Die liebe Stefanie hat vom Amazon-Wunschzettel etwas für die Hunde gespendet:
20 Rinderohren zum Knabbern und 6 x 800g Animonda Multi-Fleischcocktail
Vielen Dank meine liebe Stefanie. Die Hunde und ich freuen sich sehr!!!
Wenn jeder mal etwas gibt, funktioniert unser Gemeinschaftsprojekt!
Hier auf dem Hof leben außer den Pferden noch mehr Tiere, die niemand haben wollte. Dazu gehören auch meine beiden Spanier. Sie sind unvermittelbare Dauersitzer. Chica ein Angsthund, der viel Schlimmes in seinem Leben durchmachen musste. Der keinem Menschen vertraute. Campa ein Hund mit einem extremen Jagdtrieb. Der über jeden Zaun klettern kann, also ständig beaufsichtigt werden muss. Für diese Hunde wollte sich einfach kein Besitzer finden. Also blieben sie bei mir. Ich kann mit ihren Macken leben. Auch wenn ich mir immer wieder viele blöde Sprüche anhören muss, bin ich froh, diesen beiden ein Zuhause gegeben zu haben. Durch eine liebevolle und konsequente Erziehung, haben die beiden sehr große Fortschritte gemacht. Trotzdem wird ihre Vergangen immer ihr Verhalten prägen.
Ihr lieben Spender helft mir dabei, auch diesen Hunden ein gutes Zuhause zu geben. Mit eurer Hilfe bleibt der Gnadenbrotplatz der Tiere erhalten.
Die liebe Frau Spätlese hat eine großzügige Sachspende getätigt. Sie bestellte vom Amazon Wunschzettel, den die liebe Evette für uns eingerichtet hat:
5 x 200 Meter Weidezaunband = 1.000 Meter!!!
Danke liebe Frau Spätlese!!!
Außerdem hat sie noch einen ganz tollen Bericht über die Gemeinschaftsaktion: „Wir helfen Miranda“ auf ihrem Blog geschrieben. Besser hätte man es nicht schreiben können. Auch dafür bedanke ich mich bei Dir, liebe Frau Spätlese!!!
Miranda und Bachus haben zwei neue Nachbarn bekommen. Einen Hannoveraner Wallach und einen Shire-Horse-Mix Wallach. Beide sind noch junge Hüpfer, sehr schick und total lieb.
Die Weiden liegen nicht direkt nebeneinander, aber Sichtkontakt ist möglich. Seitdem Miranda die beiden jungen Herren auf der Nachbarweide entdeckt hat, flirtet sie lautstark über den Weidezaun. Bachus wirft nur Blicke rüber, die ich nicht genau deuten kann. Begeistert scheint er mir aber nicht zu sein. Vielleicht fürchtet er die junge Konkurrenz, weil seine schöne Stute sich nicht wirklich ladylike benimmt?
Vor dem Einzug der Junggesellen war dieser Teil der Weide völlig uninteressant. Weder Miranda noch Bachus haben sich hier lange aufgehalten. Pferdeäpfel musste ich hier nie wegmachen. Die beiden erledigen ihre Geschäfte immer so ziemlich an den selben Stellen.
Jetzt hat sich alles geändert. Miranda steht ewig lang vor dem Zaun und wiehert die beiden auf der anderen Seite an. Sie dreht elegant ein paar kleiner Runden vor dem Zaun, mit hoch aufgeworfenem Kopf und Schweif. Die Körperspannung und der stolze Blick verraten: „Hallo! Ich bin ein edles Wesen und verdiene Aufmerksamkeit!“ Dann gehts wieder auf den Ausganspunkt vor dem Zaun und ein lautes Wiehern klingt herüber…
Es wird jetzt wie wild in diese Ecke geäppelt und gepinkelt. Wahrscheinlich markieren die beiden ohne Ende, so wie es Hunde tun. Ich könnte mir die Botschaft von Bachus an die Jungspunde so vorstellten: „Hey ihr da drüben. Das ist meine Stute. Also Hufe weg!“
Miranda hat dagegen Herzchen in den Augen. Aber wer will es ihr verdenken? Sie stand ja 20 Jahre lang immer nur mit anderen Zuchtstuten auf der selben, abgelegenen Weide. Hier passierte nix. Nie sah sie fremde Pferde. Bachus war der erste männliche Vertreter der Gattung Pferd, dem sie begegnete. In unser tollen kontrollierten Welt, werden Zuchtstuten zum richtigen Zeitpunkt, künstlich besamt. Müssen ein Fohlen bekommen, ob sie wollen oder nicht. Selbst so alte und erfahrene Zuchtstuten wie Miranda, haben noch nie einen Hengst gesehen. Das erledigt alles die moderne Tiermedizin. Die Stute muss aufnehmen und ein gesundes Fohlen gebären. Wenn nicht, gehts ab zum Schlachter. Vielleicht würde die Natur das besser regeln, weil die Stute sich den Hengst aussucht? Aber der Mensch glaubt nur so die besten Sportpferde, die zukünftigen Sieger zu bekommen. Die viel Geld im Rennen, im Springen, in der Dressur einbringen.
Doch Miranda interessiert das alles nicht mehr die Bohne. Sie hat ein Leben als Zuchtstute hinter sich und genießt ihr Renterleben. Denn sie hatte Glück. Sie ist eine der wenigen Zuchtstuten die weiter leben darf, obwohl kein Fohlen mehr aus ihr rauszubekommen ist.
Die liebe Mathilda, mit dem wirklich sehenswerten Foto-Blog: „EINFACHTILDA – Viele Bilder, wenig Worte“, hat für die Pferde 2 Sack Eggersmann EMH Senior Müsli gespendet!
Vielen Dank meine liebe Mathilda!!! Du bist ein Mensch der Tat. Du hilfst ohne große Worte. Miranda, Bachus und ich freuen uns und wir sind Dir sehr, sehr dankbar!!!
Im Mai dieses Jahres, wurde Elisabeth durch den Zeitungsartikel über Miranda auf uns aufmerksam. Damals entschloss sie sich spontan, uns mit einer Spende zu helfen. Sie fand das Projekt „Wir helfen Miranda“ so gut, dass sie versprach, uns auch weiterhin beim Erhalt des Gnadenbrotplatzes der beiden Pferde zu unterstützen.
