Eine gute Idee!

Sehr überrascht war ich, als mich der Reporter vom „Neuen Stader Wochenblatt“ anrief. Aufgrund des Zeitungsartikels über Mirandas Gnadenbrotplatz, war eine Spende eingegangen. Was ich dann erfuhr, war eine ganz tolle Geschichte, die wirklich als gutes Beispiel dienen soll!

Durch den Zeitungsartikel erfuhr Birgit F. von der Rettung Mirandas vor dem Schlachter. Sie fand es so schön, dass ich Miranda den verdienten Gnadenbrotplatz gegeben habe, dass sie sich spontan entschloss, sich am Erhalt dieses Platzes zu beteiligen. Nach einigen Überlegungen hatte Birgit eine wirklich gute Idee! In ihrer Gegend fand, wie jedes Jahr um diese Zeit, der „Tag der offenen Gärten“ statt.
Diesen Tag wollte sie nutzen. Birgit baute in ihrem Garten einen Kaffee- und Kuchenstand auf und bot den Gästen selbstgebackenen Kuchen an. Am Stand hing der Zeitungsartikel über Mirandas Schicksal und den Gästen wurde mitgeteilt, dass sämtliche Einnahmen direkt an Miranda gehen. Birgits gesamte Familie beteiligte sich am Kuchenbacken, half beim Kaffee ausschenken und Kuchen verkaufen! Viele der Gäste kamen sagar am Nachmittag wieder und kauften noch einmal Kuchen, den sie mit nach Hause nahmen, weil es ja für einen guten Zweck war. Ich denke aber auch, dass ihnen der Kuchen so gut geschmeckt hat! 😉

Diese tolle Aktion brachte am Ende des Tages 150.- Euro ein!
Birgit brachte die Spende zu uns und so konnte sich Miranda persönlich bei ihr bedanken!

Es zeigt mal wieder, dass wirklich jeder helfen kann. Hier hat sich eine hilfsbereite Frau Gedanken gemacht und diese einfach umgesetzt! Ohne langes Reden, ohne vorher ihre gute Tat anzukündigen, hat sie einfach gehandelt. Erst nachdem Birgit und ihre Familien die Spende übergeben wollten, erfuhr ich überhaupt von ihrer tollen Aktion!!!

Mein ganz großes D A N K E geht an Birgit und ihr Familien-Team! Danke für Eure ganze Mühe und Arbeit und dass ihr uns unterstützt!!!

Mein Dank geht auch an alle, die den leckeren Kuchen gekauft haben und somit dieses stolze Sümmchen zusammen kam!

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Kein Märchen

Ich muss meine erst vor kurzem gemachte Aussage „In unserem Bundesland gibt es keine Raubtiere mehr“ revidieren.
Gestern war ich bei einer Informationsveranstaltung, zu der der Landesschafzuchtverband eingeladen hatte. Es ging um die Rückkehr der Wölfe. Zuerst dachte ich es sei ein Scherz, als ich die Einlandung erhielt… Es war aber keiner!

Nach über 100 Jahren Abwesenheit, kehrt der Wolf langsam wieder nach Deutschland und damit auch nach Niedersachsen zurück. In den letzten Monaten gab es immer wieder Hinweise auf Wölfe in unserer Gegend. Dabei soll es sich nicht um ein im Herbst letzten Jahres ausgebrochenen Zoo-Wolf handeln. Der Wolf der aus dem Zoo ausbüxte und den sie nicht mehr einfangen konnten, war ein Jungtier. Er wurde noch längere Zeit immer mal wieder gesichtet. Mitlerweile ist er erwachsen und ist wahrscheinlich in ein anderes Gebiet abgewandert. Von dem ausgebrochenen Zoowolf erfuhr ich erst auf dieser Veranstaltung.
In unserer Gegend sollen sich ein oder zwei Wölfe aufhalten, die eingewandert sind. So ganz genau weiß das niemand, weil die Tiere sehr scheu sind und sich gut vor dem Menschen verstecken können. Es gab aber mehrere glaubhafte Sichtungen der Tiere.

Die Veranstaltung war sehr interessant. Wir erfuhren viel über das Verhalten der Wölfe. Ein Wolfsrudel in Deutschland ist nicht sehr groß. Es besteht meistens aus einem erwachsenem Wolfspaar, dass eine lebenslange monogame Beziehung eingeht, den fast erwachsenen Kindern aus dem letzten Jahr und den Welpen. So kann ein Rudel aus ca. 8 Tieren bestehen. Die Halbwüchsigen bleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern und lernen durch beobachten das Jagen. Wenn sie geschlechtsreif sind, was mit 11 bis 22 Monaten der Fall ist, werden sie verjagt und wandern in andere Gebiete ab. Das Revier eines Wolfsrudels in Deutschland ist durchschnittlich 20.000 bis 30.000 Hektar groß. Ein Wolf kann in einer Nacht bis zu 70 Kilometer zurück legen.
Es gab einen Vortrag über Wolfsspuren. Also wie man erkennen kann, ob sich ein Wolf in der Nähe aufhält. Zu sehen bekommen werden ihn nur sehr wenige, da die Tiere den Menschen meiden. Die einzige Chance zu erkennen, ob sich ein Wolf in der Nähe aufhält, sind deshalb die Spuren. Außerdem erklärte man uns Schafhaltern und Großtierbesitzern, wie wir unsere Tiere vor Wolfsangriffen schützen können. Alle Maßnahmen sind sehr kosten- und arbeitsaufwendig. Diese Kosten bleiben natürlich bei den Tierhaltern. Es wurde erklärt, ob und wann es Entschädigungen gibt, falls ein Tier von einem Wolf gerissen wird.

Danach begann eine lange Diskussionsrunde, die zeigte wie verunsichert Schafhalter und Besitzer von Kühen und Pferden sind. Ich weiß auch nicht so genau was ich von der Rückkehr der Wölfe halten soll. Einerseits ist es natürlich toll, dass ein vor 100 Jahren ausgerottetes Tier, in seinen alten Lebensraum zurück kehrt. Andererseits ist es in der heutigen Zeit schwierig mit Raubtieren zusammenzuleben. Ich mache mir auch Gedanken um meine Tiere.

