommen.





Marcy, unser „Ein-Ohr-Hase“, schickt euch schöne Sonntagsgrüße.

Heute hätte Campa Geburtstag gehabt.

Leider hat sie uns bereits am 18. Juli 2021, mit 14 Lebensjahren verlassen.
Campa war ein ganz besonderer Hund. Sie war mein Supergirl.

Es fällt mir schwer über Campa zu schreiben, sie hat eine so große Lücke hinterlassen, die nie geschlossen werden kann.
Wen es interessieren sollte, kann hier die Lebensgeschichte von Campas lesen. Klick hier und etwas runter scrollen.
Wenn du dir ein bisschen Zeit nimmst, erfährst du die Geschichte eines kleinen, spanischen Streuners, der Glück hatte ein Zuhause geschenkt zu bekommen und von da an in Sicherheit leben konnte.
Der März war hier recht ungemütlich. Kühl und sehr nass. Ostern war auch nicht das Gelbe vom Ei. Ein Tag war schön, der Rest war kalt mit 9 bis 10° Grad, es regnete und war windig.
Man mochte sich nicht draußen aufhalten.
Deshalb gab es diesmal nur wenige Osterfeuer in unserer Umgebung.
Das ist eigentlich ein schöner, geselliger Brauch. Am Feuer trifft man die Nachbarschaft auf einen Klönschnack. Erfährt den neusten Dorftratsch, isst eine Kleinigkeit und trinkt ein Bierchen zusammen.

Die Natur steckt hier noch halb im Winterschlaf. Allmählich treiben die ersten Bäume und Büsche langsam aus. Man kann schon ein Hauch von Grün erahnen.
Ich habe Ende März ein kleines Video von unseren Schafen und Pferden, für euch aufgenommen.
Es ist erstaunlich, wie Marcy sich entwickelt hat und was aus ihr geworden ist.
Als sie in Rumänien ausgesetzt wurde, war sie nur wenige Wochen alt. Sie war ein kleines Hundebaby, das Glück hatte, von Tierschützern gefunden worden zu sein.
Das ist jetzt 3 Jahre her.
Hier seht ihr eines der ersten Bilder von Marcy, mit ihrer neuen Freundin Giada, ein italienischer Herdenschutzhund.

Und diese Bilder habe ich am 25.03.2024 aufgenommen.

Hättet ihr Marcy wiedererkannt?

War der Osterhase schön fleißig?
Da tanzen doch glatt die Hühner.
Unsere Tiere und ich wünschen euch allen ein frohes Osterfest!!!

Wir leben hier in und mit der Natur.
Deshalb treffen wir auch immer wieder auf Wildtiere, die auf unserem Hof nach Futter suchen oder sich ausruhen wollen.
Gestern Morgen kam uns ein Storch besuchen. Er spazierte auf der Weide herum und sah ganz stolz und elegant dabei aus.

Jetzt kommen ein paar ziemlich unscharfe Fotos. Sorry, ich war leider zu weit weg. Mit meiner Kamera kann ich ohne Qualitätsverlust, nicht wirklich weit heranzoomen. Ich wollte euch die Fotos aber trotzdem zeigen.
Ein Storch stolziert auf unserer Weide.

Ginger war erstaunt.

Der Storch spazierte ganz gerade am Weidezaun entlang, unter den misstrauischen Blicken des Katers.

Heute Morgen dann, war der Storch plötzlich wieder hier.

Diesmal hatte er wohl Glück bei der Futtersuche.
Der Storch hat irgendetwas Dicke, Fettes gefangen.

Man kann leider nicht erkennen, was er da im Schnabel festhält.


Auf alle Fälle ist er damit weggeflogen.

Cowgirl mit Hunden

Das Foto ist am 09.09.2023 entstanden.
Sorry ihr Lieben, aber seitdem ich den Blog zwangsweise updaten musste, weil die kostenlose Version voll war, habe ich oft Schwierigkeiten einen neuen Bericht zu posten. Die Seite lässt sich irgendwie einfach nicht öffnen.
Gefühlte 7000 Versuche später, ging es heute dann plötzlich wieder.
Nun gut, dann berichte ich eben mit ein bisschen Verspätung von den netten Ereignissen hier auf dem Gnadenhof. Mögen mir die lieben Tierfreunde verzeihen, die an unsere Geburtstagskinder gedacht haben.
Harry aus Österreich hat 35.- Euro für die Jubilare überwiesen.
Kerstin & Uwe haben 3.- Euro für Marcy gespendet. 1.- Euro für jedes Lebensjahr. Das hat Tradition!
Karin aus Italien hat 100.- Euro für Astron & Marcy gespendet.
Unsere beiden Geburtstagskinder bedanken sich von Herzen bei Euch!!! Vielen vielen Dank Ihr Lieben! Das ist ein große Hilfe für uns!!!
Dann noch etwas Positives: Es wurde endlich das Dach repariert.

