Nachdem wir immer wieder gefragt wurden, welche Hunderassen in Marcy stecken könnten und wir selber keinen blassen Schimmer hatten, haben wir einen Gentest machen lassen.
Was dabei herauskam hat uns wirklich überrascht!
Marcy ist eine Mischung aus Wolfsspitz und Osteuropäischer Schäferhund, mit einem kleinen Schuss Labrador Retriever. Außerdem hat das Labor 15% Wolf in ihren Genen gefunden.
Wind und Wetter machen Marcy nichts aus. Sie ist am liebsten draußen.
Wir haben die schreckliche Sturmnacht relativ gut überstanden und sind mit nur geringen Schäden, glimpflich davon gekommen. Hier ging das richtig zu Sache und mich wundert wirklich, dass nicht mehr kaputt gegangen ist.
Das Ganze fing am 18.02.22 gegen 15.00 Uhr an und ging die ganze Nacht hindurch, mit schweren Orkanböen weiter. In der Nacht musste ich trotz Orkan zweimal die Pferde füttern. Mir blieb nichts anderes übrig, dabei wäre ich viel lieber im Haus geblieben.
Die Pferde waren relativ entspannt, als ich in den Stall kam. Ich hatte vorsichtshalber die Tür offen gelassen, falls ein Baum auf den Stall fallen sollte. Unsere Pferde kennen ja Stürme, denn wir wohnen sowieso in einer windigen Ecke.
Doch „Zeynap“ war noch mal eine ganz andere Nummer. In der Nacht war an Schlafen nicht zu denken, zumal auch noch eine sehr schwere Sturmflut angekündigt war. Bis 2.00 Uhr blieb ich wach, dann döste ich immer mal wieder kurz ein.
Am Morgen beruhigte sich endlich das Wetter für kurze Zeit. Ich schaute nach den Pferden. Der Stall stand noch, Gott sei Dank! Als ich reinging, schaute mich eine müde Miranda an, die gerade herzhaft gähnte. Nielsson war auch noch ganz müde und am Dösen. Mir viel ein Stein vom Herzen, die Pferd hatten diese Horror-Nacht gut überstanden.
Nachdem ich den Pferden ihr Frühstück serviert hatte, schaute ich mich auf dem Hof um.
Das Vordach hat es nicht geschafft.
Der Bauwagen auch nicht. Der Orkan hatte eine komplette, schwere Seitenwand auf die Weide geschleudert. Die ist höllisch schwer, ich kann sie überhaupt nicht bewegen, geschweige denn von der Weide räumen.
Damit die Pferde sich nicht verletzen, habe ich den Bereich mit Plastikpfählen und Litze abgesperrt.
Auf diesem Bild seht ihr auch wie wir abgesoffen sind.
Déjà-vu?
Nein, es ist doch tatsächlich der nächste Baum, wieder genau an selber Stelle wie beim letzten Sturm, umgekippt.
Wieder Glück gehabt: Kurz vor dem Haus kam er zum Liegen.
Marcy schaut zu, wie letztes Mal.
Und die Schafe haben wieder neue Zweige zum Knabbern.
Einen Tag nach dem Orkan war es nur kurze Zeit ruhig. Dann frischte der Wind wieder auf und es regnete alle Augenblick.
Am Nachmittag nutzten die Pferde eine kurze trockene Phase, um auf die Weide zu gehen.
Einen Tag nach dem Orkan „Zeynap“
Auch auf der Weide lag überall Holz herum.
„Na, wollt ihr mir aufräumen helfen?“ fragte ich.
„Nö, du machst das schon“, meinte Miranda.
„Wir knabbern lieber ein bisschen am Gras“.
Dabei hätte Nielsson die richtige Statur für ein Rückepferd!
Das ist übrigens kein neuer Bachlauf. Durch den vielen Regen steht hier überall Wasser.
Wir sind froh! Die Tiere haben den Sturm gesund und munter überstanden, sonst ist alles heil geblieben, auch der Weidezaun. Müde habe ich gestern den Tag mit Aufräumen zugebracht.
In der Nacht soll schon der nächste Sturm kommen… Wir hoffen, dass wir wieder Glück haben.
Maremmano – rumänischer Straßenhund.Marcy hat sich sehr verändert, man könnte meinen, das sei ein anderer Hund.Der Größenunterschied ist nicht mehr groß.
