Im März hatte ich den Tierarzt für Miranda da, weil sie Probleme mit den Atemwegen hatte. Er diagnostizierte Dampfigkeit. Das ist eine chronische Atemwegserkrankung bei Pferden, die als unheilbar gilt.
Dampfigkeit entsteht, wenn das Pferd eine Infektion der Bronchien hatte und diese nicht richtig auskuriert wurde. Deshalb ist Dämpfigkeit bei älteren Pferden nicht selten. Dazu kommt als Auslöser oft eine Überempfindlichkeit gegen Staub. Miranda hat eine Heustauballergie. Der eingeatmete Heustaub reizt die Bronchien, es bildet sich Schleim in der Lunge. Das Pferd beginnt zu husten. Der Schleim wird immer dicker und zäher, das Pferd kann ihn nicht mehr abhusten und bekommt Schwierigkeiten mit der Atmung. Um die Luft überhaupt aus der Lunge zu bekommen, muss das Pferd eine anstrengende „Bauchatmung“ machen. Dazu drückt es mit den Bauchmuskeln die Luft aus der Lunge. Man sieht sehr deutlich wie anstrengend das fürs Pferd ist, das ganze Tier wackelt beim Atmen. Es atmet in einem viel schnelleren Rhythmus, wie es sonst in Ruhe atmen würde. Jetzt kann man auch Atemgeräusche hören. Das Pferd bekommt quälende Hustenanfälle, die ihm aber nicht ermöglichen den zähen Schleim abzuhusten. Man sieht bei der Bauchatmung deutlich die Rippen des Pferdes. So ist das Pferd natürlich überhaupt nicht belastbar. Deshalb galt Dämpfigkeit früher als Gewährsmangel, wenn man ein Pferd kaufte.
Die Lunge eines Pferdes ist sehr groß, sie nimmt den größten Teil von Brust- und Bauchraum ein. Dahinter sitzt der verhältnismäßig kleine Magen. Das macht auch Sinn, denn das Pferd ist ein Fluchttier. Um Fressfeinden zu entkommen, bleibt ihm nur die schnelle Flucht. Ein Pferd muss aus der Ruhestellung sofort in Höchstgeschwindigkeit fliehen können. Deshalb braucht es eine große Lunge, um sofort viel Sauerstoff ins Blut zu bekommen. Im Internet gibt es verschiedene Seiten mit Zeichnungen, über die Antatomie des Pferdes. Interessierte können dort schauen. Ich möchte keine fremden Bilder auf diesen Blog nehmen, wegen der Urheberrechte usw. Alle Fotos auf meinem Blog sind von mir selbst fotografiert oder wurden von lieben Bekannten zur Verfügung gestellt (das steht dann dabei!).
Miranda bekam 2 Kortison-Spritzen vom Tierarzt und Hustenpulver. So wurden die verengten Bronchien wieder weit und der Schleim in der Lunge löste sich. Nun konnte sie den Schleim abhusten und wieder besser die Luft aus der Lunge bekommen. Nach Ostern setzte ich das Hustenpluver ab, Miranda hustete noch etwas. Besonders bei Astrengungen, wie nach dem Wälzen, bekam sie Hustenanfälle.
Ich gab ihr zu den Medikamenten vom Tierarzt zusätzlich das Schüssler Salz „Magnesium Phosphoricum“. Es hilft dabei, die Bronchien zu entkrampfen und kann auch gut bei Allergien eingesetzt werden. Miranda bekommt es kurmäßig noch zwei Wochen, dazu tägliche eine Reiki-Behandlung, die sie liebt.
Seit gut zwei Wochen ist Miranda komplett symptomfrei! Keine Hustenanfälle mehr, die Atmung ist ruhig und tief. Auch nach dem Wälzen hustet sie nicht mehr.
Ihre Atmung ist ganz normal und es sind auch keine Rippen mehr zu sehen. 😉
















































































