Urlaub mit Hund in Dänemark?

Früher habe ich gern Urlaub mit Hund in Dänemark gemacht. Ich bin ein Mensch, der nicht ohne seine Hunde in den Urlaub fährt. Mir würde etwas fehlen… Da bot sich für uns Dänemark an, weil man so schön mit dem Auto hin fahren kann. Wir mieteten ein Ferienhaus und hatten eine wunderbare Zeit. Das lag auch an der Hundefreundlichkeit der Dänen. Außerhalb der Saison, durften die Hunde ohne Leine am Strand laufen.

Alice-Strand

Kein Däne regte sich über freilaufende Hunde auf, was in Deutschland schon damals ganz anders aussah. Wehe es wagte ein Hund, eine Pfote, an einen deutschen Strand zu setzen… Oh weiha, da wurde man als Besitzer fast gelüncht…

Unwetter

Sogar mit meinen Doggen hatte ich nie Probleme. In Deutschland wurde man schon damals schräg angesehen und bepöbelt, wenn man einen großen oder sonstwie aus der Norm fallenden Hund hatte. Selbst wenn dieser super erzogen, top sozialisiert war und niemanden belästigte. Meine Doggen waren alle top erzogen, hörten aufs Wort. Ich wusste welch große Verantwortung ich hatte, wenn ich so eine Riesenrasse führte. Trotzdem wurde ich von Menschen auf der Straße bepöbelt: „Verschwinde mit deinem Scheiß-Köter!“, waren da noch die nettesten Sachen, die ich mir anhören musste. Dabei haben wir niemanden etwas getan. Da ich wusste, dass viele Menschen aufgrund der Größe, angst vor einer Deutschen Dogge hatten, achtete ich wirklich darauf, niemanden zu belästigen. Ich benahm mich wirklich sehr rücksichtsvoll. Aber bevor jemand zu mir sagte: „Ich habe Angst, können sie bitte mit dem Hund weg gehen.“, wurde ich bepöbelt.

TINKA_ALS_STRAND

So etwas erlebte ich in Dänemark nie! Und die Dänen können Deutsch, falls jetzt jemand auf die Idee kommt, ich hätte sie nur einfach nicht verstanden. Ich wurde sogar auf der Straße nach dem schönen Hund gefragt. Deshalb und weil wir endlose, menschenleere Sandstrände fast für uns allein hatten, liebte ich diese Urlaube mit Wind, Wasser und Platz ohne Ende!

Francis

Leider hat sich vor drei Jahren die Situation in Dänemark drastisch geändert. Ich würde kein Urlaub mit Hund mehr in Dänemark machen, da ich angst um meinen Hund hätte!

Seit dem 01.07.2010 gilt eine Novellierung des Hundegesetzes, die die Zucht, Haltung und Einfuhr von 13 Hunderassen verbietet. Außerdem droht einem Hund die Todesstrafe, wenn er einen Menschen oder einen anderen Hund schwer verletzt. Nach Informationen des Dänsichen Tierschutzvereins „Fair Dog“ sind bereits 1.400 Hunde dem Gesetz zum Opfer gefallen.

Hunde der verbotenen Kategorien, die nach dem 17.03.2010 angeschafft wurden, werden umgehend getötet! Dabei spielt es keine Rolle, ob diese gefährlich sind oder nicht! Die Rassezugehörigkeit wird ohne kynologischen Sachverstand von dänischen Polizisten bestimmt. Es kann also sein, dass ein Hund der gar nicht zu den 13 Rassen gehört, auf der Straße von einem Polizist abgenommen wird. Dies kann auch Touristen passieren! Hat ein Welpe oder Junghund Ähnlichkeit mit einer Rasse auf dem Index, bedeutet das für ihn Lebensgefahr! Besitzer von Mischlingen, sollten deshalb unbedingt vor der Einreise nach Dänemark, ein Gutachten erstellen lassen, dass die Elterntiere nicht zu den indizierten Rassen gehören. Wenn ein Elternteil zu einer der verbotenen Rassen gehört, muss unbedingt ein Nachweis her, dass der Hund vor dem 17.03.2010 angeschafft wurde. Im Gesetz wird allerdings nicht genannt, in welcher Form dieser Nachweis zu erfolgen hat. Das Risiko reist also immer mit…

Selbst friedliche und „gesetzeskonforme“ Hunde leben in Dänemark gefährlich. Das dänische Wald- und Wegegesetz erlaubt es Privatleuten, freilaufende Hunde, auf ihrem Grundstück zu erschießen. Zuvor müssen die Besitzer des Vierbeiners gewarnt werden. Wenn dieser nicht bekannt ist, reicht eine Anzeige in der Tageszeitung. Die wird sicher kein Urlauber jemals lesen. Sollte der entlaufene Hund auf ein Privatgrundstück gelangen, riskiert er sein Leben. Dann ist klar, dass er nie mehr zu seinem Besitzer zurück kehrt…

Dänemark hat sich für mich ganz klar als Urlaubsland für Hundebesitzer ins Abseits manövriert.

Ich werde dort keinen Urlaub mehr machen. Schade…

Veröffentlicht unter Hunde | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 18 Kommentare

Vor der Küchentür

Hier gibt es sicher auch bald Nachwuchs.

Reh-v-d-Küchentür-07.05.