Gesagt – getan: Wir haben eine Spende von 50.- Euro erhalten, die wir sehr gut gebrauchen können!!! Denn die Kosten fressen mich langsam auf.
Deshalb geht mein herzlichster Dank an die liebe Elisabeth! Sie haben wirklich ein gutes Werk getan, welches uns so sehr hilft! Es geht nur mit der Unterstützung von solch tierlieben Menschen!!! DANKE!!!
Jetzt sehen die kleinen Küken wirklich wie Miniausgaben der Großen aus. Sie sind komplett durchgefiedert, alle Babyflaumfeder sind weg. Bis sie erwachsen sind, werden sie noch 3 x mausern. Deshalb kann man noch nicht endgültig sagen, wie sie als erwachsene Hühner aussehen.
Lustig sind die beiden weißen Küken. Eins von ihnen hat Bommeln links und rechts am Kopf, das endere eine Haube. Das hat der Hahn „Heiner Junior“ vererbt. Er ist ein Araucana Huhn. Das ist eine schwanzlose Hühnerrasse, mit Bärten und Bommeln am Kopf, die grüne Eier legen. Sie stammen ursprünglich aus den Basilianischen Regenwäldern, wo sie als halbwilde Hühner bei den Indianern lebten. Deshalb die grüne Eierschalenfarbe. So waren die Eier vor Fressfeinden besser geschützt.
Wenn eine Henne gluckt ist sie automatisch ranghoch. Es ist immer sehr schön zu beobachten, wie auch ein rangniedriges Huhn in dieser Zeit selbstbewusst seine Küken führt. Sonst eher ängstliche und zurückhaltende Hennen sind auf einmal forsch. Wenn die Küken größer werden und die Hormane der Glucke sich wieder ändern, verliert sie ihre ranghohe Stellung.
In diesem Video sieht man das auch bei meiner Glucke. Die erste erwachsene Henne die an an das Futter geht, wird von ihr vehement verjagt. Später kommen „Gucci“ und „Trudi“ ins Bild und die Glucke zieht sich sofort mit ihren Kindern zurück. „Trudi“ ist meine älteste und ranghöchte Henne. Sie ist die Mutter von der Glucke. „Gucci“ ist eine 3 Jahre alte Tochter von „Trudi“ und ebenfalls ein ranghohes Tier.
Ist es nicht schön, wenn Hühner in einer „Mehrgenerationen-Herde“ leben und ihre natürlichen Verhaltensweisen frei ausleben können?
Jetzt sind die Küken 3 Wochen alt und sehen aus wie kleine Miniaturausgaben der Großen. Vor einigen Tagen hat sich die Glucke mit ihren Kindern wieder der Herde angeschlossen. Die Kleinen werden so automatisch ein Teil der Herde. Anders ist es, wenn man die Glucke mit den Küken von der Herde abtrennt. Das machen viele, weil sie Angst haben, dass der Hahn oder die Tanten die Küken angreifen und verletzen könnten. Ich habe das aber noch nie erlebt. Wenn die Küken noch sehr klein sind, bleibt die Glucke sowieso etwas abseits der Herde. Die Kleinen haben noch nicht so einen großen Aktionsradius. Sie könnten der Herde noch gar nicht folgen, weil sie schnell müde werden, sich immer wieder ausruhen müssen und noch viel schlafen. So wie alle Tierbabys eben!
Wenn man aber die halberwachsenen Küken plötzlich in die Herde setzt, gibt es einige Tage nur Streitereien. Sie werden dann von den alten Hennen sehr gejagt und gehackt, da sie in der Hackordnung ganz unten stehen. Um dies zu vermeiden, wachsen sie bei mir mit den großen Hühner auf und lernen atomatisch, sich in die Hackordnung der Herde einzugliedern.
Übrigens haben meine Küken jetzt genau die Hälfte eines Masthuhnlebens erreicht. Die Hühner die ihr im Supermarkt kauft und esst sind alle 5 bis 6 Wochen alt geworden. Dann geht es ab zum Schlachter!!!
In diesen 6 Wochen ihrers Lebens haben sie nie die Sonne gespürt, nie Frischluft geatmet, sich nie ausstrecken können und nie ein Fipselchen Grünzeug gesehen!!!
Etwas Gutes hat der kalte und verregnete Sommer hier im Norden. Die Dasselfliege ist noch nicht aufgetaucht. Sie fliegt ab Ende Juli die Pferde an und spritzt im Flug ihre Eier in das Fell. Hierfür bevorzugt sie die Vorderbeine, Schulter und Flanke der Tiere. Der Pferdehalter sieht die kleinen, gelben Kugeln im Fell der Pferde kleben. Die Eier sind unheimlich schwer zu entfernen. Mit einem normalen Striegel ist da nichts zu machen. Es gibt hierfür spezielle Dasselfliegeneiermesser. Damit kann man die Eier aus dem Fell schaben. Das ist zwar mühsam, aber sehr nützlich, denn die Larve der Dasselfliege ist ein fieser Schädling.
Nachdem die Dasselfliege ihre Eier auf das Pferd abgelegt hat, schlüpfen nach 5 bis 10 Tagen die Larven. Diese lösen auf der Haut des Pferde einen Juckreiz aus, der sie zum Beknabbern und Belecken der Stellen bringt. Dabei nimmt das Pferd die Larven auf, die sich in die Zungenmuskulatur fressen. In der Zunge wachsen die ekligen Larven und häuten sich zum 2. Larvenstadium. Dies dauet 21 bis 28 Tage. Danach verlassen die Larven die Zunge und werden abgeschluckt. So landen sie im Magen. Dort heften sie sich mit ihren Mundhaken an die Magenschleimhaut und leben dort schmarotzend 8 bis 10 Monate lang. Sie erreichen hierbei eine Länge von gut 2 Zentimetern!
Im Frühsommer des folgenden Jahres werden die Larven mit dem Kot von den Pferden ausgeschieden. Sie verpuppen sich im Erdboden und nach 3 bis 8 Wochen schlüpft die neue Generation der Dasselfliegen.
