Wie ihr wisst, ging es Nielsson seit April sehr schlecht. Ich konnte lange Zeit nichts zu seinem Gesundheitszustand schreiben, weil der sehr stark schwankte . Es war anstrengender Kampf, der sich über Monate hinzog.
In den letzten Tagen sind hier so viele Spenden eingegangen!
Wir freuen uns sehr über Eure großartige Hilfe. Ihr seid absolut klasse! Ohne Euch würden wir das alles gar nicht schaffen.
Ihr seid der Motor, der unser Tierschutzprojekt seit 10 Jahren am Laufen hält. Nur mit Eurer Unterstützung, können wir die Gnadenbrotplätze unserer alten und unvermittelbaren Tiere erhalten.
So viele Tierfreunde haben unabhängig voneinander etwas zur Tierarztrechnung für Chica dazugegeben, dass sogar noch was für Inkontinenz-Bettauflagen und Medikamente für die Omi übrigbleit. Wir freuen uns!
Nicole: 25.- € – Zuschuss für Chicas Tierarztrechnung
Kerstin & Uwe: 25.- € – Zuschuss für TA-Rechnung
Corinna: 50.- €
Karin & Ralph: 100.- € für Chica
Beate: 200.- € Sommerhilfe
Anja: 50.- €
Uwe: 60.- € Jubiläum
Benjamin E.: 20.- €
Vielen, vielen Dank Ihr Lieben, für diese wirklich wertvolle Hilfe!!!
Omi Chica und Bodyguard Giada schicken euch viele liebe Stupser!
Was am 24.06.2011, als kleines privates Tierschutzprojekt mit dem Namen „Wir helfen Miranda“ begann, wurde im Dezember 2015, zum gemeinnützigen Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V.“
Alles fing vor 10 Jahren, mit der Rettung von Miranda an.
Die Stute zog am 24.06.2011, gemeinsam mit Wallach Bachus, auf unseren Hof. Bachus war ein altes, unreitbares Pferd, das bei uns ebenfalls das Gnadenbrot bekam.
Mirandas Rettung war die Geburtsstunde unseres Tierschutzprojektes.
Die Stute war damals 20 Jahre alt und sollte zum Schlachter gehen, weil sie zwei Totgeburten hatte.
Als ich Miranda damals rettete, dachte ich nicht im Traum daran, dass sie einmal 30 Jahre alt werden könnte. Sie war die ganzen Jahre immer bei guter Gesundheit. Nur im letzten Jahr ging es ihr nach einer Schlundverstopfung sehr schlecht. Da sprang sie dem Tod noch einmal von der Schippe.
In den letzten 10 Jahren ist viel passiert.
Miranda überlebte ihren alten Weidekumpel Bachus.
Bekam 2018 einen neuen Partner „Herrn Nielsson“, der sich als ihre große Liebe entpuppte:
So konnte Miranda auf ihre alten Tage, zum ersten Mal die Liebe entdecken.
Mit Bachus hatte sie sich immer gut verstanden. Die beiden waren wir ein altes Ehepaar. Völlig unaufgeregt lebten sie nebeneinander her. Mit Nielsson kam dann die stürmische Liebe in Mirandas leben.
Sie war vom ersten Augenblick an schockverliebt in den blonden Rocker.
Wie wir alle wissen, war die Liebe am Anfang nicht gegenseitig…
Doch Miranda gab nie auf und konnte den Rüpel schließlich von sich überzeugen.
Jetzt sind die beiden ein Herz und eine Seele:
Wir wünschen den beiden noch eine lange gemeinsame Zeit!!!
Eine Aufgabe macht den Herdenschutzhund glücklich, zufrieden und ausgeglichen.
Das Beschützen liegt diesen Hunden im Blut, sie können quasi nicht anders.
Unsere Giada ist ein Maremmano, also ein italienischer Herdenschutzhund.
Bei Giada sind die Herdenschutzhund-Eigenschaften sehr ausgeprägt. Sie ist praktisch immer im Einsatz.
Giada braucht viel Freiheit und den Hof den sie mit all seinen Bewohnern bewacht.
Dabei agiert sie vollkommen selbstständig, ist aber bereit, mit mir zusammenzuarbeiten.