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 13 Kommentare

Thekla und die Schüssel

Veröffentlicht unter Ouessantschafe | Verschlagwortet mit , , | 10 Kommentare

Turbo Thekla

Praktisch seitdem dieses Kind auf der Welt ist, rennt es wie eine Wilde durchs Leben! Schon am Tag der Geburt fing Thekla an zu rennen. Sie benimmt sich wie die Schwester von Forest Gump! Thekla düst in einer Affengeschwindigkeit durchs Gehege und läuft und läuft und läuft. Sie läuft sogar sehr weit von Mutter Tine weg.

Thekla-i-d-Herde-06.05.2013-b

Thekla ist vollkommen angstfrei, neugierig ohne Ende und frech! Sie ärgert die anderen Schafe, jagt die Hühner und untersucht alles, was ihr vor die neugierige Nase kommt. Tante Ante hat die Kleine schon mit einigen Boxhieben zurechtgewiesen, weil Thekla einfach keine Ruhe gab.

Hier sieht man die weißen Locken auf ihrem Kopf. Thekla ist auf den Fotos genau 4 Tage alt!
Thekla-06.05.2013

Thekla rennt wie ein junger Hund durch die Gegend, springt und hüpft, wechselt die Richtung. Ich habe vergeblich versucht dies zu filmen. Die Kleine ist einfach zu schnell. Sie huscht sofort aus dem Bild. Würde ich mit der Kamera hinterher schwenken, würdet ihr sofort Seekrank werden.

Ganz hoch oben…
Thekla-ganz-hoch-oben-06.05.2013

Thekla-i-d-Herde-06.05.2013

Thekla-i-d-Herde-06.05.2013-c

Thekla benimmt sich wie ein Welpe. Als sie diese Schüssel entdeckte, legte sie sich rein, wie ein Hund, in seinen Hundekorb! So etwas konnte ich noch bei keinem anderen Lämmchen beobachten. Die Kleine Thekla ist jetzt schon ein ganz besonderes Schaf!

Thekla-i-d-Schüssel-06.05.2013-d

Thekla-i-d-Schüssel-06.05.2013-f

Veröffentlicht unter Ouessantschafe | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 14 Kommentare

Für die Seele 35

Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Dank für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft die du besitzt. Sage Dank für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein.

Tecumseh, Häuptling der Shawnee, ca. 1811

Sonnenaufgang

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , | 9 Kommentare

Wie in Afrika

In Afrika sitzen Vögel auf den Weidetieren, bei mir sitzen Hühner auf den Schafen!

Schafe-u-Hühner-Mai-2013-b

So kann es aussehen, wenn man verschiedene Tierarten zusammen hält.

Schafe-u-Hühner-Mai-2013-c

Irgendwann kam ein Huhn auf die Idee, sich auf ein Schaf zu setzen. Seitdem machen es fast alle. Sie stellen sich zum Putzen auf die Schafe und sie legen sich zum Schlafen auf das Schaf. Man sieht es kaum auf den Bildern. Aber auf Ante, das Schaf rechts im Bild, liegt ein braunes Huhn und schläft.

Schafe-u-Hühner-Mai-2013-d

Hier ist die Henne wach und hat den Kopf aus den Federn genommen.

Schafe-u-Hühner-Mai-2013-e

Wahrscheinlich benutzen die Hühner die Schafe als so eine Art Fußbodenheizung! 😉
Manchmal werden die Schafe auch als Trittleiter benutzt, wenn die Hühner über den Zaun wollen. Ist eben nicht so anstrengend wie fliegen… Den Schafen macht es nichts aus!

Veröffentlicht unter Hühner, Ouessantschafe | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 17 Kommentare

Ein freudiges Ereignis

Am 02. Mai kam gegen 18.00 Uhr „Thekla“, ein kleines Ouessant-Lamm, zur Welt!
Ihr müsst euch vorstellen, so ein Minischaf-Lamm ist bei der Geburt ungefähr so groß wie eine kleine Katze.

Hier ist die Kleine gerade eine 1/2 Stunde auf der Welt. Mama Tine hat ihr Lamm schon trocken geleckt.

Tine-u-Tekla-02.05.2013

„Hallo Baby! Willkommen auf dieser Welt!“
Tine-u-Tekla-02.05.2013-b

„Hallo Mama, ich geh dann mal zur Milchbar!“
Tine-u-Tekla-02.05.2013-d

„OK, guten Appetit!“
Tine-u-Tekla-02.05.2013-i

Die ersten Schlucke Milch, klein Thekla haut ordentlich rein!
Tine-u-Tekla-trinken-02.05.2013

Tine-u-Tekla-trinken-02.05.2013-c

Nach dem Triken wird satt und zufrieden die Welt erkundet.
Tine-u-Tekla-02.05.2013-f

Und das ist der stolze Papa!
Papa-02.05.13-e

Veröffentlicht unter Ouessantschafe | Verschlagwortet mit , , , , , | 23 Kommentare

Österreich ist auch dabei!

Unser kleines privates Tierschutzprojekt wird immer internationaler!

Über Petside hat uns der tierliebe Harry gefunden und sich spontan entschlossen, unser Projekt zu unterstützen! Harry spendete 45.- Euro für Miranda & Co., damit die Gnadenbrotplätze der alten und unvermittelbaren Tiere, erhalten bleiben!!!
Meine Freude ist so groß. Europa rückt zusammen, auch was den Tierschutz betrifft!!!

Lieber Harry, das ist so toll von Dir! Wir danken Dir für Deine großzügige Spende!!!

Hier ist ein Foto von Harrys eigenen Tieren. Sind die nicht süß?

