Bussi, bussi!

Bussi, bussi!

Heute Vormittag ziehen 6, 7, 8 Jäger, auf dem Stück neben unserer Pferdekoppel vorbei. Ich habe mir wirklich vorgenommen, gut mit ihnen auszukommen. Aber sie machen es mir nicht leicht.

Astron und Herr Nielsson stehen auf der Weide. Die Jungs freuen sich über den trockenen Vormittag und erholen sich dösend von Sturm und Dauerregen der letzten Wochen.
Damit es so friedlich bleibt, rufe ich freundlich zu den Jägern hinüber: „Achtung, hier sind Pferde!“
Ein Jäger antwortet: „Haben wir schon gesehen. Wir jagen hier auch nicht.“
Ich rufe zurück: „Super! Danke schön!“
Er antwortet: „Bitte!“
Ungefähr 3 Minuten später zerreißen 2 Schüsse die Stille! Die Pferde galoppieren panisch auf der Weide herum. Hat doch wirklich ein Jäger direkt neben den Pferden geschossen!
„Entschuldigung? Könnten sie bitte ihrem Kollegen erzählen, worüber wir uns gerade unterhalten haben?“

Sicherlich wollt ihr wissen, was unsere Tiere zu Weihnachten bekommen haben.
Die Pferde bekamen lecker Mash, Äpfel und Möhren, die Schafe Müsli und in kleine Stücke gebröselte Kanne Energiebarren aus der Hand, die Katzen Miamor Leberwurst Cream und Knuspertaschen mit Huhn, die Hunde ein großes Stück getrockneter Pansen.
So unterschiedlich sind die Geschmäcker.
Marcy hat noch eine Warnweste dazu geschenkt bekommen. Damit auch jeder erkennen kann, dass unser Wölfchen ein Hund ist, wenn sie über die Weiden und Felder düst.

Giada fand das neongelben Teil ziemlich albern.

Ihr Blick sagte mir: „Wehe du ziehst mir auch so ein lächerliches Ding an!“

„Nein, nein Giada, Eisbären brauchen keine Warnwesten tragen“.
Goldie war froh, dass sie eine Katze ist und somit raus aus der Nummer.

Marcy war zufrieden.
„Passt, wackelt und hat Luft“, sagte unser Wölfchen und gab gleich mal ordentlich Gas.

„Sitzt gut“, meinte Marcy, „alle nötigen Geschäfte können erledigt werden“.

Ansonsten hatten wir viel Regen, Wind und grauen Himmel. Die Fotos entstanden in einer kleinen Regenpause.
„Jetzt reicht es! Lass uns rein, es regnet schon wieder“…

Ihr habt recht Mädels. Bei dem Wetter jagt man ja keinen Hund vor die Tür.
Ich wünsche allen Mitgliedern, Unterstützern, Spendern, Paten, Freunden, Lesern und Verwandten, einfach all unseren lieben Tierfreunden, glückliche und erholsame Weihnachtsfeiertage!
Weihnachten ist für mich die passende Zeit, Dir ganz offen und aus vollem Herzen für Deine Treue DANKE zu sagen! Danke für Deine wertvolle Unterstützung, danke, dass Du unsere Tiere das ganze Jahr begleitet hast.
Schön, dass es Dich gibt!!!

Eine schlimme Sturmnacht liegt hinter uns. Zurzeit stürmt es zwar noch, aber die starken Böen haben abgenommen.
In der Nacht ist zum Glück alles heil geblieben. Gut geschlafen habe ich nicht, mit dem Provisorium auf dem Dach. Habe die ganze Nacht gehofft, es möge halten.
Hoffentlich wird das Dach bald repariert, noch mehr Stürme möchte ich so nicht aussitzen…
Hier kommt ein Foto von Anfang Dezember. Die Regenrinne hat der Baum auch geschrottet. Ich fand das Eis so faszinierend.

Anna und Peter haben für unsere Katzen eingekauft!
Mjamjam und Animonda Carny Katzenfutter Dosen.
Vielen Dank Ihr Lieben! Ich freue mich sehr, dass Ihr uns über den Blog gefunden habt. Das war eine nette Überraschung.
Auf gute Nachbarschaft!!!
Die Miezen schicken Euch viele liebe Stupser!

Eisbär Giada, Wölfchen Marcy und ich wünschen Euch einen schönen 3. Advent!