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Nur für starke Nerven!

Dieses Video endeckte ich bei Youtube und habe es mit Erlaubnis der Eigentümerin auf diese Seite verlinkt. Es ist ziemlich hart anzusehen und kann einen den ganzen Tag vermiesen. Aber es ist die Wahrheit!
Ich will niemanden mit irgendwelchen Sensationdarstellungen schockieren. Es ist nur die ganz normale Realität. Etwas was tagtäglich, ich weiß nicht wie oft, einem Pferd geschieht. Fohlen, ausrangierte Zuchtstuten, nicht mehr einsatzfähige Sportpferde und auch Freizeitpferde die nicht mehr geritten werden können und durch ein neues Pferd ersetzt werden.

Dies sollte auch mit Miranda geschehen. Wenn ich sie nicht vom Züchter abgekauft hätte, wäre Miranda im Juni 2011 zum Schlachter gegangen. Bis dahin sollte sie an Gewicht zunehmen, nach der Totgeburt, damit der Züchter mehr Geld vom Schlachter für sie bekommt. Miranda hätte genau so dort gestanden, wie die erwachsene Stute in dem Film. Hätte brav gewartet…

Ich möchte mit diesem sehr gut gemachten Video meinen Apell an die Menschen unterstreichen, sich bitte Gedanken über dieses Thema zu machen! Selbst auf dieser Seite ist in einigen Kommentaren zu lesen, dass es für gut befunden wird, ein altes Pferd schlachten zu lassen!
Ich bin der Meinung: KEIN PFERD SOLLTE DORT LANDEN!!!
Alte Pferde deren Körper am Ende ist, die Schmerzen haben, sich selber zur Last fallen, können wir vom Tierarzt einschläfern lassen. Das machen wir ja auch mit unseren Hunden und Katzen. Niemand würde seinen alten Hund beim Schlachter entsorgen! Ein Pferd ist genau so ein fühlender Kamerad wie ein Hund. Es baut eine Beziehung zu seinem Menschen auf und vertraut ihm. Warum müssen wir dieses Vertrauen so schrecklich enttäuschen?

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Für die Seele 9

Die Seele des Pferdes äußert sich nur denjenigen die sie suchen.

Gustav Rau

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Müsli mampfen

„Morgens miteinander Müsli mampfen macht Mordsgaudi“, meint Miranda. „Mitunter machen Minigeier Mundraub. Mutwillig mopsen – makaber!“

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Ruhig Brauner, ruhig…

Es gibt noch ein Video mit meiner einzigartigen Kameraführung zu sehen. Beim Drehen flog plötzlich ein Storch ins Bild und direkt über uns hinweg. Den wollte ich aufnehmen, hat leider nicht ganz geklappt. Knapp daneben ist auch vorbei. Sorry für den kurzen Kamerasschweng in den Himmel. 😉

Nun aber zum Video:

Beim ehemaligen Züchter von Miranda hat eine der jungen Zuchtstuten ihr Fohlen verloren. Es wurde nur wenige Tage alt. Diese junge Stute brachte der Züchter auf die Weide, zu seinen anderen Pferden. Die Weide liegt auf Hörweite hinter einem kleinen Wäldchen. Miranda kann dort also nicht hinschauen, sie kann aber die alten Herdenmitglieder hören. Die Stute deren Fohlen gestorben war, rief tagelang verzweifelt nach ihrem Kind. Miranda hörte dies und erkannte die Stimme ihrer Enkeltochter. Der Film zeigt wie Miranda antwortet. Sie bleibt dabei völlig ruhig. Ist aufmerksam aber nicht besonders aufgeregt. Nach dem Wiehern gibt es so eine Art „Nachwiehern“. Ich konnte beobachten, wenn dieses „Nachwiehren“ besonders lang ist, ist Miranda emotional sehr stark betroffen. Das war in der Anfangszeit so, als sie nach 20 Jahren auf der selben Weide hier her kam und die alten Pferdekameraden hörte. Damals drehte sie total durch. Sie galoppierte stundenlang am Zaun auf und ab und wiehrte was das Zeug hielt. Ich traute mich nicht auf die Weide, weil Miranda so außer Rand und Band war. Heute ist es ganz anders. Ich kann ruhig meine Arbeit auf der Weide machen, auch wenn Miranda sich mit ihren früheren Herdenmitgliedern unterhält. Sie regt sich nämlich nicht mehr auf. Dies zeigt mir, dass sie sich wohl fühlt und ihr neues Zuhause akzeptiert hat.

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Auf der Weide

Heute zeige ich eines meiner fast perfekten Videos. 😉

Wenn die Sonne scheint, ist im Display der Digi-Kamera so gut wie nichts zu erkennen. An diesem Tag schien die Sonne. Deshalb filmte ich einfach drauf los, ohne wirklich zu sehen, was immer Sucher der Kamera war. Deshalb sind die Pferdeköpfe nicht ganz drauf gekommen. Ich bitte um Nachsicht!
Dann kam ich auf die glorreiche Idee, die Kamera umzudrehen. Beim Fotografieren ist das kein Problem. Beim Filmen geht das gar nicht, habe ich jetzt gelernt! (Mache ich auch nie wieder – versprochen!) Bitte nach einigen Sekunden des Films den Monitor umdrehen, dann passt es wieder!

Warum ich den Film trotzdem zeige?
Weil hier Bachus sehr schön das Verhalten der Pferde zeigt. Er fängt an zu kauen und leckt sich mit der Zunge das Maul. Das zeigt mir, dass er sich in meiner Nähe wohl fühlt. Er ist ganz entspannt. Ich weiß, dass ich ihm signalisiert habe: Du kannst dich in meiner Gegenwart sicher fühlen, ich führe nichts Böses im Schilde. Bachus hat das an meiner Körperhaltung erkannt und reagiert entsprechend darauf.

