Gib den Füßen Ruhe, aber auch dem Herzen.
Aus Nigeria
Die Pferde verlieren ihr Winterfell! Gestern holte ich beim Striegeln, dicke Büschel, kuscheliges Winterfell, von beiden Pferden runter. Dabei sind die Temperaturen nicht einmal gestiegen. Es geht eher noch mehr in den Keller…
Der Fellwechsel wird aber nicht von den Temperaturen gesteuert, sondern vom Licht. Die länger werdenen Tage sind der Auslöser.
So lieber Wettergott, jetzt bist Du dran! Lass bitte endlich die arktische Kälte dort hin verziehen, wo sie hingehört. Du möchtest ja auch nicht im Sommerkleid im Schnee stehen!!!
Oder besser gesagt: Wie die Orgelpfeifen!
Und es hört nicht auf mit der Kälte. Heute morgen waren es 6 Grad Minus. Dazu ein eisiger Ostwind, mit Sturmböen. Meine persönliche Belastungsgrenze ist damit wieder einmal überschritten…
Ha! Ich hab den Größten!

Vor ein paar Tagen hatte ich euch diesen Eiszapfen schon einmal gezeigt. In der Zwischenzeit ist er noch einmal ordentlich gewachsen. Jetzt ist die Regenrinne fest mit der Regentonne verbunden. Wie groß das Teil noch werden will?
Trotz der anhaltenden Eiszeit wollten diese Narzissen unbedingt ans Licht. Da trampelt doch achtlos ein Huhn darüber…
Entspannte Pferde im Schnee
Manschen mit Phantasie langweilen sich nie.
Jakob Boßhart
Passend dazu: Das Pfannkuchenpferd!
Gestern gabs bei uns Pfannkuchen. Ein kleiner Klecks Teig tropfte in die Pfanne und wurde zum Pfannkuchenpferd! Rausgefischt und auf ein Stück Küchenpapier gelegt, wollte ich es euch zeigen.
Na, könnt ihr das Pferd erkennen??? 😀
Wie ich schon am 16. Juni 2012 berichtete, wurden wir Schafhalter im Juni 2012 vom Landesschafzuchtverband, zu einer Informationsveranstaltung, zum Thema „Wölfe“ eingeladen. Der Grund war die Sichtung mindestens eines Wolfes in unserem Landkreis. Es wurden einige Schafe gerissen. Damals konnte nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es wirklich ein Wolf war, der die Schafe gerissen hatte.
Jetzt ist es erwiesen, dass mindestens ein Wolf in unserem Landkeis lebt. Es wurde ein Fellbüschel, ca. 20 km von unserem Hof entfernt, an einem Stachdrahtzaun gefunden. Die DNA-Analyse ergab, dass es sich um eine Fähe (Wölfin) handelt, die aus Sachsen-Anhalt abgewandert ist. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich zwei Wölfe im Landkreis rumtreiben. Dies wurde nur noch nicht durch DNA-Analysen bestätigt. Sichtungen von glaubwürdigen Personen, die sich mit Wölfen auskennen, gab es aber mehrere.
Wölfe laufen in einer Nacht bis zu 70 km. Dem Menschen sollen die scheuen Tiere aus dem Weg gehen. Weidetiere sind aber durchaus gefährdet. Ich weiß nicht was ich hiervon halten soll. Mache mir schon Sorgen um meine Tiere. Irgendwas ist immer…
Wenn ihr unten auf den Link klickt, kommt ihr zu meinem Bericht vom 16.06.2012. Da könnt ihr einiges über das Verhalten der Wölfe lesen:
https://hilfefuermiranda.wordpress.com/2012/06/16/kein-marchen/
Vorgestern war noch alles grün. Gestern morgen dann Schnee soweit das Auge reicht. Ich zeige euch einen kleinen Film, den ich drehte, als ich die Pferde morgens aus dem Stall ließ. Dabei bin ich wieder meiner bekannten Filmtechnik treu geblieben: Dramatisch wirkende Bilder im Halbdunkeln, gekonnter Schwenk ins Gegenlicht, außergewöhnliche Kamerabewegungen, das Hauptmotiv aus seltsam anmutenden Blickwinkeln zeigen, extreme Nahaufnahmen und Motiv in weiter Ferne. Hoffentlich lerne ich endlich dass man Licht zum Filmen braucht und nicht mit der Kamera wild rumschwenkt!
