Wir haben Sand für den Paddock geliefert bekommen.
Wolfsspitz Mix MARCY übernahm die Qualitätskontrolle. Herdenschutzhund GIADA schaute nur zu, wie die Azubine sich macht.
MARCY kann das schon ganz gut, schließlich ist sie ja bereits im 3. Lehrjahr. Da sollte selbstständiges Arbeiten schon klappen. Oder was meinst du? Wie war das in deiner Lehrzeit?
Wir haben 150.- Euro für den Sand bezahlt und würden uns freuen, wenn du vielleicht ein paar Euro dazugeben könntest.
Jetzt kommt der Winter und der ist bekanntlich sehr kostenintensiv, wenn man alte Pferde betreut, so wie wir es machen. Wir danken dir für deine wertvolle Unterstützung!!!
So hoch war der Haufen als er abgeschüttet wurde.
Und so sieht er nach 2 Tagen Sand schaufeln aus.
Ja, wir waren fleißig!
MARCY, GIADA und Katze FACE hätten die Wanderdüne lieber noch etwas länger vor der Tür gehabt.
MARCY zum Klettern und Toben, GIADA für eine bessere Übersicht beim Wache schieben und FACE freute sich über das riesengroße Katzenklo!
Wir sind hingegen froh, dass wir das meiste schon geschafft haben.
Wir versetzen mal eben Berge, könnte man sagen…
Leider spielt das Wetter jetzt nicht mehr mit, die restlichen Arbeiten müssen warten.
Die liebe Petra hat uns zwei Pakete mit Flohmarktsachen geschickt!
Darin sind neuwertige Marken-Klamotten und einige andere schöne Dinge, die wir zu Gunsten der Tiere verkaufen.
Vielen Dank liebe Petra!!!
Oben auf einem Paket lag sogar noch eine Überraschung für die Hunde.
Das hat Marcy natürlich gleich gerochen!
„Los mach auf! Nicht erst lange fotografieren…“ sagt die Marcy.
„Man, dauert das lange. Laaaangweiiiiiliiiig! Mach die Tüte auf!“ gähnt die Giada.
Es gibt viele Arten zu helfen. Vielleicht hast auch Du eine Idee, wie Du Deinen Lieblingsverein unterstützen kannst. Es gibt so viele wunderbare Projekte die es Wert sind unterstützt zu werden.
Hilfe kann momentan jede gemeinnützige Organisation gebrauchen.
Danke, dass auch Du Dir Gedanken machst, wie Du helfen kannst! Nur gemeinsam sind wir stark!
Jedes Jahr im Herbst tauchen bei uns ganz plötzlich viele Kreuzspinnen auf. Häuser, Ställe und Nebengebäude werden praktisch eingesponnen.
Wo die Tiere auf einmal herkommen und wo sie einige Wochen später abbleiben, ist uns nicht bekannt. Wer in diese Gegend ziehst, musst sich an die vielen Spinnen gewöhnen, oder er hat ein Problem.
Für Menschen mit einer Spinnenphobie muss das hier die Hölle sein.
Gibt es bei euch auch so viele Spinnentiere?
Das ist keine Kreuzspinne. Aber sie fühlt sich hier auch sehr wohl. Besonders im Haus.
Wie schafft diese Spinne es an der Zimmerdecke zu bleiben, ohne runterzufallen?
Wer keine Spinnen sehen mag, sollte sich diesen Film nicht anschauen.
Heute vor 2 Jahren kam Astron zu uns auf den Gnadenhof.
Herr Nielsson und er verstanden sich auf Anhieb. Nach nur 2 Tagen konnten wir den Zaun abbauen.
Astron hat sich super schnell bei uns eingelebt.
Die beiden Wallache sind zu wirklich guten Freunden geworden. Sie kuscheln gern miteinander. Das habe ich versucht für euch zu filmen. Leider war ich zu weit weg und konnte die Kamera mit dem ausgefahrenen Objektiv nicht ruhig halten. Sorry!
Der zweite Teil des Films ist dagegen ruhiger. Ihr seht die Jungs und Katze Goldie, auf der Weide.
Miranda ist heute vor 2 Jahren verstorben. Die schöne Stute wurde 31 Jahre, 8 Monate und 8 Tage alt.
