Nichts ist so ehrlich und so selbstlos
wie die Liebe eines Tieres.
Ursula Kohaupt
…gibts jetzt noch mal zwei Bilder von den Lämmchen.
Aufgenommen von meiner Nachbarin, am 27.05.2015
Ganz schön gewachsen sind die kleinen Hüpfer!
Kerstin und Uwe haben unseren beiden Böcken Carsten und Theo, 10.- Euro Friseur-Geld geschenkt! Das ist so lieb von Euch!!! Vielen Dank Ihr Lieben!!!
Jetzt muss es nur endlich trocken bleiben, dann werden die Schafe geschoren.
Meine Nachbarin hat zwei kleine Filme von den Schafen gedreht. Der erste Film zeigt wie die Herde auf uns zustürmt, nachdem ich die Schafe gerufen habe. Mit dem Stock beschütze ich meine mutige Nachbarin, die sogar stehen geblieben ist, vor Carsten. Jeder Schäfer hat einen Stock dabei. Der richtige Schäferstock hat am Ende einen Hacken. Damit kann der Schäfer einzelne Tiere herausfangen. Ich benutze den Stock nur, um mir die Böcke vom Leib zu halten. Meine Schafe sind so zahm, da brauche ich keinen Haken, um sie einzufangen. Aber ein Schafbock ist kein Kuscheltier. Man sollte ihn lieber nie aus den Augen lassen, auch nicht wenn er gerade einen friedlichen Eindruck macht. Ihr kennt das ja: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“!
Der zweite Film zeigt die Lämmchen Angelina und Theodor, 23 und 25 Tage alt.
Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
Mahatma Gandhi
Zwei Videos von den Lämmern.
Das erste Video zeigt die beiden Lämmer, Angelina und Theodor, beim Milch trinken. Der Unterstand wurde mal wieder vom Bock Carsten zerlegt.
Das zweite Video ist eine aufwendig gedrehte und künstlerisch sehr wertvolle Arbeit. Es wurde eine subtile Unschärfe auf die einzelnen Bilder gelegt, was an eine falsche Kameraeinstellung oder an einen Low-Budget-Film denken lässt. Die ungehemmten Kameraschwenks vermitteln hingegen den Eindruck eines Super 8 Films, von Urlaubern an der Adria, in den 1950er Jahren gedreht. Hierbei kommt das „La Dolce Vita“ sehr gut zum Ausdruck. Kunstkenner werden sicher die Aussage dieses Werkes verstehen. Ich weiß zufällig, dass das Fellmonsterchen sich sehr in der alternativen Filmszene auskennt. Für Neulinge auf dem Gebiet der Filmkunst: Man beachte das im Hintergrund weidende Reh, welches der Frau hinter der Kamera kaum eines Blickes würdigt. Diese Aufnahmen entstanden nicht im Wildpark, sondern in der freien Natur. Das Reh ist also nicht Bambi, es handelt sich um ein scheues Wildtier, immer vorsichtig und fluchtbereit.
Dieses Nest hat eine Amsel im Knöterich gebaut.
Ist das nicht ein kleines Kunstwerk? Ich bin immer wieder erstaunt, wie Vögel aus kleinen Stöckern, so schöne Nester flechten können! Leider ist die Amsel seit ein paar Tagen nicht wieder gekommen. Ich hab mal ins Nest geschaut, zwei Eier liegen darin.
Ob Frau Amsel etwas passiert ist?
Wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
Pearl C. Buck
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Wie in dieser Kastanie
Immer wieder werden einem Steine in den Weg gelegt. Diesmal ist es Ebay, die den Hals nicht voll genug bekommen können. Ebay hat die Gebühren erhöht. Es fallen nicht nur 10% Verkaufsgebühr auf den Verkaufspreis an, nein auch für die Versandkosten berechnet Ebay jetzt 10% Verkaufsgebühr!
Wenn ich jetzt einen Artikel für 1.- Euro verkaufe, was in der Vergangenheit häufig vorkam, muss ich so viel Verkaufsgebühren zahlen, das ich den Artikel lieber gleich im Müll entsorgen kann. Vor der Gebührenerhöhung bekam Ebay bei einem Verkaufspreis von 1.- Euro immerhin 10 Cent Verkaufsgebühr. Was ich auch schon recht viel fand. Aber jetzt kann es richtig teuer werden. Wenn dieser 1.- Euro Artikel in einem Paket für 6,99 Euro versendet wird, bekommt Ebay 79 Cent Verkaufsgebühr! Was soll denn da noch für die Pferde übrig bleiben. Wird der Artikel auch noch mit Paypal bezahlt, kann ich ihn gleich in die Mülltonne stopfen. Durch die zusätzlichen hohen Paypalgebühren, wird es zum richtigen Verlustgeschäft.
Außerdem sind die monatlich 100 Auktionen ohne Einstellgebühren, auf 20 Auktionen pro Monat reduziert worden. Ab dem 21. Artikel werden pro Artikel 50 Cent fällig, die auch bei Nichtverkauf nicht zurück gezahlt werden.