Ein Lebensmittelskandal jagt den nächsten. Innerhalb weniger Wochen gibt es nun den dritten Nahrungsmittelskandal. Nach dem Betrug mit Pferdefleisch und Bio-Eiern, kam am Freitag heraus, dass mit Schimmelpilz verseuchter Futtermais an Milchkühe verfüttert wurde. Auch diesmal soll der Verdacht schon länger bestanden haben, wurde aber nicht untersucht.
Rund 4.500 Bauernhöfe sollen allein in Niedersachsen betroffen sein. Die Milch der Kühe ist angeblich unbedenklich und wird weiter verkauft.
Ich frage mich ob die vielen Skandale nur schlecht sind? Vielleicht muss dies alles geballt passieren, damit die Verbraucher aufwachen und endlich ein Ende der Massentierhaltung fordern?
Wie Kühe gehalten werden, ist alles andere als tiergerecht. Das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen. Wobei die Kühe in unserer Gegend ein noch etwas besseres Leben haben, als Tiere in Großställen. Hier gibt es vorwiegend kleinere Landwirte, mit kleineren Herden. Die Tiere dürfen wenigstens in den Sommermonaten auf die Weide.
Wie aber sieht der Winter auch für diese Kühe aus?
Ich konnte zwei Haltungssysteme aus nächster nähe anschauen. Im letzten Jahr kaufte ich bei zwei Bauern Heu und Stroh. Da der Heuboden fast immer über dem Kuhstall ist, musste ich zum Aufladen in den Stall. Der Bauer wirft die Ballen durch eine Klappe in der Decke in den Kuhstall, der Käufer trägt die Ballen raus und stapelt sie auf den Hänger.
Bauer Nr. 1 hat die Anbindehaltung. Seine Kühe stehen ca. 6 Monate lang an Ketten angebunden im Stall. Vorne ist eine Art Gitterkonstruktion, wo die Kuh den Kopf reinsteckt, um zu fressen. Die Kühe können sich monatelang nicht vom Fleck bewegen, sich nicht kratzen, schubbern, drehen oder sonstwie bewegen. Sie können sich nur hinlegen und wieder aufstehen. Dieser Stall war mit Stroh eingestreut. Hinter den Kühen gab es eine kleine Gasse, von wo aus der Bauer mistete.
Bauer Nr. 2 hat einen Laufstall mit Spaltenböden. Die einzelnen Abteile waren so mit Kühen vollgestopft, dass eine Kuh die noch liegenden Tiere in dem Abteil anpinkelte. Sie hatten wegen des Platzmangels keine Chance auszuweichen. Auch rangniedrige Tier können ranghohen nicht ausweichen. Hier gab es keine Einstreu, Kot und Urin laufen durch die Spalten in ein Auffangbecken unter den Kühen. Die Tiere stehen und liegen ca. 6 Monate lang in und über ihren Exkrementen.
Ich fragte mich oft, welche Haltung wohl besser sei?
Die Albert Schweizer Stiftung hat gerade einen detailierten Bericht über die Haltung von Milchkühen veröffentlich. Wer sich hierfür interessiert, sollte diesen Link anklicken:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutzinfos/massentierhaltung/milchkuhhaltung
Gestern hatten wir, nach einer gefühlten Ewigkeit, den zweiten Sonnentag. Am Abend zeigte sich ein wunderschönes Phänomen am Himmel. Eine ganz besondere Naturerscheinung, die ich bisher noch nie so gesehen habe.
Am blauen Himmel, sah ich viele rosafarbene Streifen. Es waren lange Streifen, die auch Flugzeuge am Himmel hinterlassen. Diese Rosa-Streifen waren aber nicht durch Flugzeuge entstanden. Denn der ganze Himmel war voll davon. Sonst hätten die Flugzeuge kreuz und quer fliegen müssen. 😉
Ist die Natur nicht wunderschön? Mich kann diese Schönheit immer wieder überraschen und zum Staunen bringen!
Gestern hatten wir einen wunderbaren Sonnentag, mit Sonnenschein von morgens bis zum späten Abend. Nach den grauen und halbdunklen Monaten, stieg nicht nur meine Laune auf der nach oben offenen Richterskala, steil bergauf. Auch die Tiere waren gut drauf.
Die Pferde dösten zufrieden in der Sonne. Miranda legte sich auf der Weide zum Schlafen hin. Das hatte sie die letzten Monate wegen des Wetters nicht gemacht. Ich sah den beiden Pferden an, wie entspannt sie waren und wie sehr sie die Sonnenstrahlen genossen.