Miranda kam am 24.06.2011 auf unseren Hof.
Mirandas Ankunft.
Sie war damals 20 Jahre alt und ihr ehemaliger Besitzer, ein Hannoveraner Züchter, wollte sie schlachten lassen. Der Grund, Miranda war zu alt für die Zucht, sie hatte zwei Jahre hintereinander ein totes Fohlen auf die Welt gebracht.
Das war ihr Todesurteil! Das Pferd war für den Züchter nichts mehr wert, verursachte nur unnütze Kosten. Zum Glück für Miranda, erfuhr ich von ihrer bevorstehenden Schlachtung und rettete ihr das Leben.
Ich versuchte einen neuen Besitzer für die Stute zu finden.
Doch da niemand ein altes, unbrauchbares Pferd haben wollte, nahm ich die alte Dame schließlich zu mir. Obwohl ich keinen blassen Schimmer von Pferdehaltung hatte.
Miranda sollte ihre verdiente Rente genießen, die ihr der Züchter nicht schenken wollte.
Bald fanden sich liebe Tierfreunde, die mein kleines Tierschutzprojekt unterstützten. Es kamen einige Spenden und gemeinsam mit freiwilligen Helfern, zäunten wir die Weide ein.
Reparierten den alten Pferdestall, der lange Jahre leer gestanden hatte.
Es fand sich auch ein Weidekumpel für die Stute. Der alte Wallach Bachus, der irgendwo in einem Reitstall stand und niemand zahlte mehr die Boxenmiete für ihn.
Auch Bachus entging dem Schlachter, weil er einen Platz auf unserem Gnadenhof bekam.
Miranda und Bachus verstanden sich von Anfang an und hatte bei uns ein wunderbares Leben.
Im Laufe der Jahre wurde aus dem privaten Tierschutzprojekt, im Jahr 2015, der kleine, gemeinnützige Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V.“.
Die schöne Stute gab unserem Verein seinen Namen.
Bachus ging vor Miranda und es kam Herr Nielsson, in den Miranda auf den ersten Blick total verknallt war. Das beruhte anfangs nicht auf Gegenseitigkeit.
Mit Nielsson erlebte Miranda die große, stürmische Liebe.
Es war eine lange, schöne und auch aufregende Zeit mit dem ersten Pferd auf unserem Gnadenhof.
Miranda sollte 2011 geschlachtet werden. Sie lebte bei uns noch 11 weitere Jahre und sie überlebte sogar ihren Züchter, der sie herzlos töten lassen wollte.
Mirandas Tod war für mich nur schwer zu verkraften. Uns verband eine ganz besondere Freundschaft. Auch 2 Jahre nach ihrem Tod bin ich immer noch nicht darüber hinweggekommen.
Ich spüre so viel Dankbarkeit. Miranda hat mir so viel beigebracht und so viel gegeben. Jede einzelne Erfahrung die ich mit ihr machen durfte, ist so wertvoll für mich. Ich werde sie nie vergessen!
Die Kühe grasen, wie in jedem Herbst, für ein paar Tage auf der Nachbarweide.
Unsere Jungs interessiert das nicht wirklich.
Sie genießen die letzten goldenen Oktobertage.
Der erste Heuballen wurde bereits geliefert.
Leider ist die Heuqualität nicht so gut.
Der Sommer war bei uns im Norden eine einzige Katastrophe. Er war nass und oft viel zu kalt. Die Bauern konnten lange gar kein Heu machen, weil die Wiesen und Felder gar nicht abtrockneten.
Später bekamen sie das Heu dann nicht trocken rein, weil es wieder geregnet hatte.
Schlechte Heuernte. Im Sommer 2024 machte das Wetter den Bauern einen Strich durch die Rechnung. Nun ist das für uns ein Problem.
Das ist der 2. Schnitt von Ende Juli und der ist auch nicht besser.
Weil Nielsson an Asthma leidet und Schimmelpilzsporen einer der Auslöser sein kann, hoffe ich, dass er das Heu verträgt. Ich wässere das Heu, wie in jedem Winter, in unserer Heubadewanne. Zusätzlich bekommen die Jungs auch wieder Heucobs.
In diese Wanne passt eine Portion Heu.