Ist das nicht eine unverschämte Abzocke von Ebay??? Nur weil sie keine Konkurrenz haben, ist so etwas möglich.
Die höheren Gebühren einfach an die Käufer weiter geben, ist dagegen so eine Sache. Ich berechne bei Ebay immer nur die wirklich fälligen Versandkosten. Bei Paketen oder Päckchen habe ich nichts aufgeschlagen, teilweise weniger verlangt, als der Versand bei Post oder Hermes kostet. Dafür habe ich alte Kartons gesammelt und die zum Versenden genutzt. Bei Briefen, Bücher- oder Warensendungen berechne ich die Portokosten + 10 Cent für eine nagelneue Luftpolstertasche, die ich ja auch kaufen muss. Trotzdem habe ich bei den Sternchen, die der Käufer für Versand- und Verpackungskosten gibt, nur 4,8 bis 4,9. Eine 5 bedeutet der Käufer ist zufrieden. Das Sternchen-Bewertungssystem bei Ebay hat Einfluss auf die Plazierung der Artikel. Je schlechter die Sternchen, desto schlechter die Plazierung. Warum vergeben Käufer nie 5 Sternchen? Was soll ich davon halten. Zeigt es die Moral der Käufer? Nie zufrieden sein, immer meckern? Oder bewerten die Käufer die Portokosten der Versandunternehmer auf meinen Rücken? Habe oft darüber nachgedacht, bin aber zu keiner Antwort gekommen. Was für Bewertungen wird es geben, wenn ich die 10% Verkaufsgebühren auf die Portokosten drauf rechne? Auf die 10% höheren Versandkosten schläg Ebay aber auch noch einmal 10% Verkaufsprovision drauf. Ist das eine Schraube ohne Ende?
Die Käufer im Ausland bewerten übrigens viel fairer, als deutsche Käufer. Ist das vielleicht typisch deutsch? Leider werde ich in Zukunft kein Auslandsverkauf mehr anbieten können, da die hohen Versandkosten ins Ausland, einen Verkauf unmöglich machen.
Ich weiß nicht ob es überhaupt noch sinnvoll ist etwas über Ebay zu verkaufen. Die Pferdekasse hat nicht mehr viel davon. Ebay ist der große Gewinner bei dieser Rechnung. Ich finde das sehr schade, aber Ebay will wohl die kleinen Verkäufer raus haben. Dabei hat das Ganze einem wirklich guten Zweck gedient.
Es gab gleich mehrere Vorteile:
1. Müllvermeidung: Menschen die Dinge nicht mehr brauchten, warfen diese nicht in den Müll, sondern spendeten diese für die Tiere.
2. Glücklich machen: Menschen die genau solch ein Teil brauchten und es sich vielleicht nicht neu leisten konnten, bekamen es zum Schnäppchenpreis.
3. Leere Mägen füllen: Der Erlös kam zu 100% den Pferden, Hunden und Katze zugute.
Nun ist dieses System von Ebay in die Tonne gekickt worden. Vielen Dank Ebay! 
Am 06.05.2015 hat die Aue Tinne ein Bocklämmchen geboren. Der kleine Kerl heißt Theodor. In meinem Vornamen-Buch steht bei Theodor: griechisch = das Geschenk Gottes. Ist das nicht passend?
Von den kleinen Lämmchen können wir lernen was Leichtigkeit ist. Sie hüpfen vergnügt durchs Leben. Alles ist interessant, alles wird untersucht, nichts macht ihnen Angst. Sie klettern auf die höchsten Hügel, sie rennen um die Wette. Die ganze Welt ist ein Riesenspaß für beide und sie genießen jeden Moment.
Ich wäre gern so fröhlich und sorglos wie meine beiden Lämmchen.
Die Aue Ante hat am 04.05.2015 ein weibliches Lamm zur Welt gebracht. Angelina ist auf diesem Video wenige Stunden alt und gibt schon ordentlich Gas!
Diesmal ist mir das Video etwas besser gelungen. Natürlich hüpft das Neugeborene immer mal wieder aus dem Bild, weil ich nicht schnell genug mit der Kamera hinterher komme. Dafür will die Schubkarre unbedingt ins Bild und Carsten, der böse Bock, hat die Gartenbank umgeboxt.
Die Schafe werden Ende des Monats geschoren, dann hat sich die Mutterkindbindung verfestigt. Für Schafe ist die Schur ein ziemlicher Stress. Sie müssen wirklich eingefangen werden und bleiben auch danach eine Zeit lang sehr misstrauisch. Ich lass sie deswegen nie hochtragend scheren und auch nicht, wenn die Lämmer erst ein paar Tage alt sind. Mir ist das Risiko einer Fehlgeburt oder eines verlassenen Lämmchens, das die Mutter nicht mehr versorgen will, zu hoch.
Ouessantschafe sind keine Wollschafe. Die Wollqualität ist von Tier zu Tier sehr unterschiedlich. Die Aue Ante hat z.B. keine gute Bewertung für die Wolle erhalten. Der kleine schwarze Bock hat viel schönere Wolle. Bei der Zucht spielt das aber keine Rolle, da diese Schafe nie auf Wolle gezüchtet wurden.