Das musste ich mir hart erarbeitet. Giada landete schon als wenige Wochen alter Welpe, im Zwinger eines riesigen Tierheims in Italien. Als sie zu uns auf den Hof kam, war sie ca. 1 Jahr alt und nicht sozialisiert.
Herdenschutzhunde brauchen ein passendes Umfeld und Menschen die ihre Veranlagungen verstehen. Dann sind es die loyalsten Hunde, die man sich nur vorstellen kann.
Eugen hat 200.- Euro auf unser Vereinskonto überwiesen und noch dazu Rinti Hundefutter gespendet!!!
Vielen Dank lieber Eugen! Das ist eine sehr große Hilfe für unseren kleinen Verein!
„Wow, so große Pakete“, sagt die Campa:
Campa ruft ihre Freundin Giada in den Wareneingang:
Omi Chica ist auch dabei:
Wir freuen uns sehr über diese wertvolle Hilfe.
Wir können wirklich jede Unterstützung gebrauchen. Ohne eure Hilfe können wir die Gnadenbrotplätze unserer alten und unvermittelbaren Tiere nicht erhalten.
Es wird immer schwieriger, je älter und pflegebedürftiger unsere Schützlinge werden. Wir danken jedem, der uns mit ein paar Euro oder einer Futterspende hilft.
Als ich ins Haus komme, liegt Chica unter dem Küchentisch. Ich will ihr hoch helfen aber sie steckt unter der Heizung fest! Wie sie das geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Eigentlich ist unter dem Heizkörper gar nicht genug Platz.
Egal wie ich es versuche, ich bekommen den Hund nicht frei. Der hochstehende Hüftknochen verhindert das ich sie rausziehen kann. Ich räume erst einmal die halbe Küche um, um besser an sie heranzukommen.
Alleine kann ich sie nicht befreien. Der Knochen steht zu weit raus. Ich kann da nicht weiter rummachen, würde ihr nur wehtun. Rufe unseren Tierarzt K. an. Das Telefon klingelt und klingelt, aber niemand geht ran. Hat der die Rufumleitung vergessen? Ich schreibe im eine Mail, die er auf sein Handy bekommt. Aber er ruft nicht zurück, sehr ungewöhnlich.
Ich rufe eine Tierärztin in Hemmoor an. Es läuft nur ein Band: „Sie rufen außerhalb der Sprechzeiten an, in Notfällen wenden sie sich an Dr. R. in Otterndorf“.
Das mache und erkläre die Lage: „Notfall, Hund hängt unter der Heizung fest, brauche Hilfe“.
TA-Helferin: „Sind sie Kunde von uns?“
Ich: „Nein, unser TA ist nicht zu erreichen“.
Helferin: „Rufen sie die Feuerwehr an. Die müssen den Heizkörper abbauen“.
Ich: „Der Heizkörper wird nicht abgebaut. Ich brauch einen Tierarzt der den Hund sediert, dann können wir ihn sicherlich befreien“.
Helferin: „Einen Moment“, bespricht die Lage mit dem Tierarzt. „Nein, wir kommen nicht“.
Ich: „Und nun? Der Hund kann ja nicht unter der Heizung liegen bleiben“.
Helferin: „Moment“.
Nach einer Weile habe ich Tierarzt R. am Apparat. „Warum rufen sie nicht in Hemmoor an?“
Ich: „Hab ich getan, die haben ihre Nummer auf Band“.
Tierarzt R.: „Ach so“.
Ich: „Ich kann mir vorstellen, dass sie keinen Bock haben herzukommen, aber ich brauche einen Hilfe. Einen Tierarzt der den Hund eventuelle sedieret. Er kann nicht unter der Heizung liegen bleiben“.
Tierarzt R.: „Nein das geht nicht. Es ist nicht so, dass ich keine Lust habe zu kommen, ich kann aber die Praxis nicht allein lassen“.
Ich: „Wenn es ein Notfall ist, können sie das. Die anderen müssen eben warten. Haben wir ja alle schon mal erlebt“.
Tierarzt R: „Bei welchem Tierarzt sind sie denn?“
Ich: „Bei Dr. K in Wischhafen. Der muss die Rufumleitung vergessen habe. Sonst ist er immer zu erreichen“.