Harrys-Tiere

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | 12 Kommentare

Vertrauen

Gestern nachmittag lief auf einmal Ante, eines der französischen Minischafe, auf der Pferdeweide rum. Chica, meine Podenco-Pointer-Mix Hündin, sagte mir Bescheid. Sie schaute aus dem Wohnzimmerfenster und bellte. Die wachsame Hündin hatte sofort mitbekommen, dass Ante aus ihrem Gehege ausgebrochen war.

Ante

Ante ist die Leitaue und das klügste Schaf in der Herde. Sie hat einen ganz besonderen Trick, um aus dem Gehege rauszukommen. Sie sucht eine Stelle am Zaun, wo sie sich drunter durch quetschen kann. Dann grast sie ein bisschen auf der Pferdeweide und geht anschließend, auf dem selben Weg, wieder ins Schafgehege zurück. Solange Ante dies allein macht, ist das nicht schlimm. Sie würde sich nie ganz von der Herde entfernen. Das Problem kommt erst einige Tage später. Die anderen Schafe schauen zu und wissen bald, wo Ante unter dem Zaun durchschlüpft. Nach und nach folgt ein Schaf dem anderen und schon ist die ganze Herde auf der Pferdeweide. Dann heißt es Schafe einfangen! Außerdem macht der Bock mit seinen Hörnern den Zaun richtig kaputt.

Genau deswegen verstärkte ich im letzten Spätsommer den Zaun, an zwei Gehegeseiten. Mit Brettern sicherte ich den unteren Teil ab, sodass ein Durchschlüpfen unmöglich wurde. Eine Seite des Geheges hatte ich nicht ausgebessert, weil der Zaun noch in Ordnung und unten richtig gut gespannt war. Gestern fand Ante dort eine kleine Schwachstelle. So nach dem Motto: „Schaf muss nur lange genug suchen, bis sie eine Stelle zum Durchschlüpfen gefunden hat“. Dabei entwickelt Ante eine ganz spezielle Technik. Minischafe sind ja sowieso schon klein, aber mit Antes Technik kann sie praktisch durch ein Nadelöhr schlüpfen! Da ist das berühmte Kamel eine Lachnummer gegen… Wie gesagt, Ante ist das schlauste Schaf in der Herde und vielleicht sogar das schlauste Schaf auf der ganzen Welt.

Nachdem Chica mich alamiert hatte, ging ich sofort auf die Weide, um Ante wieder ins Gehege zu bringen. Meistens schlüpft sie schon von allein wieder durch die Stelle im Zaun, wo sie raus kam, wenn sie mich kommen sieht. So hätte ich dann gleich die Stelle gefunden und könnte diese reparieren, war mein Plan. Doch da kam mir Miranda dazwischen.

Miranda hat eigentlich Angst vor den Schafen, wenn diese mal auf der Weide unterwegs sind. Sie geht nicht freiwillig in die Nähe der komischen, schwarzen Tiere. Nur wenn ich dabei bin, kommt sie neugierg ran und will an den Schafen schnuppern.

Das war gestern auch so. Miranda kam gleich zu mir und lief immer direkt neben mir. Ante, die sonst sehr zutraulich ist und sich anfassen lässt, bekam Angst. Sie lief vor mir weg, da ich ein riesiges Pferd im Schlepptau hatte! Das war vielleicht blöd!
Miranda war sehr interessiert an dem Schaf, traute sich aber nicht selbst ran, deswegen klebte die Stute praktisch an mir. Ante bekam eine Krise, weil ich gemeinsam mit dem Pferd auf sie zu kam. Doch mit Ruhe und Geduld, gelang es mir, an das Schaf ranzukommen. Ich ging erst einmal von Ante weg, Miranda folgte. Dann ging es im indirekten Weg in Richtung Schaf, immer das Pferd an meiner Seite. Sobald Ante auswich, ging ich wieder von ihr weg. Miranda brav neben mir. Wir hätten mit dieser Nummer auftreten können… Beim dritten Versuch gelang es mir, Ante zu schnappen. Miranda durfte am Schaf schnuppern, dann hob ich Ante über den Zaun. Die blieb auf der anderen Seite stehen und ließ sich über den Zaun hinweg streicheln. Das zeigte mir, dass ich die Situation stressfrei für alle Beteiligten aufgelöst hatte.

Ante-02.06.2011

Danach suchte ich die Stelle, wo die Ausbruchskünstlerin durch geschlüpft war und reparierte diese. Miranda kam noch einmal an und schnupperte am Werkzeug und den Brettern. Dann graste sie mit Bachus weiter, den das Ganze zum Glück nicht interessiert hatte.

Veröffentlicht unter Ouessantschafe | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 11 Kommentare

Schnappschuss des Tages

So sieht Liebe aus.

Pferde-beide

Veröffentlicht unter Miranda, Schnappschuss des Tages | Verschlagwortet mit , , , , , | 10 Kommentare

Für die Seele 34

Ein Tag voller Leben ist wertvoller
als ein Berg Gold.

Yoshida Kenko

HUNDE

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 11 Kommentare

Für die Seele 33

Zuversicht

Baumblüte-18.04.09

Foto vom 18.04.2009

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , | 9 Kommentare

Reh im Garten

Diese Bilder sind aus dem Dezember 2010. Ich habe sie aus meinem Bürofenster heraus fotografiert. Was auf den Fotos so grobkörnig aussieht, ist das schwarze Fliegennetz, was vor dem Fenster hängt.