Wo befreundete Wege zusammenlaufen,
da sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus.
Hermann Hesse
Damit alle Arbeiten erledigt werden können, ist der Tagesablauf sehr oranganisiert und es wird früh aufgestanden. Alle Tiere sind Frühaufsteher, nur Mary nicht. Sie mag morgens weder aufstehen noch frühstücken!
Wahrscheinlich war sie mal bei Langschläfern zuhause. Es dauert immer ewig, bis diese Katze in die Puschen kommt.
Sind eure Tiere Frühausteher oder lassen sie euch ausschlafen?
Gestern hat es endlich geregnet. In der Nacht müssen die Blüten des Kirschbaums aufgegangen sein. Denn heute morgen sah es so aus:
Ist es nicht irre, wie schnell das geht? Es hat nur ein wenig Wasser gefehlt.
Und dies hier will ein Kastanienblatt werden.
Jetzt können wir ein Kirschblütenfest feiern!
Mary ist schon in Kuschellaune.
Es war übrigens das erste Mal, dass Mary sich von Besuchern anfassen ließ! Langsam verliert sie ihr Misstrauen gegenüber den Menschen.
Die Schnecke
Mit ihrem Haus nur geht sie aus.
Doch heute läßt sie ihr Haus zu Haus,
es drückt so auf den Hüften.
Und außerdem – das ist gescheit
und auch die allerhöchte Zeit:
sie muß ihr Haus mal lüften!Heinz Erhardt
Endlich lassen sich die ersten Farbtupfer sehen.
Ein paar Primelchen und Narzissen blühen. Die Bäume und Sträucher haben noch kaum Blätter. Kirsch- und Apfelbäume blühen auch noch nicht. Sicher wird es in den nächsten Tagen immer grüner werden.
Ist die Natur bei euch schon weiter?
Ein Projekt von Sylvia
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„Alles für die Katz“, sagt Chica, „wenn man sich nicht an dem verdammten Katzenviech vorbei traut“.
Vor 5 Jahren kamst Du als Pflegehund aus Spanien zu mir. Du warst damals ein Notfall, weil du dich aufgegeben hattest. Deine beste Freundin, eine große schwarze Hündin, hatte einen Pflegeplatz in Deutschland gefunden und durfte ausreisen. Plötzlich warst du allein in der spanischen Auffangstation. Na ja, allein kann man nicht sagen. Es waren ja noch über 200 andere Hunde dort. Die spanischen Tierschützer kümmerten sich sehr um dich. Aber deine Freundin fehlte dir und du kamst mit dem Stress dort nicht klar. Die vielen Hunde, der Krach, ein ständiges Kommen und Gehen, das alles machte dich fertig. Aus Verzweiflung fingst du an, über die 2 Meter hohe Umzäunung der Station zu klettern. Kamst aber immer wieder in die Auffangstation zurück. Wo solltest du auch hin? Leider war das ein sehr gefährliches Unterfangen. In Spanien lebt ihr Straßenhunde gefährlich. Die meisten werden nicht alt. Autofahrer bremsen nicht, sie halten drauf, wenn sie so eine Straßentöle wie dich sehen. Es liegen Giftköder aus, es wird auf euch geschossen. Kinder und Erwachsene werfen Steine, es gibt Fußtritte und Stockschläge, um euch zu verjagen. Ihr werdet mit Schlingen gefangen, in Bäumen erhängt oder mit Benzin übergossen und angezündet. Unsere Fantasie reicht nicht aus, um uns alles auszumalen, was mit euch auf spanischen Straßen passiert. Das war natürlich kein schönes und behütetes Leben für dich. Im Auffanglager warst du wenigstens sicher und die Tierschützer gaben dir zu essen. Draußen musstest du jeden Tag selbst sehen, wie du deinen Bauch voll bekommst. Weil deine Ausflüge immer länger dauerten, beschloss eine der Tierschützerinnen, dich abends mit nach Hause zu nehmen. Sie machte sich Sorgen, dass einer dieser Ausflüge dein letzter sein könnte. Leider wurdest du aber immer trauriger. Bald wolltest du nicht mehr aus dem Auto der Tierschützerin heraus kommen. Du lagst Tag und Nacht auf der Rückbank, nur zum Häufchen machen oder um etwas zu fressen, kamst du aus dem Wagen. Die Tierschützer sahen, wie es immer mehr bergab mit dir ging. Du hattest keinen Lebenswillen mehr. Da baten sie mich, dich auf Pflegestelle zu nehmen. Einerseits war es in Spanien für dich zu gefährlich, weil du wirklich über jeden Zaun klettern konntest. Andererseits hattest du keinen Lebenswillen mehr.
Campa in Spanien, im Auto der Tierschützer.
Traurig bleibt sie im Auto liegen.