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Noch einmal Müsli

Ich möchte meinen gestrigen Bericht korrigieren.

Die liebe Katinka war noch viel großzügiger: Sie hat 2 Säcke Eggersmann EMH Senior Müsli gespendet.

Das Müsli wurde nur in zwei Paketen, an zwei aufeinander folgenden Tagen geliefert. Da war ich mit meinem Bericht etwas zu schnell… Deshalb möchte ich noch einmal sagen:

DANKE LIEBE KATINKA FÜR DEINE WIRKLICH WERTVOLLE HILFE!!!

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Senior Müsli

Die liebe Katinka, auch bekannt als Frau Kurzbemerkt, hat für die Pferde einen Sack Eggersmann EMH Senior Müsli gespendet!!! 😀

Vielen, lieben Dank Katinka!!!

Katinka ist dem Beispiel von Heiko gefolgt und hat das Müsli ganz einfach bei Zooplus bestellt und direkt zu uns liefern lassen! Das geht sogar portofrei, da Zooplus ab 19.- Euro versandkostenfrei liefert!

Das ist mal wieder der Beweis: Wer wirklich helfen will, der kann dies ohne viele Umstände tun. Ein Hoch auf die praktischen Internet-Shops und ein dreifaches Hoch auf die großzügige und hilfsbereite Katinka!!! Ohne große Worte hat sie einfach gehandelt! Durch Menschen wie Dich Katinka, wird die Welt ein klein bisschen schöner.

Du hast ein wirklich gutes Werk getan, meine liebe Katinka! Miranda, Bachus und ich sind Dir sehr, sehr dankbar!!!

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Für die Seele 8

Fühle mit allem Leid der Welt, aber richte deine Kraft nicht dorthin, wo du machtlos bist,
sondern zum Nächsten, dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.

Hermann Hesse

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Conrad sprach die Frau Mama…

…ich bin immer für Dich da!

Heute gibt es ein Video vom kleinen Bocklamm „Conrad vom Erlenhof“. Der Kleine ist zu diesem Zeitpunkt gerade 2 Tage alt und klettert schon auf seiner Mutti rum. Ante ist eine sehr gute und geduldige Mutter! Deshalb lässt sie sich gern mal als Klettergerüst benutzen.
Damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon habt wie winzig das Lämmchen ist, hier ein paar Größenangaben: Eine ausgewachsene Ouessantschaf-Aue ist ca. 42 bis 46 cm hoch und wiegt ca. 12 – 15 Kg. Ein neugeborenes Lamm ist ungefähr so groß wie eine kleine Katze!

Dies hat zwar nicht viel mit den Pferden zu tun, außer dass es die Tiere sind, mit denen Miranda und Bachus auf dem Hof leben. Aber vielleicht interessiert es doch den einen oder anderen? Ich musste mir schon anhören, dass die Hühner nichts auf dieser Pferdeseite zu suchen hätten. Ich sehe das anders. Diese Seite beschäftigt sich mit dem Tierschutz. An 1. Stelle steht natürlich die Rettung von Miranda und der Erhalt des Gnadenbrotplatzes. Doch auch andere „Nutztiere“ haben in unserem Land unter unwürdigen Haltungsbedingungen zu leiden. Viele Menschen wissen das nicht. Darum sehe ich es auch als meine Aufgabe an, hierüber zu berichten und aufzuklären, welche Bedürfnisse Hühner haben.

Doch nun genug davon! Hier ist das Video:

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Frohe Pfingsten

Ich wünsche allen ein frohes Pfingstfest!

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Ein Wunder

Ein Wunder ist es jedes Mal für mich, wenn ein Tierbaby geboren wird! 😀
Ich züchte seit 2 Jahren Ouessant-Schafe, die kleinste Schafrasse der Welt. Sie stammen ursprünglich von der französischen Atlantikinsel Ouessant. Weil es auf der kleinen Insel nicht viel Platz gab und ein sehr rauhes Klima herrschte, züchteten die Bewohner dieses kleine und robuste Schaf, das mit den kargen Bedingungen dort zurecht kam.

Das Ouessant-Schaf ist heute eine Liebhaber-Rasse, für die Hobbyhaltung. Es bestehen keine wirtschaftlichen Interessen, weil es weder ein Wollschaf, noch, durch seine kleine Größe bedingt, ein Fleischschaf ist. Bei den Schafen ist es wie mit allen Nutztieren. Die alten Haustierrassen können mit den Hochleistungstieren der industriellen Massentierhaltung nicht mithalten. Egal ob Rind, Schaf, Schwein, Geflügel oder Ziege – in den Ställen findet man keine alten Haustierrassen. Sie sind alle mehr oder weniger vom aussterben bedroht. Einzig und allein den Hobby-Züchtern ist es zu verdanken, dass diese Tiere noch nicht entgültig verschwunden sind. Deshalb gibt es auch nicht viele Tiere vom Ouessant-Schaf in Deutschland. Einige Züchter findet man in den Niederlanden und in Frankreich. Aber auch dort ist die Rasse eher selten anzutreffen. Ich habe eine kleine Herdbuchzucht mit 2 Auen und einem Bock, um die Rasse zu erhalten. Damit es keine Inzucht gibt, arbeite ich mit einem befreundeten Züchter zusammen, der z.Z. 4 Auen und einen Bock hält.

Heute morgen gegen 8 Uhr hat meine Aue „Ante“ ein Lamm geboren! Als ich zum Füttern zu den Schafen ging, war das Baby schon auf der Welt. Die Geburt musste gerade gewesen sein, denn die Nabelschur hing noch am Lamm und ich sah, dass die Nachgeburt gerade rauskam. Ante ist eine sehr gute Mutter, sie hatte das Kleine schon fast trocken geleckt. Das Baby sprang lustig um die Mutter rum und suchte aufgeregt nach der Zitze. Nachdem es die erste und so wichtige Milch seines Lebens getrunken hatte, legten sich Mutter und Kind hin.

