Marcy Girl

Die Ankunft und die erste Nacht.

Als ich Marcy abholte, schrie sie die ganze 1 ½ Stunden lange Autofahrt, in den schrillsten und höchsten Tönen. Und zwar so laut, ich hätte nie geglaubt, dass ein so kleines Hündchen, dermaßen laut schreien kann.

Zwischendurch ging das Jaulen in ein wütendes Heulen über. Die Kleine hat einen äußerst starken Willen und eine praktisch nicht vorhandene Frustrationsgrenze. Sie tobte ihn der Transportbox und hätte diese am liebsten geschreddert.

Als ich endlich zuhause ankam, wunderte ich mich, dass ich keinen bleibenden Hörschaden hatte.

Mit klingelnden Ohren, zeigte ich Giada mein Mitbringsel. Der Maremmano schaute erst in die Box, dann mich an und Giadas Blick fragte: „Was ist das denn? Igitt ein Baby? Nichts Erwachsenes? Wieso hast du ein nerviges Baby mitgebracht? Ich will meine Chica und Campa wieder haben!“

Ehrlich gesagt hatte ich mit so einer Reaktion gerechnet. Erwachsene Hunde brauchen immer Zeit, bis sie Welpen gut finden.

Ich versuchte die Sache für Giada schönzureden: „Das ist ein Baby. Du musst ganz lieb sein“. Giada kennt Katzenbabys, die sie immer angenommen hat und deshalb das Wort „Baby“. „Das ist DEIN Baby, hab ich extra für dich mitgebracht“.

Giada schaute sich die Kleine an, schnupperte kurz in ihre Richtung und ging demonstrativ zur Haustür. Schaute mir in die Augen und ihr Blick sagte: „Na dann viel Spaß mit dem nervigen Ding. Ich geh dann mal. Lässt du mich raus oder soll ich mir die Tür selber aufmachen?“

„Ok, wie du willst“, sagte ich und ließ Giada aus dem Haus. Marcy erkundete indes ihr neues Zuhause, wobei sie wieder jaulte und fiepte. Ein sehr gesprächiges, kleines Hündchen hatten wir da bekommen.

Giada blieb draußen, bis es plötzlich heftig zu regnen anfing. Wasser von oben findet unser Eisbär nicht so toll und kratze an der Haustür. Das ist ihr Zeichen, wenn sie rein möchte. Also machte ich den Pförtner und öffnete die Tür.

Giada kam herein und blieb nach zwei Schritten stehen. Ihr Blick sagte: „Oh ne, die Kleine ist immer noch da“. Dann überlegte Giada sich was besser sei, draußen nass werden oder den Welpen zu ertragen?

Giada entschloss sich im Haus zu bleiben, sprang auf die Kücheneckbank und legte sich dort hin. Sie wusste, dass die Kleine dort nicht raufkommen würde.

Mittlerweile war es 22.30 Uhr und der Regen hatte aufgehört. Ich ging mit Marcy zum Pischern in den Garten. Giada wollte nicht mit. Die Kleine erleichterte ihre Blase und wurde dafür ordentlich gelobt. Anschließend gab es etwas Futter und dann ging es ab ins Bett.

Die Nacht wurde total anstrengend, weil Marcy einfach nicht runter kam. Sie konnte nach dem anstrengenden Tag nicht entspannen. Wanderte ruhelos umher, jaulte und fiepte. Ich machte kaum ein Auge zu. Wenn ich mal weggedusselt war, weckte mich die Kleine wieder.

Um 5.00 Uhr in der Früh gab ich auf. Ich setzte mich völlig fertig, an den PC und versuchte meine Arbeit zu erledigen. Marcy legte sich unter meinen Schreibtisch, angedockt an meine Füße und pennte.  Das Geklapper der Tastatur schien sie zu beruhigen…

In diesem Moment sagte Marcy: „Du bist jetzt meine neue Mutti und ich laufe dir überall hin hinterher“. Sobald sie Körperkontakt mit mir hat, ist sie ruhig und zufrieden, sonst wird gefiept.

Die ersten Fotos im neuen Zuhause.

Marcy: Morgens am Tag nach ihrer Ankunft.

        

Schnell alles an Spielzeug rausgekramt was zu finden war.
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Welcome Marcy Baby!

Darf ich vorstellen? Das ist unsere neue Mitbewohnerin.

Man weiß nicht viel über die kleine Hündin. Sie kommt aus Rumänien, wo gerade eine Welpen-Schwemme herrscht. Dort werden Welpen wie Müll entsorgt. Einfach auf der Straße ausgesetzt, wenn sie niemand findet, ist das ihr Todesurteil.

Gerade wurden viele ausgesetzte Welpen gefunden, die zusammen in einer Gruppe unterwegs waren. Es waren auch zwei Mütter dabei. Doch niemand konnte einen einzelnen Welpen, einer der Mütter zuordnen.

Die Hündinnen kümmerten sich um den ganzen Kindergarten. Ob sie das freiwillig taten, oder ob die mutterlos ausgesetzten Kleinen sich einfach den Familien angeschlossen hatten, werden wir wohl nie erfahren.

Die kleine Marcy passte optisch nicht in diese Gruppe. Die anderen Babys hatten andere Fellfarben und Marcy war die einzige zottelige. Niemand weiß wo Marcy hergekommen ist und welche Hunderassen in ihr stecken.  

Wir wissen nur, dass sie ca. 5 Monate alt und nun bei uns in Sicherheit ist.