Eine neue, junge Möbel- und Interior-Designerin eröffnet ihre erste Ausstellung ausgerechnet auf unserem Gnadenhof! Wir können unser Glück kaum fassen!
Wir sind vollkommen begeistert. Wir glauben, dass die temperamentvolle Rumänin „MARCY“, zum Superstar wird. Wir sind uns sicher, sie wird die Möbelwelt in den nächsten Jahren extrem beeinflussen und dominieren.
Marcy deckt vom Sofa und Tisch, bis hin zum Teppich, Kratzbaum und Möbelknopf das gesamte Designrepertoire ab. Sie arbeitet mit jedem Material: Stoff, Papier, Holz, Metall Pappe. Es gibt nichts, was Marcy nicht reizen würde. Ihre Schaffenskraft kennt keine Grenzen.
Doch nun genug der Worte, schauen wir uns lieber die Ausstellung der jungen Künstlerin an, die ihr größtes Talent im „Upcycling“ sieht. Scheinbar unnütze Dinge erfahren durch ihre Bearbeitung eine unübersehbare Aufwertung.
Beginnen wir mit einem ihrer Erstlingswerke: Dem umdesignten Hundebett.
Gekonnt upcycelt und signiert. Einfach wunderbar!
Auch das folgende Werkt zeigt die außerordentliche Kreativität der Künstlerin. Ein einfacher Kratzbaum. Marcy entfernte ein ganzes Bein! Hier durfte ich sogar mitmachen und einen großen Karton, inklusive Werkzeugkasten unter die Plattform stellen. Kunst zum Mitmachen! Wir sind begeistert!
Passt, wackelt und hat Luft! Welch unglaubliches Augenmaß die Künstlerin besitzt! Wir sind fasziniert!
Wie viele junge Künstler unserer Zeit, liegt auch Marcy viel an Nachhaltigkeit. Ihre Arbeiten sollen die Umwelt nicht belasten, Marcy liebt Naturmaterialien. In Kunstkreisen nennt man sie auch „Madame Öko“.
Diese Grünlilien stand jahrelang, beinahe unbemerkt, auf der Wohnzimmerfensterbank.
Marcy zeigt mit diesem Werk, wie Pflanzen viel besser zur Geltung kommen. Die verteilte Erde macht den Küchenfußboden gleich mit zum Hingucker. Einfach und genial! Wir sind überrascht!
Man beachte besonders den Hausschuh! Fast wie beiläufig hingeworfen. Wir lieben diese Symbolkraft!
Doch das aufwendigste Werk des jungen Talents, ist mit Abstand dieser Tisch.
Die Künstlerin lässt sich von der Muse küssen.
Die Umarbeitung ist wie man sieht, gekonnt und präzise.
Nicht kleckern sondern klotzen, ist die Devise der jungen Designerin.
Die Umgestaltung geht leicht ins Filigrane.
Wobei die Designerin besonderen Wert auf interessante Details gelegt hat. Wir sind erstaunt!
„Ich habe intensiv an meinen Werken gearbeitet“ erzählte die Designerin im Interview.
Und zeigte uns ihr einfaches, aber effektives Werkzeug.
Ihr werden uns sicherlich zustimmen: A new Star is born on the Designerhimmel!!!
Unsere Schafe dürfen vollkommen frei auf dem Hof herumlaufen.
Sie haben einen festen Tagesablauf. Morgens und vormittags halten sie sich im Innenhof auf. Mittags wird geruht und dabei wiedergekäut. Danach halten sie sich auf den verschiedenen Weiden auf, die wir durch Tore trennen können.
Sie wandern so praktisch einmal über den ganzen Hof. Am späten Nachmittag folgt noch einmal eine Ruhephase mit Wiederkäuen. Anschließend kommen sie wieder in den Innenhof.
Die Tiere halten das Gras kurz, finden im Sommer verschiedene Kräuter, freuen sich im Herbst über Fallobst. Im Winter bereichert eine Handvoll Schafpellets ihren Speiseplan. Doch Heu bleibt das Hauptfutter in der Winterzeit.
Im Sommer finden die Tiere Gräser und Wildkräuter auf unserem Hof.
Ouesanntschafe sind sehr zutraulich.