Was blieb mir anderes übrig, als dich da rauszuholen? Im April 2010 kamst du als Pflegehund zu mir. Du warst geschätzt 3 Jahre alt, genau wissen wir das nicht. Du lebtest mit anderen Hunden zusammen in einem alten, verfallenen Steinhaus. Viel Müll lag dort drin und es hatte kein Dach. Ob du jemals ein Zuhause hattest oder auf der Straße geboren wurdest, wirst wohl nur du wissen. Eine spanische Tierschützerin entdeckte dich und die anderen Hunde in dem alten Steinhaus. Du warst schlau und schnell, trautest den Menschen nicht wirklich. Du lerntest aber sofort, das diese Frau täglich was essbares brachte. Du warst so stolz, weil du so eine gute Nase hattest und so schnell warst. So warst du immer die erste beim Futter, ließt dich aber nicht anfassen. Die spanische Tierschützerin brauchte Geduld. Es dauerte lange, bis sie dich schließlich einfangen konnte. Also du am 14. April 2010 zu mir kamst, warst du völlig fertig. Du hast eine ganze Woche lang auf dem Hundebett in der Küche gelegen. Bist nur zum Fressen oder Gassigehen aufgestanden. Nicht einmal die anderen Räume der Wohnung hast du dir angeschaut. Du hast eigentlich nur geschlafen. Ich konnte deinen Charakter nicht erkennen, du warst völlig verschlossen. Nach einer Woche bist du dann langsam aufgetaut. Es war so, als ob du erkannt hast, dass das ein Zuhause war. Das muss eine völlig neue Erfahrung für dich gewesen sein. Langsam zeigtest du Interesse an deiner neuen Welt. Wobei du niemals ängstlich warst, es fehlte dir nur dein Lebenswille.
Die erste Woche verbrachte Campa auf dem Hundebett in der Küche.
Stück für Stück wurdest du lebendiger und ich erkannte, wie schlau du warst und wie überlegt du handel konntest. Ja wirklich überlegt! So einen Hund wie dich hatte ich noch nie gehabt. Als erstes bist du über einen Zaun geklettert und hast eines meiner Hühner gekillt. Das ging alles innerhalb von Sekunden und ich war echt von den Socken! Du hast mir gezeigt, was ein Ratonero ist. Einer dieser hochbeinigen, spanischen Terrier, der zum Rattenfangen gezüchtet wurde. Ein Ratonero kennt keine Angst und ein Ratonero hetzt nicht planlos hinter einem Tier her. Wer sich mit Ratten anlegt, muss Mut haben und er geht strategisch und blitzschnell vor. Du verschwendest keine Energie. Man denkt, du stehst nur rum und guckst blöd in die Gegend. In Wirklichkeit laufen alle deine Sinne auf 110 Prozent, das sieht man dir nur nicht an. Kommt der richtige Moment, wirst du zur blitzschnellen Jägerin. Ein Sprung und der Vogel, der unvorsichtig tief an dir vorbei flog, ist tot. Ein Sprung und du kommst mit einem Maulwurf im Maul, aus dem hohen Gras zurück. Genau das hast du drauf und das macht dich so gefährlich. Man darf dich niedliches, ruhiges Hündchen nicht unterschätzen. Du würdest nie hinter einem Tier herhetzen, das ist für dich verschwendete Energie. In Spanien hast du aber gelernt, mit deiner Energie zu haushalten. Du wartest immer auf den richtigen Moment und dann bist du blitzschnell und absolut tödlich für deine Beute.
Mit Übung und Konsequenz konnte ich dir erkären, dass die Hühner nicht gefressen werden.
Campa, mein Unikat!
Deine Art zu Jagen und weil du wirklich über jeden Zaun klettern kannst, waren genau die Gründe, warum dich niemand haben wollte. Du saßt gut 10 Monate bei mir auf der Pflegestelle und kein Mensch wollte sich das mit dir antun. Du warst so selbstständig, hattest in Spanien gelernt, für dich allein zu sorgen. Du hattest in deinem spanischen Leben nie eine Beziehung zu einem Menschen gehabt. Du musstest lernen, dass Menschen mit dir kommunizieren können und dies auch tun. Und du musstest lernen, dass es sich lohnt, mit DEINEM Menschen eine Einheit zu bilden. Dir war klar, Futter konntest du notfalls selbst ranschaffen. Dafür brauchtest du keinen Menschen. Aber das DEIN Mensch dir Sicherheit und Schutz geben kann, das war fremd für dich. Ich muss gestehen, ich habe noch nie einen Hund gehabt, der so wie du jagd und tötet. Ich habe viel durch dich lernen können. Auf dich muss man ständig aufpassen. Weil du auch so verdammt schlau bist. Du lernst gleich beim ersten Mal, du brauchst keine Wiederholung. Das was du kannst, das sitzt und das vergisst du nie mehr. Du löst jedes Problem mit Ruhe und Geduld. Du gibst nie auf. Du bist nie albern und du spielst nicht. Weder mit Bällen, noch mit anderen Hunden.