Man kann sich vorstellen, was diese fiesen Schmarotzer im Körper der Pferde anrichten. Es kann zu Entzündungen im Maul und im Magen kommen. Je mehr Larven im Magen sitzen, desto größer ist die Schädigung der Schleimhaut. Es kann sogar zu Todesfällen kommen. Deshalb ist nicht nur das entfernen der Eier so wichtig, sondern auch eine Wurmkur zur richtigen Zeit. Denn mit der Wurmkur können nur Larven, die sich im Magen befinden, getötet werden. Die noch in der Zunge sitzen, bleiben verschont. Unser Tierarzt rät deshalb am Nikolaustag gegen Dassellarven zu entwurmen. Manche Tierärzte machen dies früher. Auf alle Fälle sollte im Herbst gegen diese fiesen Parasiten entwurmt werden, wenn Eier auf den Pferden entdeckt wurden.
Die Pferde sind jetzt seit über einem Jahr bei mir und wir haben uns in dieser Zeit sehr genau kennen gelernt. Sie haben Vertrauen und wissen, dass ich ihnen nur Gutes bringe wie: Futter, Aufmerksamkeit, Schutz, Pflege. Wenn sie mich sehen kommen sie sofort angelaufen, auch wenn sie am anderen Ende der Weide stehen. Sobald mich einer der beiden erblickt, wird die momentane Tätigkeit unterbrochen, was ja meistens grasen ist. Der Kopf geht hoch und sie kommen wiehrend zu mir. Am Anfang trottete Bachus immer einige Schritte hinter Miranda her. Sie war diejenge die aktiv zu mir kam.
Wenn ich mit Halfter in der Hand auf Bachus zuging, blieb er einfach stehen und wartete ab, was jetzt passieren würde. Seine Besitzerin erzählte mir, dass Bachus in dem Stall indem er vorher stand weg lief, wenn ihn jemand von der Koppel holen wollte. Dort wurde er zum Reiten von der Weide geholt. Bachus war ja mal ein Schulpferd und hat natürlich nicht immer gute Erfahrungen mit Reitanfängern gemacht. Außerdem kommen die Pferde in den großen Ställen nur für wenige Stunden auf die Weide, anders geht das nicht. Dadurch lernte Bachus, dass es nicht angenehm für ihn war, von der Weide geholt zu werden. Deshalb schaute er mich am Anfang wenn ich mit dem Halfter kam immer so an: „Bitte nicht reiten!“, lief aber nicht weg. Mittlerweile weiß er ganz genau, dass er nicht arbeiten muss. Seitdem kommt auch er aktiv auf mich zugelaufen. Egal ob ich ein Halfter in der Hand habe oder nicht. Dabei geht er sogar schon mal vor Miranda, obwohl sie die Leitstute ist.
Ich hatte ein tolles Mittel für kleinere Verletzungen bei den Pferden gekauft. Homeovet Hautlotion hilft sehr gut bei Schrammen, Abschürfungen oder Insektenstichen. Es ist ein ganz mildes Naturheilmittel, das Juckreiz und Schmerzen nimmt und direkt auf alle Wunden aufgetregen werden kann, ohne zu Brennen. Ich habs selbst bei mir ausprobiert und kann dies bestätigen! 😉
Dieses Mittel ist in einer braunen Glasflasche. Sobald ich diese Glasflasche in der Hand habe, läuft Bachus vor mir davon! Ich wollte ihm das Zeug auf eine kleine Schramme an der Flanke auftragen. Das war aber nicht möglich, weil Bachus vor mir weglief. Ich ließ mich aber nicht auf dieses Fangenspielen ein und dreht mich einfach um. Ging ein paar Schritte in die andere Richtung und versteckte die Flasche. Bachus kam hinter mir her. Als er die Flasche in meiner Hand sah, dreht er wieder um! Jetzt wusste ich, dass es an der braunen Glasflasche lag. Er wird wohl in seinem langen Leben einige Injektionen erhalten haben. Denn Tierärzte haben ihre Medikamente in solchen braunen Glasflaschen.
Ich habe auch noch ein biologisches Fliegenmittel für die Pferde. Das ist vollständig natürlich aus ätherischen Ölen, ohne Pestizide oder sonstwelcher Chemie. Wenn die Fliegen und Bremsen die Pferde zu doll ärgern, reibe ich die beiden damit ein. Sie haben dann einige Stunden Ruhe. Dieses Mittel ist in einer großen braunen Glasflasche. Was meint ihr wie Bachus reagiert, wenn er diese Flasche in meinen Händen sieht? Richtig, er gibt Hackengas!
Deshalb muss ich tricksen. Das Wundenmittel wird in eine kleine Plastikdose umgefüllt. Die passt gut in jede Tasche und Bachus hat keine Angst mehr. Das Fliegenzeugs wird außer Sichtweide der Pferde auf einen dicken, weichen Schwamm aufgetragen. Und schon kann ich beide damit einreiben, ohne mich auf Fangenspiele einzulassen.
Hieran sieht man sehr schön, wie Pferde aus Erfahrungen lernen. Was Bachus hier zeigt ist ganz eindeutig erlerntes Verhalten. Das funktioniert im positiven, wie im negativen Sinne. Ich habe festgestellt, es lassen sich negative Erfahrungen durch andauernde positive Reize löschen. Ein Mensch der mit Halfter auf Bachus zugeht, bedeutet für ihn jetzt nichts Unangenehmes mehr. Selbst unsere beiden Rentner-Pferde können sich auf neue Situationen einstellen und ihr ganzes Leben dazu lernen!
Mal wieder ein Blick auf die Küken.
Jetzt haben die kleinen schon völlig befiederte Flügel und die Schwanzfedern fangen an zu wachsen. Sie entfernen sich schon weiter von der Mama. Dieser Film zeigt sehr schön, wie die Glucke scharrt. Sie geht einen Schritt vor, scharrt einige Male den Boden auf, geht zurück und sucht nach Würmchen und anderen fressbaren Dingen. Die Kinder haben schnell gelernt, dass es etwas leckeres zum Essen gibt und warten, bis die Glucke mit ihren typischen Glucklauten, ein Würmchen meldet. Das schnellste Küken kriegt den Wurm! Die meisten Glucken scharren wie wild! Es kommt nicht selten vor, dass dabei die Küken durch die Gegend fliegen, so eifrig ist die Glucke am Scharren. Die Scharrlust legt sich wieder, sobald das Huhn aufhört zu glucken.