Der Sonne hinterher.
Bitte schön für den Ohrwurm!
Die Kraniche haben sich wohl umentschieden und fliegen dieses Jahr nicht in den Süden. Am 22. November hatte ich einige Fotos von den schönen Vögeln gepostet.
Dann kam der Schnee und ich dachte sie seien in den Süden aufgebrochen.
Doch gestern waren sie plötzlich wieder da und hatten ihr ganze Verwandtschaft mitgebracht.

Leider sind die Fotos nicht so gut geworden.








Rund um den Gnadenhof lassen sich immer wieder Wildtiere beobachten, so wie diese Kraniche.
Die Bilder habe ich am 18. und 22. November aufgenommen. Mittlerweile dürften die Vögel in den Süden gezogen sein.
Kennt ihr die lauten Trompeten-Rufe der Kraniche?







Die liebe Anja hat über unseren Amazon Wunschzettel, auf dem immer die Sachen stehen, die wir gerade ganz dringend benötigen, bestellt:
6 Himalaya Salzlecksteine für die Pferde, Bubeck Hundekuchen, 6 Dosen Mjamjam Nassfutter + Cafortan für die Hunde, 6 Dosen Mjamjam Futter für die Katzen

Vielen Dank liebe Anja für Deine wertvolle Hilfe!!!
Die Schäfchen, Miezekatze Goldie und ich wünschen Euch einen schönen 2. Advent!

Unserer Tiere brauchen dringend Futter. Uns fehlen Heucobs und Einstreu für die Pferde, Rinti Hundefutter für unsere Hunde und Katzenfutter Dosen für die hungrigen Streuner. Bitte helft uns und spendet ein Kleinigkeit! ❤
Spendenkonto: Tierhilfe Miranda e.V.
IBAN: DE74241910153614182800
BIC: GENODEF1SDE
Amazon Wunschzettel: https://www.amazon.de/registry/wishlist/ZEBDGT5FC6SQ
Auf dem Wunschzettel steht alles, was unsere Tiere dringend brauchen. Ihr könnt etwas für unsere Schützlinge bestellen oder ein paar Cent auf unser Spendenkonto überweisen.
WIR BRAUCHEN EUCH, DAMIT UNSERE TIERE AUCH MORGEN NOCH SATT WERDEN!
DANKE!!!

Die Fotos habe ich gestern, also am 07.12.2023, aufgenommen.

Na, welches Pferd seht ihr hier im Schnee?

Die alten Hasen könnten es vielleicht erkennen?

Ich weiß, es ist schwer.

Vielleicht sogar zu schwer?

Na los, traut euch.

Immerhin habt ihr eine 50 / 50 Chance.

Bin gespannt wer es errät…

Ganz langsam fängt es an zu tauen. Seht ihr den Tropfen?

Auch wenn es noch mehr Arbeit bedeutet, sieht es doch wunderschön aus.

Der viele Schnee hat den Gnadenhof in ein Winter Wonderland verwandelt.

Die Tannen sind schneebeladen.

Diese hier hat die Schneelast in die Knie gezwungen.

So viel Schnee hatten wir lange nicht mehr.





Eiszapfen

Noch mehr Eiszapfen.

Und ein ganz großer Eiszapfen, der täglich länger wird.

Spielende Hunde.

Na, ja. Eine kleine Kröte hat mehr Spaß…


Die andere macht gute Mine zum unerwünschten Spiel.


Und zum Schluss: Ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Die Jungs und ich wünschen Euch einen schönen 1. Advent!

Ist bei euch auch der Winter angekommen?

Hier liegt allerhand Schnee und es ist ganz furchtbar kalt.








Der Baum ist vom Dach herunter.

Das war gar nicht so einfach.

Die erste Schwierigkeit war eine Firma zu finden, die Zeit hat. Alle Dachdecker, Zimmerleute, usw. sind total mit Arbeit voll und es fehlen ihnen Mitarbeiter.

Die zweite Schwierigkeit: Weil es hier seit Monaten ganz viel geregnet hat, konnte kein schweres Gerät zum Einsatz kommen.

Leider ist der Baum auf unsere große Regentonne gefallen. Die hat es nicht überlebt.

Der Schaden ist größer als gedacht. Es sind große Löcher im Dach, das Mauerwerk und noch irgendwas ist beschädigt. Die Teile liegen überall im Garten herum.

Das Dach wurde erst einmal provisorisch mit einer Plane abgedeckt. Das muss halten, bis alles mit der Versicherung geklärt ist und eine Firma Zeit für die Reparatur hat.
In der gestrigen Nacht ist ein Baum umgekippt und auf das Haus gefallen.