Ein Reh ist im Garten, ein anderes ist auf der anderen Seite des Zauns.
Reh-im-Garten-j-13.12.2010

Das Reh im Garten schaut sich gemütlich um.
Reh-im-Garten-f-13.12.2010

Reh-im-Garten-d-13.12.2010

Reh-im-Garten-b-13.12.2010

Reh-im-Garten-c-13.12.2010

Reh-im-Garten-e-13.12.2010

Nachdem das Reh alles angeschaut und abgeschnuppert hat, ist es wieder über den Zaun gehüpft und mit seinem Kumpel weiter gezogen.

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 13 Kommentare

Wie Pferde denken

Es gibt kaum Literatur über das Thema „Wie Pferde denken“. Dafür gibt es massenweise Bücher über die verschiedenen Reitweisen und wie man ein Pferd dazu bekommt, dass es das tut, was der Reiter will.

Die weitläufige Meinung, Tiere könnten nicht denken, kann wohl jeder widerlegen, der sein Leben mit einem Tier teilt. Da ist es egal ob es ein Hund, eine Katze oder ein anderes Tier ist. Genauso verhält es sich mit den Pferden. Sie können denken. Auch wenn sie vielleicht anders denken als wir Menschen. Trotzdem glaube ich, dass Pferde sogar vorausschauend denken können. Ich möchte das gern an einem Beispiel mit Bachus erklären.

Die immer noch eisigen Nächte, lassen das Wasser in der Tränke auf der Weide, gefrieren. Am Morgen ist eine mehr oder weniger dicke Eisschicht auf dem Wasser, wenn die Pferde aus dem Stall kommen. Bachus trinkt gern aus dieser Tränke, doch die Eisschicht lässt ihn nicht an das Wasser kommen. Nun löst er das Problem auf seine Weise: Er beisst in den oberen Rand der Tränke, hebt sie ca. 10cm an und lässt sie aus dieser Höhe wieder fallen. Dies wiederholt er, wenn das Eis nicht gebrochen ist.

Sollte das Eis zu dick sein, ändert er seine Taktik. Durch das Gepolter werde ich natürlich aufmerksam. Ich unterbreche meine Tätigkeit des Ausmistens und schaue vom Stall aus auf die Weide. Bachus und die Tränke sind gute 10 Meter von mir entfernt. Nun hebt Bachus die Tränke wieder an, lässt sie fallen und schaut mich an! Er wartet eine Weile, denn er weiß, jetzt rennt der Zimmerservice (das bin ich) ins Haus und holt einen Eimer, mit wohltemperiertem Wasser. Falls ich nicht reagiere, lässt er die Tränke noch einmal auf den Boden donnern und schaut mich an. Er ist eben rücksichtsvoll und zeigt mir unwissende noch einmal was er möchte, denn offensichtlich habe ich es noch nicht verstanden.

Bachus weiß, sein Problem wird auf die eine oder andere Art gelöst. Entweder die Eisschicht bricht auf, oder ich helfe ihm. Das ist ein durchdachtes Verhalten und hat nichts mit Instinkten zu tun. Ich möchte sogar behaupten, es ist ein zukunftsorientiertes Verhalten, was nur den Menschen zugetraut wird.

Auch wenn Pferde anders denken als Menschen, sie denken! Diesem sollten wir uns besser bewusst werden und ihnen mehr Respekt entgegen bringen. Ich meine damit keine Vermenschlichung. Ich will damit sagen, dass Pferde mehr sind als Sportgeräte, Zuchtmaschinen und Wesen ohne Empfindungen, die sofort beim Schlachter landen, sobald sie uns nicht mehr dienen können!

Morgens-an-der-Tränke

Veröffentlicht unter Miranda, Pferdeverhalten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 10 Kommentare

Nikolausi – äh Quatsch – Osterhasi!

Ich wünschen allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest Osterfest!

Karfreitag-2013-Bambus

Karfreitag-2013-Busch-2

Osterhasi-Bank

Karfreitag-2013-Garten

Karfreitag-2013-Kirschbaum

Osterhasi-Land

Karfreitag-2013-Schafe-3

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 10 Kommentare

Osterüberraschung!

Ost-Has-Strich

Heute war dieser Hase bei uns und brachte ein Ostergeschenk von der lieben Mathilda!
30.- Euro hatte er im Pfötchen, für den nächsten Rundballen Heu!!!
Das war vielleicht eine Überraschung!

DANKE LIEBE MATHILDA, SAGEN SUSANNE UND DIE PFERDE!!!

Ost-Ei-Kücken

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Für die Seele 32

Gib den Füßen Ruhe, aber auch dem Herzen.

Aus Nigeria

Chica-März-2013

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 11 Kommentare

Winterfell

Die Pferde verlieren ihr Winterfell! Gestern holte ich beim Striegeln, dicke Büschel, kuscheliges Winterfell, von beiden Pferden runter. Dabei sind die Temperaturen nicht einmal gestiegen. Es geht eher noch mehr in den Keller…
Der Fellwechsel wird aber nicht von den Temperaturen gesteuert, sondern vom Licht. Die länger werdenen Tage sind der Auslöser.

So lieber Wettergott, jetzt bist Du dran! Lass bitte endlich die arktische Kälte dort hin verziehen, wo sie hingehört. Du möchtest ja auch nicht im Sommerkleid im Schnee stehen!!!