TA: „Hat der nicht aufgehört? Ich glaube Dr. V in Oldendorf hat die Praxis übernommen. Rufen sie doch dort an oder in Cadenberge, da gibt es auch noch einen Tierarzt“.
Ich: „Was Dr. K. hat aufgehört? Davon wusste ich nichts. Ok, ich probiere es, bei den Tierärzten die sie genannt haben. Aber falls keiner kommen will, rufe ich sie wieder an“.
Er lacht, sagt das ist in Ordnung und legt auf.
In der Praxis von Dr. V. läuft ein Band, zum Glück mit einer Notfallnummer. Tierärztin D geht ans Notfall-Handy. Ich erkläre ihr die Lage: Notfall, alter Hund, eingeklemmt unter Heizung, Hüftknochen blockiert die Befreiung, muss wahrscheinlich sediert werden.
Tierärztin D: „Sind sie Kunde von uns?“
Ich: „Nein, aber bei Dr. K und der ist nicht zu erreichen. Dr. R. aus Otterndorf hat gesagt, Dr. K hat aufgehört und und sie haben seine Praxis übernommen?“
Frau D: „Richtig, aber nur Großtiere“.
Ich: „Und nun? Dies ist ein Notfall. Der Hund kann nicht unter der Heizung bleiben“.
Sie: „Ich muss erst meinen Chef fragen, ob wir kommen dürfen. Ich melde mich wieder“.
Ich setze mich neben Chica auf den Boden beruhige sie und warte auf den Rückruf. Nach einer Weile klingelt das Telefon: „Ja, wir kommen, aber sie müssen gleich bezahlen“.
Ich: „Ja, ist ok, haben sie so ein Kartendings, ich weiß nicht ob ich genug Bargeld im Haus habe?“
Tierärztin: „Nein so etwas haben wir nicht“. Wir fahren jetzt erst noch zum nächsten Patienten. Es wird eine Weile dauern bis wir da sind. Schauen sie wie viel Geld sie haben“.
Ich setze mich wieder zu Chica auf den Boden, die relativ ruhig und entspannt ist. Nur wenn ich rausgehen will, ich müsste eigentlich nach Nielsson schauen, der ja immer noch nicht gesund ist, fängt Chica an zu jaulen.
Also setze ich mich wieder zu ihr und sage: „Chica, warum bereitest du mir auf deine alten Tage noch so einen Stress? Willst du für alle Zeiten unvergessen bleiben?“ Chica döst vor sich hin.
Gegen 17.00 Uhr treffen endlich Tierärztin D. und eine junge Kollegin ein. Chica liegt jetzt seit über 3 Stunden, eingeklemmt unter der Heizung. Die Tierärztin will, dass ich Chicas Schnauze zubinde und schneidet ein Stück Mullbinde ab.
Ich: „Der Hund beißt nicht aber ich mache ihr das Band um, sie müssen mir nur erklären wie“.
Die junge Helferin will es mir zeigen, macht es dann aber selbst. Tierärztin D. schlägt vor es erst zu dritt, ohne Sedierung zu versuchen. Bei einem so alten Hund ist eine Sedierung nicht ungefährlich.
Ich nehme den Kopf, die junge Helferin die Vorderpfoten die Tierärztin die Hinterbeine und tatsächlich schaffen wir es den Hund zu befreien!!! Ich bin in diesem Moment überglücklich! Mir fällt ein Stein vom Herzen!!!
Ich stelle Chica auf die Beine und sie läuft etwas steif und wacklig in den Garten. Dort dreht sie einige Runden, so als ob nichts gewesen wäre. Sicherlich sind ihre Beine eingeschlafen, weil sie sich so lange nicht bewegen konnte. Die Tierärztin spritzt ihr ein Schmerzmittel und ruft ihren Chef wegen der Bezahlung an.
Frau D: „Mein Chef sagt es kostet 95.- Euro, weil es ein Notfall war“
Ich: „Ich habe nur 30.- Euro im Haus. Schicken Sie mir eine Rechnung damit ich den Rest überweisen kann“.
Sie: „Das geht nicht, sie müssen morgen in die Praxis kommen und bezahlen“.
