es gibt gute Tierärzte und es gibt Tierärzte über die man eigentlich kein Wort zu verlieren bräuchte.
Jetzt kommt ein Thema das nicht so angenehm ist.
Chicas Leben neigt sich dem Ende zu, das lässt sich nicht verleugnen. Auch wenn es der fast 17 Jahre alten Podenco-Hündin noch gut geht, sie sich gern bewegt und Spaß am Leben hat. Der Tag des Abschieds ist nicht mehr all zu weit.
Daran wurde ich in den letzten Wochen zwei mal erinnert, als Chica zwei schlechte Tage hatte. Es ging morgens schon los. Die Hündin konnte ohne meine Hilfe nicht aufstehen. Sie lag auf ihrem Bett und rührte sich nicht. Als ich sie hinstellte, kippte sie gleich wieder um. Ihre Beine gehorchten ihr überhaupt nicht mehr.
Das ging den ganzen Tag so weiter, sie konnte ohne Hilfe nicht laufen. Kippte um sobald ich sie losließ, blieb auf der Seite liegen. Wir sind uns sicher einige, dass das kein Zustand für einen Hund ist.
Ich stellte mich innerlich darauf ein, sie erlösen zu lassen.
„Wenn das Morgen nicht besser ist, werde ich dich erlösen lassen. Du sollst nicht leiden“, sagte ich zu ihr. Doch am nächsten Tag ging es ihr erstaunlicherweise wieder gut. Sie konnte alleine aufstehen, laufen und hüpfte vergnügt, wie sonst auch, durch die Gegend.
Das ist nun einige Wochen her, aber gestern hatte sie wieder so einen schlechten Tag. Nur ein Tag geht, aber ich werde den Hund nicht länger in so einem bedauernswerten Zustand dahinvegetieren lassen. Heute Morgen war wieder alles gut, Chica läuft und erfreut sich ihres Lebens.
Schon bevor sie den ersten schlechten Tag hatte, nahm ich mir vor, mit einem Tierarzt zu sprechen und ihn zu bitten, im Falle eines Falles, zu uns zu kommen. Damit Chica nicht unnötigen Stress hat, mit der Fahrt in die Praxis. Und wer weiß, wie ich den Hund dann ins Auto bekommen werde?
Ich wollte das unbedingt vorher regeln, bevor ich emotional zu betroffen bin. Das war auch gut so, wie ihr gleich merken werdet.
Ich rief eine Tierärztin an, die ihre Praxis ganz in unserer Nähe hat. Chica ist gesund alt geworden und war schon einige Jahre nicht mehr beim Tierarzt. Vor einiger Zeit ist diese Tierärztin umgezogen und in den neuen Räumen waren wir noch nicht.
Ich rief also die besagte Tierärztin an und fragte ob sie zu uns kommen würde, wenn Chica erlöst werden müsste. Ihre Antwort war nein! Diesen Service böte sie nur ihren Kunden an. Ich sollte gefälligst mit dem sterbenden Hund in die Praxis kommen!
Nur für Kunden? Was bin ich denn? Ich kenne diese Ärztin schon viele Jahre. Sie behandelte bereits Katze „Pisa“, die alten Hasen unter euch werden sich erinnern. Außerdem war Campa auch schon bei ihr. Aber ihr Kunde sind wir nicht. Da fehlten mir dann doch die Worte!
Wenn es nötig ist, hoffentlich noch lange nicht, müssen wir dann einen Tierarzt aus der 1 1/2 Stunden Fahrtzeit entfernten Tierklinik kommen lassen, um Chica zu erlösen. Dort sind wir Kunde…
Das war ein harter Brocken. Als kleine Auflockerung folgt jetzt ein Video von den Tieren im Schnee. Da seht ihr, dass Chica noch Spaß am Leben hat.



































































































