„Was machst du denn da?“

„Abäppeln Leute, abäppeln…“

„Abäppeln Leute, abäppeln…“
Im Frühjahr 2011, erfuhr ich von der bevorstehenden Schlachtung, der 20 jährigen Hannoveraner Zuchtstute Miranda. Nachdem sie das zweite Jahr ein totes Fohlen zur Welt gebracht hatte, wollte der Züchter das Pferd schlachten lassen.

Da nützte der Stute die gute Abstammung aus einer Dressurlinie wenig. Auch, dass sie schon als Fohlen bei diesem Züchter zur Welt gekommen war, änderte nichts an ihrem Schicksal.
Jahrzehntelang als Gebärmaschine ausgebeutet, brachte sie ein gutes Fohlen nach dem anderen, die der Mann teuer verkaufte. Doch nun hatte Miranda ihre Schuldigkeit getan und dufte gehen…
Ich fand das ungerecht. Mit dem Wissen, dass das Tier sterben sollte, konnte ich nicht einfach meinen normales Leben weiterleben. Ich musste etwas unternehmen. Leider war ich die einzige, die das interessierte.
Damals wusste ich noch nicht, dass es Gang und Gebe ist, alte und/oder unreitbare Pferde, beim Schlachter zu entsorgen.
Ich fühlte mich aber nun verpflichtet, der Stute zu helfen und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um sie zu retten. Anfangs ziemlich erfolglos. Auf dieser Seite könnt ihr lesen, was damals genau geschah: Wie alles begann.
Dann schlossen sich meinem verbitterten Kampf, nach und nach, immer mehr tierliebe Menschen an. So wurde das Projekt „Wir helfen Miranda“ geboren.
Trotzt alle Bemühungen fand sich aber niemand, der die 20 Jahre alte und unreitbare Stute nehmen wollte. Der Schlachttermin rückte immer näher, die Zeit wurde knapp und so entschloss ich mich, Miranda zu mir zu nehmen.
Das war ein kleines Abenteuer für mich. Denn ich hatte vorher immer nur mal sporadisch mit Pferden zu tun gehabt. Hatte nie eins versorgen müssen. Aber man wächst an seinen Aufgaben, manchmal sogar über sich hinaus.
Am 24. Juni 2011 kamen Miranda und der alte Wallach Bachus auf den Hof.

Hier geht es zu dem Bericht: Hurra, die Pferde sind da!

Natürlich brauchte Miranda einen Weidekumpel. Kein Pferd sollte jemals alleine stehen. Bachus war ein armes Wesen, mit einer bewegten Vergangenheit., der alt und unreitbar geworden, in irgendeinem Reitstall stand.
Niemand fühlte sich mehr für ihn verantwortlich und wollte die monatliche Miete für ihn zahlen. Er wäre auch zum Schlachter gegangen, nur weil er dem Menschen nicht mehr dienen konnte.
Hier auf dem Hof durfte Bachus seine Rente genießen.
Im Dezember 2015 wurde aus meinem kleinen privaten Projekt „Wir helfen Miranda“, dann der gemeinnützige Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V.“.
Es war eine bewegende und aufregende Zeit mit den Pferden. Dazu kamen noch ein paar andere Tiere, die sonst niemand haben wollte.
Unvermittelbare Hunde

Halbwilde Katzen

und keine kleine Herde Schafe

Die Herde
Bachus begleitete ich bis in den Tod. Er war sehr glücklich bei uns auf dem Hof und keinen einzigen Tag krank. Der Wallach wurde 33 Jahre alt.
Am 18.08.2018 legte er sich hin und schlief für immer ein. Ich hielt seinen Kopf, während er ging. Hier könnt ihr den Bericht lesen: Eine traurige Nachricht.

Miranda litt ganz furchtbar unter diesem Verlust. Sie drehte fast durch. Hier könnt ihr den Bericht lesen: Die einsame Stute.
Es begann eine verzweifelte Suche, nach einem neuen Weidekumpel, für die traurige Stute. Erst mit Hilfe von Frank Weber und dem Fernsehsender VOX, gelang es uns, einen neuen Pferdefreund für Miranda zu finden.
Hier könnt ihr den Bericht lesen: Herr Nielsson zieht auf den Gnadenhof.

Am 17. November 2018 wurde auf VOX, in der Sendung „Hund Katze Maus“, die Geschichte von Miranda und Nielsson ausgestrahlt. Hier geht es zur Sendung.
Leider verlief die Zusammenführung der Pferde alles andere als gut. Miranda war vom ersten Augenblick an schockverliebt in Blondie. Nur Herr Nielsson erwies sich als absoluter Stinkstiefel.
Anfangs flogen die Fetzen. Hier könnt ihr den Bericht lesen: Zusammenführung der Pferde.