Die Hunde rannten auf dem Spaziergang fröhlich, mit ständig wedelnder Rute umher. Sie buddelten nach Mäuschen und suchten die Gräben ab. Dort verstecken sich gern Wühlmäuse und anderes Getier. Zuhause legten sich die beiden Spanier gleich in die Sonne und machten ein Schläfchen.
Am frühen Abend stellte ich auf der Weide einige Kunststoffpfähle auf, die durch Frost und Tauwetter ziemlich schräg standen. Ich merkte gleich, dass Miranda nervös war. Es wurde langsam Zeit, die Pferde für die Nacht in die Boxen zu lassen. Eigentlich gehen sie von selbst um diese Zeit in den Stall. Ich dachte Miranda wollte noch nicht reingehen. Da es an diesem sonnigen Tag länger hell blieb, machte das nichts. Die Pferde konnten ruhig etwas länger draußen bleiben.
Miranda regte sich aber immer mehr auf, irgend etwas beunruhigte sie. Die Stute steigerte sich immer mehr rein. Sie wieherte, trabte hin und her und schnaufte laut. Immer wieder kam sie zu mir gelaufen, so als ob sie Schutz bei mir suchte. Ich mag aber kein aufgeregtes Pferd neben mir haben, das mir auf die Pelle rückt. Eine Seite der Zaun, andere Seite das durchgedrehte Pferd. Das war keine schöne Situation. Also ging ich in den Stall und Miranda folgte mir, immer noch nervös schnaufend. Alleine hatte sie sich nicht rein getraut. Ich ließ Miranda und Bachus in ihre Boxen. Da beruhigte die Stute sich fast augenblicklich und begann am Heu zu knabbern.
In den meisten Fällen erkenne ich, was Miranda Angst macht, aber gestern hatte ich nicht kapiert was los war. Bachus ging es nicht anders. Er ließ sich diesmal nicht von der Stute aus der Ruhe bringen und trabte nicht hinter ihr her. Dafür schaute er sie nur verwundert an, als ob er sagen wollte: „Oh man, was hat die denn schon wieder???“
Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?
Arthur Schopenhauer
Der Pferdefleisch-Skandal ist noch nicht einmal aufgeklärt, da haben wir schon den nächsten Lebensmittelskandal.
Millionen Eier wurden als Freiland-Bio-Eier verkauft, obwohl die Hennen unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden! Tausende von Hennen drängen sich dicht an dicht in einem riesigen Eisenkäfig. Ihre Körper sind von Wunden übersät, das Gefieder ist ausgepickt, überall ist rote Haut zu sehen. Solche Bilder gingen gestern durch die Medien… Mir geben diese Bilder jedesmal einen Stich ins Herz und ich schäme mich ein Mensch zu sein.
Das sind „Bio-Hühner“ die sogar einen Auslauf haben. Traurig…

Alleine in Niedersachsen sind 150 Betriebe betroffen. Dies sind keine kleinen Höfe, es handelt sich um Agrafabriken, mit Legehennenhaltung im großen Stil.
Ein Bio-Ei kostet ca. 10 Cent mehr, als ein normales Ei. In Deutschland werden pro Tag mehr als 2 Millionen Bio-Eier verkauft. Es ist also ein Millarden-Geschäft, das sich mit diesem systematischen Betrug machen lässt.
Die Betreiber solcher Anlagen verursachen nicht nur viel Tierleid, sie betrügen auch die Verbraucher. Ganz zu schweigen von dem Imageverlust der Bio-Waren, die von kleinen Bio-Bauern erzeugt werden, die sich genau an die Vorschriften halten. Wie können diese Betrüger das alles mit ihrem Gewissen vereinbaren? Eigentlich müssten diese Herren keine Nacht mehr ruhig schlafen können.
Hoffentlich kapiert ihr da draußen endlich das Geld nicht alles ist, was im Leben zählt!
Gestern kam die Meldung, dass die Behörden schon seit Herbst letzten Jahres von dem Betrug gewusst hätten. Es wurde aber wieder einmal nix gegen die Tierquäler und Betrüger unternommen. Mich erinnert das an den Pferdefleisch-Skandal und die vielen anderen Lebensmittelskandale. Sobald die unappetitlichen Methoden der Lenbensmittelindustrie an die Öffentlichkeit kommen, ist die Empörung der Politiker groß. Es wird Aufklärung versprochen, schärfere Kontrollen angemahnt und dann verläuft alles im Sande. Das unsere ganze Agrarpolitik krank ist und hier entscheidende Verändungen zum Wohle von Mensch und Tier anstehen, wird totgeschwiegen!