Heute möchte ich Euch die Katze „Pisa“ vorstellen. Sie ist die wahre Herrin des Hofes!
Pisa ist als letzte von einer Unmenge an Katzen übrig geblieben, die eines Tages mein Haus belagerten. Ich schaute morgens aus dem Fenster und sah überall Katzen sitzen! Auf dem Gartentisch, auf den Zaunpfählen, auf der Mülltonne, auf der Terrasse, im Gras – überall waren Katzen. Einge saßen außen auf dem Fenstersims und schauten durch die Scheibe ins Haus! Ich fragte mich, was ist denn hier los? Musste an Edgar Wallace und die Vögel denken. Überlegte ob ich wirklich raus gehen sollte. Es war schon ein bisschen unheimlich…
Wo die Katzen her kamen, war mir bekannt. Im Nebenhaus wohnten ganz schlimme Tiermessies. Ihr kennt das bestimmt aus dem Fernsehen? Das sind Leute die ein Haus inklusive Grundstück in nicht mal einem Jahr vollkommen vermüllen können und dazu alles voll mit Tieren stopfen. Nach einiger Zeit wächst ihnen die Sache vollkommen über den Kopf und das ganze endet in einer großen Katastrophe.
So war es auch hier. Die Katzen die diese Leute horteten, waren alle unkastriert. Es wimmelte von Babys. Wieviele erwachsene Tiere hier rumliefen, wusste niemand. Geschätzt waren es 100 bis 150 Katzen, die alle ziemlich gleich aussahen, wegen der Inzucht! Es gab Unmengen an roten Katern, schwarze Katzen mit weißen Pfötchen und weißem Latz, dreifarbige Weibchen und getigerte. Diese Tiermessies hatten auch noch so um die 50 Hunde, mindestens 10 Pferde, eine Ziegenherde, Kaninchen die in vollig verkoteten Käfigen saßen und was weiß ich noch für Tiere. Seit Jahren versuchten wir diese Leute zu stoppen und den Tieren zu helfen. Alles vergebens, weil das Veterinäramt nicht einschritt. Diese Verhältnisse sogar noch mit seinem Nichthandeln unterstützte. Mittlerweile hatten sich mehrerer Tierschutzvereine meinem Kampf gegen diese Menschen angeschlossen.
An dem Morgen, als die Katzen mein Haus belagerten, merkten wir, dass die Tiermessies in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwunden waren. Wie lange sie schon weg waren wussten wir nicht. Zwar hatten sie ihre Tiere schon vorher nicht ausreichend gefüttert, aber nun hatten die Katzen richtig Kohldampf. Mit Hilfe der Tierhilfe Stade versorgte ich die Katzen erst einmal mit Futter. Die meisten Tiere waren krank und halbwild, da man sich nie richtig um sie gekümmert hatte. Die Kätzinnen bekamen irgendwo ihre Babys und die wuchsen ohne direkten Kontakt zum Menschen auf. Solche Katzen werden dann nicht mehr zahm. Wir fingen die kranken und unkastrierten Tiere mit einer Falle ein, ließen sie kastrieren und von einem Tierarzt behandeln. Die nicht ganz so scheu waren, wurden in gute Hände vermittelt. Dabei half die Tierhilfe Stade und Christane Krieg, die Autorin von dem Buch „Tierschutzgeschichten aus Großhandsdorf“.
Übrig blieben die ganz scheuen, die kranken und die verhaltensgestörten Katzen. Sie blieben bei mir auf dem Hof. Von nun an war ich die Pflegestelle für diese Katzen. Mit der Zeit wurden einige zutraulicher und ich konnte sie anfassen. Doch wenn Fremde auf den Hof kamen, waren alle Katzen verschwunden. Die genaue Zahl der Katzen die hier blieben weiß ich nicht. Es waren wohl gut zwei Dutzend. Da die meisten schlimme Infektionskrankheiten hatten, war ihr Leben nicht so lang, wie das einer behüteten Hauskatze. So nahm der Bestand im Laufe der Jahre ab.
Die Katzen waren es nicht gewohnt im Haus zu leben. Sie lebten halbwild draußen. Nur wenige kamen auch mal ins Haus. Darunter war Pisa. Eine behinderte Katze mit einem schiefen Kopf, die nicht erkennen konnte, aus welcher Richtung die Geräusche kamen. Bei Pisa ist die Nickhaut (das dritte Augenlied bei Katzen) ständig vorgefallen. Wie gut sie sehen kann weiß ich nicht. Pisa kam bei den Messies zur Welt. Ich sah sie schon als kleines Kätzchen mit dem schiefen Kopf rumlaufen. Gerade an dem schiefen Kopf konnte ich sie gut erkennen. Deshalb gab ich ihr auch ihren Namen.
Pisa war unter den „Unvermittelbaren“, denn niemand wollte eine behinderte und kranke Katze haben. Mittlerweile sind alle anderen Katzen gestorben und Pisa ist die alleinige Hofkatze.
Leider sind die schlimmen Verhältnisse bei den Messies auch nicht spurlos an Pisa vorbei gegangen. Sie hat eine unheilbare Infektionskrankheit, die ihr immer mal wieder zu schaffen macht. Zwei Mal ist sie dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen. Ich konnte sie gemeinsam mit der Tierärztin wieder aufpäppeln. Pisa hat eine enorme Lebenskraft. Das zeigt auch, dass sie trotz Behinderung, als kleines Kätzchen, bei den Tiermessies überlebt hat.
Da wir gerade beim Thema Reiki sind, möchte ich Euch die Lebensregeln nennen, die Dr. Mikao Usui für seine Schüler aufgestellt hat. Alle Reiki-Praktizierenden die im Usui-System eingeweiht wurden, erhalten diese Regeln. Ich finde wir sollten alle versuchen sie in unserem täglichen Leben umzusetzen!