Du warst also eine kleine oder größere Aufgabe. Das waren alles Gründe, warum man dich nicht so nebenbei mitlaufen lassen kann. Du brauchtest eine konsequente Erziehung und du musstest lernen, dich auf deinen Menschen zu verlassen. Du hast schnell gelernt und gut gehorcht, wenn der Befehl für dich sinnvoll erschien. Eigentlich wollte ich dich, nachdem du mein Huhn gekillt hast, so schnell wie möglich vermitteln. Die Leute die nach dir fragten, weil sie dein Foto gesehen hatten, wollten dich nicht einmal anschauen, nachdem sie von deinen „Macken“ erfuhren. Keiner wollte Dir eine Chance geben. Nach 10 Monaten warst du mir so ans Herz gewachsen, dass ich dich einfach behalten habe. Ich hätte es dir nicht antun können, dich hier wieder rauszureißen. Chica und du, ihr wart von der ersten Sekunde an beste Freunde. Ihr habt euch bis heute nicht ein einziges Mal angeknurrt, gestritten oder gemobbt. Jeder Platz, jeder Kauknochen und alles andere, wird freundschaftlich geteilt. Ihr könnt eure Schnauzen zusammen in eine Futterschüssel stecken und nichts passiert. Selbst wenn ihr es mal schafft den Katzennapf zu plündern, gibt es keinen Streit. Wir sind ein tolles Team und passen richtig gut zusammen.
Keiner weiß, wann wirklich dein Geburtstag ist. Ich habe deswegen entschieden, der Tag an dem du zu mir kamst, soll dein Geburtstag sein. Es ist ja sowas wie der Beginn deines neuen Lebens. Darum feiern wir heute deinen 8. Geburtstag, liebe Campa. Herzlichen Glückwunsch meine Süße!
Bei uns steht den Pferden immer frisches und sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Sie können 24 Stunden, rund um die Uhr, zur Tränke gehen. Es gibt Pferdebesitzer, die meinen es genüge, wenn ein Pferd nur einmal am Tag Wasser bekommt. Sie glauben das reicht, weil Wildpferde in der Natur, auch nur einmal täglich zur Tränke gehen. Ich finde das nicht richtig. Erstens sind unsere Pferde keine Wildpferde mehr und zweitens ist Wasser wichtig, für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere.
Gerade für eine gut funktionierende Verdauung, spielt ausreichend Wasser eine große Rolle. Es kann leicht zu Koliken kommen, wenn ein Pferd zu wenig trinkt. Deswegen sollte man im Winter immer ein Auge auf die Wassertemperatur haben. Es gibt Pferde, die trinken nicht gern kaltes Wasser. Sie dursten lieber und das kann schnell zu Problemen führen. Ich gieße deswegen im Winter, so viel heißes Wasser auf die Tränken, bis es lauwarm ist. So mögen die Pferde in kalten Wintern ihr Wasser am liebsten.
Je nach Körpergröße braucht ein Pferd bis zu 60 Liter Wasser am Tag. Die Menge variiert je nach Jahreszeit, Temperatur, Haltung und Futter. Wenn Pferde auf einer saftigen Weide stehen, brauchen sie weniger Wasser, weil das frische Gras schon einen Teil des Wasserbedarfs deckt. Bei Heufütterung trinken Pferde mehr. An heißen Sommertagen steigt der Wasserbedarf ebenfalls an. Pferde trinken aber nur sauberes Wasser. Wenn sie eine grüne, stinkende Brühe in ihrer Tränke vorfinden, trinken sie nicht.
Tränken müssen immer schön sauber gehalten werden.
Aber wie trinken Pferde? Sie saugen das Wasser in ihre Backentaschen. Dort sammelt es sich und kann geschluckt werden. Pferde saugen und trinken in mehreren Phasen. Zum Trinken senken Pferde den Kopf möglichst waagerecht zum Hals, um besser Schlucken zu können. Deswegen sollten Tränken nicht zu hoch angebracht werden. Bevor Pferde trinken, machen sie häufig Kaubewegungen und stecken die Zunge ins Wasser. Damit testen sie die Wassertemperatur. In der Saugphase pressen Pferde ihre Lippen fest zusammen und lassen nur eine kleine Öffnung. Mit der Zunge und den Backen saugen sie das Wasser an. Pferde saugen etwa fünf Mal, bevor die Schluckphase kommt. Sie heben dann den Kopf und schlucken das Wasser runter. In diesen Absetzphasen beobachten sie ihre Umgebung. In der freien Wildbahn lauern an Wasserstellen oft Jäger. Nur wer wachsam ist, kann rechtzeitig fliehen und überlebt. Dieses Verhalten steckt noch in unseren Hauspferden.
Pferde brauchen Wasser für alle Körperfunktionen. Es sollte ihnen deswegen immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Wasserentzug ist für ein Pferd nicht gut aber auch, wenn es zu viel auf einmal trinkt. Darum sollte man immer auf sauberes und frisches Wasser achten.
Miranda und Bachus lassen sich Zeit beim Trinken. Die Saug- und Schluckphasen wiederholen sich mehrmals. Hier sieht man Miranda, die den Kopf gehoben hat, ihre Umgebung beobachtet und das eingesaugte Wasser runter schluckt. Dabei läuft immer etwas Wasser wieder raus aus dem Maul.