Pferde-i-Schnee-Köpfe

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 15 Kommentare

Einen hab ich noch

Oder besser gesagt: Wie die Orgelpfeifen!

Eis-21.03.2013-d

Eis-21.03.2013-b

Eiszeit-2013

Und es hört nicht auf mit der Kälte. Heute morgen waren es 6 Grad Minus. Dazu ein eisiger Ostwind, mit Sturmböen. Meine persönliche Belastungsgrenze ist damit wieder einmal überschritten…

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 14 Kommentare

Eiszeit

Ha! Ich hab den Größten!

Regenrohr-2

Regenrohr-Eis-3

Regenrohr-Eis-2
Vor ein paar Tagen hatte ich euch diesen Eiszapfen schon einmal gezeigt. In der Zwischenzeit ist er noch einmal ordentlich gewachsen. Jetzt ist die Regenrinne fest mit der Regentonne verbunden. Wie groß das Teil noch werden will?

Trotz der anhaltenden Eiszeit wollten diese Narzissen unbedingt ans Licht. Da trampelt doch achtlos ein Huhn darüber…

Narzissen

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , | 18 Kommentare

Relax

Entspannte Pferde im Schnee

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 12 Kommentare

Eingeschneit

Toller Frühling…

Schnee-18.03.2013-Weg-2

Schnee-18.03.2013-Land

Schnee-18.03.2013-Kastanie

Schnee-18.03.2013-Wald

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , | 14 Kommentare

Ice Ice Baby

Hoffe bei euch ist es wärmer. Hier wird das noch nix mit dem Frühling.

Eiszapf-6

Eiszapf-5

Eiszapf-1

Eiszapf-3

Eiszapf-8

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 12 Kommentare

Für die Seele 31

Manschen mit Phantasie langweilen sich nie.

Jakob Boßhart

Passend dazu: Das Pfannkuchenpferd!

Pfannkuchenpferd

Gestern gabs bei uns Pfannkuchen. Ein kleiner Klecks Teig tropfte in die Pfanne und wurde zum Pfannkuchenpferd! Rausgefischt und auf ein Stück Küchenpapier gelegt, wollte ich es euch zeigen.

Na, könnt ihr das Pferd erkennen??? 😀

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , | 6 Kommentare

Der Wolf ist zurück

Wie ich schon am 16. Juni 2012 berichtete, wurden wir Schafhalter im Juni 2012 vom Landesschafzuchtverband, zu einer Informationsveranstaltung, zum Thema „Wölfe“ eingeladen. Der Grund war die Sichtung mindestens eines Wolfes in unserem Landkreis. Es wurden einige Schafe gerissen. Damals konnte nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es wirklich ein Wolf war, der die Schafe gerissen hatte.

Jetzt ist es erwiesen, dass mindestens ein Wolf in unserem Landkeis lebt. Es wurde ein Fellbüschel, ca. 20 km von unserem Hof entfernt, an einem Stachdrahtzaun gefunden. Die DNA-Analyse ergab, dass es sich um eine Fähe (Wölfin) handelt, die aus Sachsen-Anhalt abgewandert ist. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich zwei Wölfe im Landkreis rumtreiben. Dies wurde nur noch nicht durch DNA-Analysen bestätigt. Sichtungen von glaubwürdigen Personen, die sich mit Wölfen auskennen, gab es aber mehrere.

Wölfe laufen in einer Nacht bis zu 70 km. Dem Menschen sollen die scheuen Tiere aus dem Weg gehen. Weidetiere sind aber durchaus gefährdet. Ich weiß nicht was ich hiervon halten soll. Mache mir schon Sorgen um meine Tiere. Irgendwas ist immer…

Wolf-Kopf

Wenn ihr unten auf den Link klickt, kommt ihr zu meinem Bericht vom 16.06.2012. Da könnt ihr einiges über das Verhalten der Wölfe lesen:
https://hilfefuermiranda.wordpress.com/2012/06/16/kein-marchen/

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Miranda

Die liebe Elisabeth hat Miranda nachträglich 50.- Euro zum Geburtstag geschenkt!!! Große Freude!!!

Vielen herzlichen Dank liebe Elisabeth für dieses großzügige Geschenk, sagen Miranda und Susanne!

Verliebt-3

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

What a difference a day makes

Vorgestern war noch alles grün. Gestern morgen dann Schnee soweit das Auge reicht. Ich zeige euch einen kleinen Film, den ich drehte, als ich die Pferde morgens aus dem Stall ließ. Dabei bin ich wieder meiner bekannten Filmtechnik treu geblieben: Dramatisch wirkende Bilder im Halbdunkeln, gekonnter Schwenk ins Gegenlicht, außergewöhnliche Kamerabewegungen, das Hauptmotiv aus seltsam anmutenden Blickwinkeln zeigen, extreme Nahaufnahmen und Motiv in weiter Ferne. Hoffentlich lerne ich endlich dass man Licht zum Filmen braucht und nicht mit der Kamera wild rumschwenkt!

Veröffentlicht unter Miranda | 12 Kommentare

Für die Seele 30

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.

Khalil Gibran

Winter-Jan-2013-Bäume

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Gut oder schlecht?

Ein Lebensmittelskandal jagt den nächsten. Innerhalb weniger Wochen gibt es nun den dritten Nahrungsmittelskandal. Nach dem Betrug mit Pferdefleisch und Bio-Eiern, kam am Freitag heraus, dass mit Schimmelpilz verseuchter Futtermais an Milchkühe verfüttert wurde. Auch diesmal soll der Verdacht schon länger bestanden haben, wurde aber nicht untersucht.