Ich: „Ich fahre doch morgen nicht in die Praxis, ich überweise. Wo liegt denn da das Problem?“
Sie: „Wir kennen sie nicht.“
Ich: „Aber Dr. K kennt mich, der hat immer eine Rechnung geschickt. Sie können ihn anrufen und fragen, der ist ja nicht tot. Außerdem wissen sie wo ich wohne, ich kann ihnen ja nicht weglaufen“.
Sie: „Ist das denn ihr Wohnort? Manchmal sind die Tiere an einem Standort und der Wohnsitz ist woanders“.
Ich: „Hä? Natürlich wohne ich hier. Sie waren doch eben bei mir in der Küche… Auch wenn ich die halbe Küche umräumen musste, um an den Hund heranzukommen, sieht man doch, dass es hier bewohnt ist“.
Ich will euch mit diesem Gespräch über Geld nicht weiter langweilen…. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis wir uns einig wurden.
Die Hauptsache ist, es geht Chica gut! Die alte Dame ist noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen!
Das Wetter spielt immer noch ziemlich verrückt bei uns. Erinnert mich eher an den April. Erst ist es kalt, windig und nass, dann scheint die Sonne und es wird plötzlich total warm. Kurze Zeit später gibt es ein Gewitter. Und so geht es schon den ganzen Mai.
Gestern hatten wir tatsächlich einen ganzen schönen Vormittag und das haben die Tiere sehr genossen.
Wie ihr seht, ist Omi Chica immer dabei. Sie hat sich ja schon immer gern schnell bewegt und rennt auch jetzt noch im Sauseschritt über den Hof… Wenn sie nicht, gut bewacht von Giada, ein kleines Schläfchen einschiebt.
Campa und Katze Carry:
Wir wünschen euch noch einen schönen Pfingstmontag!
Vorgestern sah ich eine Weinbergschnecke, bei uns in Norddeutschland!
Ich muss gestehen, das war meine erste Weinbergschnecke, die ich jemals hier oben im Norden zu sehen bekam. Ist das die berühmt, berüchtigte Klimaerwärmung? Können wir hier bald Wein anbauen? Macht die Schnecke bei uns Urlaub? Oder hat jemand das Tier hier ausgesetzt?
Fragen, über Fragen…
Zwei Tage hing die Schnecke an der großen, alten Kastanie.
Am ersten Tag verließ sie noch ihr Haus und bewegte sich am Baumstamm. Die ist ganz schön groß! Als ich am nächsten Tag nach ihr schaute, war es der Schnecke wohl zu kalt geworden.
Sie hatte den Eingang ihres Hauses, mit einem Schleimpropfen verschlossen und hing bewegungslos am Stamm.
Was oben auf der Schnecke liegt, ist entweder ein Alien oder Schneckenpup.
Man könnte glauben, Giada liegt einfach nur so faul herum.
Aber das ist nicht richtig, sie schiebt gerade Wache!
Das ist ein typisches Verhalten des Maremmanos. Er bewacht seine Herde und ist dabei völlig unaufgeregt. Er liegt gern auf einer taktisch günstigen Stellen, die auch gern erhöht sein darf, von der aus er alle Himmelsrichtungen im Blick hat.
Sollte sich dann jemand dem Hof nähern, ist der Hund sofort auf den Beinen.
Er bleibt immer zwischen der Gefahr und seiner Herde und warnt den Eindringling. Die Stärke der Warnung hängt vom Verhalten des Fremden ab. Benimmt der Fremde sich defensiv oder zieht er sich gar zurück, geht auch der Herdenschutzhund wieder auf seinen Beobachtungsposten.
Wir hatten einen Storch zu Besuch auf der Pferdeweide.
Die Fotos sind nicht besonders gut geworden. Ich war leider zu weit entfernt.
Gelandet.
Auf der Suche nach etwas Fressbarem.
Hier ist etwas.
Tschakka, er hat es. Und runter damit.
Hmmm, das war lecker.
Noch ein paar Stöcker für das Nest sammeln…
Da pirscht sich Ginger an.
Ach ne, lieber nicht. Der Vogel ist doch ein bisschen groß, denkt sich Ginger.
Ginger ist auf dem Rückzug, der Storch sucht weiter Stöckchen.
Da werden die Pferde neugierig.
Als Miranda zum Storch geht, fliegt dieser davon.