Selbst Bio-Hennen haben kein auch nur annähernd artgerechtes Leben. Die Vorschriften sagen: Im Stall haben 6 Hennen 1 Quadratmeter Platz, im Auslauf steht jeder Henne 4 Quadratmeter zur Verfügung. Es dürfen maximal 3.000 Tiere in einem Bio-Stall leben.
Das bedeutet für die Hennen Stress pur! Ein Huhn ist ein soziales Wesen, welches in in einer Herde lebt. Es kann bis zu 50 Hühner erkennen. Die rangniedrigen weichen den ranghohen aus. In dem Gedränge von 3.000 Tieren, ist das nicht möglich. Die Tiere leiden unter permanentem Dauerstress. Sie sind aggressiv untereinander, es herrscht also ständig Mord und Totschlag. Darum sehen die Tier nach kurzer Zeit so aus, wie die Hennen auf dem Foto oben.
Ein artgerecht gehaltenes Huhn sieht so aus.

Jetzt soll bitte niemand sagen: „Ja, das kannst du mit deiner Hobbyhaltung machen. Damit kann man nichts verdienen.“
Schon mit ein paar kleinen Änderungern kann viel Elend aus der Hühnerhaltung genommen werden: Gruppen verkleinern, mehr Fläche pro Huhn geben, Ausläufe mit Versteckmöglichkeiten schaffen usw.
Wenn es nur noch eine gesunde Haltung von Legenhennen gäbe, wären die Verbraucher sicher bereit, 10 Cent mehr für ein Ei auszugeben. Ich weiß auf alle Fälle ganz genau, von welchem Huhn ich mein Frühstücksei essen möchte.
Miranda hat heute Geburtstag. Sie wird 22 Jahre alt. Alles Gute meine Schöne!!!

Eigentlich wollte ihr Züchter sie mit 20 Jahren schlachten lassen, weil sie zwei Totgeburten hintereinander hatte. Sie brachte kein Geld mehr ein. Da war es egal, dass sie ihm fast 2 Jahrzehnte ein gutes Fohlen nach dem anderen brachte, die er teuer verkaufen konnte.
Miranda hatte ihre Schuldigkeit getan, Miranda konnte gehen. Herzlos wollte er die schöne Stute beim Schlachter entsorgen. So sollte sie ihm am Ende noch 500.- Euro bringen – das war der Schlachtpreis.
Zum Glück für Miranda, hörte ich von diesem Vorhaben und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um die Stute zu retten. Der Schlachtpreis kam bald mit Hilfe von Spenden zusammen, aber niemand war bereit Miranda aufzunehmen. Sie war nunmal ein altes, unreitbares Pferd, welches nur Kosten und Arbeit verursachte. Da ich den Platz hatte, kam Miranda zu mir und ich wurde Pferdehalterin. Etwas, womit ich nie im Leben gerechnet hatte. Aber manchmal sind die unvorhergesehenen Dinge im Leben die Besten!
Wir feiern heute also nicht nur den 22. Geburtstag von Miranda, sondern auch den 2. Geburtstag ihres neuen Lebens. Zwei Jahre, die ich der ausrangieren Zuchtstute Miranda, mit eurer Unterstützung, schenken konnte.
Darum ist heute auch ein Tag, um noch einmal ein ganz großes DANKE SCHÖN an euch zu schicken!!!
Das Geburtstagskind:
Miranda noch bei ihrem Züchter. Dies ist eines der ersten Fotos die ich im Mai 2011 von der Stute machte, weil ich einen neuen Besitzer für sie suchte. Doch es wollte sie niemand haben…

Im Hintergrund sieht man eine von Mirandas Enkeltöchtern.
Hier eine Aufnahme vom August 2011. Miranda hat sich eingelebt und genießt ihr neues Leben.
Als ich die Pferde gestern aus ihren Boxen lies, war das wie der Start zu einem Rennen. So als ob die Rennpferde in ihren Startboxen stehen, Türen auf und los!
In der Nachbarschaft hat jemand seinen Hund nicht im Griff. Dieser löste ein kleines Chaos aus. Gerade in dem Moment, als ich die Stalltür von Mirandas Box öffnete, drang ein schriller Schrei zu uns rüber: „Rooooockoooooo, Roooooockoooooooo, hieeeeeerrrrrr!“ Rocko jagte durch das Wäldchen und hörte natürlich nicht. Miranda erschrak, sie hat sowieso Angst vor Hunden. Mit einem Satz sprang sie an mir vorbei, wobei es mehrmals laut knallte. Es hörte sich an, als ob ein Auto eine Fehlzündung hatte! Dabei waren das nur Pupse… Miranda galoppiert also laut knallend aus dem Stall und Bachus bekam Panik! Er drehte sich ungewöhnlich schnell und wendig auf der Stelle und raste mit Galoppsprüngen hinterher. Das war das zweite Mal, dass ich Bachus galoppieren sah.