Rund 4.500 Bauernhöfe sollen allein in Niedersachsen betroffen sein. Die Milch der Kühe ist angeblich unbedenklich und wird weiter verkauft.

Ich frage mich ob die vielen Skandale nur schlecht sind? Vielleicht muss dies alles geballt passieren, damit die Verbraucher aufwachen und endlich ein Ende der Massentierhaltung fordern?

Wie Kühe gehalten werden, ist alles andere als tiergerecht. Das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen. Wobei die Kühe in unserer Gegend ein noch etwas besseres Leben haben, als Tiere in Großställen. Hier gibt es vorwiegend kleinere Landwirte, mit kleineren Herden. Die Tiere dürfen wenigstens in den Sommermonaten auf die Weide.

Kühe

Wie aber sieht der Winter auch für diese Kühe aus?
Ich konnte zwei Haltungssysteme aus nächster nähe anschauen. Im letzten Jahr kaufte ich bei zwei Bauern Heu und Stroh. Da der Heuboden fast immer über dem Kuhstall ist, musste ich zum Aufladen in den Stall. Der Bauer wirft die Ballen durch eine Klappe in der Decke in den Kuhstall, der Käufer trägt die Ballen raus und stapelt sie auf den Hänger.

Bauer Nr. 1 hat die Anbindehaltung. Seine Kühe stehen ca. 6 Monate lang an Ketten angebunden im Stall. Vorne ist eine Art Gitterkonstruktion, wo die Kuh den Kopf reinsteckt, um zu fressen. Die Kühe können sich monatelang nicht vom Fleck bewegen, sich nicht kratzen, schubbern, drehen oder sonstwie bewegen. Sie können sich nur hinlegen und wieder aufstehen. Dieser Stall war mit Stroh eingestreut. Hinter den Kühen gab es eine kleine Gasse, von wo aus der Bauer mistete.

Bauer Nr. 2 hat einen Laufstall mit Spaltenböden. Die einzelnen Abteile waren so mit Kühen vollgestopft, dass eine Kuh die noch liegenden Tiere in dem Abteil anpinkelte. Sie hatten wegen des Platzmangels keine Chance auszuweichen. Auch rangniedrige Tier können ranghohen nicht ausweichen. Hier gab es keine Einstreu, Kot und Urin laufen durch die Spalten in ein Auffangbecken unter den Kühen. Die Tiere stehen und liegen ca. 6 Monate lang in und über ihren Exkrementen.

Ich fragte mich oft, welche Haltung wohl besser sei?

Die Albert Schweizer Stiftung hat gerade einen detailierten Bericht über die Haltung von Milchkühen veröffentlich. Wer sich hierfür interessiert, sollte diesen Link anklicken:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutzinfos/massentierhaltung/milchkuhhaltung

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 14 Kommentare

Rosa gestreift ist der Himmel

Gestern hatten wir, nach einer gefühlten Ewigkeit, den zweiten Sonnentag. Am Abend zeigte sich ein wunderschönes Phänomen am Himmel. Eine ganz besondere Naturerscheinung, die ich bisher noch nie so gesehen habe.

Am blauen Himmel, sah ich viele rosafarbene Streifen. Es waren lange Streifen, die auch Flugzeuge am Himmel hinterlassen. Diese Rosa-Streifen waren aber nicht durch Flugzeuge entstanden. Denn der ganze Himmel war voll davon. Sonst hätten die Flugzeuge kreuz und quer fliegen müssen. 😉

Ist die Natur nicht wunderschön? Mich kann diese Schönheit immer wieder überraschen und zum Staunen bringen!

Rosa-Streifen-2

Rosa-Streifen-3

Rosa-Streifen-4

Veröffentlicht unter Der Hof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Sonne

Gestern hatten wir einen wunderbaren Sonnentag, mit Sonnenschein von morgens bis zum späten Abend. Nach den grauen und halbdunklen Monaten, stieg nicht nur meine Laune auf der nach oben offenen Richterskala, steil bergauf. Auch die Tiere waren gut drauf.

Die Pferde dösten zufrieden in der Sonne. Miranda legte sich auf der Weide zum Schlafen hin. Das hatte sie die letzten Monate wegen des Wetters nicht gemacht. Ich sah den beiden Pferden an, wie entspannt sie waren und wie sehr sie die Sonnenstrahlen genossen.

Die Hunde rannten auf dem Spaziergang fröhlich, mit ständig wedelnder Rute umher. Sie buddelten nach Mäuschen und suchten die Gräben ab. Dort verstecken sich gern Wühlmäuse und anderes Getier. Zuhause legten sich die beiden Spanier gleich in die Sonne und machten ein Schläfchen.

Am frühen Abend stellte ich auf der Weide einige Kunststoffpfähle auf, die durch Frost und Tauwetter ziemlich schräg standen. Ich merkte gleich, dass Miranda nervös war. Es wurde langsam Zeit, die Pferde für die Nacht in die Boxen zu lassen. Eigentlich gehen sie von selbst um diese Zeit in den Stall. Ich dachte Miranda wollte noch nicht reingehen. Da es an diesem sonnigen Tag länger hell blieb, machte das nichts. Die Pferde konnten ruhig etwas länger draußen bleiben.