Ich habe ihn noch im Flug erwischt. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, um ihn auf diesem Bild zu finden. Ist sozusagen ein Suchbild. Bin gespannt, ob das jemand schafft.
Jetzt muss er zwei alte Pferde, die Schwierigkeiten haben die Huf zu geben, bearbeiten. Miranda hat ja schon länger Probleme aufgrund ihres Alters. Mit 30 ist sie eben nicht mehr so gelenkig. Da fällt es nicht leicht die Beine zu heben.
Nielsson ist aufgrund seiner Atemwegserkrankung noch angeschlagen. Durch ist die Sache immer noch nicht. Mittlerweile hat sich zwar endlich der Schleim etwas gelöst und er kann ihn abhusten. Trotzdem ist die Atmung noch schlecht. Ihm fehlt die Luft und so ist es sehr anstrengend für den Wallach, auf drei Beinen zu stehen.
Doch mit Geduld und Einfühlungsvermögen ging es und nun sind die Hufe erstmal wieder schön!
Ich würde es mal so ausdrücken, sein psychischer Zustand hat sich gebessert. Er legt sich zum Schlafen wieder hin, was er seitdem er krank ist, nicht mehr getan hat.
Die Bilder sind nicht besonders gut geworden. Ich war zu weit weg und die Kamera hat sich leider auf die Bäume scharf gestellt. Trotzdem möchte ich sie euch zeigen, denn es ist ein kleiner Fortschritt.
Über seinen körperlichen Zustand gibt dieses Video Auskunft.
Unser Eisbär wird 5 Jahre alt, wie die Zeit vergeht.
Herzlichen Glückwunsch liebe Giada!
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute zum Geburtstag. Bleib so wie du bist, stolz, eigenständig, liebevoll, wachsam und absolut loyal. Ich habe noch nie einen Hund wie dich erlebt.
Er ist etwas mobiler und grast wieder. Heu verweigert er immer noch. Nur sehr flüssig angerührte Heucobs oder Mash bekomme ich ihn in rein.
Das fatale ist, Fressen verschlechtert sein Zustand. Es löst Atemnot und quälende Hustenanfalle aus. Kaum zu ertragen das mit ansehen zu müssen.
Seine Atmung ist weiterhin nicht gut. Ein Video vom 20. April.
Wir geben das schleimlösende und bronchienerweiternde Mittel weiter. Der Rotz fängt seit heute Morgen an zu fließen. Hoffentlich bleibt das so, damit die Lunge endlich frei wird.
Ein anstrengendes und aufregendes Wochenende liegt hinter uns.
Nielssons Atmung verschlechterte sich am Samstagabend wieder. Und am Sonntag bekam ich den Schreck meines Lebens. Der Wallach blutete stark aus einem Nasenloch. Ich rief sofort den Tierarzt an.
Der sagte, wenn ein Pferd Nasenbluten hat, könne er als Tierarzt nichts machen. Nasenbluten aus einem Nasenloch sollte bald wieder aufhören. Nasenbluten aus beiden Nasenlöchern bedeutet immer das Todesurteil!
„Was?“, fragte ich entsetzt, „und nun?“ Er wiederholte, dass er nichts machen könnte. Ich sollte das Pferd mit erhobenen Kopf anbinden, mehr sei nicht möglich. Na toll, dachte ich. Da fiel mir ein, dass ich schon öfter Blutungen erfolgreich mit dem homöopathischen Mittel Arnica gestoppt hatte.
Da ich leider kein Arnica im Haus hatte, nahm ich „Traumeel“. In dem Mittel ist Arnica entalten. Ich gab NIelsson alle 10 Minuten einige Traumeel Tropfen, bis die Blutung wirklich stoppte.
Danach ließ ich den Wallach nicht mehr aus den Augen.
Ihm geht es heute etwas besser, aber er pumpt immer noch stark, um die Luft aus der Lunge zu bekommen. Fressen, beziehungsweise das Schlucken, bereiten ihm weiter Probleme. Das Fressen löst starke, quälende Hustenanfälle aus, die ihm die Luft nehmen.
Er hört dann auf zu fressen.