Reiki ist eine alte japanische Heilmethode, die harmonisiert, ausgleicht und die Selbstheilungskräfte anregt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Reiki-Heilmethode von dem japanischen Gelehrten Dr. Mikao Usui wieder entdeckt. Das Wort Reiki ist japanisch und bedeutet „universelle Lebensenergie“. Das ist die Energie, ohne die ein Leben nicht möglich wäre. Wer mit Reiki heilt, kanalisiert diese Lebensernergie und gibt sie verstärkt weiter. Dies geschieht durch einfaches Hände auflegen. Der Empfänger spürt die Reiki-Energie als ein Kribbeln, oder wie ein Fließen und als angenehme Wärme. Weil Reiki den Körper, Geist und die Seele entspannt, kommt der Reiki-Empfänger nach kurzer Zeit zur Ruhe. Dies geht bis zur vollkommenen Entspannung und zu einem schlafähnlichen Zustand. Nicht wenige schlafen bei einer Reiki-Gabe auch richtig ein. 😉
Meine Tiere bekommen oft Reiki von mir, da gerade Tiere hierauf sehr gut ansprechen. Egal ob Hund, Katze, Huhn, Schaf oder Pferd, alle genießen die universelle Lebensenergie. Sie kommen zur Ruhe und dösen vor sich hin.
Hier sieht man Miranda, wie sie Reiki von mir bekommt.
Ihr Maul ist entspannt, die Augen halb geschlossen. Miranda fängt an zu dösen und genießt die Reiki-Gabe.
Da Reiki die Selbstheilungskräft anregt, Schmerzen nimmt, Verspannungen löst, kann man es sehr gut bei kleinen Verletzungen anwenden. Es ist sozusagen die 1. Hilfe, die ich immer dabei habe.
Reiki wirkt nicht nur bei Tieren, es hilft auch uns Menschen. Ich bin 1997 zum Reiki gekommen. Habe mich in die traditionelle Lehre nach dem Usui-System in den 1. Grad einweihen lassen. 1999 ließ ich mich zur Reiki-Meisterin einweihen und sammelte viele wunderbare Erfahrungen mit der Reiki-Enerige. Seit 2007 bin ich Reiki-Meisterin / Lehrerin und kann seitdem andere in die Reiki-Enerige einweihen.
sind die kleinen Küken. Die Federn an den Flügelchen sind schon gewachsen. Bald werden sie sie benutzen, wenn es zu Fuß nicht schnell genug geht. Sie flattern dabei einige Zentimeter über der Erde und kommen so schnell zur Mutter, wenn die etwas interessantes zu Fressen gefunden hat.
Evette, eine engergierte Tierschützerin, wurde durch den Zeitungsartikel im Buxtehuder Wochenblatt auf uns aufmerksam. Sie entschloss sich spontan, uns zu unterstützen und schickte den Pferden ein dickes Überraschungspaket! Das war vielleicht eine Freude! 😀
Beim Auspacken entdeckte ich lauter schöne und nützliche Dinge wie:
Kanne Engergie-Barren für Bachus, Putzsachen, Warnschilder, total schicke Halfter und Führstricke.
Ein super schönes, gepolstertes Halfter, in einem sagenhaften Blau-Ton, mit kleinen silbernen Pferdchen drauf und passendem Führstrick, bekommt Bachus! Schade, dass das Wetter nicht mitspielt, ich wollte so gern Fotos von Bachus in seinem neuen Outfit posten. Die werden aber folgen, sobald es mal trocken ist!
Erst einmal geht mein großer Dank an Evette für ihre tollen Sachspenden!
Liebe Evette, mein Stallbursche hat für Dich ein kleines „Danke-schön-Tänzchen“ einstudiert.
Wenn ihr sie sucht… ich hab sie gesehen. Ist zwar schon ein paar Tage her, die Bilder waren noch auf meiner Kamera, aber es gibt sie noch. Hab sie gerade erwischt, bevor sie verschwinden wollte.
Die Verändung muss beim einzelnen beginnen,
jeder von uns kann dieser einzelne sein.
Niemand kann es sich leisten, einfach umherzublicken
und auf jemand zu warten, der das tun soll,
was man selber nicht tun will.
Heute hat Gina die Besitzerin von Bachus, das Wort. Sie berichtet von Bachus Lebensweg, soweit er ihr bekannt ist. Seine ersten Lenbensjahre und wo Bachus genau herkommt, bleibt wohl für immer ein Rätsel.
Wann und wo Bachus geboren wurde ist unbekannt. Gina lernete ihn kennen, als er ein Schulpferd war. Das bedeutete für den Wallach ständig Kinder die nicht reiten konnten, auf seinem Rücken tragen. Ein Mädchen kaufte ihn der Reitschule ab und verkaufte ihn etwas später an Gina. Da sollte Bachus angeblich 8 Jahre alt sein. Gina schulte ihn auf Westernreiten um und verbrachte eine schöne Zeit mit ihm. Als Gina älter wurde und sich um ihre Ausbildung kümmern musste, verkaufte sie Bachus an einen Mann, der ein Pony für seinen Sohn suchte. Bachus wurde wieder im englischen Reitstil geritten. Gina glaubte den Wallach in gute Hände, bis sie Jahre später einen Anruf erhielt. Von hier an wird Gina Euch die Geschichte weiter erzählen:
Das dringed gesuchte Beistellpferd
Mirandas Rettung grenzte fast an ein Wunder: Susannes großer Einsatz und die immense Schar von Helfern mit großen Herzen für Tiere. Doch allein stehen konnte und sollte die schöne Hannoveraner-Stute nicht. Ihre Retterin machte sich auf die Suche nach einem Beistellpferd – das war Bachus Glück.
Ein Anruf mit Folgen
Eines Tages Anfang 2011 klingelte bei mir das Telefon. Am anderen Ende war eine Reitstallbesitzerin aus einer inzwischen ziemlich fernen Vergangenheit. Ihr Anruf war ein Hilferuf, mein früheres Reitpony Bachus, das ich längst in guten Händen glaubte, war in Gefahr. Der Besitzer an den ich ihn vor Jahren abgegeben hatte und im guten Glauben war, als Reitpony für seinen Sohn sei für Bachus gesorgt, kümmere sich nicht mehr. Er sei Alkoholiker geworden, bezahle die Stallmiete nicht mehr und habe sich schon lange nicht mehr sehen lassen. Die Reitstallbesitzerin könne und wolle nicht auf den Kosten sitzen bleiben und habe um viele Umwege meine Telefonnummer herausbekommen, um mich über die Situation zu informieren und um Hilfe zu bitten – eine letzte Chance für den alten Fuchswallach. Andernfalls „käme er weg“…
Bachus wird geholfen – nur wie?