Bei unserem Opa Bachus sieht das Trinken fast wie eine meditative Tätigkeit aus. Er lässt nach dem Trinken die Zunge aus dem Maul hängen, steht eine ganz Weile so da und horcht irgendwie in sich rein.
Deshalb schaut nicht weg, wenn jemanden Unrecht getan wird. Egal ob es ein Tier oder Mensch ist.
Für mich hätte sich hier im Dorf niemand eingesetzt, ich wäre gnadenlos beim Schlachter gelandet. Seid aufmerksam und helft wo ihr könnt!
Ich habe das große Glück und wurde gleich zweimal für den „Liebster Award“ nominiert. Vielen Dank!
Einmal von Ulla https://ullakeienburg.wordpress.com/2015/03/11/liebster-award/#comment-1946 bei der ich sehr gern lese. Auch ihre Fotos sind sehenswert. Also schaut ruhig mal rein.
Die zweite Nominierung kam vom Fellmonsterchen https://monstermeute.wordpress.com/2015/03/28/stockchenzeit-liebster-award-%E2%99%A5%E2%99%A5%E2%99%A5/. welches ihr alle kennt. Dazu brauch ich nix mehr schreiben. Oder doch? Also, wer sich an der Welteroberung beteiligen möchte, ist beim Fellmonsterchen richtig.
Nun muss ich zugeben, dass die Nominierungen schon etwas länger her sind. Leider hatte ich keine Zeit, die Fragen früher zu beantworten. Deswegen werde ich jetzt beide Nominierungen in eins abarbeiten. Der „Liebster Award“ soll anschließend weiter gegeben werden. Da ich aber nicht so viele Blogs lese, die mir bekannten Blogs schon nominiert habe, lass ich das sein. Ich weiß noch vom letzten Mal, dass die meisten sowieso nicht gern mitmachen. Deswegen überlass ich es einfach euch, ob ihr die Fragen mitnehmen wollt. Es bleibt bei den Fragen von Ulla & dem Fellmonsterchen. Ich denke mir keine neuen aus.
So nun geht es mit Ullas Fragen los:
1. Wie viel Zeit nimmst/nahmst Du Dir, um den gewünschten “Lieblings-Award” Beitrag fertig zu stellen?
So viel Zeit wie es braucht. Deswegen hats auch so lange gedauert – sorry! 😉
2. Was ist für Dich ein Dialog?
Ein Dialog ist für mich ein mündlicher oder schriftlicher Austausch. Super gut läuft es, wenn das was man sagt oder schreibt, auch noch beim anderen ankommt. Ein Dialog ist das Gegenteil vom Monolog. Es soll ja bekanntlich Leute geben, die sich gern reden hören…
3. Welches ist momentan Dein Lieblingswort?
Frühling
4. Welchen Stift benutzt Du am liebsten, wenn Du mit der Hand schreibst?
Kugelschreiber, die mit der dicken Mine.
5. Was macht Dich neugierig auf einen Menschen?
Seine Ausstrahlung
6. An was denkst Du, wenn Du das Wort “Enten” hörst?
An die indischen Laufenten der Nachbarn, die sich immer bei mir rumtreiben.
7. Was kommt Dir in den Sinn, wenn Du das Wort “Inklusion” hörst?
Inkluwas?
8. Wie viel Zeit verbringst Du mit der Pflege Deines Blogs?
Keine Ahnung? So jeden Tag ein bisschen? Darf ich nicht genau drüber nachdenken, weil es doch ganz schön viel Zeit frisst und ich hier den Laden alleine schmeiße.
9. Welchen Begriff wähltest Du, um Dich zu beschreiben?
Superwoman! Ne, kleiner Scherz. Keine Ahnung, da gibt es keinen Begriff. Ich mag mich so wie ich bin und ich bin gern mit mir zusammen. Das ist alles.
10. Wann kommen Dir die Ideen für Deine Beiträge?
Unterschiedlich. Viele Ideen kommen beim Weide abäppeln, weil das so eine meditative Arbeit ist. Aber es kann auch sein, dass ich was lese, eine Unterhaltung hatte oder etwas in der Glotze sehe und mich das inspiriert.
11. Was macht(e) Dich stolz bezüglich Deines Blogs?
Super stolz macht mich, dass das Projekt „Hilfe für Miranda“ überhaupt etwas geworden ist. Und gaaaanz stolz macht mich, dass so viele Menschen wirkliches Interesse am Schicksal einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute und ihrem alten Weidekumpel Bachus haben. Es macht mich stolz, dass so viele helfen wollen und die kleinen Geschichten von den Tieren gern verfolgen.