Ante und das Kleine ruhen sich nach den Anstrengungen der Geburt aus.

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Symptomfrei!

Im März hatte ich den Tierarzt für Miranda da, weil sie Probleme mit den Atemwegen hatte. Er diagnostizierte Dampfigkeit. Das ist eine chronische Atemwegserkrankung bei Pferden, die als unheilbar gilt.

Dampfigkeit entsteht, wenn das Pferd eine Infektion der Bronchien hatte und diese nicht richtig auskuriert wurde. Deshalb ist Dämpfigkeit bei älteren Pferden nicht selten. Dazu kommt als Auslöser oft eine Überempfindlichkeit gegen Staub. Miranda hat eine Heustauballergie. Der eingeatmete Heustaub reizt die Bronchien, es bildet sich Schleim in der Lunge. Das Pferd beginnt zu husten. Der Schleim wird immer dicker und zäher, das Pferd kann ihn nicht mehr abhusten und bekommt Schwierigkeiten mit der Atmung. Um die Luft überhaupt aus der Lunge zu bekommen, muss das Pferd eine anstrengende „Bauchatmung“ machen. Dazu drückt es mit den Bauchmuskeln die Luft aus der Lunge. Man sieht sehr deutlich wie anstrengend das fürs Pferd ist, das ganze Tier wackelt beim Atmen. Es atmet in einem viel schnelleren Rhythmus, wie es sonst in Ruhe atmen würde. Jetzt kann man auch Atemgeräusche hören. Das Pferd bekommt quälende Hustenanfälle, die ihm aber nicht ermöglichen den zähen Schleim abzuhusten. Man sieht bei der Bauchatmung deutlich die Rippen des Pferdes. So ist das Pferd natürlich überhaupt nicht belastbar. Deshalb galt Dämpfigkeit früher als Gewährsmangel, wenn man ein Pferd kaufte.

Die Lunge eines Pferdes ist sehr groß, sie nimmt den größten Teil von Brust- und Bauchraum ein. Dahinter sitzt der verhältnismäßig kleine Magen. Das macht auch Sinn, denn das Pferd ist ein Fluchttier. Um Fressfeinden zu entkommen, bleibt ihm nur die schnelle Flucht. Ein Pferd muss aus der Ruhestellung sofort in Höchstgeschwindigkeit fliehen können. Deshalb braucht es eine große Lunge, um sofort viel Sauerstoff ins Blut zu bekommen. Im Internet gibt es verschiedene Seiten mit Zeichnungen, über die Antatomie des Pferdes. Interessierte können dort schauen. Ich möchte keine fremden Bilder auf diesen Blog nehmen, wegen der Urheberrechte usw. Alle Fotos auf meinem Blog sind von mir selbst fotografiert oder wurden von lieben Bekannten zur Verfügung gestellt (das steht dann dabei!).

Miranda bekam 2 Kortison-Spritzen vom Tierarzt und Hustenpulver. So wurden die verengten Bronchien wieder weit und der Schleim in der Lunge löste sich. Nun konnte sie den Schleim abhusten und wieder besser die Luft aus der Lunge bekommen. Nach Ostern setzte ich das Hustenpluver ab, Miranda hustete noch etwas. Besonders bei Astrengungen, wie nach dem Wälzen, bekam sie Hustenanfälle.
Ich gab ihr zu den Medikamenten vom Tierarzt zusätzlich das Schüssler Salz „Magnesium Phosphoricum“. Es hilft dabei, die Bronchien zu entkrampfen und kann auch gut bei Allergien eingesetzt werden. Miranda bekommt es kurmäßig noch zwei Wochen, dazu tägliche eine Reiki-Behandlung, die sie liebt.

Seit gut zwei Wochen ist Miranda komplett symptomfrei! Keine Hustenanfälle mehr, die Atmung ist ruhig und tief. Auch nach dem Wälzen hustet sie nicht mehr.

Ihre Atmung ist ganz normal und es sind auch keine Rippen mehr zu sehen. 😉

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Sachspende

Der liebe Heiko hat einen Sack Eggersmann EMH Senior Müsli gespendet! 😉
Er hat das Müsli ganz einfach bei Zooplus bestellt und zu uns liefern lassen. Heiko meint: „So ein Sack Müsli kostet nicht die Welt und deshalb kann jeder mal einen für die Pferde spenden!“

Ich danke Dir lieber Heiko, im Namen der Pferde!!!

Dazu möchte ich dieses sehr passende Zitat nennen. Besonders wegen der letzten Kommentare:

Niemand begeht einen größeren Fehler als jemand, der nichts tut, weil er nur wenig tun könnte.

Leo Tolstoi

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Spende durch Zeitungsartikel

Aufgrund des vor einigen Wochen erschienenen Berichts über Mirandas Schicksal im Stader Wochenblatt, meldete sich eine liebe Tierfreundin bei mir. Elisabeth entschloss sich spontan, mir bei der Erhaltung des Gnadenbrotplatzes, mit einer großzügigen Spende von 50.- Euro zu helfen! 😀

Hut ab vor so viel Tierliebe! Hier hat eine ehrliche Tierfreundin, ohne große Worte, uneigennützig geholfen!

Liebe Elisabeth,
ich möchte mich auch hier noch einmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken! Möge all das Gute 1000fach zu Ihnen zurückfließen!
Ich danke Ihnen sehr im Namen von Miranda und Bachus!!!