Marcy schaut sich unterdessen die Welt von oben an.
Warum diese kleine Kröte so gern auf dem Dach sitzt, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Unsere Schafe laufen als Landschaftspfleger, bis zum Mittag, vollkommen frei auf dem Gnadenhof herum.
Gegen Mittag bringe ich sie mit einer Schippe Schrot, in ihr Gehege zurück. Die Schafe laufen vor mir her und wenn ich „lauf Schäfchen“ rufe, springen sie niedlich in die Höhe.
Dein Hund. Er ist immer für dich da, bringt dich zum Lachen und tröstet dich, wenn es mal schwierig wird. Dein Hund ist der beste Freund, den du dir wünschen kannst!
Unsere beiden wurden als kleine Welpen weggeworfen. Wie Müll…
Von links nach rechts: Face, Giada, Sissi.Face und Marcy.Das ist kein Hund.Moni und Giada.Giada, Moni und Face.Marcy (Kröti)Nielsson und Kröti.Nielsson, Marcy, Face.
Das ist Katze FACE, die ich im Mai 2018, als Baby-Kätzchen fand und zusammen mit unserem Herdenschutzhund GIADA, aufpeppelte.
Facy war in keinem guten Zustand als ich sie fand. Die Kleine wollte dann auch kein Katzenfutter fressen.
Das Kätzchen war dünn und hatte nicht viel Kraft. Sie bestand eigentlich nur aus Kopf, deshalb bekam sie ihren Namen FACE. Die zarten Hinterbeinchen konnten ihren Körper kaum tragen.
Ich hatte bereits alle möglichen Futtersorten die es gab ausprobiert, nichts nahm die Kleine an. Sie wurde immer kraftloser.
Da bekam ich von unserer lieben Unterstützerin Karin eine Futterspende mit Katzenfutter, welches ich noch nicht ausprobiert hatte. Ich bot der kleinen Maus etwas davon an und sie stürzte sich förmlich darauf.
Der Bann war gebrochen, von da an ging es Berg auf.
GIADA hatte sich der kleinen Mieze angenommen. Unsere Herdenschutzhündin hat ein besonderes Herz für die Kleinen, Alten und Schwachen.
Jetzt machen wir einen großen Sprung und sind im Mai 2024.
FACE ist eine kleine Katze geblieben. Sie sieht wie eine halbjährige Mieze aus und sie scheint den blauen Hocker zu lieben, auf dem sie damals schon als kleines Katzenkind saß.
Sie macht darauf gern ein kleines Nickerchen.
Oder sie schaut mich neugierig an.
Klein sein kann auch Vorteile haben. Die andere Katzen würden hier nicht reinpassen. Außer Moni, die ist auch so eine kleine Maus.
Manchmal kommt KRÖTI und ärgert FACE.
KRÖTI, es ist gar nicht nett, mit der Pfote auf die Katze zu hauen!
Auch nicht mit der anderen Pfote!
Von der anderen Seite wird es auch nicht besser…
Du machst FACY wütend.
„Hau bloß ab, Töle“!
„Na bitte, GIADA hätte so etwas nie mit mir gemacht“, denkt FACE.
Ich bin ganz traurig. Harry war so ein lieber Mensch. Er war fast von Anfang an bei diesem Tierschutzprojekt mit dabei und ist mir im Laufe der Jahre, zu einem sehr lieben Freund geworden.
Ich mochte seinen Humor, seine große Tierliebe und sein gutes Herz.
Wenn „Not am Mann war“ und es mal wieder ganz eng bei uns aussah, Harry ist immer helfend eingesprungen. Er lebte nach dem Motto „was am Monatsende übrig ist, wird gespendet“.
Harry teilte seinen Spenden unter zwei Tierschutzvereinen auf, worunter wir einer waren. Er hatte mitgeholfen, damit wir den Stall für die Pferde renovieren konnten, dass wir den Wolfsschutzzaun aufbauen konnten und im Winter, dass wir Futter für die Pferde kaufen konnten.
Auch als Miranda nur noch mit Heucobs versorgt werden konnte, war Harry immer dabei und hat uns unterstützt. Jeden unserer Hilferufe hatte er gehört.