Der Sturmschaden entstand im Oktober 2023.

Repariert wurde das Dach im März 2024.
Ihr glaubt gar nicht wie schön es ist, endlich wieder ein heiles Dach über dem Kopf zu haben.

Ein paar sonnige Tage hatten wir auch schon.

Die Jungs sind schon ein bisschen auf der Weide unterwegs.

Hier kommt ein Suchbild: Wo ist die Katze?

Marcy ist gut drauf, wie immer.

Und Giada sagt: „Du kommst hier nicht rein!“

Unser Wuschelwölfchen feiert heute ihren 3. Geburtstag!!!
Wie die Zeit vergeht, richtig erwachsen sieht sie aus.

Alles Gute meine Süße!!! ❤
Unser Großer wird heute 28 Jahre alt!
Herzlichen Glückwunsch alter Junge!!!

Gestern, am Tag vor Astrons Geburtstag, wurden unsere Haflinger interviewt.
Wie die Presse wohl wieder Wind von diesem Ereignis bekommen hat?
Viel ausgeplaudert haben unsere beiden alten Herren aber nicht. Sie waren verschwiegen wie eine Auster, könnte man sagen…
Hier ist das Interview:
Heute wäre Miranda 33 Jahre alt geworden.

Für mich ist heute ein wehmütiger Tag, verbunden mit vielen Erinnerungen.
Lasst mich deshalb lieber von etwas Erfreulicherem berichten.
Diese lieben Tierfreunde haben wertvolle Winterhilfe geschickt:
Harry aus Österreich hat 50.- Euro auf unser Tierschutzkonto überwiesen.
Kerstin und Uwe haben 20.- Euro gespendet.
Ein befreundeter Tierschutzverein hat uns mit Katzenfutter und Leckerlis ausgeholfen.






Und Eugen hat für die Pferde 4 x Einstreu, Kanne Energiebarren und Horse Alpin Senior gekauft.






Danke Mädels, gute Arbeit!
Und vielen, vielen Dank an unsere lieben Unterstützer!!! ❤
Regen ohne Ende, dann Schnee & Eis bei Dauerfrost und jetzt kommt ein Sturm nach dem anderen.
Unsere beiden blonden Jungs haben mal wieder bewiesen, was für coole Socken sie doch sind.
Der letzte Sturm war echt hefig. In der Nacht, riss die Halterung an der rechten Seite der Stalltür heraus. Beide Türflügel schlugen zu. Bestimmt mit einem lauten Knall.

Es war dunkel, als ich das bemerkte. Im Sturmgetöse konnte ich nichts hören. Astron wiehert immer wenn er mich hört oder sieht. Ich rechnete eigentlich damit, dass die Pferde draußen panisch im Sturm herumliefen.
Ich ging in den stall und machte Licht an. Da standen die beiden Pferde ganz ruhig und freuten sich mich zu sehen. Obwohl beide Türflügel im Wind bewegten und immer wieder zuschlugen, waren die Pferde ganz entspannt.
Ich brachte Nielsson und Astron erst einmal eine Portion Heucobs. Während sie entspannt futterten, kämpfte ich mit den Türflügeln. Es war gar nicht so leicht, sie im Sturm wieder fest zu bekommen.
Das Video zeigt unsere beiden Haflinger am nächsten Morgen, nach überstandener Sturmnacht.
Ein Tag im Winter auf dem Gnadenhof.
Oder: „Täglich grüßt das Murmeltier“
Oder: „Ich sitze wieder im Hamsterrad“
Pferdehaltung bedeutet viel Arbeit.
Alte und kranke Pferde machen noch mehr Arbeit.
Bei Dauerfrost wird alles noch schwerer und man hat super viel Arbeit.
Da Nielsson Asthma hat, darf er nur nassen Heu fressen. Heustaub macht ihn krank. Bei Dauerfrost funktionieren die Heubadewanne und der Außenwasserhahn nicht mehr.
Ich muss also viele Eimer Wasser aus dem Haus schleppen. Dazu die Tränken auftauen und nachfüllen, sowie duzende Eimer mit Heucobs in den Stall schleppen.
Eigentlich bin ich fast 24 Stunden mit der Versorgung unserer Pferde beschäftigt.
Das Video zeigt einen Tag im Winter, bei Dauerfrost, zusammengeschnitten auf 12 Minuten. Angefangen am Morgen, geht es über die Nacht, bis zum nächsten Morgen.
So ergeht es allen Menschen, die Pferde mit Atemwegsproblemen versorgen.
Gedankenversunken

von unserem kleinen Gnadenhof.
Die Bilder habe ich heute Morgen aufgenommen. Schnee, Eis und Nebel sorgen für eine beinahe mystische Stimmung. Aber schaut selbst.