Ihre Susanne

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Gesprächsfetzen Nachtrag

Frau: „Wenn wir unsere Stuten zum Schlachter gebracht haben, ist mein Mann so lange dort geblieben bis das Pferd am Haken hing.“
Ehemann: „Ja, ich habe so lange gewartet, erst als ich das Pferd hängen sah, bin ich gefahren.“
Frau: „Wir wollten sehen, dass es auch wirklich geschlachtet wird und nicht nach Italien oder so gefahren wird.“

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Gesprächsfetzen

In der letzten Woche gab es im Dorf einige Feierlichkeiten, die auch von uns allen ausgerichtet werden mussten. Das war der Grund, weshalb es hier keine neuen Beiträge zu Lesen gab. Ich zeichne in meinem heutigen Bericht ein paar Gespräche auf, um das Tierschutzverständnis der Landbevölkerung zu dokumentieren. Ich möchte damit nicht werten oder gar abwerten. Ich möchte auch nicht behaupten, Stadtmenschen hätten ein besseres oder schlechteres Verhältnis zu Tieren. Es soll nur zeigen, wie wenig sich seit Jahrzehnten im Denken und Handeln der Menschen geändert hat. Außerdem denke ich, dass man sein Geld nicht mit Tieren verdienen kann, ohne dass es auf Kosten der Tiere geht.

Mann: „Du hast das Pferd von Züchter Soundso gekauft?“
Ich: „Ja, woher weißt du das?“
Ich hatte das nie erzählt, weil ich niemanden ans Bein pinkeln wollte, um es mal krass auszudrücken. Schließlich sollte Miranda einfach beim Schlachter entsorgt werden und ich wollte den Züchter nicht schlecht machen.
Mann: „Das hat mir Züchter Soundso selbst erzählt!“
Ich: „Wieso hat er dir das erzählt?“
Mann: „Ich hab früher auch Hannoveraner gezüchtet. Da redet man über die Pferde.“
Ich: „Ach so. Tja, ich habe das nicht erzählt, weil Soundso sie ja schlachten lassen wollte.“
Das schien also Züchter Soundso und dem ehemalige Züchter, mit dem ich mich gerade unterhielt, nicht weiter schlimm zu finden.
Mann:„Wie alt ist die Stute denn?“
Ich: „21 Jahre.“
Mann: „Dann bekommst du kein Fohlen mehr da raus. Das Pferd macht nur immer weiter Kosten!“
Der dachte doch tatsächlich ich wollte mit Miranda weiter züchten!
Ich: „Nee, mit Miranda wird nicht mehr gezüchtet. Die ist bei mir in Rente, bekommt ihr Gnadenbrot.“
Ich ernte ein ironisches Grinsen, sein Blick sagt: Die hat nen Knall!
Mann erzählt von seinen Pferden und Fohlen. 6 Stuten hatte er früher und in einem Jahr 9 Fohlen, mit Zwillingsgeburten. Damals lief das Geschäft noch besser, heute ist es ja schwieriger geworden. Sie verdienten damals sehr gut an den Fohlen. Da kam neben der Landwirtschaft ordentlich was rein.
Ich: „Habt ihr denn die Stuten auch gleich wieder belegen lassen, wenn das Fohlen auf der Welt war? Oder habt ihr die Stute auch mal ein Jahr leer stehen lassen?“
Mann: „Nein, die wurden gleich wieder belegt. Am 9. Tag nach der Geburt.“
Ich: „Findest du das nicht schonender, wenn der Körper der Stute sich ein Jahr erholen darf.“
Mann: „Nein das ist nicht gut! Dann nehmen sie schlechter auf. Die müssen gleich jedes Jahr wieder belegt werden.“
Seine Frau: „Bei uns mussten die Stuten auch noch hochtragend arbeiten. Wir haben erst sehr spät in den 60er Jahren einen Traktor bekommen. Damals mussten die Stuten bis kurz vor der Geburt aufs Feld zum Flügen usw.“
Ich: „Ihr habt also die hochtragenden Stuten noch schwere Arbeit machen lassen?“
Mann: „Ja das macht nichts. Bis ein paar Stunden vor der Geburt haben die gearbeitet“
Frau: „Manchmal, wenn es im Februar sehr kalt war, dann haben wir sie ein wenig geschont.“
Mann: „Und wenn das Fohlen da war, blieb dieses im Stall. Die Mutter ging weiter arbeiten und wurde 3 x am Tag zum Säugen zum Fohlen gebracht. Das ging alles!“

Es waren noch ein paar Pferdezüchter da.
Mann: „Du hast doch die Stute von Züchter Soundso gekauft?“
Ich: „Ja.“
Mann: „Hast du schon gehört? Der hat ja wieder Pech gehabt?“
Ich: „Nein, ich habe nichts gehört. Wieder eine Totgeburt?“
Mann: „Nein, das Fohlen ist tot. Es wurde nur wenige Tage alt.“
Was gedeutet das jetzt für die Stute, fragte ich mich? Ob es Mirandas Tochter war oder eine ihrer Enkeltöchter, bei der das Fohlen gestorben war? Ich weiß es nicht. Den Züchter sah ich vor ein paar Wochen, aber ich fragte ihn nicht, ob er schon Fohlen hätte. Er hat ja in jedem Frühjahr Fohlen. Ich wollte es gar nicht wissen. Ich hoffe nur für die Stute, dass er sie nicht schlachten lässt, weil ihr Fohlen gestorben ist. Bitte, bitte gibt ihr nicht die Schuld und entsorge sie nicht beim Schlachter. Fragen werde ich lieber nicht…

Thema Katzen:
Frau zu Mann am Nebentisch: „Dein Kater wird Vater.“
Ihr Ehemann zu Mann am Nebentisch: „Und das gleich 2 Mal!“
Mann am Nebentisch grinst stolz.
Ich: „Habt ihr weibliche Katzen und die sind tragend?“
Frau: „Ja, zwei Stück.“
Ich: „Und woher wollt ihr wissen, dass es sein Kater war?“
Frau: „Der vom Nachbarn kann nicht mehr, der ist kastriert.“
Es laufen hier so viele unkastierte Kater rum. Mir war die Logig dieser Leute ein absolutes Rätsel.
Ich: „Was macht ihr denn immer mit den Babys? Katzenbabys wird man ja nicht los?“
Ehemann: „Wir wohnen so günstig an einer Straßenkreuzung.“
Ich: „Und da werde die Babys platt gefahren?“
Er nickt und grinst.
Ich: „Wieso lasst ihr eure beiden Mädchen nicht kastrieren. Dann ist Schluss mit den Babys.“
Frau: „Nein, die lassen wir nicht kastrieren. Auf einem Hof gehört Leben und kleine Katzenbabys sind Leben.“
Ja, solange bis sie platt auf der Straße kleben, dachte ich. Das ist auch eine Art der Geburtenkontrolle!
Mann: „Die jungen Katzen werden alle überfahren. Wenn es eine schafft 2 Jahre alt zu werden, dann hat sie es meistens mit der Straße gelernt.“
Ich: „Wie alt sind denn eure beiden?“
Sie überlegen: „Eine 3 Jahre und die andere 2, Mutter und Tochter.“