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Ein neuer Hund zieht auf den Gnadenhof

Giada hat den Verlust ihrer beiden Freundinnen Chica und Campa, nicht verkraften können. Die Herdenschutzhündin hat bei uns immer im Rudel gelebt. Jetzt gibt es kein Rudel mehr und Giada kommt damit nicht klar.

Sie kann nicht mehr alleine bleiben, ich muss aber mal einkaufen fahren oder andere Dinge erledigen. Sobald ich den Hof mit dem Auto verlassen möchte, dreht der Hund total durch. Das geht schon los, wenn Giada nur die Autotür hört. Starte ich den Motor ist alles aus. Sie schreit dann wie am Spieß und ist vollkommen außer Rand und Band!

Leider kann die große, schlaue und kräftige Hündin Türen öffnen, Gartentore schrotten und Zäune überspringen, die sie vor der Tragödie immer respektiert hatte.

Ich ließ mir tausend Tricks einfallen, in der Hoffnung es würde langsam besser werden.

Computer und Radio anlassen, damit Giada glaubt ich gehe nur kurz aus dem Haus, um etwas zu holen, denn das kennt sie. Nur einmal geklappt.

Auto etwas weiter vom Hof abstellen, damit sie den Motor nicht hört. Nur einmal geklappt.

Einfach mal so zum Auto gehen und eine Tür zuklappen wenn sie dabei ist. Hund wird sofort nervös, hechelt, fiept, weicht mir nicht von der Seite.

Hund ins Haus gebracht, Tür zu, um die Ecke gegangen. Hund stand schon neben mir. Giada öffnet die Tür schneller, als ich sie schließen kann.

Als es mir endlich mit ein paar technischen Änderungen gelang, unseren „Houdini“ sicher einzusperren, fuhr ich mit einem mulmigen Gefühl zum Einkaufen. Würde die Küche zerlegt sein, wenn ich wieder komme?

Es war noch schlimmer, Giada hatte sich das ganze Fell an der Seite herausgerissen!

Wie ein chinesischer Nackthund sieht sie nun aus!

Damit es unserem Eisbärchen wieder besser geht, werden wir ein Notfellchen von einem anderen Tierschutzverein übernehmen.

Die brauchen dringend Hilfe und auf unserem Gnadenhof ist ein Platz freigeworden.

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Kraft tanken auf der Pferdeweide

Ich hole mir Kraft bei den Pferden.

Über ein Jahrzehnt war Campa mein Fels in der Brandung. Sie war ein ganz besonderer Hund. Ruhte in sich und gab mir so viel Kraft. Campa half mir den blödesten Scheiß zu überstehen. Mit ihr konnte ich immer weitermachen, egal was war, egal wir hart es mich getroffen hatte.

Sie gab mir innere Ruhe, half mir wieder zu mir zu finden.

Jetzt habe das Gefühl, viel zu wenig von ihr und Chica berichtet zu haben. Es kommt mir so vor, als hätte ich jede Sekunde ihres Leben festhalten und mit euch teilen müssen. Es gibt so viel zu erzählen, weshalb habe ich das nicht zu Lebzeiten getan?

Jetzt sind sie beide tot. Es ist aus und vorbei und das ist so erschreckend für mich. Chica war von mir abhängig. Sie kam als Angst-, oder besser gesagt, als Panik-Hund zu mir. Wurde dann durch mich mutiger und lebensfroh.

Campa war selbstbewusst, hatte vor nichts und niemanden Angst. War immer ehrlich und authentisch. Sie hatte Jahre in Spanien auf der Straße leben müssen und sich erfolgreich durchgeschlagen. War in einem guten Ernährungszustand, als es endlich den spanischen Tierschützern gelang, sie einzufangen.

Campa konnte sich allein versorgen, sie brauchte mich nicht. Doch Campa war schlau, sie verstand, dass es viel angenehmer war, wenn ich für den vollen Fressnapf sorgte. Sie hätte durchaus ohne mich leben können, ging aber eine tiefe Beziehung zu mir ein. Diese war geprägt von gegenseitigem Respekt und voll tiefer Freundschaft.

Campa lernte schnell. Schneller als jeder andere Hund den ich jemals vor ihr hatte. Als ich ihr solche Dinge wie „Sitz“, „an der Leine gehen“, „Such“, usw beibrachte, hatte sie meistens schon beim 1. Mal begriffen, was ich von ihr wollte.

Campa braucht keine Wiederholungen, das einmal erlernte Kommando saß. Und was sie gelernt hatte, vergaß sie nie mehr. Ich konnte Übungen abfordern, die wir jahrelang nicht mehr gemacht hatten. Campa wusste was zu tun war.

Unsere Kommunikation funktionierte dabei fast ausschließlich über Körpersprache. Selten war ein Wort nötig. Es reichte ein kleines Schnalzen von mir, ein Blick oder eine Geste und Campa wusste was ich wollte. Gern tat sie was ich mir wünschte. Da war nichts vom störrischen Terrier-Dickkopf zu spüren, von dem so viele Hundehalter klagen.

Es war fast, als wären wir telepathisch verbunden. Besucher waren erstaunt über unsere Verbindung und wie wir zusammen harmonierten. Wie dieser Hund ohne Worte folgte und wusste was gemeint war.

Campa mochte unseren geregelten Tagesablauf. Sie war ein „Gewohnheitstier“ und brauchte ihre Ruhezeiten, Futter und Spaziergänge zur gewohnten Zeit. Spielen war nicht ihr Ding, weder mit Spielzeug noch mit anderen Hunden.

Campa war im ganzen Dorf bekannt und beliebt. Ich konnte mit ihr an Gärten mit kläffenden Tölen vorbeigehen, sie blieb entspannt. Nie bellte sie zurück, gönnte den Kläffern nicht einmal einen einzigen Blick.