Man sollte nicht zu viel Kraftfutter geben. Die genügsamen Ousanntschafe kommen besser mit einer nicht zu reichhaltiger Kost aus. Eine Überfütterung macht diese Tiere schnell krank.
Kerstin und Uwe haben eine neue Sorte Einstreu gespendet.
Wir danken Euch von Herzen!!!
Unser Vorarbeiter-Bärchen und unser Azu-Bärchen im Wareneingang.
Equiva hat unsere altbewährte Streusorte leider nicht mehr im Programm. Ich glaube wir haben mit unserer letzten Bestellung den Rest aufgekauft… Der LKW-Fahrer war auch noch falsch abgebogen und hatte sich festgefahren. Ein Bauer musste ihn mit dem Trecker rausziehen.
In der Pferdehaltung wird alles im XXL Format benötigt!
Ich hatte Uwe versprochen, die neue Einstreu zu testen und das ist gestern geschehen.
Lieber Uwe, meine Beurteilung fällt zwiespältig aus. Was mir an der neuen Streu gefällt ist die Struktur. „Goldhorse Streu“ besteht aus grober Hobelspäne, die schön weich ist, beim Ausbringen überhaupt nicht staubt und enorm viel Volumen hat. Angenehm ist auch der lang anhaltende und intensive Holzgeruch.
Was mir dagegen gar nicht gefällt, es sind sehr viele ungehobelte, große Holzstücke darin zu finden.
Auf dem Foto sind ein paar solcher Stücke zu sehen, die ich beim Misten aufgesammelt habe. Später habe ich sogar noch mehr gefunden. Teilweise waren das richtig große Stücke, die wie Teile einer Holzleiste aussahen. Als ob die Holzabfälle aus dem Baummarkt oder so, grob geschreddert hätten.
Diese Hölzer habe ich in der Streu gefunden.
Unsere altbekannte Einstreu „Allspan German Super“ ist von viel feinerer Struktur, staubt allerdings beim Ausbringen etwas. Doch das gibt sich aber schnell, wenn die Streu erstmal liegt. Dann staubt sie auch nicht mehr, wenn die Pferde durchlaufen.
Durch die feinere Struktur saugt Allspan mehr Feuchtigkeit auf. Ist aber auch schneller verschmutzt und man muss mehr von der Streu entfernen. „Goldhorse“ Streu bleibt länger sauber, saugt aber nicht ganz so gut auf. Wenn nicht so viele ungehobelte Holzteile darin wären, würde sie mir gefallen.
Mein Urteil: „Allspan German Super“ ist zwar etwas teurer und der Verbrauch ist höher, aber von der Qualität her ist sie doch um einiges besser.
Das war vom ersten Tag an so und hat sich bis heute nicht geändert. Ich konnte Marcy von Anfang an frei laufen lassen. Sie achtete von sich aus darauf, mich nicht zu verlieren.
Marcy wurde größer und frecher. Aber ihr Folgetrieb blieb gleich stark.
Angedockt ausruhen, das macht den kleinen Hund glücklich.
Den Rückruf brauchten wir nicht mühsam lernen.
„Komm, Marcy!“ – „Da bin ich schon!“
Jetzt steckt Marcy mitten im Flegelalter, macht Blödsinn ohne Ende, aber ihre Anhänglichkeit ist geblieben. Um bei mir zu sein, überwindet sie so manches Hindernis. Springt über Zäune, oder klettert wie ein Äffchen.
Hier bin ich bei den Pferden im Stall. Marcy darf nicht mit. Das gefällt dem frechen Hündchen gar nicht. Sie klettert einfach auf die Trennwand zwischen Stall und Scheune.
„Ich will zu dir…“
Hier bin ich bei den Pferden auf der Weide, Marcy darf nicht mit.
So viele Tierfreunde haben unseren Hilferuf gehört und spontan Heucobs für unsere Pferde gespendet!
Die Vorarbeiterin im Wareneingang
Wir sind überwältigt von eurer großen Hilfsbereitschaft! Es trudeln gerade so viele Pakete ein, ich hoffe ich behalte den Überblick.
Gespendet haben:
3 x Kerstin & Uwe
1 x Ute
10 x ein befreundeter Tierschutzverein
10 x Gudrun
3 x Corinna
Die Azubine im Wareneingang
Wir danken allen lieben Spendern von Herzen!!! ❤
Ihr seid einfach nur toll! Gemeinsam schaffen wir es Miranda über den Winter zu bekommen!