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Vertrauen geschenkt

Gestern hatte ich ein ganz tolles Erlebnis auf der Pferdeweide! Ich war gerade beim täglichen Abäppeln, da kam Miranda zu mir. Sie ging seitlich an mir vorbei und blieb stehen, sodass ich ungefähr in ihrer Mitte stand. Ich hatte ihr halb den Rücken zugewandt, meine Hand berührte sie an der Seite. Jeder von uns schaute in die entgegengesetzte Richtung. Da legte sie sich auf einmal hin. Ich war überrascht und ging einen Schritt zur Seite. Es ist immer beeindruckend wenn sich diese großen Tiere hinlegen… Zuerst glaubte ich, sie wolle sich wälzen. Da ist es besser Abstand zu halten, um nicht drunter zu geraten oder einen Huf abzubekommen. Doch Miranda blieb mit untergezogenen Beinen liegen. Sie wollte schlafen!
Pferdehalter wissen, Pferde schlafen nur, wenn sie sich total sicher fühlen. Außerdem muss immer ein zuverlässiger Pferdepartner da sein, der aufpasst. Das Pferd, als Flucht- und Beutetier, rechnet immer damit, dass plötzlich ein Raubtier auftaucht, dass es fressen könnte. Es weiß ja nicht, dass wir Menschen schon lange alle Raubtiere in unseren Breiten ausgerottet haben.
Miranda hat mir mit diesem Verhalten gezeigt, wie viel Vertrauen sie zu mir hat. Sie sieht in mir also den verlässlichen Pferdepartner, dem sie ihr Leben anvertraut. Eigentlich hatte ich meinen Tag schon vollkommen durchgeplant und hätte weiter abäppeln müssen, um mein Pensum einzuhalten. Aber ich wollte ihr Vertrauen nicht enttäuschen und blieb bei ihr, um Wache zu halten.

Durch meine Beobachtungen weiß ich, dass Miranda gut eine Stunde schläft. In dieser Zeit wechseln sich mehreren Phasen ab. Zuster liegt sie aufrecht mit untergezogenen Beinen. Der Kopf wird mal hochgehalten, mal das Maul auf die Erde aufgestützt. Dann kommt eine ca. 10minütige Phase, wo sie ganz ausgestreckt auf der Seite liegt. Hals und Kopf am Boden, Beine langgestreckt. Dabei ist sie im Tiefschlaf. Dann richtet sie sich wieder auf und schläft mit untergezogenen Beinen aufrecht weiter. Es folgt eine 2. Phase in der sie ganz auf der Seite liegt. Dann wird wieder aufrecht geschlafen. Anschließend steht sie auf, reckt und streckt sich. Man sieht wie sie langsam wieder wach wird.

Eine ganze Stunde wollte ich eigentlich nicht Wache schieben. So hoffte ich inständigst, Bachus würde zu uns kommen und mich ablösen! Der graste aber am anderen Ende der Weide und es sah nicht so aus, als wenn er damit bald aufhören wollte. Mir blieb also nichts anderes übrig, als auf meinem Posten zu bleiben. Ich hatte das Gefühl, hier passierte gerade etwas ganz Wichtiges! Miranda schenkte mir ihr Vertrauen und ich wollte sie nicht enttäuschen. Vielleicht würde mein jetziges Verhalten einen entscheidenen Einfluss auf unseren weiteren Umgang miteinander haben?
Pferde haben eine Rangordnung. Es gibt Anführer, denen die Rangniedrigen gehorchen. Ein Pferd ordnet sich gern unter, wenn es einen zuverlässigen, ruhigen und konsequenten Partner findet. Egal ob dies ein anderes Pferd oder ein Mensch ist. Dieser vom Pferd selbsterwählte „Anführer“ braucht sich nicht mit Gewalt durchzusetzen. Er wird akzeptiert, weil das Pferd Vertrauen zu ihm hat. Froh ist durch seine Entscheidungen Sicherheit zu haben.

Endlich hatte Bachus sich den Bauch vollgeschlagen und kam zu uns. So konnte ich ihm meinem Wachposten übergeben und mit meiner Schubkarre weiterziehen, um Pferdeäpfel einzusammeln. Als ich fast fertig war, hatte Miranda gerade ausgeschlafen. Sie stand auf, streckte und schüttelte sich. Dann kam sie direkt auf mich zu und drückte mir ganz sanft ihre Nase gegen die Wange. Als ob sie sich bei mir bedanken würde, dachte ich, weil ich so gut aufgepasst hatte! 😉

Solche Erlebnisse machen mich total dankbar! Der Reporter vom Stader Wochenblatt fragte mich, was ich von Miranda zurück bekomme. Diese Erlebnisse sind der Lohn für alle Arbeit, zeitlicher und finanzieller Aufwand, der ein altes Pferd macht. Ich bin sehr dankbar dies erleben zu dürfen!

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Für die Seele 7

Auch eine kleine Gabe kann wertvoll sein,
wenn sie zur rechten Zeit gegeben wird.

Menandros

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Wann vergisst ein Pferd?