Campa zog auch nie an der Leine und sie blieb geduldig stehen, wenn wir unterwegs Menschen trafen. Hier auf dem Land schnackt man noch miteinander. Beinahe jeden Morgen begegnete uns der 80-jährigen Bauern Hans auf dem Fahrrad, wenn er nach seinen Kühen schaute.

Auch er sprach mich einmal darauf an, wie brav Campa wartete, bis wir ausgeklönt hatten. Irgendwer lief uns immer über den Weg. Mit Hund oder ohne und jedes Mal lief die Begegnung entspannt ab. Auch Kinder konnten Campa streicheln und taten das gern. Eine kleine Gruppe Schulkinder die morgens auf den Schulbus warteten, freuten sich wenn ich mit Campa vorbeikam.

Campa behielt in jeder Situation und an jedem Ort die Ruhe. Ich konnte sich überall mit hinnehmen, denn ich wusste, Campa würde sich gut benehmen. Ich habe nie erlebt, dass sie mit einer Situation überfordert war.

Durch ihre Art und Weise in sich zu ruhen, hat Camp mir so sehr geholfen, nie den Mut zu verlieren, hat mir Stärke und Kraft gegeben. Nun muss ich diese Kraft bei den Pferden finden.

Giada ist ebenfalls eine starke Persönlichkeit. Momentan ist aber noch mehr aus dem Gleichgewicht gerissen als ich es bin. Der Herdenschutzhund braucht jetzt meine Stärke und ich hole mir die Kraft von den Pferden.

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Wir danken für so viel Hilfsbereitschaft!

Ihr seid einfach klasse!!!

Die letzten Tage haben wir so viele Spenden erhalten, dass wir die Tierarztrechnungen für Chica und Campa bezahlen konnten!!!

Unser großer Dank geht an die lieben Spender:

Cornelia – 10.- Euro

Karin & Ralf – 200.- Euro

Corinna – 100.- Euro

Ute – 25.- Euro

Anja – 25.- Euro

Birgit – 100.- Euro

Almuth – 20.- Euro

Und die restlichen 94,36 Euro hat ein anonymer Spender übernommen.

Wir sind euch so dankbar für so viel Hilfsbereitschaft. Gerade in diesen Tagen, wo überall Hilfe benötigt wird, habt ihr uns nicht vergessen.

Unsere Reichweite ist klein, denn wir sind nur ein kleiner Verein. Trotzdem konnten wir wieder einmal ein gutes Beispiel sein.

Wenn Menschen zusammenhalten, können wir viel bewegen und die Welt ein kleines bisschen besser machen. Danke, dass es EUCH gibt!

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Wir brauchen eure Hilfe

Noch ist die Tierarztrechnung nicht bezahlt. Bitte lasst uns nicht im Stich.

Diese lieben Unterstützer sind unserem Hilferuf bereits gefolgt und haben gespendet, damit wir die Rechnungen für Chica und Campa bezahlen können:

Veronika hat 50.- Euro gegeben

Ilona 100.- Euro

Und Kerstin & Uwe noch einmal 10.- Euro

Damit können wir 160.- Euro von der Gesamtsumme abziehen. Jetzt müssen wir noch 574,36 Euro zusammen bekommen.

Wenn jeder der dies liest, nur ein kleines bissen dazugibt, können wir es schaffen.

WIR DANKEN EUCH FÜR EURE ANTEILNAHME UND UNTERSTÜTZUNG

Sie waren vom ersten Moment an beste Freundinnen und sind nun wieder vereint, im Himmel.

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Die Tierarztrechnungen sind angekommen

Jetzt brauchen wir eure Hilfe!

Die Tierarztkosten für Chica und Campa belaufen sich insgesamt auf 1.234,36 Euro.

Das ist für unseren kleinen Verein nicht zu stemmen.

Zum Glück haben schon mehrere liebe Tierfreunde gespendet. Einfach so von sich heraus, ohne große Worte. Ich bin total gerührt über so viel Hilfsbereitschaft. Das ist in der ganzen Trauer, ein so großer Trost und eine unbeschreibliche Hilfe.

Wir danken diesen lieben Unterstützern von ganzen Herzen:

Ute – 50.- Euro

Corinna – 350.- Euro

Eva O. – 50.- Euro

Kerstin & Uwe – 50.- Euro

Somit haben wir schon 500.- Euro zusammen, die wir von der Summer abziehen können!!!

Jetzt fehlen noch 734,36 Euro.

Was meint ihr, schaffen wir das?

Es wäre so toll, wenn noch ein paar Tierfreunde, ein kleines bisschen dazugeben könnten. Viele kleine Spenden können uns helfen, dass wir die Rechnungen bezahlen können.

WIR DANKEN FÜR EURE HILFE!!! ❤

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Campa hat es leider nicht geschafft

Ich bin heute Mittag in die Tierklink gefahren und habe sie erlösen lassen.

Als ich zurückkam stand Giada laut jammernd im Garten! Ich hörte sie schon schreien, als ich unsere 250 Meter Zufahrt herunterfuhr. Es war ein bisschen unheimlich. So hatte ich sie noch nie schreien hören.

Zuerst dachte ich, ich höre den Hund im Haus schreien. Aber das war doch gar nicht möglich. Dann sah ich Giada schreiend im Garten stehen! Sie hatte die Haustür geöffnet und war zum Glück auf dem Hof geblieben!