Ich konnte hören, wie eine gewaltige Windböe auf uns zu rollte. Es grollte unheimlich, dann flog alles Mögliche gegen die Fensterscheiben. Mir wurde mulmig, ich ahnte, das geht nicht gut. Und dann gab es einen furchtbaren Knall!
Die Hunde erschraken und drehten total durch. Ich versuchte ruhig zu bleiben, obwohl ich mich selber total erschrocken hatte. Für die Hunde packte ich mein Pokerface aus: „Ist alles ok, ist nur der Sturm“. Damit sie sich wieder beruhigten.
Ich wusste aber sofort, das war nicht gut, was auch immer gerade passiert war.
Im Dunkeln konnte ich nicht gleich erkennen was los war. Es war auch gefährlich rauszugehen, weil ja der Sturm tobte.
Ich sah dann den Baum auf dem Haus liegen und hatte keine gute Nacht. Den richtigen Schaden konnte ich allerdings erst heute Morgen begutachten, als es wieder hell war.
Volltreffer!




Mir wird das gerade alle zu viel hier…
Aber Katze Carry hat ihren Spaß. Sie läuft auf dem Stamm hoch, um auf das Dach zu kommen.

Um unsere Tiere zu schützen, haben wir einen Wolfsschutzzaun bei der Landwirtschaftskammer Niedersachen beantragt. Offiziell heißt es: Antrag „Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz“.

Im September, Oktober und November kam es in unserem Dorf und in der näheren Umgebung, beinahe täglich zu Wolfsangriffen mit getöteten, verletzten oder verschollenen Tieren.
Einige Beispiele: direkt bei uns in Isensee 3 Pferde, 2 Kühe, 2 Schafe, in Balje 1 Pferd, 7 Schafe, in Wischhafen 2 Kühe, Drochtersen 1 Rind, in Hüll 1 Kuh, in Lamstedt Kühe, in Hasenfleet 1 Pferd, Geversdorf Elbdeich 1 Pferd, in Hemmoor 1 Schaf, in der Wingst 2 Schafe, in Himmelpforten 55 Schafe und noch mal 5 Schafe, Großenwörden 5 Schafe und nochmal 4, Oederquart 2 Schafe, Cuxhaven 1 Pferd, usw.
Ich kann mich nicht an alle Risse erinnern.
Bei jedem Angriff gab es teilweise sehr viele schwer verletzte Tiere. Tiere die teilweise bei lebendigem Leib angefressen waren. In Gräben gehetzt wurden und dort stecken blieben. Tiere die nur noch eingeschläfert werden konnten.
Wer die offiziellen Risszahlen anschauen möchte, kann dies auf dieser Seite tun:
Karte der Risse in Niedersachsen.
Zur Zeit leben bei uns im Landkreis Stade und Cuxhaven 4 offiziell bestätigte Wolfsrudel. Wieviel Paare und einzelne Wölfe dazukommen, weiß ich nicht.
Um unsere Tiere bestmöglich schützen zu können, haben wir deshalb den wolfsabweisenden Zaun beantragt.
Für Pferde und Kühe gibt es in Niedersachsen allerdings keine Förderung. Wolfsexperten sagen, Pferde und Kühe sind wehrhafte Tiere, die Wölfe nicht angreifen. Deshalb muss deren Schutz nicht gefördert werden.
Da es bei uns aber zu viele Risse kam, sind wir zu einem „Hotspot“ geworden. Es könnten also durchaus sein, dass der Zaun genehmigt wird. Gefördert werden die Kosten für das Material, jedoch nicht der Aufbau. Das ist unser Bier.
Der beantragte Zaun für Pferde ist 1 Meter 50 hoch und hat 6 Litzen. Die unterste Litze befindet sich 20 cm über den Boden.
Bis wir den Bescheid bekommen, ob unser Antrag genehmigt oder abgelehnt wird, dürfen wir nicht mit dem Zaunbau beginnen. Die Bearbeitungszeit beträgt momentan 6 Monate. Unsere Tiere werden also mindestens noch ein halbes Jahr ohne Schutz leben müssen.
Hier ist das Schreiben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihr Antrag auf Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz ist bei der LWK Niedersachsen eingegangen und wird bearbeitet. Die Bearbeitung wird zur Zeit aufgrund eines stark erhöhten Antragsvolumens ca. 5-6 Monate in Anspruch nehmen. Sollten Unklarheiten bestehen oder Unterlagen fehlen, melden wir uns persönlich bei Ihnen. Von Nachfragen zum Bearbeitungsstand bitten wir abzusehen; es wird nach Eingangsreihenfolge abgearbeitet. Eingangsdatum des Antrags: 13.11.2023.
Mit freundlichen Grüßen
Mit nachbarschaftliche Hilfe haben wir 10 Kubikmeter Sand, im Pferdestall und auf dem Paddock verteilt.
Hier könnt ihr sehen, wie der Sandhaufen immer kleiner wird…
06.11.2023

07.11.2023

11.11.2023

17.11.2023


18.11.2023 – Geschafft!