Nun kommen die Fragen vom Fellmonsterchen:
1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Durch Zufall. Ich wusste vorher nicht einmal, was ein Blog ist und das es sowas überhaupt gibt. Als ich anfing Miranda zu retten, erzählte ich jedem von ihrer bevorstehenden Schlachtung. So kam die Geschichte auch ins Internet. Ein IT-Mensch meldete sich, er wollte eine Homepage für Miranda einrichten und pflegen, damit wir mehr Menschen erreichen. Denn es wurde langsam eng, weil Mirandas Schlachttermin näher rückte und ich keine Ahnung hatte, wie ich ihr helfen konnte. So entstand die Seite „hilfefuermiranda.wordpress.com“ und ich hielt sie für eine Hompage. Der IT-Mann stellte die Berichte auf die Seite, die ich verfasste und ihm per Mail schickte. Dann fuhr er mit dem Auto nach Frankreich in den Urlaub. Er wusste nicht wie lange er weg sein würde und gab mir die Zugangsdaten der Seite. Ich stellte meinen ersten Bericht selber ein. Als ich mich da so durchwurschtelte, kapierte ich langsam, dass ich am Bloggen war! Wenn ich Miranda nicht gerettet hätte, wäre ich nie zum Blogger geworden! Echt nicht! Der IT-Typ der den Blog eingerichtet hatte, hat sich übrigens nie wieder aus dem Urlaub zurück gemeldet. Ich glaube der fährt immer noch mit dem Auto durch Frankreich – und das ist jetzt 4 Jahre her!
2. Welcher deiner Blogposts ist dein persönlicher Liebling?
Ich liebe sie alle, weil sie ein tolles Projekt und den damit verbundenen Erfolg zeigen.
3. Hast du durch dein Blog schon besondere Dinge erlebt, die ohne es vermutlich nie passiert wären?
Ja klar! Ich habe Mitgefühl, Hilfe und Unterstützung gefunden. Menschen aus fremden Orten, ja sogar fremden Ländern, haben sich zusammen geschlossen. Eine so große Welle der Hilfsbreitschaft und Solidarität, wäre ohne den Blog nie möglich gewesen. Alleine hätte ich kein Pferd retten können. Dann wäre Miranda den schrecklichen Weg wie alle anderen alten Zuchtstuten gegangen – zum Schlachter.
4. Für wen bloggst du?
Na das ist doch ganz klar: Für Miranda, Bachus, Chica, Campa, Mary. Und für alle ausrangierten Zuchtstuten, Sport- und Freizeitpferde, Straßenhunde, verwilderte Katzen. Also für die Tiere!
5. Welches der Blogs, denen du folgst, hasst du am meisten? (Die Softies unter euch dürfen auch gerne schreiben, welches sie am wenigsten mögen.)
Ich hasse keinen Blog. Wenn mir die Themen zu doof sind, werde ich dem Blog kaum folgen. Einmal hat mich eine Bloggerin sehr enttäuscht. Manchmal merkt man erst spät, wenn ein Mensch oberflächlich denkt und egoistisch handelt. Sie hatte einen Doggenwelpen gekauft, obwohl sie immer zwischen Indien – Österreich – Deutschland hin und her pendelte. Der Welpe sollte sie dabei begleiten. Alle Warnungen schlug sie in den Wind. Das ist natürlich schief gegangen und die Deutsche Dogge wurde als halbwüchsiger Junghund weggegeben. Gerade wer Doggen kennt, weiß wie sensibel sie sind und wie sie leiden. Ich hoffe für den armen Kerl, dass er in ein gutes Zuhause gekommen ist und dort für immer bleiben darf. Die selbe Dame hat in Indien, einen Straßenhund mit geborchenem Bein, unversorgt liegen lassen. Sie hatte Angst, sie könnte gebissen werden und es war ihr zu kompliziert nach einem Tierarzt oder ähnlichem zu suchen… Als ich das las, bekam ich richtig einen Stich in der Magengegend. Ich persönlich hätte Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um dem armen Hund zu helfen. Ich hätte es verstanden, wenn sie den verletzten Hund aufgenommen und behalten hätte, aber sie kaufte NACH dieser Geschichte den Doggenwelpen. So unterschiedlich können Menschen sein. Den Blog lese ich nicht mehr…
6. Findest du Inselfragen auch so doof wie ich?
Hä, was sind Inselfragen? Versteh ich nicht…
7. Wenn du entscheiden dürftest, welches Buch, Spiel oder anderes Medium verfilmt werden soll, welches würdest du wählen und wer sollte das Drehbuch schreiben?
Ich würde das Buch „Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen“ von Irmgard Keun verfilmen lassen.
8. Welches Videospiel hat dich am meisten beeindruckt?
Tetris fand ich damals ganz cool. Das kennt aber heute sicher kaum noch jemand.
9. Wenn du mit einer fiktiven oder realen, lebenden oder toten Person ein Bier/Kaffee/Tee/sonstwas trinken und gemütlich quatschen könntest, wen würdest du wählen?
Ha, ich nehm das A-Team. Ok, das ist mehr als eine Person, aber die treten ja nur im Rudel auf.
10. Was hältst du eigentlich von Terry Pratchett?
Kenn ich nicht.
11. Welchen deiner eigenen Blogposts magst du am wenigsten?
Keinen
Unsere „Haus & Hof Rehe“ statten auch hin und wieder den Pferden einen kleinen Besuch ab. Diese Fotos entstanden gestern, nachdem der Orkan durch war. Der Wind war zwar noch kräftig unterwegs, aber die Tiere trauten sich langsam wieder raus. Ich hoffe ihr alle habt den Sturm gut überstanden! Hier ist so weit alles heil geblieben.