Gestern hat der Züchter seine Stuten auf die Weide gebracht, auf der Miranda selbst 20 Jahre lang mit ihren Töchtern und Enkeltöchtern stand. Bis sie die beiden Totgeburten hatte, nichts mehr wert war und von dort aus zum Schlachter gehen sollte. Bei dem Züchter stehen die Pferde den ganzen Winter über im Stall. Mitte Mai kommen sie raus und drehen natürlich erst einmal richtig auf. Da die Weide nur ca. 200 Meter von unserer entfernt und nur durch ein kleines Wäldchen getrennt ist, konnte Miranda die Stimmen ihrer Enkeltöchter hören. Sie war früher die Leitstute auf der Weide. Miranda erinnerte sich sofort an die ihr bekannten Pferde und antwortete ihnen. Sie war ganz aufgeregt, trabte über die Weide und wieherte laut. Die Enkeltöchter antworteten.

Miranda ist jetzt 10 Monate bei mir. Den ganzen Winter über konnte sie die jungen Stuten nicht hören, weil die im Stall waren, der sich an einem anderen Ort befindet. Trotzdem erkannte sie sofort die Stimmen der befreundeten Pferde. Wie lange dauert es, bis ein Pferd vergisst??? Auf alle Fälle länger als 10 Monate.

Miranda war gestern den ganzen Tag aufgeregt, aber nicht panisch. Als sie im Juni 2011, nach 20 Jahren auf der selben Weide hierher kam, war das ganz anders. Da drehte sie völlig durch! Sie galoppierte damals nur rum und schrie sich bald die Lunge aus dem Leib. Das Ende vom Lied: Sie lahmte. Gestern war sie zwar aufgeregt, blieb aber verhältnismäßig gelassen. Sie trabte und wieherte. Zwischendurch graste sie aber einfach weiter. Dann gabs wieder Phasen mit mehr Geschrei und Herumgerenne. Ich habe gestern ein kleines Video von einer ruhigeren Phase gedreht. Leider stehe ich zum Ende hin hinter einem Haselnussstrauch. Der Beruf der Kamerafrau ist doch nicht das richtige für mich… Ich bin einfach hinter dem Teil stehen geblieben, da ich nicht so doll mit der Kamera wackeln wollte. Ihr sollt ja nicht Seekrank werden beim Zuschauen. Also bitte nicht wundern, wenns ein Blick durch die Blätter ist… So haben wir gleich ein bisschen Maigrün mit auf dem Film! 😉

In dem Video seht ihr wie Miranda 2 x plötzlich den Kopf hochwirft. Da haben die jungen Stuten gewiehert. Dann antwortet Miranda. Das Mikrofon an der Kamera scheint nicht so gut zu sein. Deshalb hoffe ich, ihr könnt Miranda wieheren hören.

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Für die Seele 6

Gelb blüht

Gelb blüht das Land
in Frühjahrswärme
und weithin leuchtet
gelber Schein

Die Bienen fliegen
um zu nähren
den Blütenstaub
und Nektar heim

Das Frühjahr lebt
in heller Sonne
und weithin leuchtet
gelb der Schein

So ist es schön
in diesen Tagen
das Gelb, das wärmt
dein Herz im Schein

Gerhard Ledwina (*1949)

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1 x Fußpflege bitte…

Gestern war der Hufschmied da. Miranda und Bachus bekamen die Hufe gemacht.

Übrig blieb dies:

Das Ergebnis war das:

Nach der Pediküre gabs noch die Frühjahrs-Wurmkur. Das trifft nicht unbedingt auf wahre Begeisterung bei den beiden Pferden. Zu schmecken scheint es nicht besonders gut. Sie schlucken das Zeug aber trotzdem brav. Da ist der Eimer mit Müsli eine schöne Wiedergutmachung.

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Wo ist Bachus?

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Alles neu macht der Mai

Heute ist der 1. Mai und die Sonne scheint! Wie herrlich!!!

Ich liebe diese Jahreszeit ganz besonders. Es ist die Zeit des schnellen Wachstums. Die Natur gibt ordentlich Gas. Das möchte ich heute einfach in ein paar Fotos festhalten.

Maigrün

Faul in der Sonne abhängen

Die schönste Zeit zum Aufwachsen

Ich wünsche allen einen schönen Maifeiertag!

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Küken

Hier seht ihr 11 kleine Flauschbällchen. Sie sind gerade mal 2 Tage alt und schon ganz schön munter. Die Mama ist eine gerade mal 7 Monate alte Tochter von Trudi. Trudis Kinder sind ganz schön frühreif! Diesmal sind die Küken ganz bunt. Von Schwarz, über Schokobraun, Grau, bis Gelb ist alles dabei. Einige sind sogar zweifarbig!

Bilder von gestern, später nachmittag. Hier sind sie gerade einen Tag alt. Zwei ganz neugierige wuseln um die Mutti rum. Die anderen sitzen schon wieder unter der Glucke und lassen sich wärmen. Die Küken haben ja immer ihre Wärmflasche dabei. Wenn es ihnen kalt wird piepsen sie und schon lässt Mutti sie unter schlüpfen.

Heute morgen: Die Küken lernen essen und trinken. Am 1. Tag ernähren die kleinen sich vom Dottersack, der kurz vor dem Schlupf in den Bauch des Küken wandert. Das hat seinen Sinn, denn Hühnerküken sind Nestflüchter, die gleich mit der Mutter mitlaufen und so das Futter suchen müssen. Wenn nicht alle Küken am selben Tag schlüpfen, haben die älteren den Dottersack und brauchen kein Wasser oder Futter. Erst wenn aus allen Eiern Küken geschlüpft sind, verlässt die Glucke mit ihren Kleinen das Nest. Nun zeigt sie ihnen als erstes das Trinken und dann was so ein kleines Hühnchen alles essen darf. Sicher fragt ihr euch, woher die Glucke weiß, ob noch Küken schlüpfen, denn es sind nicht immer alle Eier befruchtet. Die kleinen Küken fangen schon einige Tage vor dem Schlupf an zu Piepsen. Die Mutter sitzt auf dem Nest und antwortet wie ein Bauchredner mit Gluckgeräuschen. So sind die Kleinen schon vor dem Schlupf auf die Stimme ihrer Mutter geprägt und die Mutter kennt die Stimme ihrer Kinder.