„Was ist das?“

„Ach Astron, das ist doch wieder der olle Schnee…“ antworte ich.

„Ja, ich weiß“, sagt Astron.

Interessant sieht es ja aus.

Unser Hof-Sheriff schiebt bei jedem Wetter Wache.

Bis Kröti angestürmt kommt…

„Oh, je! Womit habe ich das nur verdient…“, denkt Giada.

„Du arbeitest zu viel“, sagt Marcy, „ich zeig dir wozu der Schnee da ist“.

„Yippiiiie….“


„Sei mal locker!“

„Ist nicht dein Ernst?“ fragt Giada.

„Doch!“ ruft unser Wölfchen.


Und nun alle mal bitte posen, für ein schönes Winterbild.
Danke!

Und wie ist es bei euch so?
06. Januar 2024, morgens auf dem Gnadenhof.
Jeden Tag werden auf unserem kleinen Gnadenhof, zuerst die Tiere versorgt.
Als erstes bekommen die Pferde ihr Frühstück. Dann sind die Streuner-Katzen an der Reihe, gefolgt von den Schafen und schließlich bekommen die Hunde ihr Futter.
Das gehört zur täglichen Routine. Jeden Tag, bei jedem Wetter.
Wie sieht es bei euch aus? Auch so schön weiß?
Der eine gute Vorsatz, der alle anderen unnötig macht:
SEI GLÜCKLICH
(Kalenderspruch)

Nein – eigentlich nicht.
Egal.
Bumm, hier hast du´s!
Gestern Abend habe ich die Pferde vor der Dämmerung aufgestallt. Es gibt hier in der Nachbarschaft jemanden, der veranstaltet jedes Jahr am 01.01. meistens zwischen 20.00 und 21.00 Uhr, sein privates Feuerwerk.
Oft eine halbe Stunde lang und länger, mit Raketen, Böllern und allem Pipapo.
Verstehen muss ich das nicht…
Holzauge sei wachsam. Mittlerweile falle ich da wenigstens nicht mehr drauf rein. Die Pferde verbringen vorsichtshalber die Neujahrsnacht wieder in den Boxen.
Ich freue mich schon auf das nächste Silvester…

Ich hoffe ihr seid gut reingekommen und eure Haustiere hatten nicht so viel Stress.