Ich weiß, dass Giada Türen öffnen kann. Das hat sie aber seit gut 3 Jahre nie mehr getan. Ich hatte ihr am Anfang, als sie gerade neu zu uns auf den Hof kam erklärt, dass ich das nicht möchte. Das hat sie akzeptiert und immer meine Entscheidung respektiert, ob die Tür offen oder geschlossen ist.

Heute stand sie schreiend draußen! Giada war vollkommen aufgeregt, hechelte wie verrückt und kriegte sich gar nicht mehr ein. So hatte ich den Hund noch nie gesehen! Ich zeigte ihr Campas Körper, den ich im Auto hatte. Giada beschnupperte ihre Freundin und kam einfach nicht runter.

Jetzt klebt sie an mir, lässt mich nicht aus den Augen, folgt mir wie ein Schatten. Es ist so furchtbar.

Ich versuche mir meine Trauer und Verzweiflung, für Giada nicht anmerken zu lassen. Ich hoffe, ich kann dem Herdenschutzhund wieder die Sicherheit geben, die er braucht.

Momentan ist einfach alles zu viel.

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Wir bangen weiterhin um Campa

Campa muss leider noch in der Klink bleiben und bekommt weiterhin eine Dauerinfusion und verschiedene Medikamente. Ihr Zustand hat sich nicht wirklich gebessert. Was genau die Ursache ist, bleibt weiterhin unklar.

Der Durchfall konnte noch nicht gestoppt werden. Auf dem Ultraschallbild war zu erkennen, dass ihr Dünndarm, die Lymphknoten und das umliegende Gewebe stark entzündet sind. Das Blutbild zeigt, dass das Bluteiweiß lebensbedrohlich gesunken ist.

Entweder ist die Entzündung die Ursache, oder es hat einen noch weitaus ernsteren Hintergrund. Wir sind sehr traurig und hoffen, dass man Campa in der Klinik helfen kann und der Durchfall endlich aufhört. Heute Abend werde ich angerufen und erfahre wie es ihr dann geht.

Giada dreht total durch, weil nun auch noch ihre kleine Freundin verschwunden ist. Als ich gestern mit Campa zur Klinik aufbrach, schrie Giada verzweifelt hinter uns her.

So habe ich den sonst immer so souveränen und selbstbewussten Herdenschutzhund noch nie erlebt. Giada machte es nie etwas aus, wenn sie mal eine Weile allein sein musste. Ich habe nie erlebt, dass sie deswegen geweint hat.

Als ich ohne Campa nach Hause kam, war Giada völlig von der Rolle. Aufgeregt suchte sie die Kleine. Lief raus und schaute drinnen in jedes Zimmer. Dann schnupperte sie immer wieder lange und ausgiebig an mir.

Giada ist seitdem ganz verändert. Sie läuft keine Patrouille mehr, klebt jetzt förmlich an mir und lässt mich nicht aus den Augen.

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Eine tief traurige Zeit – Abschied von Chica und Angst um Campa

Chica tobt jetzt durch die ewigen Jagdgründe und Campa ist in der Tierklink.

Zu Chica: Es ging einfach nicht mehr. Ich habe in ihre Augen geblickt, die sagten ich möchte noch leben, aber ihr Körper konnte nicht mehr. Es tat mir in der Seele weh, als ich mit ihr unter dem Kirschbaum auf die Tierärztin wartete, die sie erlösen sollte.

Chicas Beine konnten sie nicht mehr tragen und das war kein Leben für sie. Chica hat es geliebt zu Laufen. Im Podenco steckt ja ein Schuss Windhund. Ich konnte sie nur erlösen lassen.

Die letzten Bilder von Chica.

Der Körper schwach, der Blick wach.

Hier ist sie für immer eingeschlafen und Giada hat sich gerade verabschiedet.

Das war alles schon schwer zu verkraften und nun ist auch noch Campa krank. Sehr krank! Ich musste sie heute Morgen in der Tierklink lassen. Campa bekommt eine Dauerinfusion und wird mit allerhand Medikamenten behandelt.

Was Campa hat ist noch unklar. Es fing mit Erbrechen und Durchfall an. In nicht einmal einer Woche, hat sie 1 kg abgenommen. Der Hund ist nur noch ein Schatten seiner Selbst. Der Dünndarm ist entzündet und die Blutwerte zeigen einen lebensbedrohlichen Zustand.

Die Tierärztin kann nicht sagen was dem Hund fehlt. Es kann eine sehr heftige Darmentzündung sein oder es kann etwas sehr viel schlimmeres dahinter stecken.

Es geht Campa sehr, sehr schlecht.

Bitte drückt ganz fest die Daumen und betet für die kleine Maus.

Ich hoffe so sehr, dass sie es schafft und wieder gesund wird.

Campa – vor einer Woche war sie noch gesund und kräftig

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Hausbesetzer

2021 scheint ein Schneckenjahr zu sein.

Jeden Morgen kleben, was weiß ich wie viele, Schnecken am Haus.

An der Fensterscheibe.

An der Haustür.

An den Zaunpfosten.

Aber der Oberhammer ist dieses Schneckentier, das ich in einem Ordner gefunden habe!

Ist sogar noch jemand im Haus!

Ich habe den kleinen Frechdachs vor die Tür gesetzt…

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Was ist das Wichtigste für uns?

Das sind unsere alten und unvermittelbaren Tiere und der Erhalt ihrer Gnadenbrotplätze.

Wir helfen Tieren die niemand mehr haben möchte.

Weil sie alt geworden oder krank sind. Weil sie vom Verhalten her schwierig sind oder nicht in jedes Umfeld passen. Wir machen das so gut wie wir können.