Der Anruf überfiel mich wie eine Lawine. Ich hatte einen befristeten Job mit einem äußerst geringen Gehalt, eine Risikoschwangerschaft und auch sonst lag einiges im Argen. Wie sollte da ein Pferd reinpassen?
Doch ich musste Bachus helfen, das stand außer Frage. Wie verrückt suchte ich nach einer Möglichkeit, ihn unterzubringen und kam schließlich durch einige Umwege auf die Anzeige von Susanne, sie suche ein Beistellpferd. Das war die Lösung! Sie war am Telefon sehr nett und ich wollte ihr Bachus gern anvertrauen. Sie setzte zudem einen monatlichen echten Tierschutz-Preis an, der kaum die laufenden Kosten deckt. Doch auch das war für mich finanziell nicht zu stemmen – vor allem in Anbetracht des Babys, das wir bald bekommen sollten.
Gemeinschaftsspenden
Unangenehm, aber notwendig: Ich musste in meiner Familie hausieren gehen…alle stimmten zu, monatlich einen kleinen Betrag zu geben, der ihnen nicht weh tut. So kommt auch heute noch die monatliche Summe zusammen. Nachdem die finanzielle Seite geklärt war, konnte ich Susanne eine positive Rückmeldung geben und die nächste Baustelle angehen. Wie sollte Bachus die rund dreihundert Kilometer transportiert werden? Auch hier sprang eine Bekannte mit einem sehr großen Tierschutzherzen ein und fuhr uns, was einen ganzen Tag in Anspruch nahm.
Im Pferdesenioren-Paradies
Nachdem wir bei Susanne und Miranda angekommen waren und die Pferde bekannt gemacht worden sind, blieb mir abends Zeit für ein Resümee. Die Zeit mit Bachus war eine der schönsten in meinem Leben. Etliche Stunden verbrachten wir auf endlosen Ausritten, bei Bodenarbeit oder der Pferdepflege. Ihm nun einen schönen Lebensabend zu gewähren, war das Beste, was uns beiden passieren konnte. Alle Pferdehalter sollten sich bereits beim Kauf ihrer Vierbeiner darüber Gedanken machen, was im Alter mit ihnen passieren soll und rechtzeitig Vorsorge treffen.
Auf dieser Seite findet Ihr eine Beschreibung, wie man ganz einfach bei Zooplus eine Bestellung für uns aufgeben kann. Mathilda meinte, es wäre eine große Hilfe für alle die uns mit Sachspenden unterstützen möchten, wie z.B. Futter, Leckerlis usw. diese kurzen und knappen Infos darüber zu finden.
Gedacht – getan: Die Seite „Helfen – ganz einfach!“ findet Ihr in der oberen Menue-Leiste, oder auf den oberen Link klicken.
Bachus hatte Besuch von seinen Besitzern, die jetzt eine kleine Familie geworden sind. Der Sohnemann ist gerade mal ein halbes Jahr alt und hat überhaupt keine Berührungsängste mit den großen Tieren.
Bachus machte brav das Reitpony, Miranda schnupperte ganz vorsichtig an dem Baby. Für sie war es sicher das erste Mal, dass sie ein so kleines Menschenkind zu gesicht bekam. Wir hatten aber das Gefühl, sie erkannte, dass es sich um ein Baby handelte, weil sie so vorsichtig war. Miranda war ja selbst ihr ganzes Leben lang ein Muttertier. Vielleicht weiß sie deshalb was ein Baby ist und dass man damit ganz vorsichtig umgehen muss?
War schon süß das Kind mit den Pferden zu beobachten! 😀
Heute geht es mal nicht um die Pferde. Es leben noch ein paar andere Tiere bei mir auf dem Hof, die niemand haben wollte. Vor einiger Zeit bat mich ein Leser auch über diese Tieren zu berichten, weil so die Zusammenhänge für Außenstehende besser verständlich werden.
Deshalb stelle ich euch heute die Hunde vor. Es sind ehemalige spanische Straßenhunde, die in ihrem Land keine Chance auf ein Zuhause hatten.
Als erstes ist da Chica, ein Podenco-Pointer-Mix, ein Spanischer Jagdhund.
Dies ist das 1. Bild von Chica als sie zu mir kam.
Chica kommt von der Insel Fuerteventura. Diese beliebte Urlaubsinsel war für die Hündin kein Paradies. So weit es sich nachvollziehen lässt, muss Chica auf der Straße gelebt haben. Ob sie ein Welpe von einer Straßenhündin war oder bei einem Jäger geboren wurde, ist unbekannt. Jagdhunde haben es in Spanien allerding auch nicht besser als Straßenhunde. Die Jäger halten ihre Hunde außerhalb der Jagdsaison an kurzen Ketten oder in Zwingern. Sie versorgen die Tiere gerade so mit Futter und Wasser, das sie nicht eingehen und in der nächsten Saison wieder zum Jagen benutzt werden können. Hunde die sich als nicht jagdtauglich zeigen, werden vom Jäger entsorgt. Sie werden entweder mit Stricken in den Bäumen erhängt, ertränkt, mit Benzin übergossen und angezündet oder einfach nur ausgesetzt. Der Fantasie der Männer ist hierbei keine Grenzen gesetzt. Manche Hunde werden auch einfach in den Tötungsstationen abgegeben. Dort werden sie unter den schlimmsten Umständen 12 Tage aufbewahrt und dann getötet.