Hier war es ziemlich anstrengend. Wir haben die Silvesternacht heil überstanden, aber für die Pferde war es die Hölle. Und ich bin fix und foxy.
Die Pferde standen Silvester ab 16.00 Uhr in ihren Boxen. Kurz vor Mitternacht habe ich ganz viel Heucobs und Horse Alpin Senior, mit einer Portion Mash obendrauf in die Raufen gegeben. Ein richtiges Festessen war das.
Fressen beruhigt und sollte ablenken, damit wir den schlimmsten Teil der Silvesternacht überstehen konnten.
Nielsson wollte den ganzen Abend nicht wirklich fressen. Doch er liebt Mash und das regte ihn wirklich an, ein bisschen zu muffeln. Bis um 0.00 Uhr die Hölle losbrach. Das Geböller wird wirklich von Jahr zu Jahr schlimmer. Das Dröhnen kam von überall und hörte sich furchtbar bedrohlich an. Die Hafis drehten am Rad.
Die Situation schien aus dem Ruder zu laufen, als Astron anfing den Stall zu zerlegen. Ich gab beiden Pferden noch einmal Bachblüten Notfalltropfen. Die hatten sie schon 2 x am frühen Abend bekommen. Doch leider wirkten die bei Anstron nicht so gut. Miranda konnte ich damit immer sehr schnell wieder runter bringen.
Die Jungs regten sich jedoch immer mehr auf. Astron zog Nielsson mit, der sowieso Knallgeräusche nicht gut aushält. Früher konnte Miranda Nielsson beruhigen. Jetzt verunsicherte ihn Astrons Aufregung nur noch mehr. Die Situation schaukelte sich hoch.
Ich versuchte die Pferde mit meiner Stimme zu beruhigen. Das funktionierte auch ganz gut. Da ich keine Lust hatte immer wieder „hoooo, hoooo, gaaaanz ruhig, ist alles in Ordnung, hoooo, hoooo, ruuuuhig“ zu sagen, fing ich an Astron Geschichten zu erzählen.
Denn sobald ich aufhörte zu reden, drehte der Wallach wieder durch. Ich konnte nicht von seiner Box weggehen. Dann wieherte er und wollte wieder den Stall zerlegen. Blieb ich bei ihm stehen und redete, futterte er von den Heucobs. Drehte nur mal eine Runde in der Box, fraß dann aber weiter.
Sobald ich zu Nielsson rübergehen wollte, dreht Astron durch. Also blieb ich bei ihm und erzählte Geschichten. Astrons Ruhe übertrug sich jetzt auch auf Nielsson.
„Das ist nur Silvester“, sagte ich zu Astron, „da machen die Menschen ganz viel Krach und denken nicht an euch. Früher haben sie damit die bösen Geister vertrieben. Heute ist das Tradition, sagen sie. Da wollen alle mal ordentlich Rabatz machen. Je lauter, desto besser. Der Böllerkram wird leider immer schlimmer. Jetzt gibt es Batterien. Weiß du was eine Batterie ist? Die zündet man einmal an und dann rummst es, bis 100.- Euro oder so weg sind. Weil das alle zur selben Zeit machen, klingt es als ob die Russen kommen. Ich verstehe, dass es dir große Angst macht. Aber dir passiert nichts. Da müssen wir durch. Ob wir wollen oder nicht. Bald ist es vorbei. In ungefähr einer Stunde haben sie nichts mehr zum Ballern und kein Geld mehr. Die Stunde werden wir das schon aushalten. Das schaffst du. Früher stand Miranda in deiner Box. Ihr habe ich Silvester auch immer beigestanden. Dann schaffen wir das auch. Miranda ist ja leider nicht mehr bei uns. Als sie ging, wurde ein Platz frei, den hast du bekommen. Miranda wäre sicherlich auch stolz auf dich, weil du das hier wirklich gut machst. Ich bin auf jeden Fall stolz auf dich. Ich verrate dir jetzt mal etwas. Früher habe ich auch geknallt. Da war ich noch ganz jung und wohnte in einer großen Stadt. Warst du mal in einer Stadt? Wohl eher nicht. Ich wuchs in einem Block auf. Weißt du was ein Block ist? Das ist ein ganz großes Haus, mit vielen Eingängen und noch mehr Wohnungen. In unserer Straße standen viele Blöcke hintereinander, mit Rasenflächen dazwischen und einem Spielplatz. In den Wohnblöcken wohnten Familien und ganz viele Kinder. Am Silvesterabend standen alle vor den Hauseingängen, quatschten und knallten. Die Böller hatten lustige Namen wie Piepmanschen. Piepmansche waren ganz kleine Böller und eher etwas für die Kinder. Man konnte eine ganze Matte anzünden, dann knallte es ganz oft. Oder man friemelte die kleine Knaller auseinander und brannte sie einzeln ab. Die größeren knallten mit Chinaböller, Heuler oder mit den dicken Kanonenschlägen. Die musstest anzünden und wegwerfen. Am coolsten war es, den Böller so lange in der Hand zu behalten, bis die Zündschnur fast ganz abgebrannt war. Warf man ihn dann, explodierte er in der Luft und nicht auf dem Boden. Das war gefährlich, machte aber mehr her und wer das konnte, war echt cool. Manch einer Hand tat das nicht gut. Wir waren damals Teenys und wollten cool sein. Deshalb zogen wir auch am Neujahrsmorgen durch die Straßen, um Böller zu suchen, die in der Nacht nicht explodiert waren. Fanden wir einen Blindgänger, zündeten wir die verbliebene Zündschnur an und ließen ihn krachen. Natürlich war das sehr gefährlich. Wir durften das eigentlich nicht. Heute würde ich das auch nicht mehr machen. Das kannst du mir wirklich glauben. Damals hatte ich allerhand Blödsinn im Kopf. Aber das ist schon lange her. Heute denke ich anderes darüber. Weißt du, ich finde auf dem Land sollte gar nicht geballert werden. Menschen die in der Nähe von Pferdeställen knallen, würde ich gern mal um Mitternacht zu euch in den Stall stellen. Wenn so ein Mensch ein panisches Pferd beruhigen müsste, der würde nie wieder böllern. Wir müssen das jetzt aushalten und du machst das wirklich toll. Noch gut eine halbe Stunde, dann ist es vorbei. Dann haben sie alles in die Luft gejagt und kein Geld mehr. Weißt du was toll wäre? Wenn wir einmal das Geld bekämen, was in der Silvesternacht in ganz Deutschland, verballert wird. Stell dir das mal vor. Was könnten wir Gutes tun? Wir könnten so viele Pferde aufnehmen. Wäre das nicht toll?“
Und so erzählte ich Astron eine langweilige Geschichte nach der anderen. Eine Stunde ist lang… Mein Gesabbel wirkte beruhigend und so haben wir die Silvesternacht wieder einmal überstanden.
Ich hoffe bei euch war es entspannter. Wir bauen jetzt erst einmal ein paar Bretter am Stall wieder an…
Ich wünsche unseren lieben Tierfreunden einen guten Rutsch!

Bussi, bussi!