Beide Pferde waren völlig durch den Wind. Drehten wilde Runden auf der Koppel. Bachus wieherte und hörte sich dabei richtig genervt an! Miranda lief auf der großen Weide rum, Bachus blieb vorne und kam zum Stall zurück. Er wiehter noch einmal genervt. Es war auch das zweite Mal, dass ich Bachus auf der Weide wiehren hörte. Eigentlich ist er immer zufrieden und gibt keinen Ton von sich. Nur wenn ich mit dem Futtereimer komme, werde ich mit einem leisen Wiehren begrüßt. Dieses Wiehrern war aber laut und hörte sich richtig genervt an. Bachus ging in den Stall zurück, da merkte Miranda, dass sie alleine auf der Weide war. Im vollen Galopp donnerte sie in den Stall.
„Lass es bitte gut gehen!“ waren meine Gedanken. Es ging Gott sei dank alles gut. Miranda verließ sofort wieder den Stall und begann am Gras zu zupfen. Bachus kam zu mir und plötzlich wusste ich, was mit ihm los war. Sein Verhalten war so seltsam, es passte nicht zu im. Er war sauer über diesen blöden Start am Morgen! Eigentlich beginnt unser Tag viel entspannter. Wenn ich seine Boxentür geöffnet habe, bitte ich ihn herauszukommen. Bachus verlässt die Box, kommt zu mir und bekommt ein Leckerchen.
Der gestrige Start hat ihm gar nicht gefallen. Diese Hektik ging ihm ganz und gar gegen den Strich. Deswegen war er sauer, wiehrte seinen Unmut raus, kam zurück und wollte sein Leckerchen haben. Nachdem er es bekommen hatte, trottete er hinter Miranda her und die beiden gingen grasen.
Da war auch der Schreck, ausgelöst durch den Hund, vergessen.
Gestern konnten die Pferde endlich wieder auf die Koppel. Wegen des Dauerfrostes mussten sie einige Tage im Stall bleiben. Der Boden auf der Weide war uneben gefroren und durch das Eis zu gefährlich für die beiden.
Gestern war das Eis getaut und die beiden durften raus. Als Miranda draußen war, drehte sie erst einmal ein paar Runden im Galopp über die Weide. Dabei buckelte sie und schlug mit den Hinterbeinen weit nach oben aus. Es ist erstaunlich, was für eine Energie in der alten Lady steckt!
Wenn die Pferde nach einer Stallpause rausgelassen werden, ist der erste Moment immer der gefährlichste. Diesmal beruhigte sich Miranda aber schnell wieder. Nicht wie vor ein paar Wochen, als sie panisch in den Stall galoppierte…
Ich bin froh, wenn wir diesen Punkt gut überstanden haben. Danach kehrt meistens bald wieder die alte Routine ein. Obwohl die ersten Weidetage immer etwas kritisch sind. Die Pferde müssen sich wieder daran gewöhnen, frei zu sein. Sie haben sich an den kleinen, überschaubaren Raum im Stall gewöhnt. Da Pferde ja bekanntermaßen Fluchttiere sind, sind sie am Anfang ihrer neu gewonnen Freiheit, sehr nervös und misstrauisch. Alles und Jedes setzt sie in Alarmbereitschaft. Dinge die im Sommer keine Beachtung finden, sind jetzt potenzielle Bedrohungen. Immer fluchtbereit, können sie von einer Sekunde auf die andere durchgehen. Darum habe ich in dieser Zeit immer ein wachsames Auge auf die beiden.
Gestern entdeckte Miranda etwas, was sie näher untersuchen musste. Im Wassertrog befand sich eine dicke Eisschicht, mit etwas Tauwasser oben drauf. So etwas hatte die Stute noch nie gesehen, da sie ja bei ihrem Züchter von Oktober bis Mai, in einem vollkommen geschlossenen Stall stand. Miranda fand es lustig, die Lippen auf das Eis zu drücken und den Kopf immer hin und her zu bewegen. Ab und an wurde etwas Eiswasser aufgesaugt. Dann fuhr sie weiter mit den Lippen über das Eis. Den Kopf schwenkend, wie ein Elefant im Zoo… Es sah wirklich seltsam aus, deswegen schaute ich auch nach, was da los war. Bachus wollte auch schauen. Aber Miranda hängte die Zicke raus und zeigt ihm die Zähne! Nein teilen wollte sie nicht! Das war ihr Spiel! Bachus blieb im respektvollen Abstand stehen und schaute zu. Miranda beschäftigte sich eine ganze Weile mit diesem lustigen Spiel. Erst als sie das Interesse verlor, durfte Bachus gucken gehen. Der fand das Eis aber nicht spannend. Er kannte das sicherlich von vergangenen Wintern.
Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Endlich hätte ich auch ein wirklich spannendes und lustiges Video zeigen können. Schade… Aber sehr schön ist es, dass mein altes Mädchen noch spielt. Miranda hat am 23.02. Geburtstag. Dann wird die alte Lady schon 22 Jahre alt.
Das ist die Tränke, aufgenommen im Sommer, nach dem Reinigen. Ein guter Größenvergleich ist das Huhn im Hintergrund.
Sicher habt ihr alle schon vom Pferdefleisch-Skandal gehört. Jeden Tag tauchen neue Funde, in immer anderen Fertigprodukten auf. Jetzt ist schon fast jeder Supermarkt und Discounter betroffen. Tausende von Tiefkühl- und Fertiggerichten werden vernichtet…
Wieder mal ein Lebensmittelskandal, der den Verbrauchern klar machen sollte, wie undurchsichtig die Geschäfte mit unseren Lebensmitteln sind. Bis jetzt konnte noch nicht einmal geklärt werden, wo das Pferdefleisch eigentlichen her kommt und wann es zu „Rindfleisch“ wurde. So verwoben sind die Wege die das Fleisch zurücklegt, bis es bei uns als Fertiggericht, im Supermarktregal oder der Tiefkühltheke landet.
Wer weiß was da wirklich hinter steckt? Auf alle Fälle muss es ein großes und sich sehr lohnendes Geschäft sein! Jetzt wurden auch noch Rückstände eines Medikaments namens Phenylbutazon im Pferdefleisch gefunden. Mit diesem Mittel werden Rennpferde gedopt. Angeblich wird es auch gern Schulpferden gegeben, damit die Leistung bringen… Dieses Medikamten hat absolut nix im Essen verloren, da es dosisunabhängig Allergien und Asthma auslösen kann, oder sogar das Blutbild verändert. Es ist mal wieder zum K…..!
Miranda sollte vor gut 1 1/2 geschlachtet werden, wenn es nach ihrem Züchter gegangen wäre. Wahrscheinlich sind schon damals Pferde in Rinderbuletten gewandert??? Es ist ja nicht der erste Lebensmittelskandal. Immer mal wieder kommen unappetitliche Details ans Tageslicht, was mit unserer Nahrung hinter geschlossenen Türen geschieht. Die ganze Massentierhaltung mit Antibiotikaeinsatz, das hin und hergeschiebe von Lebensmitteln, von einem Land zum anderen und zurück, Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und, und, und… Dahinter steckt das große Geschäft und mafiaartige Strukturen. Ein paar ganz Schlaue verdienen sich dumm und dämlich und wir löffeln die Suppe tagtäglich aus!
Wer hat noch Vertrauen in die Lebensmittelindustrie??? Seid ihr euch sicher, was ihr wirklich auf dem Teller habt? In diesem Sinne: „Guten Appetit!“
Aufgetan ist das Tor,
und dein Fuß tastet ins Ungewisse.
Niemand geht vor,
aber du fühlst, dich führt eine Spur durch Licht und Finsternisse.
Niemand geht mit,
aber vertraut ist deinem Ohr ein jeder Schritt.
Wanderer, du gehst immer zu –
weisst du wie weit?
„Zur Ewigkeit – ohne Rast und Ruh,
auf Erdenwegen dem Ziele zu,
mir immer entgegen…“
Erika Beltle
Ich habe die ersten saghaften Sonnenstrahlen genutzt, um ein kleines Video von den Pferden zu drehen. Natürlich bin ich meinem alten Filmstil treu geblieben. Möglichst mit der Kamera wackeln, gegen das Licht filmen, das Motiv von ganz weit weg aufnehmen damit kaum etwas zu erkennen ist und einen Moment abwarten wo absolut nix passiert. Alle diese Kritieren erfüllt mein kleines Filmchen! Ihr werdet also 2 Minuten lang den Pferden beim grasen zuschauen. Bevor ich die Kamera holte, trabte Miranda lustig auf der Weide rum…
Trotzdem kann ich eine kleine Verbesserung an meiner Filmtechnik erkennen. Diesmal habe ich beim Filmen keinen Zaunpfeiler umgerannt und bin auch hinter keinem Baum, Busch oder sonstwas gelandet. Der verehrte Zuschauer hat immer freie Sicht auf die Pferde. Es wird langsam… 😉
Seit gestern ist endlich das Eis auf der Weide verschwunden. Es war zwar schon einige Tage richtig warm, mit 5 bis 9 Grad, aber der frostige Boden blieb tückisch. Unter dem Tauwasser versteckte sich eine gefährliche Eisschicht. So konnten die Pferde erst gestern auf die Weide. Gut 2 1/2 Wochen mussten sie aus Sicherheitsgründen im Stall stehen.
Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich die Pferde aus der Box ließ. Ich hoffte sehr, dass Miranda ruhig bleiben würde. Sie ging zuerst sehr langsam und vorsichtig aus dem Stall. Bachus trottete hinterher. Draußen gingen sie im ruhigen Schritt etwas hin und her. Blieben stehen, schauten sich um und schnupperten am Boden. Bachus begann bald am Gras zu knabbern, Miranda wälzte sich.
Doch als sie wieder hoch kam, drehte sie plötzlich kurz und heftig auf. Sie galoppierte ein Stück und schlug mit den Hinterbeinen hoch nach oben aus. Dann beruhigte sie sich aber wieder. Ich stand gute 15 Minuten auf meinem Beobachtungsposten und dachte, nun passiert nichts mehr. Also ging ich die Boxen ausmisten.
Ungefähr 10 Minuten später geschah es. Auf einmal drehte Miranda völlig ab. Im Galopp ging es richtung Stall, kurz davor drehte sie und raste wild schnaubend in die andere Richtung. Diesmal machte sie sogar unser etwas zu groß geratenes Reitpony verrückt. Bachus, der sonst der ruhige Ruhepol ist, drehte auch durch. Leicht panisch galoppierte er hinter der völlig durchgedrehten Stute her. Am Ende der Weide drehten die Pferde um und rasten diesmal in den Stall. Todesmutig stellte ich mich Miranda in den Weg und hielt sie am Halfter fest. Mein Arm hing in großer Höhe, weil sie vor lauter Angst den Kopf so hoch erhoben hatte. Beruhigend redete ich auf das schnaubende und bebende Pferd ein. Mich wundert es immer wieder, wo ich den Mut hernehme, in solch einer Situation einzugreifen. Denn eigentlich bin ich alles andere als mutig. So ruhig und bestimmt wie möglich, führte ich Miranda in ihre Box und bat Bachus in seine zu gehen. Der hatte sich in der Zwischenzeit schon wieder beruhigt.
Für Miranda präparierte ich ein Leckerchen mit Rescuetropfen. Bachblüten samt Leckerlie rein ins Pferd und etwas abgewartet. Nach ein paar Minuten war die Dame vollkommen entspannt. Der Kopf war wieder unten und ihre Unterlippe hing entspannt runter. Trotzdem holte ich diesmal den Führstrick, denn ich wollte erst einmal testen, ob sie außerhalb der Box auch ruhig bleibt. Ich führte sie aus der Box und stellte sie vor die Heuraufe. Nach eine Weile fing Miranda an am Heu zu knabbern. Bald futterte sie Heu, als ob nie etwas gewesen wäre. Nach einer Weile löste ich den Führstrick, blieb aber noch neben ihr stehen, um notfalles einzugreifen. Doch diesmal ging alles gut. Man was war ich froh!
Heute morgen hat sie vorsichtshalber gleich Bachblüten bekommen, bevor sie auf die Weide kam. Und heute gab es keine Probleme, obwohl wir wieder einen ziemlich heftigen Sturm haben, der die Pferde zusätzlich nervös macht.
Miranda will wirklich arbeiten und muss irgendwo eine Uhr versteckt haben. Vorgestern kam ich etwas verspätet zum Führtraining in den Stall. Miranda schaute schon ungeduldig aus ihrer Box und wieherte mich an! Sie wollte jetzt loslegen! Als ich ihr Halfter holte, gab sie seltsam quickende Laute von sich. Sie senkte sofort den Kopf, ließ sich das Halfter anlegen und ging brav neben mir her. Obwohl es ein stürmischer Tag war und Miranda deswegen nervös war, machte sie brav mit. Sie erschrak ein paarmal, ging aber nie durch.