Chica wurde gemeinsam mit ihrem Bruder Chico von irgend jemanden auf der Insel eingefangen und an eine kurze Kette gelegt. Tierschützer von der Tierhilfe Fuerteventura e.V. überredeten diese Leute die Hunde rauszugeben. Die waren irgendwann einverstanden und so flogen die Tierschützer Chica & Chico nach Deutschland aus. Sie kamen auf eine Pflegestelle und Bruder Chico wurde bald vermittelt. Er war nicht ganz so ängstlich wie seine Schwester. Chica war aber durch ihre schlimmen Erlebnisse auf der Straße und an der Kette so voller Angst, dass sie regelrecht panisch reagierte. Sie hatte ihr Vertrauen zu den Menschen vollkommen verloren. Wenn Interessenten auf die Pflegestelle kamen um sie anzuschauen, machte sie vor lauter Angst unter sich. Sie ließ sich nicht anfassen, wich allen Leuten aus. Als ich Chica auf der Pflegestelle sah, war sie schon 1 1/2 Jahre dort. Ihr Verhalten hatte sich kaum gebessert. Einmal gab es in dieser Zeit einen Vermittlungsversuch, aber die Leute brachten sie nach 4 Stunden wieder, weil Chica nur Angst hatte. Danach wollte sie niemand mehr haben. Sie war eine Dauersitzerin auf der Pflegestelle.
Eigentlich war ich wegen eines anderen Hundes dort. Doch dann sah ich Chica und sprach sie an. Ich kniete mich hin und Chica kam zu mir. Sie ließ sich sogar von mir anfassen. Das hatte sie noch nie gemacht! Da war für mich klar, ich würde diese Hündin zu mir nehmen. Damals war Chica ungefähr 6 oder 7 Jahre alt. Sie lebt jetzt gut 3 Jahre bei mir und hat enorme Fortschritte gemacht. Sie hat sich von einem Angsthund in ein selbstbewusstes, sanftes und vorsichtiges Wesen verwandelt!
Als zweites ist da Campa, ein Ratonero Bodequero Andaluz, ein Spanischer Terrier.
Campa frisch aus Spanien gekommen, auf ihrem Bett in der Küche.
Campa kommt aus der Gegend Kastilien-La Mancha. Sie war ein Straßenhund, der in einem zur Ruine verfallenen Steinhaus, ohne Dach, mit anderen Straßenhunden zusammen lebte. Tierschützer entdeckten die Hunde dort und fütterten sie. Campa war scheu und schlau, sie ließ sich nicht einfangen. Eine spanische Tierschützerin brachte jeden Tag Futter zur Ruine, bis sie Campas Vertrauen so weit bekam, dass es ihr gelang sie einzufangen. So landete die kleine Hündin in der Albergue Villarrobledo, die von spanischen Tierschützern betrieben wird. Diese werden von dem deutschen Verein A.S.P.A.-Friends Germany unterstützt, für den ich mich als Pflegestelle zur Verfügung stellte.
Campa war auf der Seite von ASPA als Notfall ausgewiesen, weil sie sich aufgegeben hatte. Sie lag den ganzen Tag apathisch im Auto der Tierschützer und verließ dieses nur, um zu Fressen oder ein Häufchen zu machen. Außerdem hatte sie angefangen über die Zäune der Albergue zu klettern, was natürlich sehr gefährlich für die Hündin war. In Spanien hält kaum jemand an, wenn ein Hund vor das Auto läuft. Viele halten sogar drauf und versuchen den Hund zu erwischen! Außerdem kann ein Straßenhund erschossen, oder von den städtischen Tierfängern eingefangen werden. Dann kommt er in die Tötung! Die Tierschützer machten sich viele Sorgen, wenn Campa mal wieder über den Zaun gekletter war. Da ich gerade meinen letzten Pflegehund vermittelt hatte, erklärte ich mich bereit, Campa aufzunehmen. Sie kam also als Pflegehund zu mir, war ca. 2 oder 3 Jahre alt und total traumatisiert. Die vielen Hunde, die Hektik und das eingesperrt sein in der Alberge, hatte sie nicht gut überstanden. Das war alles zu viel für die intelligente Hündin und sie hatte sich aufgegeben. Nun war sie in Deutschland und in Sicherheit aber woher sollte sie das wissen. Die erste Woche lag sie nur in der Küche, auf dem Hundebett. Sie zeigte kaum eine Gefühlsregung, benahm sich ähnlich wie ein Mensch mit Depressionen. Nach einer Woche taute sie langsam auf. Plötzlich zeigte sie, was wirklich in ihr steckte: Ein Terrier der zum Rattentöten gezüchtet wurde. Dieses liebe kleine Hündchen, konnte blitzschnell zum entschlossenen Jäger mutieren. In sekundenschnelle kletterte sie über den Gartenzaun und riss eines meiner Hühner! Jetzt wurde ihr extrem starker Jagdtrieb erkannbar. Dieser Hund hatte sich in Spanien mit jagen am Leben gehalten. Campa war also zum Schutz der Wildtiere nicht ableinbar. Man konnte sie auch nicht ohne Aufsicht im Garten lassen, da sie wirklich über jeden Zaun klettern konnte! Es war klar, mit diesem Hund musste viel gearbeitet werden. Leider wollte sie deswegen niemand haben. Nachdem sie 10 Monate bei mir war, entschloss ich mich sie zu behalten. Ich brachte es nicht übers Herz, Campa aus ihrer gewohnten Umgebung zu reissen.
Diese beiden Hunde haben sich trotz ihrer Vergangenheit zu liebenswerten Haushunden entwickelt. Sie haben eine starke Bindung zu mir aufgebaut, sind selbstbewußt und anpassungsfähig. Sie haben viel gelernt, können sogar ein paar kleine Kunststücke, wollen immer alles richtig machen und gefallen. Hundetrainer und -psychologen sagen, wenn ein Welpe in der Prägephase keinen Umgang mit den Menschen gelernt hat, wird das nix mehr. Ich kann das nicht bestätigen. Selbst Straßenhunde die nie eine Bindung zum Menschen hatten, können trotzdem gute Familienhunde werden. Sie sind natürlich viel selbständiger als unsere deutschen Hunde, weil sie für sich selbst sorgen mussten. Ein Straßenhund muss immer die richtige Entscheidung treffen, hiervon kann sein Leben abhängen. Trotzdem sind auch diese Hunde froh, wenn ein Mensch die Aufgabe als Rudelführer übernimmt. Dieser Mensch muss sich nur als zuverlässig und vertrauenswürdig erweisen.
Hier sind zwei Videos, wie Chica und Campa eine Aufgabe lösen. Ein Hund darf das Spiel machen, der andere muss warten und zuschauen. Wie ihr seht, sind beide mit Begeisterung dabei und warten auch wirklich, bis sie das Kommando zum Suchen bekommen!