Seine große Tierliebe war unendlich. Er hatte selber Hunde aus dem Tierschutz und sorgte sich um ein sehr altes Pferd, was seit einigen Jahren alleine stand.
Was ist jetzt mit Jenny, die uralte Stute die Harry täglich besuchte, um ihr Äpfel und Leckerlies vorbei zu bringen. Jenny war im hohen Alter übrig geblieben, als ihr Weidekumpel verstarb. Die Besitzer wollen kein zweites Pferd anschaffen.
Harry fand das nicht schön, versuchte mit den Leuten zu reden und besuchte die Stute täglich. Jenny jetzt wartest du vergeblich auf deinen Freund. Er wird nie mehr kommen.
Hoffentlich ist Harrys liebe, kleine Hündin gut versorgt. Ich weiß er hatte jemanden der sie betreut und hoffe, dass sie dort bleiben kann.
Es ist so furchtbar, wenn ein lieber Freund plötzlich für immer geht.
Ruhe in Frieden mein Freund, ich werde dich nie vergessen.
Und wir können Eure Hilfe soooo gut gebrauchen! Der Winter steht bald vor der Tür, dann müssen wir wieder jede Menge Heu und Heucobs für die Pferde kaufen.
Da kommt Eure Hilfe gerade recht!
Gespendet haben:
Almuth – 20.- Euro
Kerstin & Uwe – 25.- Euro
Harry aus Österreich – 25.- Euro
Vielen, vielen Dank Ihr Lieben!!!
Ich mache mir um Harry ein bisschen Sorgen, weil ich ihn nicht erreichen kann. Sicherlich habt ihr auch in den Nachrichten gesehen, was gerade in Österreich los ist.
Lieber Harry, wenn Du das hier liest. Ich hoffe Dir und Deiner süßen Fellnase geht es gut und ihr seid vom Wasser verschont geblieben. Ich denke an Dich und schicke alle meine guten Wünsche nach Österreich. Hoffentlich entspannt sich die Lage bald!
Karin G. aus der Schweiz hat sich entschlossen, unseren Verein mit monatlich 30.- Euro zu unterstützen!
Das ist so klasse, denn mit einer regelmäßigen Unterstützung können wir besser für unsere Tiere planen. Vielen Dank, liebe Karin!!! ❤
Wenn auch Du helfen willst: Schon mit nur 5.- Euro im Monat, kannst Du unser Projekt wunderbar unterstützen.
Dann hat der liebe Eugen 5 x Horse Alpin Senior und einen Eimer Kanne Energiebarren für unsere Pferde gespendet!
Marcy im Wareneingang.
Vielen Dank lieber Eugen für Deine wirklich wertvolle Hilfe!!!
Und schließlich hat Gudrun auf ihr Geburtstagsgeschenk verzichtet. Ihre Kinder haben statt dessen für unsere Hunde und Pferde Futter gekauft. Das ist doch eine super tolle Idee!
Vielen Dank liebe Gudrun, Anja und Stefan!!!
Wir freuen uns über so viel wunderbare Unterstützung!
Diese lieben drei Tierfreunde haben gespendet, damit wir unsere Arbeit machen können und unsere Tiere auf dem Gnadenhof auch morgen wieder satt werden.
Winfried hat 50.- Euro auf unser Vereinskonto überwiesen!
Karin G. aus der Schweiz hat noch einmal 60.- Euro gespendet!
Anja hat uns einen großen Karton mit Flohmarktartikeln geschickt!
Ihr habt unseren Hilferuf gehört und gehandelt. Vielen Dank Ihr Lieben!!!
Giada geht in regelmäßigen Abständen Patrouille auf dem Hof.
Wir können ihr hier auf dem Gnadenhof ein Leben bieten, wie es den Bedürfnissen eines Herdenschutzhundes am nächsten kommt.
Giada läuft frei auf dem Hof herum und kann ihrer Veranlagung als Herdenschutzhund nachgehen, die Herde zu bewachen.
Ich habe dich schon lange gesehen… Giada passt auf die Schäfchen auf.
Auch die Pferde stehen unter ihrem Schutz.
Da waren Miranda und Bachus noch bei uns.
Unser Hof-Sheriff hat einen festen Tagesablauf.