Miranda regte sich aber immer mehr auf, irgend etwas beunruhigte sie. Die Stute steigerte sich immer mehr rein. Sie wieherte, trabte hin und her und schnaufte laut. Immer wieder kam sie zu mir gelaufen, so als ob sie Schutz bei mir suchte. Ich mag aber kein aufgeregtes Pferd neben mir haben, das mir auf die Pelle rückt. Eine Seite der Zaun, andere Seite das durchgedrehte Pferd. Das war keine schöne Situation. Also ging ich in den Stall und Miranda folgte mir, immer noch nervös schnaufend. Alleine hatte sie sich nicht rein getraut. Ich ließ Miranda und Bachus in ihre Boxen. Da beruhigte die Stute sich fast augenblicklich und begann am Heu zu knabbern.

In den meisten Fällen erkenne ich, was Miranda Angst macht, aber gestern hatte ich nicht kapiert was los war. Bachus ging es nicht anders. Er ließ sich diesmal nicht von der Stute aus der Ruhe bringen und trabte nicht hinter ihr her. Dafür schaute er sie nur verwundert an, als ob er sagen wollte: „Oh man, was hat die denn schon wieder???“

Pferde-16.07.2011-f

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Für die Seele 29

Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?

Arthur Schopenhauer

Chica-Campa-21.02.2011b

Veröffentlicht unter Für die Seele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 10 Kommentare

Betrug mit Bio-Eiern

Der Pferdefleisch-Skandal ist noch nicht einmal aufgeklärt, da haben wir schon den nächsten Lebensmittelskandal.
Millionen Eier wurden als Freiland-Bio-Eier verkauft, obwohl die Hennen unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden! Tausende von Hennen drängen sich dicht an dicht in einem riesigen Eisenkäfig. Ihre Körper sind von Wunden übersät, das Gefieder ist ausgepickt, überall ist rote Haut zu sehen. Solche Bilder gingen gestern durch die Medien… Mir geben diese Bilder jedesmal einen Stich ins Herz und ich schäme mich ein Mensch zu sein.

Das sind „Bio-Hühner“ die sogar einen Auslauf haben. Traurig…

P1100715-Av
Alleine in Niedersachsen sind 150 Betriebe betroffen. Dies sind keine kleinen Höfe, es handelt sich um Agrafabriken, mit Legehennenhaltung im großen Stil.

Ein Bio-Ei kostet ca. 10 Cent mehr, als ein normales Ei. In Deutschland werden pro Tag mehr als 2 Millionen Bio-Eier verkauft. Es ist also ein Millarden-Geschäft, das sich mit diesem systematischen Betrug machen lässt.

Die Betreiber solcher Anlagen verursachen nicht nur viel Tierleid, sie betrügen auch die Verbraucher. Ganz zu schweigen von dem Imageverlust der Bio-Waren, die von kleinen Bio-Bauern erzeugt werden, die sich genau an die Vorschriften halten. Wie können diese Betrüger das alles mit ihrem Gewissen vereinbaren? Eigentlich müssten diese Herren keine Nacht mehr ruhig schlafen können.
Hoffentlich kapiert ihr da draußen endlich das Geld nicht alles ist, was im Leben zählt!

Gestern kam die Meldung, dass die Behörden schon seit Herbst letzten Jahres von dem Betrug gewusst hätten. Es wurde aber wieder einmal nix gegen die Tierquäler und Betrüger unternommen. Mich erinnert das an den Pferdefleisch-Skandal und die vielen anderen Lebensmittelskandale. Sobald die unappetitlichen Methoden der Lenbensmittelindustrie an die Öffentlichkeit kommen, ist die Empörung der Politiker groß. Es wird Aufklärung versprochen, schärfere Kontrollen angemahnt und dann verläuft alles im Sande. Das unsere ganze Agrarpolitik krank ist und hier entscheidende Verändungen zum Wohle von Mensch und Tier anstehen, wird totgeschwiegen!

Selbst Bio-Hennen haben kein auch nur annähernd artgerechtes Leben. Die Vorschriften sagen: Im Stall haben 6 Hennen 1 Quadratmeter Platz, im Auslauf steht jeder Henne 4 Quadratmeter zur Verfügung. Es dürfen maximal 3.000 Tiere in einem Bio-Stall leben.

Das bedeutet für die Hennen Stress pur! Ein Huhn ist ein soziales Wesen, welches in in einer Herde lebt. Es kann bis zu 50 Hühner erkennen. Die rangniedrigen weichen den ranghohen aus. In dem Gedränge von 3.000 Tieren, ist das nicht möglich. Die Tiere leiden unter permanentem Dauerstress. Sie sind aggressiv untereinander, es herrscht also ständig Mord und Totschlag. Darum sehen die Tier nach kurzer Zeit so aus, wie die Hennen auf dem Foto oben.

Ein artgerecht gehaltenes Huhn sieht so aus.

Hühner-16.07.2011
Jetzt soll bitte niemand sagen: „Ja, das kannst du mit deiner Hobbyhaltung machen. Damit kann man nichts verdienen.“

Schon mit ein paar kleinen Änderungern kann viel Elend aus der Hühnerhaltung genommen werden: Gruppen verkleinern, mehr Fläche pro Huhn geben, Ausläufe mit Versteckmöglichkeiten schaffen usw.

Wenn es nur noch eine gesunde Haltung von Legenhennen gäbe, wären die Verbraucher sicher bereit, 10 Cent mehr für ein Ei auszugeben. Ich weiß auf alle Fälle ganz genau, von welchem Huhn ich mein Frühstücksei essen möchte.