Genau heute sind die Pferde 1 Jahr bei mir. Wir feiern also unser 1. Jubiläum!
Für Miranda ist es aber auch der 1. Geburtstag ihres neuen Lebens. Denn wenn es nach dem Willen des Züchters gegangen wäre, wäre sie schon im Juni letzten Jahres geschlachtet worden. Miranda ist nur deshalb noch am Leben, weil ich extra für sie und Bachus einen Gnadenbrotplatz geschaffen habe. Hätte ich sie nicht aufgenommen, wäre sie jetzt schon ein Jahr tot! Nur weil ich vom Schicksal dieser ausgenutzten Hannoveraner Zuchtstute erfuhr, bekam sie eine Chance am Leben zu bleiben. Da niemand bereit war dieses Tier aufzunehmen, begann ich mit der Pferdehaltung. Unter normalen Umständen hätte ich mir niemals ein Pferd angeschafft. Damals war alles Neuland für mich. Ich hatte ungefähr drölfeinhalb Prozent Pferdewissen, was ein bisschen mehr ist als garnix!
Am Anfang war es nicht leicht, weil Miranda total abdrehte. Nach 20 Jahren auf der selben Weide, im selben Stall, wurde sie auf einmal in eine fremde Umgebung gekarrt. Sie hatte Panik, sie schrie, ich sah das Weiße in ihren Augen. Von der Herde getrennt, allein im fremden Stall. Wahrscheinlich dachte sie wirklich dies würde ihr Tod bedeuten. Da bekam ich Angst vor meiner eigenen Courage. Ich zweifelte an mir, ob ich mit diesen großen Tieren umgehen könnte. Aber nun gab es kein Zurück mehr! Ich stellt mich meiner neuen Aufgabe.
Schnell lernte ich die Pferde immer besser zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Bald merkte ich, dass diese großen, starken Tiere mir freiwillig gehorchten. Miranda tat dies sogar in für sie beängstigende Situationen. Und am Anfang hatte sie vor allem Neuen und Unbekannten Angst. Der Züchter hatte ja nicht viel mit ihr gemacht. Deshalb kannte sie so gut wie gar nichts. Sie kannte nicht einmal ihren Namen, oder dass sich ein Mensch mit ihr besonders beschäftigte. Sie war emotional total verschlossen. Bachus war anders, der kannte verschiedene Situationen und Menschen. Er stand zuletzt in einem Reitstall und war einiges an Trubel gewohnt. Miranda stand immer nur auf einer sehr ruhig gelegenen Weide.
Ich gab uns Zeit, damit wir drei uns richtig kennen lernen konnten. Jeden Tag striegelte ich die Pferde, damit sie sich an mich und die Berührungen von mir gewöhnten. Natürlich beobachtete ich die beiden und lernte viel über ihre Körpersprache und dem natürlichen Verhalten der Pferde. So wuchs das Vertrauen zwischen uns und auch Miranda entspannte sich immer mehr.
Heute blicke ich auf ein wunderbares und sehr lehrreiches Jahr zurück. Durch die Pferde habe ich viele einmalige Erfahrungen machen dürfen. Ich bin sehr dankbar dafür! Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung in meinem Leben, für die ich gern meine Energie, Kraft und Lebenzeit gebe! Dankbar bin ich Miranda und Bachus, die es mir so leicht gemacht haben! Dankbar bin ich auch allen die die Rettung von Miranda durch ihre Mithilfe möglich machten. Und ich danke allen die uns unterstützen, den Gnadenbrotplatz für Miranda und Bachus zu erhalten!
Wir sind ein Ganzes, das nur durch gegenseitige Hilfe und Unterstützung funktionieren kann!!! DANKE EUCH ALLEN!!!
Die liebe Birgit hat gestern einen total netten Kommentar geschrieben und dabei weitere Hilfe für Miranda angekündigt. Damit dieser Kommentar nicht ungelesen bleibt, mache ich daraus meinen heutigen Bericht. Denn wie ihr lesen werdet, gibt es wieder eine tolle Veranstaltung für Gartenfreunde, Kaffeetanten, Kuchenesser und Liebhaber schöner Dinge: Der „Tag der Gartendeko“. Wer also aus dem Landkreis Harburg, Stade, Cuxhaven oder drum herum kommt, kann mich gern unter Kontakt anschreiben. Ich gebe euch dann die Anschrift von Birgit und ihrer Familie! Aber lest selbst was Brigit geschrieben hat.
Liebe Susanne,
zuerst sei angemerkt, dass Du ein ganz toller Typ bist mit unglaublich viel Herzensbildung!
Ich freue mich sehr, Dich persönlich kennengelernt zu haben.
Miranda auf der grossen Koppel zu sehen, streicheln zu können und dabei festzustellen, das sie eine ganz, ganz knuffige Pferdedame ist, war einfach nur toll!!!!
Ich wünsche mir sehr, dass sie bei Dir so richtig alt werden wird – diese niedliche, lustige und neugierige wunderschöne Stute.
Wir werden Dich weiter unterstützen.
Unsere nächste Veranstaltung am Sa. 7.7. und So. 8.7.12 (Tag der Gartendeko) mit tollem Kaffee,- u. Kuchentafel steht wieder als Spendenaktion für Miranda. Die Einnahmen hieraus gehen 1 zu 1 an Dich. Vielleicht sind ja im Landkreis Stade und/oder Harburg Menschen, die uns besuchen möchten. Ebenso werden wir vom Verkauf von Rosenkugeln, Gartensteelen u. Gartenfiguren – alles handgefertigte eigene Töpferwaren den Spendentopf füttern!
Außerdem haben wir Pflanzen wie Farne, Katzenminze, Nelken, Fette Henne u.v. mehr was ebenfalls für kleines Geld käuflich erworben werden kann – alles zugunsten Miranda.
Falls jemand wissen möchte, wie er uns findet kannst Du, liebe Susanne ja den Kontakt (Weitergabe unserer Anschrift) gerne vermitteln. Bin gespannt, ob uns liebe Mitstreiter besuchen und sich zu erkennen geben, ich jedenfalls würde mich im Sinne der wirklich guten Sache sehr freuen!!!