Wenn ich morgens im Büro sitze und am Schreibtisch arbeite, kommt Giada und schaut mich so lange an, bis ich reagiere. Sie klopft sozusagen auf ihre Armbanduhr und sagt: „Halloooo, mach die Tür auf, es ist Zeit für meine Patrouille“.
Dann lasse ich den Hund aus dem Haus und Giada geht ihre Runde über den Hof.
Unser Hof-Sheriff schaut ob alles in Ordnung ist.
Nach dem Kontrollgang kommt sie zurück und kratzt an der Tür.
Auf dem Rückweg.
Das ist für mich das Zeichen, die Tür zu öffnen und den Hund ins Haus zu lassen.
Mit einem Herdenschutzhund muss man zusammenarbeiten. Dazu gehört ganz viel Einfühlungsvermögen. Druck bewirkt bei diesen Hunden gar nichts. Sie reagieren darauf mit Unverständnis, werden dich nie respektieren und nicht tun was du verlangst.
Je mehr Druck man ausübt, umso sturer erscheint der Hund. Das musste ich auch erst lernen.
Hier auf dem Hof kann ich Giada viel Freiheit geben. Ich muss sie nicht gefesselt und geknebelt (mit Leine und Maulkorb) durch die Straßen einer Stadt schleifen. So wie ich es leider schon öfter gesehen habe. Herdenschutzhunde gehören nicht in die Stadt. Das ist meine Meinung.
Im Laufe der Zeit lernte Giada freiwillig mit mir zusammen zu arbeiten. Unsere Kommunikation läuft überwiegend nonverbal ab.
Wir verständigen uns mit Blicken und Giada reagiert größtenteils auf kleine Gesten von mir. Ganz selten sage ich mal etwas zu ihr. Natürlich brauche ich ihr mit solchen Sachen wie „Sitz, Platz, Rolle Rückwärts, Spring durch den brennenden Reifen“ gar nicht erst zu kommen. Und würde das auch nie machen.
Einen Herdenschutzhund kann man nicht dressieren. Kröti (rechts im Bild) hingegen schon.
Kuschel, kuschel…
Doch auch ein Herdenschutzhund muss kontrollierbar bleiben. Die Haltung dieser Hunde ist nicht ganz einfach. Die Gegebenheiten müssen stimmen, sie brauchen ein großes Maß an Freiheit und einen Menschen als Partner, dem sie dann freiwillig gehorchen.
Ein unzufriedener Herdenschutzhund kann seinen Besitzer zur Verzweiflung bringen. Ich erlebte das selbst, nachdem Chica und Campa, innerhalb einer Woche verstorben waren und Giada plötzlich ohne Hundekumpel war.
Sobald ich den Hof verlassen wollte, drehte Giada durch. Der sonst so zauntreue Herdenschutzhund öffnete plötzlich die Haustür, schrottete das Gartentor und sprang über Zäune. Giada zeigte deutlich, dass sie sich nicht wohl fühlte.
Erst als Marcy als neuer Hund auf den Gnadenhof zog, ließen diese Unarten wieder nach.
Wenn ein Herdenschutzhund unhandelbar ist, sollte man immer auch die Haltung anschauen. Es kann gut sein, dass sich der Hund einfach nicht wohl fühlt, weil die Gegebenheiten nicht stimmen oder etwas von ihm verlangt wird, was er einfach nicht erfüllen kann.
Ganz am Anfang ist Giada zusammen mit Chica, Campa und mir, spazieren gegangen. Dann wurde Chica zu alt für die Runde und da wollte Giada nicht mehr mitgehen. Sie wollte auf Chica und den Hof aufpassen. Ich ging die Runde allein mit Campa.
Auch später als Chica und Campa nicht mehr da waren wollte Giada nicht Gassi gehen. Der Hund legte sich einfach hin, wenn ich sie zum Spaziergang mitnehmen wollte.
Ich habe keine Zeit zum Gassigehen.
Ich akzeptierte ihren Willen. Bei der Erziehung eines Herdenschutzhundes muss man sich nicht immer durchsetzen.
Giada möchte sich frei auf dem Hof bewegen und Wache schieben.
Ab und an eine Runde auf dem Sofa abhängen. Ihre Herde und Hundekumpel bei sich haben und dann ist sie glücklich.