Wer gern auch einen Sack „Agrobs Pre Alpin Wiesencobs“ für Miranda und Nielsson spenden möchte, das Angebot von Equiva ist noch bis zum 23.01.2022 gültig.
Ich habe einen Tipp für dich, falls du uns mit einem Sack Agrobs Pre Alpin Wiesencobs unterstützen möchtest.
Bei Equiva gibt es gerade 10% Rabatt auf Futter & Einstreu!
Du bekommst den 20 kg Sack „Agrobs Pre Alpin Wisencobs“ für 15,26 Euro. Und zwar noch bis zum 23.01.2022. Es wäre so toll, wenn du einen Sack bestellen würdest. Wir brauchen unbedingt Futter für unsere alten und kranken Pferde.
Der liebe Eugen hat für unsere Pferde eingekauft: 5 x Wiesencobs, 2 x Horse Alpin Senior, 1 x Alpengrün Mash, 1 x Stiefel Hustenkräuter
und für unsere Hunde: 60 x Rinti
Unsere Bärchen und wir sagen: „DAAAANKEEE SCHÖÖÖN“!
Marcy im Wareneingang:
Wir sind euch für jede Spende so unendlich dankbar, denn die Futterkosten für unsere alten Pferde sind extrem hoch. Ein 20 kg Sack „Agrobs Pre Alpin Wiesencobs“ reicht gerade mal für einen Tag.
Unser Vorrat, zusammen mit Eugens Spende, reichen nur noch für 7 Tage. Dann ist die Futterkammer leer.
Bitte helft uns!
Wir danken für jeden Euro, den ihr zu den Futterkosten dazugeben könnt.
Unser Spenden Konto: Tierhilfe Miranda e.V. IBAN: DE74241910153614182800
Wir danken für jeden Sack Wiesencobs, er bedeutet einen Tag Futter für die Pferde.
Bestellen könnt ihr über unseren Amazon Wunschzettel: Klick
Allein kannst du viel erreichen, zusammen mit anderen alles.
Ich freu mich so für Moni, weil sie eine Patin bekommen hat!
Moni ist eine kleine und fotogene Katze, die aber aufgrund ihres unkomplizierten und zurückhaltenden Wesens nicht besonders auffällt. Sie ist immer lieb, zurückhaltend. Ein zartes, kleines Geschöpf. Die frecheren Katzen drängeln sich immer in den Vordergrund.
Moni würde das nie machen.
Dabei brauch Moni sich wirklich nicht zu verstecken. Sie ist sehr hübsch und total liebenswert. Anfang der 1960er Jahre haben „Tommy James & The Shondells“ bereits eine Hymne für Moni geschrieben. Die singe ich immer, wenn ich unsere Moni sehe.
„Moni, moni“ (die haben das leider falsch geschrieben! Moni schreibt man nicht mit Ypsilon…)
Es ist so niedlich, wenn ein Tier in einem Song seinen Namen erkennt und darauf reagiert. Habt ihr das schon erlebt?
Ich hatte mal eine kleine Chihuahua – Papillon Mix Hündin, mit dem Namen Emily.
Es gibt einen Song von „Hot Chocolate“ der heißt „Emma“.
Der Sänger singt eigentlich „Emmaline“ aber es hört sich an als würde er „Emma – Emily“ singen. Immer wenn ich den Song spielte war Emily ganz aus dem Häuschen, weil sie ihren Namen erkannte.
Ich habe schon immer gern gesunden, das tat ich auch wenn dieser Song lief und Emily sprang vergnügt um mich herum.
Corinna hat 3 Säcke Agrobs Pre Alpin Wiesencobs gespendet!!!
Oder anders gesagt, das sind 3 Tage Futter für unsere alten Pferde: Miranda die kein Heu mehr fressen und verwerten kann und Nielsson der aus gesundheitlicher Sicht möglichst nur Heucobs fressen soll.
Wir versuchen die Atemwege des Wallach, begleitet von unserer neuen Tierärztin, stabiler zu bekommen. Damit Blondie nicht bei jedem eingeatmeten Staubkorn oder jeder Schimmelpilzspore, Symptome wie Husten, Nasenausfluss oder Schleim in der Lunge zeigt und nicht mehr so schrecklich unter Atemnot leiden muss.