Hier ist ein kleines Filmchen von der Rasselbande!

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Miranda in der Zeitung!

Jetzt wird Miranda berühmt! Es hat sich doch eine Zeitung gefunden, die einen Artikel über die schöne Stute schreiben wollte. Ich füge Euch hier mal den Link zur aktuellen Ausgabe ein. Ihr müsst dann bitte auf die Seite 9 Blättern. Unten links ist der Bericht über Miranda zu finden.

Neue Stader Wochenblatt

Der Artikel ist recht schön geworden, leider fehlt ein Spendenaufruf und der Hinweiß, dass noch tatkräftige Unterstützung gesucht wird. Vielleicht schließen sich trotzdem zuverlässige Leute dem Projekt „Wir helfen Miranda“ an! 🙂

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Ich hab die Sonne gesehen!

Frühmorgens ließ sich der seltene Gast blicken. Schnell huschte ich, mit der Kamara in der Hand, auf die Weide, um ein paar Fotos für Euch zu machen.

Auch im Garten habe ich sie gesehen, die Morgensonne!

Die Pflanzen recken ihre Blüten ins Licht.

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Für die Seele 5

Manche Hunderassen sind mit Vorurteilen belegt. Dazu gehören die sogenannten Kampfhunde und auch die Molosser, wie z.B. die Deutsche Dogge. Doch sollte man nicht alle Hunde einer bestimmten Rasse über einen Kamm scheren. Die Verantworung was aus dem Hund wird, trägt der Besitzer. Ich habe zu diesem Thema diesen schönen Spruch gefunden. Denn es liegt viel Wahrheit darin. Die Hunde spiegeln immer ihre Besitzer wieder.

Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Gesellschaft oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute haben gefährliche.

Marc Aurel

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Husten

Mirandas Problem mit den Atemwegen ist mal besser und dann wieder schlechter. Die letzten beiden Tage waren nicht so gut. Sie hatte wieder stärkere Hustenanfälle. Zufälligerweise hatte ich in so einem Moment die Kamera dabei. Ich habe ein sehr kurzes Video von der hustenden Miranda gedreht. Leider bin ich ziemlich schnell auf „Stop“ gekommen und habe es nicht gemerkt. Deshalb ist der Film auch sehr kurz. Diesmal habe ich ordentlich mit der Kamera gewackelt! Noch mehr als bei den vorherigen Videos. Das lag auch an dem blöden Wind, der an diesem Tag sehr stark wehte. Ihr werdet es hören…

Hier ist erst einmal ein Bild von der hustenden Miranda. Man sieht deutlich die Rippen beim Husten.

Und nun der Kurzfilm! 😉

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Die Weidesaison ist eröffnet

Gestern ging es endlich auf die Weide. Die Pferde sind begeistert!

Durchgang geöffnet – die ersten Schritte.

Na, wo sind die Pferde?

Hier etwas dichter:

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Für die Seele 4

Ein Tag voller Leben
ist wertvoller als ein Berg Gold.

Yoshida Kenko

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Pferde und Hühner

Ein extra für „Edith und die Fellnasen“ frisch gedrehtes Hühner-Video! Ganz zum Schluss kommt auch Goldi mit ihren Küken ins Bild. Die Kleinen sind schon ganz schön gewachsen! 😉

Wer also gern Hühner anschaut, hat hier die Gelegenheit. Diesmal konnte ich das Video sogar richtig auf die Seite einbinden! Leider ist es noch etwas mehr verwackelt… Ich wünsche Euch trotzdem viel Spaß beim Anschauen!

Natürlich sind auch die Pferde mit von der Partie. Sobald ich mit den gefüllten Müsli-Eimern Richtung Weide marschiere, werde ich regelrecht vom Federvieh verfolgt. Hühner lernen schnell! Besonders wenns irgendwo etwas leckeres zum Essen gibt!!!

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Das Gras will noch nicht wachsen

Leider kommt das Graswachstum noch nicht so richtig in Gang. Die große Weide muss weiterhin für die Pferde gesperrt bleiben. Sie würden sonst die feine Grasnarbe, mit ihren Hufen zertrampeln. Deshalb holte ich gestern noch eine Hängerladung Heu vom Bauern. Für 12 Tage hatte ich noch Heu in der Scheune. Mit den 30 Bund von gestern, sollte es eigentlich bis zum Start der Weidesaison reichen. Mal sehen, ob das Wetter mitspielt? Bis jetzt war es zu kalt und zu trocken. Nach Ostern wurde es schon etwas wärmer und es gab ein bisschen Regen. Durch die Pferde wurde mir wieder viel mehr bewusst, wie sehr alles vom Klima abhängt.

Miranda geht es jetzt wieder viel besser. Sie kann momentan sehr gut atmen. Die quälenden Hustenanfälle sind selten geworden. Nur nach Anstrengungen, wie z. B. nach dem Wälzen, hustet sie noch. Die Diagnose vom Tierarzt hieß Dämpfigkeit. Das ist eine unheilbare und damit chronische Atemwegserkrankung beim Pferd. Laut Anweisung vom Doc, setzte ich das Medikament nach Ostern ab und die beiden blieben ganz draußen. Auch nach dem Absetzen des Hustenpulvers, ist der Husten nicht schlimmer geworden. Dies lässt mich hoffen, dass Miranda es überstanden hat. Um ihr körpereigenes Immunsystem anzuregen, versorge ich sie regelmäßig mit Reiki und Schüßler-Salzen. Dadurch soll sie so stabil werden, dass ihr der Staub nicht mehr so viel ausmacht und sich nicht mehr dieser fiese, zähe Schleim in der Lunge bildet, den sie nicht abhusten kann. Ich hoffe, dass sie so immer die Luft ohne Bauchatmung aus ihren Lungen bekommt und keine Kortison-Spritzen mehr braucht!

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Rehe

Das Reh

Das Reh springt hoch, das Reh springt weit.
Warum auch nicht – es hat ja Zeit!

Heinz Erhardt

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