Bachus ist wenig interessiert an den Rehen.
Miranda geht immer neugierig gucken, sobald die Rehe auftauchen.
Ist das nicht ein harmonisches Bild? Fast wie eine gemischte Herde.
Ein Projekt von Sylvia
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Gerad jetzt, wo es wieder kühl und stürmisch geworden ist, werfen unsere beiden Renter ihr Winterfell ab.
Nun ist wieder täglich striegeln angesagt, denn der Mensch muss im Fellwechsel helfen.
Es ist eine ganz schön schweißtreibende Arbeit, die Pferde aus ihrem Winterfell zu putzen. Aber sie lieben und genießen es! Auch beim Striegeln werden die Pferde bei mir nicht angebunden. Sie bleiben brav stehen, bis ich fertig bin. Meistens sind sie dann richtig schön am Dösen.
Besonders bei unserem Opa Bachus habe ich allerhand zu tun! Was ich bei ihm an Fell runter hole… Da kann ich glatt noch ein Pferd von Stricken. 
Am Sonntag geht es wieder los…
Die ätzende Zeitumstellung auf Sommerzeit. Die Tiere brauchen wieder mindestens eine Woche, bis sie sich daran gewöhnt haben. Und ich laufe rum wie Falschgeld, weil mein Bio-Rhythmus total in den Seilen hängt.
Meinetwegen könnte der Mist endlich abgeschafft werden!
Pferde sind Steppen- und Fluchttiere und schalfen anders als wir Menschen. Sie haben einen komplett anderen Lebensrythmus. Es wechseln Schlaf- und Ruhephasen von 1 oder 2 Stunden, mit aktiven Phasen von 2 – 3 Studen ab. Und zwar tagsüber, wie auch nachts. Eine Schlafphase fängt immer mit Ruhen im Stehen an. Dabei können Pferde auch in die Tiefschlafphase sinken. Das wurde erst vor kurzem wissenschaftlich bewiesen. Man fand heraus, dass auch Pferde die sich nicht mehr hinlegen, Tiefschlafphasen haben. Der Tiefschlaf ist wichtig, damit das Pferd sich körperlich und psychisch erholen kann.
Das Schlafverhalten eines Pferdes ändert sich im Laufe seinen Lebens. Wenn es alt wird, kann es sein, dass es sich nicht mehr hinlegt. Für ein Pferd ist das Aufstehen eine körperliche Höchstleistung. Alte Pferde wissen, dass sie nicht mehr schnell genug hoch kommen. Was aber für ein Leben als Beutetier, das Überleben sichert. Wenn sie im Stehen schlafen, können sie bei einer Störung, sofort mit Höchstgeschwindigkeit flüchten.
Bachus legt sich schon lange nicht mehr hin. Wir schätzen sein Alter so um die 30 Jahre. So weit wir wissen, legte er sich schon lange nicht mehr hin, bevor er zu mir kam. Ich habe ihn hier nie im Liegen schlafen sehen. Bachus ist trotzdem immer ausgeglichen und freundlich. Er kommt also in die so wichtige Tiefschlafphase und fühlt sich nach dem Schalf erholt und wohl.
Hier schlafen beide Pferde im Stehen. Bachus steht hinter Miranda.
Manchmal legen sich auch jüngere Pferde nicht hin. Das kann passieren, wenn sie sich nicht 100%ig sicher fühlen oder ihnen der Untergrund nicht trocken oder sauber genug ist. Sie bleiben dann stehen und kommen nicht in die Tiefschlafphase. Diese Pferde sind nach einer Weile unausgeglichen, nervös, zickig und unaufmerksam. Der Reiter bestraft sein Pferd, weil es „spinnt“. Dabei liegt es am Schlafmangel! Auch wir Menschen können keine gute Leistung bringen, wenn wir unter Schlafmangel leiden. Leider wird das Pferd oft falsch verstanden und bestraft, obwohl es an den Haltungsbedingungen liegt und nicht am Willen des Tieres.
Miranda legt sich gern zum Schlafen hin. Auch sie ruht zuerst im Stehen. Dann legt sie sich hin und stützt die Nase auf dem Boden auf. Es folgen meistens zwei kurze Tiefschlafphasen, in denen sie ganz ausgestreckt auf der Seite liegt. Die dauern höchstens 10 Minuten. Zwischen diesen beiden Phasen, richtet sie sich wieder auf und liegt mit aufgestütztem Kopf da, wie auf diesem Bild zu sehen ist.
Danach kommt die zweite Tiefschlafphase auf der Seite liegend.
In der Herde bleibt übrigens immer ein Pferd stehen um aufzupassen, während die anderen sich hinlegen. Das hat nichts mit der Rangordnung zu tun. Wer als erstes liegt, darf schlafen. Bei uns passt das ganz gut, weil Bachus sich ja nicht hinlegt. Miranda hat sehr großes Vertrauen zu mir. Sie legt sich gern zum Schlafen hin, wenn ich auf der Weide arbeite. Sie fühlt sich dadurch sicherer, weil sie denkt, dass ich auf die Herde aufpasse.