Leider ist die Fütterung mit Heucobs sehr teuer! Wir sind wirklich auf die Hilfe mitfühlender Tierfreunde wie Corinna angewiesen. Jeder Sack Heucobs der hier ankommt ist so klasse und bedeutet für unsere Pferde einen Tag Futter!!!
Deshalb danken wir der lieben Corinna von Herzen!
Jetzt kommt noch eine tolle Neuigkeit!
Gabi hat die Patenschaft für Katze Moni übernommen!!!
Es gehen monatlich 5.- Euro an die Mieze.
Moni ist eine kleine und zierliche Katze, die am liebsten mit der ebenfalls zarten Face zusammen abhängt. Face hat schon eine Patentante und nun ist ihre Freundin Moni auch eine der Glücklichen, hier bei uns auf dem Hof!
Moni (vorne im Bild) und Face sind oft gemeinsam unterwegs.
Wir danken der lieben Gabi für die Übernahme der Patenschaft für Moni!!!
Der Schmied kommt regelmäßig alle 8 Wochen. Nielsson setzte aber beim letzten Mal krankheitsbedingt aus. Der Wallach hatte so starke Atemprobleme, wir konnten ihm keine Anstrengungen zumuten.
Diesmal war Bondie aber wieder mit von der Partie. Es geht ihm dank unser neuen Tierärztin sehr gut. Seine Hufe waren gar nicht doll gewachsen. Man konnte kaum erkennen, dass er einmal ausgesetzt hatte.
Ich hoffe, ihr hatten einen schönen Jahreswechsel. Ob ruhig mit eurem tierischen Liebling, oder lieber mit einer ordentlichen Feier, vielleicht habt ihr den Jahreswechsel auch einfach verschlafen. Ich wünsche Euch auf alle Fälle ein glückliches und vor allen Dingen gesundes, neues Jahr!
Wir sind gut reingekommen. Die Pferde standen vorsichtshalber schon um 16.00 Uhr in ihrer Box. Silvester ist der einzige Tag im Jahr, an dem unsere Pferde in der Box stehen müssen. Traurig, wenn man so darüber nachdenkt, wie viele Pferde immer noch permanent in Boxhaltung leben.
Der Abend fing ganz ruhig an. Zuerst war kaum etwas von Silvester zu merken. Um Mitternacht ging dann aber die Post ab. Es wurde richtig viel geböllert. Ich frage mich, wo die Leute das Zeug zum Knallen herbekommen haben. Die Pferde wurden dann auch nervös, schnaubten, fingen an Runden in der Box zu drehen.
Zum Glück schaffte ich es wieder einmal sie zu beruhigen. Die beiden achten sehr auf mein Verhalten. Durch meine Ruhe und Selbstvertrauen vermittle ich ihnen, dass sie in Sicherheit sind. So kamen sie auch diesmal schnell wieder runter.
Miranda begann sogar zu fressen und Nielsson döste nach einer Weile vor sich hin. Ich blieb bis um 1.00 Uhr bei den beiden im Stall. Heute Morgen waren die Pferde bereits draußen. Nielsson regte sich zuerst auf, er war noch nervös wegen der Silvesternacht und galoppierte auf der Koppel herum. Miranda ließ sich mitreißen.
Beide Pferde galoppierten auf dem durch viele Regen weich und rutschig gewordenen Boden. Damit sie sich nicht verletzten, ging ich zu ihnen und beruhigte sie. Es gab einen Eimer Heucobs auf der Weide und sie futterten sogar. Ein Pferd das richtig Angst hat kann nicht fressen.
Silvester ist doch jedes Jahr enormer Stress für die Tiere und auch für mich. Ich bin froh, dass wir das erst einmal wieder hinter uns haben!
Neues Jahr, neues Glück: Heute wurde der Gewinner unserer Verlosung gezogen. Wir danken allen die an unserer Verlosung teilgenommen haben!!!
Hier seht ihr alle Lose:
Und…. taaaadaaaa – Trommelwirbel – das ist der Gewinner:
Herzlichen Glückwunsch lieber Eugen!!!