Versuchen damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Ohne eure Spenden und Unterstützung, könnten wir dies alles nicht umsetzen. Denn ohne euch lieben Tierfreunde, geht gar nichts. Nur gemeinsam sind wir stark und schaffen so viel Gutes!

Dafür danken wir euch!!!

Hier seht ihr das Wichtigste:

UnSelfie „CHICA“

UnSelfie „CAMPA“

UnSelfie „GIADA“

UnSelfie „MIRANDA“

UnSelfie „NIELSSON“

UnSelfie „CARRY“

UnSelfie „MONI“

UnSelfie „BAGHIRA“

UnSelfie „LUZI“

UnSelfie „FACE“

UnSelfie „GOLDIE“

UnSelfie „GINGER“

UnSelfie „SISSI“

UnSelfie Schafe: „ANGELINA, ANGORA, TINE, TINKI WINKI, KLEINER CLAUS, CASHMERE“

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Heute Morgen war der Hofschmied da

Miranda fiel es wieder schwer, die Hufe zu geben. Mit ihren 30 Jahren ist das ganz schön anstrengend für sie. Als der Schmied den linken Hinterhuf ausschnitt, knickte sie plötzlich mit der rechten Hinterhand ein.

Der Schmied konnte nur noch das Bein loslassen und sich mit einem Sprung zur Seite, in Sicherheit bringen. Zum Glück stürzte das alte Mädel nicht.

Herr Nielsson machte wieder Faxen, als er an die Reihe kam. Am Ende hielt ich Nielssons Kopf, weil er den immer wieder auf dem Rücken des Schmieds legen wollte. Man merkt, es geht Blondie wieder besser. Gott sei Dank!

Die Herrschaften nach der Hufpflege.

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Ein Morgen Anfang Juli

Begleitet mich und die Katzen auf die Pferdeweide. Ein früher Morgenrundgang im Nebel.

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Happy Birthday Luzy!

Wir feiern heute Luzys 5. Geburtstag!!!

Die Gäste sind schon alle da:

Heute vor 5 Jahren hatte Campa das kleine Kätzchen, mutterseelenallein im hohen Gras, an der Landstraße gefunden.

Ich nahm das kleine Ding mit auf den Hof und peppelte es auf.

Von da an rockte Luzy den Hof!

Liebe Luzy,

ich wünsche dir alles Liebe und Gute zu Deinem 5. Geburtstag. Bleib so frech und selbstbewusst wie du bist. ❤

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Nielsson

Wie ihr wisst, ging es Nielsson seit April sehr schlecht. Ich konnte lange Zeit nichts zu seinem Gesundheitszustand schreiben, weil der sehr stark schwankte . Es war anstrengender Kampf, der sich über Monate hinzog.

Wer mag hört sich den neusten Podcast an.

https://8swnfn.podcaster.de/download/Podcast_Geschichte_Tierarzt_mp3.mp3?source=embed/feed

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Ihr seid einfach toll!

In den letzten Tagen sind hier so viele Spenden eingegangen!

Wir freuen uns sehr über Eure großartige Hilfe. Ihr seid absolut klasse! Ohne Euch würden wir das alles gar nicht schaffen.

Ihr seid der Motor, der unser Tierschutzprojekt seit 10 Jahren am Laufen hält. Nur mit Eurer Unterstützung, können wir die Gnadenbrotplätze unserer alten und unvermittelbaren Tiere erhalten.

So viele Tierfreunde haben unabhängig voneinander etwas zur Tierarztrechnung für Chica dazugegeben, dass sogar noch was für Inkontinenz-Bettauflagen und Medikamente für die Omi übrigbleit. Wir freuen uns!

Nicole: 25.- € – Zuschuss für Chicas Tierarztrechnung

Kerstin & Uwe: 25.- € – Zuschuss für TA-Rechnung

Corinna: 50.- €

Karin & Ralph: 100.- € für Chica

Beate: 200.- € Sommerhilfe

Anja: 50.- €

Uwe: 60.- € Jubiläum

Benjamin E.: 20.- €

Vielen, vielen Dank Ihr Lieben, für diese wirklich wertvolle Hilfe!!!

Omi Chica und Bodyguard Giada schicken euch viele liebe Stupser!

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Wir feiern heute unser 10 jähriges Jubiläum!!!

10 Jahre Hilfe für Miranda!

Was am 24.06.2011, als kleines privates Tierschutzprojekt mit dem Namen „Wir helfen Miranda“ begann, wurde im Dezember 2015, zum gemeinnützigen Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V.“

Alles fing vor 10 Jahren, mit der Rettung von Miranda an.

Die Stute zog am 24.06.2011, gemeinsam mit Wallach Bachus, auf unseren Hof. Bachus war ein altes, unreitbares Pferd, das bei uns ebenfalls das Gnadenbrot bekam.

Mirandas Rettung war die Geburtsstunde unseres Tierschutzprojektes.

Die Stute war damals 20 Jahre alt und sollte zum Schlachter gehen, weil sie zwei Totgeburten hatte.

Wen die Geschichte interessiert, kann hier lesen wie alles begann: Die wundersame Rettung.

Als ich Miranda damals rettete, dachte ich nicht im Traum daran, dass sie einmal 30 Jahre alt werden könnte. Sie war die ganzen Jahre immer bei guter Gesundheit. Nur im letzten Jahr ging es ihr nach einer Schlundverstopfung sehr schlecht. Da sprang sie dem Tod noch einmal von der Schippe.

In den letzten 10 Jahren ist viel passiert.

Miranda überlebte ihren alten Weidekumpel Bachus.