Heu nimmt er gar nicht, auch nicht das schon kleingemachte Pre Alpin Senior. Nur sehr wässrig angemischte Heucobs und fast flüssiges Mash nimmt er an. Sobald ich versuche die Cobs ein wenig „breiiger“ anzubieten, verweigert er die Futteraufnahme.
Zum Glück grast er wieder und steht nicht nur mit gesenktem Kopf in den Ecken herum. Auch das Abhusten ist ein wenig mehr geworden. Der Schleim löst sich langsam aus der Lunge.
Ihr habt euch sicherlich schon gewundert, weil ich nach Nielssons Geburtstag nicht mehr gebloggt und eure Kommentare nicht beantwortet habe.
Ich möchte mich erst einmal für die Geburtstagsgeschenke von Veronika und Kerstin & Uwe bedankten. Habt vielen Dank Ihr Lieben. Durch die Aufregung kommt das ein bisschen verspätet, ich hoffe Ihr seid nicht böse.
Nielsson jagte uns an seinem Geburtstag einen ganz schönen Schreck ein. Plötzlich, regelrecht von einer Sekunde auf die andere, hatte der Wallach starke Atemprobleme. Er pumpte wie verrückt und zweigte ab und zu einen quälenden, festsitzenden Husten, der ihm keine Erleichterung brachte.
Wir wissen ja, dass Nielsson eine geschädigte Lunge hat und allergisch auf Heustaub reagiert. Doch diesmal war es irgendwie anders. Erst mal hatte er überhaupt keinen Kontakt zu Heustaub gehabt. Dann kam ein gelblich-grünlicher Nasenausfluss aus einem Nasenloch. Der war zäh und nicht reichlich. Außerdem zweigte Nielsson eine große Abgeschlagenheit, aber kein Fieber.
Der Tierarzt hörte seine Lunge ab und sagte: „Asthma“. Die Lunge war voller Schleim und es rasselte. Der Tierarzt meinte, manchmal können Pollen so etwas auslösen. Der erste Behandlungsversuch schlug leider nicht an.
Dem Wallach ging es nicht besser und er stellte jetzt auch noch komplett das Fressen ein. Das machte die Sache natürlich noch gefährlicher. Nielsson wollte weder Gras noch Heu fressen. Auch sein Pre Alpin Senior (schon kleingemachte Heu) rührte er nicht an.
Wenn er den Eimer sah, kam er zwar auf mich zu, stand dann aber nur davor. Ich versuchte alles mögliche, um ihm das Futter schmackhaft zu machen, mischte Karottensaft, Apfelmus usw. unter. Fütterte Miranda direkt vor seiner Nase. Bot ihr kurz sein Futter an – das brachte alles nix.
Der arme Kerl hatte offensichtlich Schluckbeschwerden. Ich sah wie er beim Schlucken mit den Ohren wackelte. Außerdem löste Fressen beim ihm einen unangenehmen Hustenreiz aus. Der Tierarzt musste ein zweites Mal kommen.
Die Lunge und Luftröhre waren voll mit zähem Schleim. Das machte dem Wallach sehr zu schaffen. Er war vollkommen platt, stand nur mit hängendem Kopf in der Ecke herum. Der Tierarzt kontrollierte auch die Zähne, aber die waren in Ordnung. Er spritze dem Wallach etwas und ließ mir ein anderen Medikament da, das schleimlösend und bronchienerweiternd wirkt.
Diese Behandlung schlug Gott sei Dank an. In drei Tagen, also am Montag, muss es Nielsson erheblich besser gehen. Sonst muss der Tierarzt wiederkommen.
Um den Burschen zum Fressen zu bekommen, mischte ich Mash mit ganz viel Wasser an. Das nahm er zum Glück. Nach und nach mischte ich in jede Portion immer mehr Heucobs unter das Mash. Wenn die Pampa ordentlich suppig war, schlabberte er das. Alles was er kauen musste, verweigerte er.
So fütterte ich ihn 2 1/2 Tage mit dem sehr wässrigen Brei. Alle 2 Stunden bot ich ihm die Heucobs-Pampe an, weil er ja nichts weiter fressen wollte. Seit gestern Nachmittag grast er endlich wieder.
Im Video seht ihr Nielsson den suppigen Brei schlabbern. Ihr könnt auch sehr schön erkennen, wie er beim Schlucken mit den Ohren wackelt.