Du bist glücklicher Gewinner eines Fotokalenders, mit hübschen Bildern von unseren Tieren!!! Bitte teile mir Deine Anschrift per Mail mit, damit ich Dir den Gewinn zukommen lassen kann. Viel Freude an dem schönen Teil!
Das Ziehungsergebnis wurde übrigens von unserer jüngsten Mitarbeiterin Marcy gewissenhaft geprüft:
Was Marcy durch ihrer Jugend an Erfahrung fehlt, macht sie mit ihrem Interesse an Zettelkram wieder wett. Bei uns geht kein Fipselchen Papier raus, ohne von Marcy vorher geschreddert (äh, pardon) begutachtet worden zu sein.
Heute ist schon der letzte Tag des Jahres. Nur noch wenige Stunden, dann wird es Zeit 2021 zu verabschieden. Ich glaube wir sind uns einig, wir alle hoffen auf ein besseres 2022.
Doch zuvor möchte ich mich für Eure Treue bedanken!
Dafür, dass Ihr uns in unserem Engagement auf so vielfältige Art und Weise unterstützt habt. Ohne Euch könnten wir unseren Schützlingen nicht das artgerechte und behütete Leben schenken, das sie verdient haben. Ohne Euch wäre unser kleines und wichtige Tierschutzprojekt schon lange am Ende.
Viele von Euch sind bereits seit Jahren dabei, einige sogar von Anfang an, andere sind ganz neu dazugekommen. Eines habt Ihr aber alle gemeinsam: Ihr macht es möglich die Gnadenbrotplätze unserer ungewollten, alten, kranken und unvermittelbaren Tiere zu erhalten.
DAFÜR DANKE ICH EUCH VON HERZEN!!! ❤
Ganz aktuell: Heute ist noch eine Spende von Kerstin und Uwe eingetroffen:
3 Säcke Agrobs Wiesencobs!!!
Vielen Dank für diese wertvolle Spende, Kerstin & Uwe! Ich bin mir zwar nicht sicher ob Ihr wollt, aber Ihr landet damit im Lostopf. Ich drücke Euch die Daumen und wünsche viel Glück! Die Ziehung findet am 01.01.2022 statt, dann wird der Gewinner bekanntgegeben.
Ich bedanke mich bei den vielen Tierfreunden, die dieses Jahr bei der Verlosung mitgemacht haben!!! Das war wirklich eine überwältigend große Resonanz, in diesem Jahr. Das hat uns glatt umgehauen.
Mit der Spende von Kerstin & Uwe zusammen, haben wir insgesamt Heucobs für 15 Tage in der Futterkammer. Die Pferde sind also bis Mitte Januar versorgt. Bis Mitte Mai müssen wir in diesem Tempo weitermachen, um die beiden über den Winter zu bekommen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr auch weiterhin an uns denkt!
Und jetzt wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch!
Endlich haben wir Tauwetter. Auch wenn Nebel und Regen dabei sind, freue ich mich doch.
Mir tut es immer so leid, wenn die Pferde wetterbedingt im Stall bleiben müssen.
Drei Tage hat es gedauert, bis der gefrorene Boden auf der Koppel endlich aufgetaut ist. Zuerst stand ganz viel Wasser auf der Eisschicht. Die Pferde mussten also noch im Stall bleiben.
Heute Morgen war es dann soweit.
Ich fütterte erst die Pferde und löste dann die Litze, die ich vor die Stalltür gespannt hatte, während unsere Rentner mit Fressen beschäftigt waren.
Als sie aufgefuttert hatten, merkten sie, dass die Litze weg war.
Doch die beiden wollten gar nicht raus.
Bis heute Abend haben sie keinen Huf vor die Tür gesetzt.
Vielleicht liegt es am Regen?
Egal, sie können das ja selber entscheiden.
Ganz anderes Thema: Bei uns gibt es heute „Katze im Heubett“:
Bei uns kam keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf. Das Wetter machte die Versorgung der Pferde über Weihnachten nicht gerade einfacher. Frostige Temperaturen und Regen auf gefrorenem Boden, sorgten für erschwerte Bedingungen bei der Arbeit.