Bekam 2018 einen neuen Partner „Herrn Nielsson“, der sich als ihre große Liebe entpuppte:

So konnte Miranda auf ihre alten Tage, zum ersten Mal die Liebe entdecken.

Mit Bachus hatte sie sich immer gut verstanden. Die beiden waren wir ein altes Ehepaar. Völlig unaufgeregt lebten sie nebeneinander her. Mit Nielsson kam dann die stürmische Liebe in Mirandas leben.

Sie war vom ersten Augenblick an schockverliebt in den blonden Rocker.

Wie wir alle wissen, war die Liebe am Anfang nicht gegenseitig…

Doch Miranda gab nie auf und konnte den Rüpel schließlich von sich überzeugen.

Jetzt sind die beiden ein Herz und eine Seele:

Wir wünschen den beiden noch eine lange gemeinsame Zeit!!!

Miranda im Mai 2011, noch bei ihrem Züchter:

Miranda – 20 Jahre alt

Miranda am 04. Juni 2021:

Miranda – 30 Jahre alt

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Was macht einen Herdenschutzhund glücklich?

Eine Aufgabe macht den Herdenschutzhund glücklich, zufrieden und ausgeglichen.

Das Beschützen liegt diesen Hunden im Blut, sie können quasi nicht anders.

Unsere Giada ist ein Maremmano, also ein italienischer Herdenschutzhund.

Bei Giada sind die Herdenschutzhund-Eigenschaften sehr ausgeprägt. Sie ist praktisch immer im Einsatz.

Giada braucht viel Freiheit und den Hof den sie mit all seinen Bewohnern bewacht.

Dabei agiert sie vollkommen selbstständig, ist aber bereit, mit mir zusammenzuarbeiten.

Das musste ich mir hart erarbeitet. Giada landete schon als wenige Wochen alter Welpe, im Zwinger eines riesigen Tierheims in Italien. Als sie zu uns auf den Hof kam, war sie ca. 1 Jahr alt und nicht sozialisiert.

Herdenschutzhunde brauchen ein passendes Umfeld und Menschen die ihre Veranlagungen verstehen. Dann sind es die loyalsten Hunde, die man sich nur vorstellen kann.

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Wir bedanken uns sehr für die Hilfe!

Eugen hat 200.- Euro auf unser Vereinskonto überwiesen und noch dazu Rinti Hundefutter gespendet!!!

Vielen Dank lieber Eugen! Das ist eine sehr große Hilfe für unseren kleinen Verein!

„Wow, so große Pakete“, sagt die Campa:

Campa ruft ihre Freundin Giada in den Wareneingang:

Omi Chica ist auch dabei:

Wir freuen uns sehr über diese wertvolle Hilfe.

Wir können wirklich jede Unterstützung gebrauchen. Ohne eure Hilfe können wir die Gnadenbrotplätze unserer alten und unvermittelbaren Tiere nicht erhalten.

Es wird immer schwieriger, je älter und pflegebedürftiger unsere Schützlinge werden. Wir danken jedem, der uns mit ein paar Euro oder einer Futterspende hilft.

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Ein Junimorgen auf dem Gnadenhof

Auf der Weide

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Tierarzt Nachtrag

Ich hatte noch am selben Abend dem Tierarzt eine Mail geschrieben und ihn um eine Gesamtrechnung gebeten.

Heute habe ich die Rechnung erhalten, mit einem Gesamtbetrag von 90.- Euro.

Auf der Rückseite klebte ein Zettel und meine 30.- Euro Anzahlung. Mit dem Vermerk, ich möge den Gesamtbetrag von 90.- Euro überweisen.

In Bar hätte ich 95.- Euro bezahlt. Natürlich ohne Quittung…

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Es gibt Tage, die möchte man nicht noch einmal erleben

Gestern war so ein Tag!

Als ich ins Haus komme, liegt Chica unter dem Küchentisch. Ich will ihr hoch helfen aber sie steckt unter der Heizung fest! Wie sie das geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Eigentlich ist unter dem Heizkörper gar nicht genug Platz.

Egal wie ich es versuche, ich bekommen den Hund nicht frei. Der hochstehende Hüftknochen verhindert das ich sie rausziehen kann. Ich räume erst einmal die halbe Küche um, um besser an sie heranzukommen.

Alleine kann ich sie nicht befreien. Der Knochen steht zu weit raus. Ich kann da nicht weiter rummachen, würde ihr nur wehtun. Rufe unseren Tierarzt K. an. Das Telefon klingelt und klingelt, aber niemand geht ran. Hat der die Rufumleitung vergessen? Ich schreibe im eine Mail, die er auf sein Handy bekommt. Aber er ruft nicht zurück, sehr ungewöhnlich.

Ich rufe eine Tierärztin in Hemmoor an. Es läuft nur ein Band: „Sie rufen außerhalb der Sprechzeiten an, in Notfällen wenden sie sich an Dr. R. in Otterndorf“.

Das mache und erkläre die Lage: „Notfall, Hund hängt unter der Heizung fest, brauche Hilfe“.

TA-Helferin: „Sind sie Kunde von uns?“

Ich: „Nein, unser TA ist nicht zu erreichen“.

Helferin: „Rufen sie die Feuerwehr an. Die müssen den Heizkörper abbauen“.

Ich: „Der Heizkörper wird nicht abgebaut. Ich brauch einen Tierarzt der den Hund sediert, dann können wir ihn sicherlich befreien“.

Helferin: „Einen Moment“, bespricht die Lage mit dem Tierarzt. „Nein, wir kommen nicht“.

Ich: „Und nun? Der Hund kann ja nicht unter der Heizung liegen bleiben“.

Helferin: „Moment“.