Wir haben fertig! 🙂
Unsere Schäfchen sind aus Zucker.

Nicht weil sie so klein und süß sind.

Nein, weil sie keinen Regen mögen!
Die ganze Zeit laufen die Zwergschafe hinter mir her, stehen im Weg rum, müssen dabei sein. Kaum fängt es an zu regnen, haut die Bande ab und verkriecht sich im Stall.
Im Video könnt ihr das gut sehen.
Am Ende des Films fängt es an zu regnen. Schwups weg sind die Schäfchen weg und ich darf alleine weiter arbeiten.
Die Tierhilfe Miranda ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der im Dezember 2015 gegründet wurde.
Wir kümmern uns auf unserem Gnadenhof, um alte und unvermittelbare Pferde, Schafe, Hunde und Katzen.

Gemeinnützige Vereine werden alle 3 Jahre vom Finanzamt überprüft.
Das Finanzamt prüft die Vereinsführung und ob die finanziellen Mittel, ausschließlich und unmittelbar, für die gemeinnützigen Zwecke des Vereins verwendet wurden.
Ist alles in Ordnung, wird ein Freistellungsbescheid für 3 Jahre ausgestellt. Nach 3 Jahren folgt die nächste Prüfung.
Unser Vereinszweck ist der Tierschutz.
Auch wir werden alle 3 Jahre vom Finanzamt überprüft und haben gerade wieder unseren neuen Freistellungsbescheid erhalten.

Unser Verein „Tierhilfe Miranda e.V.“ ist als gemeinnützig anerkannt.
Am Montag haben wir 10 Kubikmeter Sand geliefert bekommen.

Damit wollen wir Stall und Paddock ausbessern. Das ist immer mal wieder nötig. Leider hat es die letzten Monate sehr viel geregnet, sodass wir den Sand nur per Schubkarre verteilen können.
Das bedeutet viel Arbeit!
Wie unterschiedlich unsere Hunde sind, zeigte sich mal wieder am Montag.

Marcy – der Wolfsspitz Mix – hüpft immer fröhlich durchs Leben. Sie findet alles spannend. Denkt das Leben ist ein einziger Abenteuerspielplatz und der Sand wäre nur für sie hin gekippt worden.






Kröti ist glücklich. Am liebsten ist sie den ganzen Tag an meiner Seite. Begleitet mich natürlich auch beim Sandschaufeln.





Giada – der Maremmano – verhält sich ganz anders. Sie schaut sich den Haufen an und denkt „aha, da liegt Sand, schön, schön“ und macht ihren Job weiter, nämlich auf uns aufpassen.
Giada bleibt immer im Arbeitsmodus.

Man könnte denken, der Herdenschutzhund steht da einfach nur so herum.

Aber das ist nicht der Fall, sie behält alles im Blick. Die gesamte Gegend wird im Auge behalten. Sollte sich ein Fremder nähern oder ihr irgendetwas komisch erscheinen, würde sie sofort in den Beschützermodus übergehen.
Hier ist ein kleines Video, da könnt ihr auch sehen, wie unterschiedlich unsere Hunde drauf sind.
Unseren Hilferuf gehört und gespendet haben diese lieben Tierfreunde:
Kerstin & Uwe haben 50.- Euro Futtergeld auf unser Vereinskonto überwiesen.
Karin & Ralf aus Italien haben 10 x 20 kg Heucobs für uns bestellt.
Wir danken euch von Herzen für diese hilfreichen Spende!!! Ihr seid großartig!!!
Damit unsere Jungs auch morgen noch satt werden.

Heute vor einem Jahr ist Miranda gestorben.
Die ehemalige Hannoveraner Zuchtstute wurde 31 Jahre, 8 Monate und 8 Tage alt.