Ich bin sowieso schon den ganzen Tag am Heucobs einweichen. 6 Mal am Tag gibt es eine große Portion Heucobs. Je kälter es wird, desto mehr Futter braucht ein Pferd. Die Fütterung muss in noch kürzeren Abständen erfolgen. Die Portionen dürfen nicht zu groß sein, weil sonst der Brei einfrieren könnte.
Die ersten Tage konnten die Pferde trotz Frost noch raus, da sie mit dem gefrorenen Boden gut zurechtkamen. Miranda hat das erst hier bei uns gelernt. Bevor sie auf den Gnadenhof kam, kannte sie keinen Winter. Beim Züchter stand sie von Oktober bis Mai, durchgehend in einem geschlossenen Stall ohne Fenster.
Die arme Stute kam nicht mal zum Misten raus. Als sie bei uns das erste Mal Eis und Schnee sah, reagierte sie panisch. Miranda hatte keinen blassen Schimmer, wie ein Pferd mit einem gefrorenen Boden klar kommen sollte. Entweder sie bewegte sich gar nicht, oder sie galoppierte kopflos über eine Eisfläche.
Mir stockte der Atem. Ich übte jeden Winter mit dem hoffnungslos überforderten Pferd. Zeigte ihr, wie sie über gefrorenen Boden vorsichtig gehen konnte. Miranda vertraute mir und ging brav mit mir, zwar schnaufend, zitternd und angespannt, verstand dann mit der Zeit immer besser, wie sie sich bei schwierigen Bodenverhältnissen verhalten musste.
Das alte Mädchen machte das ganz toll. Heute ist das alles kein großes Ding mehr für sie. Deshalb schaue ich im Winter, wie unsere beiden Rentner sich verhalten. Sind sie entspannt, vorsichtig und ruhig, dürfen sie selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten wollen. Im Stall oder draußen.
Doch dann stieg das Thermometer Heilig Abend über den Gefrierpunkt und es regnete den ganzen Tag. Nach den Tagen und Nächten mit Dauerfrost, fiel der Regen auf gefrorenen Boden. Überall stand schnell das Wasser. In der Nacht fror alles zu einer knallharten Eisschicht und der Frost war zurück.
Die Temperaturen gingen bis Minus 10 Grad runter.
Seitdem stehen die Pferde im Stall.
Unser Stall ist schön groß. Doch gerade das war lange ein Problem für Miranda. Es mag an ihrer Vergangenheit liegen, sie hasst es eingesperrt zu sein. In einer engen Box geht es noch, aber der große Stall lässt sie ausflippen. Sobald ich die Stalltür schließe, dreht sie total am Rad. Springt, bockt und galoppiert im Kreis herum.
Beim Züchter kannte sie nur ihre kleine Box, mit wenig Platz. Unser großer Laufstall versetzte Miranda geradezu Panik. Ist die Tür jedoch offen, fühlt sie sich darin geborgen. Sie braucht einfach das Gefühl, jederzeit rausgehen zu können
Es tat mir immer so leid, die Pferde aus Sicherheitsgründen in die Box stellen zu müssen, wenn der Boden gefährlich glatt war. Außerdem tut langes Stehen den alten Knochen, Sehnen und Bändern nicht gut.
Im Laufstall können sie sich immer noch ausreichend bewegen. Deshalb ist mir die Idee gekommen, einfach zwei Litzen vor die Tür zu spannen. Zuerst reagierte Miranda nervös. Es gefiel ihr nicht, den Stall nicht verlassen zu können. Ich sprach mit ihr, versuchte sie zu beruhigen. Tatsächlich legte sich ihre Unruhe recht bald.
Die Pferde sind nun entspannt im Laufstallbereich und haben mehr Bewegungsfreiheit als in ihren Boxen.
Ute hat einen Sack „Agrobs Pre Alpin Wiesencobs“ für unsere Pferde bestellt!
Ilona & Heinz haben die Futterkasse mit 50.- Euro aufgestockt!
Unsere beiden Hottis haben sich extra schick in Schale geschmissen, um DANKE zu sagen:
Wir danken den lieben Spendern und drücken die Daumen für die Verlosung!!!
Wer auch mitmachen möchte, es ist noch genug Zeit. Jeder Spender der bis zum 31.12. etwas für die Tiere bestellt, oder eine Kleinigkeit auf unser Vereinskonto einzahlt, landet im Lostopf und hat die Chance einen Fotokalender zu gewinnen.