Nach einer Weile habe ich Tierarzt R. am Apparat. „Warum rufen sie nicht in Hemmoor an?“

Ich: „Hab ich getan, die haben ihre Nummer auf Band“.

Tierarzt R.: „Ach so“.

Ich: „Ich kann mir vorstellen, dass sie keinen Bock haben herzukommen, aber ich brauche einen Hilfe. Einen Tierarzt der den Hund eventuelle sedieret. Er kann nicht unter der Heizung liegen bleiben“.

Tierarzt R.: „Nein das geht nicht. Es ist nicht so, dass ich keine Lust habe zu kommen, ich kann aber die Praxis nicht allein lassen“.

Ich: „Wenn es ein Notfall ist, können sie das. Die anderen müssen eben warten. Haben wir ja alle schon mal erlebt“.

Tierarzt R: „Bei welchem Tierarzt sind sie denn?“

Ich: „Bei Dr. K in Wischhafen. Der muss die Rufumleitung vergessen habe. Sonst ist er immer zu erreichen“.

TA: „Hat der nicht aufgehört? Ich glaube Dr. V in Oldendorf hat die Praxis übernommen. Rufen sie doch dort an oder in Cadenberge, da gibt es auch noch einen Tierarzt“.

Ich: „Was Dr. K. hat aufgehört? Davon wusste ich nichts. Ok, ich probiere es, bei den Tierärzten die sie genannt haben. Aber falls keiner kommen will, rufe ich sie wieder an“.

Er lacht, sagt das ist in Ordnung und legt auf.

In der Praxis von Dr. V. läuft ein Band, zum Glück mit einer Notfallnummer. Tierärztin D geht ans Notfall-Handy. Ich erkläre ihr die Lage: Notfall, alter Hund, eingeklemmt unter Heizung, Hüftknochen blockiert die Befreiung, muss wahrscheinlich sediert werden.

Tierärztin D: „Sind sie Kunde von uns?“

Ich: „Nein, aber bei Dr. K und der ist nicht zu erreichen. Dr. R. aus Otterndorf hat gesagt, Dr. K hat aufgehört und und sie haben seine Praxis übernommen?“

Frau D: „Richtig, aber nur Großtiere“.

Ich: „Und nun? Dies ist ein Notfall. Der Hund kann nicht unter der Heizung bleiben“.

Sie: „Ich muss erst meinen Chef fragen, ob wir kommen dürfen. Ich melde mich wieder“.

Ich setze mich neben Chica auf den Boden beruhige sie und warte auf den Rückruf. Nach einer Weile klingelt das Telefon: „Ja, wir kommen, aber sie müssen gleich bezahlen“.

Ich: „Ja, ist ok, haben sie so ein Kartendings, ich weiß nicht ob ich genug Bargeld im Haus habe?“

Tierärztin: „Nein so etwas haben wir nicht“. Wir fahren jetzt erst noch zum nächsten Patienten. Es wird eine Weile dauern bis wir da sind. Schauen sie wie viel Geld sie haben“.

Ich setze mich wieder zu Chica auf den Boden, die relativ ruhig und entspannt ist. Nur wenn ich rausgehen will, ich müsste eigentlich nach Nielsson schauen, der ja immer noch nicht gesund ist, fängt Chica an zu jaulen.

Also setze ich mich wieder zu ihr und sage: „Chica, warum bereitest du mir auf deine alten Tage noch so einen Stress? Willst du für alle Zeiten unvergessen bleiben?“ Chica döst vor sich hin.

Gegen 17.00 Uhr treffen endlich Tierärztin D. und eine junge Kollegin ein. Chica liegt jetzt seit über 3 Stunden, eingeklemmt unter der Heizung. Die Tierärztin will, dass ich Chicas Schnauze zubinde und schneidet ein Stück Mullbinde ab.

Ich: „Der Hund beißt nicht aber ich mache ihr das Band um, sie müssen mir nur erklären wie“.

Die junge Helferin will es mir zeigen, macht es dann aber selbst. Tierärztin D. schlägt vor es erst zu dritt, ohne Sedierung zu versuchen. Bei einem so alten Hund ist eine Sedierung nicht ungefährlich.

Ich nehme den Kopf, die junge Helferin die Vorderpfoten die Tierärztin die Hinterbeine und tatsächlich schaffen wir es den Hund zu befreien!!! Ich bin in diesem Moment überglücklich! Mir fällt ein Stein vom Herzen!!!

Ich stelle Chica auf die Beine und sie läuft etwas steif und wacklig in den Garten. Dort dreht sie einige Runden, so als ob nichts gewesen wäre. Sicherlich sind ihre Beine eingeschlafen, weil sie sich so lange nicht bewegen konnte. Die Tierärztin spritzt ihr ein Schmerzmittel und ruft ihren Chef wegen der Bezahlung an.

Frau D: „Mein Chef sagt es kostet 95.- Euro, weil es ein Notfall war“

Ich: „Ich habe nur 30.- Euro im Haus. Schicken Sie mir eine Rechnung damit ich den Rest überweisen kann“.

Sie: „Das geht nicht, sie müssen morgen in die Praxis kommen und bezahlen“.

Ich: „Ich fahre doch morgen nicht in die Praxis, ich überweise. Wo liegt denn da das Problem?“

Sie: „Wir kennen sie nicht.“

Ich: „Aber Dr. K kennt mich, der hat immer eine Rechnung geschickt. Sie können ihn anrufen und fragen, der ist ja nicht tot. Außerdem wissen sie wo ich wohne, ich kann ihnen ja nicht weglaufen“.