Miranda ist für ein Großpferd sehr alt geworden. War bis ins hohe Alter gesund und hatte Freude am Leben. Dabei sollte sie bereits mit 20 Jahre geschlachtet werden, weil ihr Züchter sie für zu alt hielt.
Er meinte das Pferd hätte ausgedient und gehöre zum Schlachter. Nur weil Miranda zwei Totgeburten hatte. Damit wurde sie von der Gebärmaschine, die ihm viel Geld einbrachte, zum unnützen Fresser, den er nur noch loswerden wollte.
Miranda hatte Glück, ich rettete ihr damals das Leben.
Am 24. Juni 2011 nahm ich die Stute zu mir, weil niemand sonst das alte und unreitbare Pferd haben wollte.

Ich sprang damit ins kalte Wasser, denn Miranda war mein erstes Pferd. Ich musste viel lernen. Aber auch die Stute musste lernen. Sie hatte bei ihrem Züchter kaum etwas erlebt und kennengelernt.
Hier war plötzlich alles anders. Fremde Umgebung, fremde Menschen. Ein Offenstall, viel mehr Freiheit. Miranda drehte bei jeder Kleinigkeit durch und ich versuchte sie zu beruhigen.
Hier hörte sie z.B. ihre Tochter und Enkeltöchter wiehern. Ihre alte Herde stand hinter dem Wäldchen. Sie konnte die Stuten hören, aber nicht sehen. Miranda antwortete, wollte zu ihnen und regte sich furchtbar auf. Ich befürchtete sie würde durch den Zaun gehen.

Anfangs war es schwierig, ich musste oft mein Hasenherz in die Hand nehmen und mich in Situationen begeben, die nicht ungefährlich waren.
Aber wir wuchsen zusammen und als sich das Vertrauen aufgebaut hatte, waren wir ein tolles Team.

Miranda vertraute mir blind und ich ihr ebenso.
Sie gehorchte mir frei, ich brauchte so gut wie nie ein Halfter. Sie reagierte einfach auf meine Körpersprache.

Mirandas Rettung war der Anlass im Jahr 2015, einen gemeinnützigen Tierschutzverein zu gründen, dem sie ihren Namen gab: „Tierhilfe Miranda e.V.“
Die Stute überlebte ihren alten Weidekumpel Bachus, ein etwas zu groß geratenes Deutsches Reitpony.

Sie bekam im September 2018 einen neuen Partner, den frechen Haflinger Wallach Herr Nielsson.

Es dauerte ein Weilchen, bis die beiden Freunde wurden. Das lag aber allein an Nielsson, Miranda war sofort verliebt in den blonden Kerl.

In ihrem letzten Lebensjahr waren Mirandas Zähne funktionslos.
Einige waren ausgefallen, andere mussten gezogen werden. Die übrig gebliebenen hatten entweder keinen Gegenspieler mehr oder waren so weit runter, dass sie damit nicht mehr kauen konnte.

Miranda konnte mit ihren Zähnen weder Heu noch Gras gut genug zermahlen, damit der Darm die Nährstoffe hätte aufnehmen können. Die Stute war jetzt vollkommen von mir abhängig und von einer Fütterung mit genügend Heucobs.
In ihrem letzten Lebensjahr fütterte ich Miranda alle zwei Stunden mit Heucobs. Nielsson sollte auf tierärztlichen Rat ebenfalls Heucobs bekommen. So verbrauchten wir einen Sack Heucobs am Tag. Das war unheimlich teuer und arbeitsaufwendig.
Damals spendeten viele liebe Tierfreunde, sonst hätten wir die Kosten gar nicht tragen können. Ohne diese gute Versorgung, wäre Miranda am vollen Trog verhungert und Nielssons Gesundheitszustand hätte sich nicht stabilisieren können.
Ich bin die einzige Aktive in unserem Verein, musste die Pferde allein versorgen und alle zwei Stunden füttern. Das habe ich auch sehr gern getan, denn Miranda war meine Freundin. Ich habe sie so sehr geliebt und hätte mir gewünscht, sie hätte noch länger bei uns bleiben können. Die Pferde wurden zu meinem Lebensinhalt.
Aber ich stand auch permanent unter Strom.