Veröffentlicht unter Hühner | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 10 Kommentare

Happy Birthday Miranda!!!

Miranda hat heute Geburtstag. Sie wird 22 Jahre alt. Alles Gute meine Schöne!!!
ballons
Eigentlich wollte ihr Züchter sie mit 20 Jahren schlachten lassen, weil sie zwei Totgeburten hintereinander hatte. Sie brachte kein Geld mehr ein. Da war es egal, dass sie ihm fast 2 Jahrzehnte ein gutes Fohlen nach dem anderen brachte, die er teuer verkaufen konnte.
Miranda hatte ihre Schuldigkeit getan, Miranda konnte gehen. Herzlos wollte er die schöne Stute beim Schlachter entsorgen. So sollte sie ihm am Ende noch 500.- Euro bringen – das war der Schlachtpreis.

Zum Glück für Miranda, hörte ich von diesem Vorhaben und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um die Stute zu retten. Der Schlachtpreis kam bald mit Hilfe von Spenden zusammen, aber niemand war bereit Miranda aufzunehmen. Sie war nunmal ein altes, unreitbares Pferd, welches nur Kosten und Arbeit verursachte. Da ich den Platz hatte, kam Miranda zu mir und ich wurde Pferdehalterin. Etwas, womit ich nie im Leben gerechnet hatte. Aber manchmal sind die unvorhergesehenen Dinge im Leben die Besten!

Wir feiern heute also nicht nur den 22. Geburtstag von Miranda, sondern auch den 2. Geburtstag ihres neuen Lebens. Zwei Jahre, die ich der ausrangieren Zuchtstute Miranda, mit eurer Unterstützung, schenken konnte.
Darum ist heute auch ein Tag, um noch einmal ein ganz großes DANKE SCHÖN an euch zu schicken!!!

Das Geburtstagskind:
Miranda noch bei ihrem Züchter. Dies ist eines der ersten Fotos die ich im Mai 2011 von der Stute machte, weil ich einen neuen Besitzer für sie suchte. Doch es wollte sie niemand haben…
Miranda-Kopf
Im Hintergrund sieht man eine von Mirandas Enkeltöchtern.

Hier eine Aufnahme vom August 2011. Miranda hat sich eingelebt und genießt ihr neues Leben.
Miranda-edel

Veröffentlicht unter Miranda | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 15 Kommentare

Auf die Plätze – fertig – los!

Als ich die Pferde gestern aus ihren Boxen lies, war das wie der Start zu einem Rennen. So als ob die Rennpferde in ihren Startboxen stehen, Türen auf und los!

In der Nachbarschaft hat jemand seinen Hund nicht im Griff. Dieser löste ein kleines Chaos aus. Gerade in dem Moment, als ich die Stalltür von Mirandas Box öffnete, drang ein schriller Schrei zu uns rüber: „Rooooockoooooo, Roooooockoooooooo, hieeeeeerrrrrr!“ Rocko jagte durch das Wäldchen und hörte natürlich nicht. Miranda erschrak, sie hat sowieso Angst vor Hunden. Mit einem Satz sprang sie an mir vorbei, wobei es mehrmals laut knallte. Es hörte sich an, als ob ein Auto eine Fehlzündung hatte! Dabei waren das nur Pupse… Miranda galoppiert also laut knallend aus dem Stall und Bachus bekam Panik! Er drehte sich ungewöhnlich schnell und wendig auf der Stelle und raste mit Galoppsprüngen hinterher. Das war das zweite Mal, dass ich Bachus galoppieren sah.

Beide Pferde waren völlig durch den Wind. Drehten wilde Runden auf der Koppel. Bachus wieherte und hörte sich dabei richtig genervt an! Miranda lief auf der großen Weide rum, Bachus blieb vorne und kam zum Stall zurück. Er wiehter noch einmal genervt. Es war auch das zweite Mal, dass ich Bachus auf der Weide wiehren hörte. Eigentlich ist er immer zufrieden und gibt keinen Ton von sich. Nur wenn ich mit dem Futtereimer komme, werde ich mit einem leisen Wiehren begrüßt. Dieses Wiehrern war aber laut und hörte sich richtig genervt an. Bachus ging in den Stall zurück, da merkte Miranda, dass sie alleine auf der Weide war. Im vollen Galopp donnerte sie in den Stall.

„Lass es bitte gut gehen!“ waren meine Gedanken. Es ging Gott sei dank alles gut. Miranda verließ sofort wieder den Stall und begann am Gras zu zupfen. Bachus kam zu mir und plötzlich wusste ich, was mit ihm los war. Sein Verhalten war so seltsam, es passte nicht zu im. Er war sauer über diesen blöden Start am Morgen! Eigentlich beginnt unser Tag viel entspannter. Wenn ich seine Boxentür geöffnet habe, bitte ich ihn herauszukommen. Bachus verlässt die Box, kommt zu mir und bekommt ein Leckerchen.

Der gestrige Start hat ihm gar nicht gefallen. Diese Hektik ging ihm ganz und gar gegen den Strich. Deswegen war er sauer, wiehrte seinen Unmut raus, kam zurück und wollte sein Leckerchen haben. Nachdem er es bekommen hatte, trottete er hinter Miranda her und die beiden gingen grasen.

Da war auch der Schreck, ausgelöst durch den Hund, vergessen.

Bachus-b-21.05.2012

Veröffentlicht unter Pferdeverhalten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 11 Kommentare