Sie: „Ist das denn ihr Wohnort? Manchmal sind die Tiere an einem Standort und der Wohnsitz ist woanders“.

Ich: „Hä? Natürlich wohne ich hier. Sie waren doch eben bei mir in der Küche… Auch wenn ich die halbe Küche umräumen musste, um an den Hund heranzukommen, sieht man doch, dass es hier bewohnt ist“.

Ich will euch mit diesem Gespräch über Geld nicht weiter langweilen…. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis wir uns einig wurden.

Die Hauptsache ist, es geht Chica gut! Die alte Dame ist noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen!

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Vertrauen

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Ginger

wünscht euch einen schönen Sonntag!

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Schnappschuss des Tages

Katzen lieben nicht nur Pappkartons…

Unsere lieben auch die Schubkarre!

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Pfingsten auf dem Gnadenhof

Diese Fotos habe ich gestern aufgenommen.

Das Wetter spielt immer noch ziemlich verrückt bei uns. Erinnert mich eher an den April. Erst ist es kalt, windig und nass, dann scheint die Sonne und es wird plötzlich total warm. Kurze Zeit später gibt es ein Gewitter. Und so geht es schon den ganzen Mai.

Gestern hatten wir tatsächlich einen ganzen schönen Vormittag und das haben die Tiere sehr genossen.

Wie ihr seht, ist Omi Chica immer dabei. Sie hat sich ja schon immer gern schnell bewegt und rennt auch jetzt noch im Sauseschritt über den Hof… Wenn sie nicht, gut bewacht von Giada, ein kleines Schläfchen einschiebt.

Campa und Katze Carry:

Wir wünschen euch noch einen schönen Pfingstmontag!

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Sag mal, hast du dich verlaufen?

Vorgestern sah ich eine Weinbergschnecke, bei uns in Norddeutschland!

Ich muss gestehen, das war meine erste Weinbergschnecke, die ich jemals hier oben im Norden zu sehen bekam. Ist das die berühmt, berüchtigte Klimaerwärmung? Können wir hier bald Wein anbauen? Macht die Schnecke bei uns Urlaub? Oder hat jemand das Tier hier ausgesetzt?

Fragen, über Fragen…

Zwei Tage hing die Schnecke an der großen, alten Kastanie.

Am ersten Tag verließ sie noch ihr Haus und bewegte sich am Baumstamm. Die ist ganz schön groß! Als ich am nächsten Tag nach ihr schaute, war es der Schnecke wohl zu kalt geworden.

Sie hatte den Eingang ihres Hauses, mit einem Schleimpropfen verschlossen und hing bewegungslos am Stamm.

Was oben auf der Schnecke liegt, ist entweder ein Alien oder Schneckenpup.

Heute Morgen war das Tier leider verschwunden.

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Begrüßungskomitee am Morgen

Als ich mit den Hunden von der Morgenrunde komme, begrüßen uns Carry und Ginger.

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Wir bedanken uns für den Zuschuss!

Kerstin & Uwe haben 10.- Euro für den Schmied dazugegeben!!!

Herzlichen Dank für Eure Hilfe!!!

Wir können jede Unterstützung so gut gebrauchen, damit wir unseren alten und unvermittelbaren Tieren, ein gutes Leben schenken können.

DANKE IHR LIEBEN!!!

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So weit ist es gekommen!

Ich freue mich, wenn Nielsson den Stall auseinandernimmt.

Randale im Stall

Das ist ein Zeichen, dass es Blondie endlich besser geht.

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Bei uns gibt es heute:

Katze im Heubett

Eine traditionelle Spezialität des Hauses.

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Startschuss für alle frostempfindlichen Blumen

Nach den Eisheiligen dürfen sie ins Freiland.

Wir haben unser Hochbeet schon bepflanzt:

Folgt uns für weitere Gartentipps!

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Typisch Herdenschutzhund

Man könnte glauben, Giada liegt einfach nur so faul herum.

Aber das ist nicht richtig, sie schiebt gerade Wache!

Das ist ein typisches Verhalten des Maremmanos. Er bewacht seine Herde und ist dabei völlig unaufgeregt. Er liegt gern auf einer taktisch günstigen Stellen, die auch gern erhöht sein darf, von der aus er alle Himmelsrichtungen im Blick hat.

Sollte sich dann jemand dem Hof nähern, ist der Hund sofort auf den Beinen.

Er bleibt immer zwischen der Gefahr und seiner Herde und warnt den Eindringling. Die Stärke der Warnung hängt vom Verhalten des Fremden ab. Benimmt der Fremde sich defensiv oder zieht er sich gar zurück, geht auch der Herdenschutzhund wieder auf seinen Beobachtungsposten.

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Ein Storch auf der Pferdeweide

Wir hatten einen Storch zu Besuch auf der Pferdeweide.

Die Fotos sind nicht besonders gut geworden. Ich war leider zu weit entfernt.

Gelandet.

Auf der Suche nach etwas Fressbarem.

Hier ist etwas.

Tschakka, er hat es. Und runter damit.

Hmmm, das war lecker.

Noch ein paar Stöcker für das Nest sammeln…

Da pirscht sich Ginger an.

Ach ne, lieber nicht. Der Vogel ist doch ein bisschen groß, denkt sich Ginger.

Ginger ist auf dem Rückzug, der Storch sucht weiter Stöckchen.

Da werden die Pferde neugierig.

Als Miranda zum Storch geht, fliegt dieser davon.

Ich habe ihn noch im Flug erwischt. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, um ihn auf diesem Bild zu finden. Ist sozusagen ein Suchbild. Bin gespannt, ob das jemand schafft.

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