Für alle schlauen „Ein-Pferd-hat-keine-Gefühle-und-versteht-sowieso-keine-Zusammenhänge-Menschen“ die jetzt behaupten, sie würde wiehren, weil ich täglich das Futter bringe, möchte ich sagen: Wenn ich mit Futter komme, wiehren beide Pferde. In dieser Situation hat aber nur Miranda reagiert. Bachus interessiert es nicht die Bohne, ob ich mit der Stute im Kreis laufe oder nicht. Er schaut eher etwas skeptisch rüber und hofft wohl, dass er von dem Blödsinn verschont bleibt. Miranda weiß also was passiert, wenn ich um diese Zeit den Stall betrete und sie zeigt, dass es ihr gefällt.
Beim Stallmisten habe ich übrigens ganz genau geschaut, ob ich irgendwo eine Uhr finde. Nix! Woher weiß die Stute wann es Zeit fürs Führtraining ist? Ich glaube, ich muss morgen noch einmal genauer suchen. 😀
Die liebe Bloggerin „Ocean“ hat vom Amazon-Wunschzettel
1 x 20kg Balios Winterzauber Müsli für die Pferde bestellt!!!
Wir sagen HERZLICHEN DANK für diese Spende! Die Pferde sind begeistert!
Mit den Hühnern endet unsere kleine Serie, über die Tiere auf dem Hof. Weil es nicht möglich ist, jedes Huhn einzeln vorzustellen, gibt es einfach viele Bilder von der bunten Hühnerschar! Leider sieht das Leben eines Huhnes in Deutschland in den allerwenigsten Fällen so aus! Vielleicht sollten wir öfter daran denken, wenn wir einkaufen gehen?
Vater (links) und Sohn

Der Vater „Heiner Junior“ ist eine Mischung aus Araucaner und Seidenhuhn. Er hat eine Haube, Bommeln am Kopf und keine Schwanzfedern. Das ist typisch für Araucaner-Hühner, sieht aber etwas seltsam aus.
Das weiße Huhn rechts auf dem Bild ist eine Legehybride, die auf Umwegen zu mir kam. So konnte auch sie ein freies Leben leben.

Hier noch einmal die Legehybride.
Und hier seht ihr wie neugierig und schlau diese Tiere sind. Sie wusste ganz genau wo ich wohne! Mal schnell schauen obs nicht was zu Essen gibt!
Dieses Huhn hat einen Rosenkamm.

Halbwüchsiges Huhn mit roten Augen und kämpfereinschlag, durch den Araucaner-Hahn. Das Gefieder sieht noch etwas zottelig aus, weil das Huhn noch nicht durchgemausert hat. Wie das Erwachsenen-Federkleid aussieht, kann man jetzt noch nicht erkennen.

Manchmal wird eine Dame gluckig, dann gibt es Küken.

Manchmal hilft eine Tante mit, auf die Kleinen aufzupassen.

Manchmal kann eine Mutter nicht loslassen. Auch wenn das Kind bald größer ist als sie selbst!

Doch meistens müssen Junghühner in diesem Alter ohne die Glucke klar kommen.

Sie wachsen bei mir von Anfang an in der Herde auf. So lernen sie von den Großen.

Seit gut 10 Tagen bekommt Miranda nun schon ihr tägliches Führtraining. Heute war ich wegen eines Termins ungefähr 1 Stunde später dran. Dann mistete ich auch noch zuerst die Box von Bachus. Die Tage davor bekam Miranda erst ihr Führtraining, danach wurde gemistet. Heute wollte ich das ganze umdrehen, weil ich eh schon spät dran war und mir das Ausmisten wichtiger erschien.
Miranda gefiel das ganz und gar nicht! Sie schaute rüber zu mir in die Nachbarbox, begann im Kreis zu laufen und Bocksprünge zu machen. Dann stellte sie sich vor die Tür und scharrte mit dem Vorderhuf am Boden. Dabei schaute sie mich genervt an.
Jetzt hätten viele gedacht, das Pferd spinnt mal wieder! Aber ich wusste, sie kommuniziert mit mir. Sie wollte mir mitteilen, dass ich etwas vergessen hatte. Als ich mit Bachus Box fertig war, holte ich Halfter und Führstrick und ging zu Miranda. Brav senkte sie den Kopf, damit ich das Halfter anlegen konnte. Ganz ruhig und entspannt machte sie beim Führtraining mit. Bald fing sie an zu kauen, den Kopf zu senken und abzuschnaufen.
Jeder ambitionierte Reiter wünscht sich so ein Pferd, was arbeiten möchte. Und meine 21 Jahre alte Rentner-Stute, mit der nie gearbeitet wurde, ist so ein Streber! Wer hätte das gedacht? 😆