Hatte immer nur die nächste Fütterung im Kopf, konnte den Hof kaum verlassen. Ich hatte weder Freizeit, noch Kontakte. Konnte mal schnell zum Einkaufen huschen. Musste aber zusehen, dass ich zur nächsten Fütterung wieder zurück war.
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie stressig das war. Und es ging ein ganzes Jahr so. Winter – Frühling – Sommer – Herbst. Immer nur Heucobs einweichen, quellen lassen, füttern, nächste Portion einweichen, quellen lassen, füttern, usw.
Dazwischen versuchte ich meine anderen Aufgaben, so gut es ging, zu erledigen. Natürlich blieb viel liegen, wo ich heute noch dabei bin, das aufzuarbeiten.
Das war die Zeit, wo ich nicht mehr regelmäßig zum Bloggen kam. Ich musste irgendwo Abstriche machen. Früher hatte ich beinahe jeden Tag von unseren Tieren berichtet, Jetzt schaffte ich das nicht mehr.
Leider haben mir das wohl einige Leser übel genommen oder man gerät in Vergessenheit, wenn man nicht mehr täglich schreibt? Vielleicht hat es auch mit Mirandas Tod zu tun? Miranda ist gestorben, aber die „Tierhilfe Miranda“ lebt weiter. Ihren Platz hat ein neues Pferd bekommen, das auch unsere Hilfe braucht.
Wie auch immer, die Beteiligung hier hat seitdem enorm nachgelassen. Kaum jemand quält sich noch ein „Like“ heraus. Kommentare gibt es wenige. Ob das hier überhaupt jemand ließt? Keine Ahnung.
Ich würde mich freuen, wenn ihr das Projekt auch ohne Miranda weiter unterstützen würdet.
Mit Mirandas Tod endete für mich abrupt die anstrengende Zeit. Aber nur vorübergehend, wie sich herausstellen sollte.
Miranda war tot und plötzlich musste ich nicht mehr alle 2 Stunden füttern. Aber ich kam nicht runter… In mir klingelte alle zwei Stunden eine innere Uhr. Doch ich brauchte ja gar nicht füttern. Der innere Druck blieb, ich fühlte mich wie aufgezogen.
Die Sorgen waren aber auch nicht vorbei, denn nun war Niellson allein und drehte am Rad.

Es musste ein neuer Kumpel für den Wallach gefunden werden. Das ging glücklicherweise ziemlich schnell.
Astron kam zu uns und die Vergesellschaftung verlief zum Glück friedlich.

Leider stellte sich heraus, das Astron mit einem vereiterten Kiefer zu uns gekommen war. So ging die Fütterung mit Heucobs wieder von vorne los.
Dem Wallach wurde ein Zahn gezogen, ein Abszess öffnete sich und es floss monatelang Eiter aus. Ein gutes halbes Jahr dauerte es, bis Astron wieder normal fressen konnte.
Es geht immer weiter, auch wenn Miranda nicht mehr bei uns ist.
Das war jetzt das erste Jahr ohne Miranda.

Ich denke jeden Tag an sie und werde sie nie vergessen. Sie war mein erstes Pferd, sie war meine Seelengefährtin, meine beste Freundin. Ich kann das gar nicht in Worte ausdrücken, was sie für mich war. Sie fehlt mir so sehr.
Nach der umwerfenden Beteilung, möchte ich heute das Rätsel lösen, welche Miezen hier im Heu kuscheln.

Es sind Sissi und Face!


Leider gibt es keinen Gewinner.
Doch diese beiden Katzen sind bereits glückliche Gewinner. Beide haben eine Patentante, die sich monatlich an den Kosten beteiligt. Deshalb sind beide glücklich und dankbar!!!
Welche beiden Katzen kuscheln hier im Heu?

Ja, ich weiß, das ist verdammt schwer. Vielleicht solltest Du den Telefonjoker nehmen? Oder frage das Publikum.
Nach wochenlangem Regen, hatte wir gestern einen wunderschön sonnigen Tag.

Die Jungs haben das schöne Wetter genossen und mich bei der Arbeit begleitet.

Astron sucht gern meine Nähe.

Er ist sehr menschenbezogen, zutraulich und verschmust.

Na, will er etwa beißen???

Nein, er schleckt nur gern Menschen ab, die er gerne mag.

Nielsson knabbert ein bisschen an den Blättern.

Unsere Pferde haben die Möglichkeit auch mal ein paar Blätter aufzunehmen.


Goldie war auch auf der Weide. Na, wer entdeckt die Katze?


Hier ist sie! Beim Mäuschen jagen.


Nielsson will nun auch ein bisschen kuscheln.

Kater Baghira war auch dabei.

Nielsson schnuppert an der Katze.



Astron mal aufmerksam:

Astron entspannt:

Und immer in meiner Nähe.

So haben wir gestern den wunderschönen Tag genossen.
