Ich hoffe ihr seid gut reingekommen. Bei uns lief der Jahreswechsel ziemlich entspannt ab. Es war das erste Silvester mit Giada und ich hatte keine Ahnung, wie der Eisbär reagieren würde. Nun kann ich sagen, Giada hat definitiv keine Angst vor dem Geknalle.

Eisbär mit Mütze
Anfangs raste sie bei jedem Knall, mit einem Mordsgebell zur Tür. Bis ich ihr erklärte, dass das nicht nötig sei. Dann legte sie sich hin und war entspannt wie immer. Sie wollte sogar noch einmal gegen 22.00 Uhr zum Pullern in den Garten. Nur heute morgen kam sie nicht an mein Bett, als ich wach wurde. Das macht sie sonst sofort wenn sie hört, dass ich wach bin. Erst als ich schon meine Klamotten anhatte, kam ein ganz verschlafener Eisbär um die Ecke. Sie gähnte und reckte sich und schaute, als ob sie sagen wollte: „Wie jetzt schon aufstehen? Ist gestern doch spät geworden“. Ja, wir sind spät ins Bett gekommen, aber auch heute ist ein ganz normaler Arbeitstag für mich und das heißt: „Raus aus den Federn“!
Zurück zur Silvesternacht. Chica bekam schon im vorhinein Bachblüten. Als das Böllern draußen losging, wurde sie unruhig. Sie rannte nervös etwas hin und her. Als sie sich dann in das Katzenklo setzte, um sich dort zu verstecken, gabs einen Rüffel und noch einmal Bachblüten. Danach war auch sie entspannt und verpennte den Rest der Nacht auf dem Sessel. Das ist eine deutliche Veränderung zur Anfangszeit. Von Jahr zu Jahr übersteht unser Angsthund Silvester immer besser.

Chica
Campa hatte noch nie ein Problem mit Silvester. Sie ist ein mutiger, kleiner, spanischer Terrier, den so leicht nichts erschüttern kann. Schon gar nicht so ein paar blöde Böller. Dafür unterbricht sie nicht ihren Schönheitsschlaf.

Terrier mit Mütze
Die Miezen hatten auch keine Probleme. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt etwas von Silvester mitbekommen haben. Sie spielten und tobten, so wie jeden Abend. Und so sieht es aus, wenn sie sagen: „Wir haben fertig!“

Die Pferde waren auch relativ entspannt. Sie bekamen schon vorher Bachblüten und Reiki. Mit Reiki hatte ich alle Tiere vorsorglich versorgt. Ich schaute alle halbe Stunde nach Miranda und Bachus, sie waren jedesmal ruhig. Vor Mitternacht bezog ich dann Stellung im Stall. Als das neue Jahr lautstark begrüßt wurde, drehten sich beide nervös in ihren Boxen.
Ich begann mit meinem Beruhigungsritual, das schon die letzten Jahre gut funktionierte. Atmen, schmatzen und beruhigend Sprechen. „Gaaanz ruuuuhhhiiiiig – sooooo iiiiist braaaav – feeeeiiiin maaaachst duuuu daaaas – priiiimaaaaaa“ – gaaanz ruuuuhiiiig“. Pferde teilen ihren Artgenossen über die Atmung und mit Schmatzgeräuschen mit, dass sie entspannt sind. Wenn ich dies nachahme, fängt Bachus noch einer Weile auch an zu Schmatzen.

So war es auch in der Silvesternacht. Miranda kam dann auch wieder runter. Sie stand neben mir und schlief, während es draußen Knallte und Zischte. Ganz entspannt mit einer entlasteten Hinterhand! Nur weggehen durfte ich nicht, dann wurde sie sofort wieder unruhig. Als ich mal kurz zu Bachus schauen wollte, war sie hellwach und nervös. Ich stellte mich wieder neben sie und sie leckte meine Hände und meine Jacke und wo sie mich erwischte.

Das war für mich ein eindeutiges Zeichen. Miranda sagte: „Bleib bei mir!“ Also blieb ich bis 1.00 Uhr morgens neben ihr stehen. Dann wurde es ruhiger um uns. Die meisten hatten wohl ausgeknallt. Nur in der Ferne konnte ich noch das Feuerwerk hören. Ich ging dann ins Haus.
Ich bin froh und dankbar, dass diese Nacht so gut vorüber ging. Wir haben aber leider noch so eine Nacht vor uns. Seit ein paar Jahren veranstaltet ein Anwohner, ein Privatfeuerwerk in der Neujahrsnacht. Aber was für eins… Ich möchte nicht wissen, was der für Geld in die Luft jagt. Also gibt es für uns zweimal im Jahr Silvester. grrrrrr
Andere Nachbarn haben ihre Pferde in der Silvesternacht draußen gelassen! Sie haben ihnen ein Partyzelt als Schutz aufgebaut. Wohl damit die Pferde schön feiern können… Das Zelt flog schon ein Tag vor Silvester weg, weil es stürmisch war. Sie bauten das Zelt am Silvesterabend wieder auf, aber nur noch mit zwei Wänden. Die Pferde lebten heute morgen noch. Solche Leute feiern bestimmt ganz entspannt Silvester und machen sich keine Sorgen um ihre Tiere. So wie wir verantwortungsbewussten Tierhalter.