Miranda trug einige Blessuren davon, blieb aber immer nett zu dem Rüpel. Mittlerweile haben die beiden Pferde sich zusammengerauft und sind sehr gute Freunde geworden.

Wir ihr gelesen habt, ist viel passiert in der ganzen Zeit. Es gab schöne und traurige Erlebnisse, Aufregung und Harmonie. Ich habe viel gelernt und Miranda ebenso.
Heute wollen wir 9 Jahre geschenkte Lebenszeit feiern und hoffen, dass Miranda noch ein bisschen Zeit vor sich hat, mit ihrer großen Liebe, Herrn Nielsson.

Zur Arbeit auf der Weide, gehört auch den Zaun vom Grünzeug freizuhalten. Darum machte ich mich mal wieder mit der Sense an die Arbeit. Dabei entdeckte ich allerlei seltsames Getier.
Wie diese vielen Raupen. Sie saßen sehr gesellig, auf einer großen Brennnessel.

Das war vielleicht ein Gewusel und Gezappel.

Ich habe mal googelt und bin mir ziemlich sicher, dass es Raupen des Tagpfauenauges sind.
Hier könnt ihr sie zappeln sehen:
Während ich mir interessiert die Raupen anschaute, beobachtete mich ein Reh…

Einige Meter weiter, auf einer Mariendistel, saß dann diese Lederwanze.

Die Distel hatte schon einige Löcher. Die Wanzen saugen die Pflanzen aus.

Irgendwie war das der Tag der komischen Insekten, denn meine Beobachtungen gingen weiter.
Als nächstes fiel mir diese grüne Spinne auf, die in unserem wunderschön blühenden Duftjasmin saß.

Ich habe wieder gegoogelt. Es müsste sich um eine Kübisspinne handeln.
Als ich das Tier sanft anpustete, versteckte es sich in einer Blüte.

Als nächstes fand ich dieses Nest, mit ganz vielen kleinen, gelben Baby-Spinnen. Das müssten junge Kreuzspinnen sein.

Dann sah ich wie sich eine dicke Hummel, in eine Taubnesselblüte quetschte.

Und zum Schluss wurde ich noch Zeuge einer Schnecken-Hochzeit.

Der Mondvogel, oder auch Mondfleck genannt, ist ein großer Nachtfalter.
Ich zeige euch heute ein paar Bilder, von zwei Mondvögel bei der Paarung. Das was wie ein Stöckchen aussieht, sind die beiden Tiere.
Entdeckt und fotografiert von Ulli.
Das ist kein Stock.



Nach der Paarung.

Was es nicht alles gibt!
Ist die Natur nicht wunderbar?
Diesmal eine kleine Bilderstrecke mit Moni und Face.






Dachten sich unsere Schafe, als wir sie gestern scheren wollten.
Die kleinen Biester fanden unser Vorhaben überhaupt nicht nett. Sie kapierten wieder nicht, dass wir ihnen nur etwas Gutes tun wollen und wehrten sich wie wild.
Jedes Jahr dasselbe Theater. Es wir mit den Beinen geschlagen und mit den Hörnern geboxt.
Bis zur Schur sind die kleinen Stinker zutraulich und aufdringlich, wie diese Ziegen im Streichelgehege, in einem Wildpark.

Sie laufen mir hinterher, wenn ich auf dem Hof arbeite und versuchen an mir hochzuklettern. Also schüchtern kann man das nicht nennen.

Aber wehe sie sollen geschoren werden! Da genügt es schon wenn ich denke: „Heute werden die Schafe geschoren“, schon sind die Kleinen misstrauisch.
Gestern war Ulli als Helferlein dabei. Wir sind ein eingespieltes Team. Ulli hält fest, ich schneide. Das Einfangen der Schafe war aber nicht leicht. Das erste Schaf, der kleine Bock Claus, verpasste mir mit seinen Hörnern, ein paar ordentliche Schrammen an den Armen.
Schon waren die anderen noch misstrauischer. Unser Leckerli-Trick mit dem wir die Schafe anlockten, funktionierte schon beim dritten Schaf nicht mehr. Es wurde immer schwieriger das nächste Tier einzufangen.
Als Tinki-Winki als letztes an die Reihe kam, ließ mich die Aue gar nicht mehr an sich heran. Wir machten erst einmal eine Pause.
Dann startete ich einen neuen Versuch und ging diesmal von der anderen Seite auf die Weide. Wieder mit leckeren Schaf-Pellets in der Hand, zum Anlocken. Auf diesen Trick fiel Tini-Winke tatsächlich herein.
Freudestrahlend kam sie auf mich zugelaufen und schwups, hatte ich sie. Nun musste ich nur gut festhalten, denn eine zweite Chance würde sie uns nicht geben. Tinki-Winke setzte sich zuerst mit aller Kraft zu wehr, gab dann auf, blieb ruhig stehen und so konnten wir gut arbeiten.
Nach der Schur waren wir fertiger als die Schafe.
Giada schnuppert interessiert an der Wolle:

Chica und Campa mussten auch eine Nase voll nehmen:

Die Schafe hatten sich sofort wieder beruhigt und grasten so, als ob nichts gewesen wäre.


Einige legten sich zum Dösen hin.

Wie füttern man ein altes Pferd auf?
Langsam und vorsichtig, über einen längeren Zeitraum.
Miranda hat durch die Schlundverstopfung, das Zahnproblem und den Fellwechsel nicht nur viel Gewicht verloren, leider auch einiges an Muskelmasse abgebaut. Wir versuchen jetzt das alte Pferd wieder aufzupäppeln.
Das Auffüttern ist langwierig, aber kleine Fortschritte sind doch schon zu sehen.
Ihr Rücken hängt nicht mehr so stark durch, die eingefallenen Stellen unterhalb der Hüfthöcker sind verschwunden, die Hüftknochen stehen nicht mehr so weit hervor.
Ich habe hier eine kleine Bilderreihe für euch.
23.05.2020


31.05.2020


07.06.2020


15.06.2020


Wir hoffen, dass es so gut weitergeht.

Am Wochenende hatte ich das große Glück, eine Rehmutter mit ihren beiden Kitzen, bei ihrem ersten Ausflug beobachten zu dürfen.

Rehkitze verstecken sich die erste Zeit im hohen Gras. Die Mutter hält sich irgendwo in der Nähe auf und geht nur zum Säugen zu ihnen. Wenn die Kitze etwas älter sind, laufen sie dann mit der Mutter mit.

Jedes Jahr werden in Hofnähe Kitze geboren. Die Rehe fühlen sich hier wohl und sicher. Wenn ich im Frühjahr ein Reh oft an ein und derselben Stelle antreffe, liegt die Vermutung nahe, dass irgendwo ein Kitz liegt.
So war es auch bei dieser Reh-Mutter.

Gestern war dann der große Tag. Die Kleinen begleiteten sie zum ersten Mal auf unserer Pferdeweide, direkt hinter unserem Gartenzaun.
Vor lauter Gucken und Staunen über die große, fremde Welt, verloren die Zwillinge, für kurze Zeit ihre Mutter aus den Augen.

Aufgeregt rannten die Geschwister hin und her. Die Mama war schon auf dem Nachbarfeld, hinter der Baumreihe und das hatten die Kleinen nicht mitbekommen. Ich konnte die Suche der Kitze filmen.

Leider ist die Qualität des Videos grottenschlecht, meine Kamera schafft das einfach nicht. Ich hoffe, der Film bereitet euch trotzdem ein kleines bisschen Freude.
Kerstin und Uwe haben 2 x Horse Alpin Senior für uns bestellt und 10.- Euro für den Hufschmied dazu gegeben.
Giada im Wareneingang:

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Kerstin und Uwe, für diese tolle Hilfe!!!
Pferdefutter können wir so gut gebrauchen. Momentan braucht Miranda sehr viel Futter, weil wir versuchen, sie wieder aufzufüttern.
Die Stute bekommt 4 zusätzliche Mahlzeit über den Tag verteilt. Ich bin momentan von 6.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends im Einsatz, um Miranda wieder aufzupäppeln. Das ist ganz schön anstrengend und ich hoffe, dass wir Erfolg damit haben.
Die Portionen dürfen nicht zu groß sein, weil ein Pferd einen relativ kleinen Magen hat. Außerdem muss genügend Zeit zwischen den einzelnen Fütterungen liegen.
Ein kleines bisschen besser sieht die Stute schon aus, ich werde bald aktuelle Bilder von ihr posten.
Von den Hufen habe ich schon, wie versprochen, bessere Fotos gemacht. Weil der alte Schmied aufgehört und uns nicht darüber informiert hat, ist der Zeitraum bis zur nächsten Hufpflege mit 12 Wochen, leider ungewollt viel zu lang geworden.
Blöderweise haben sich deshalb, in beiden Vorderhufen Risse gebildet.

Vorne links

Vorne rechts
Herr Nielsson hat letzte Nacht, wieder einmal das Licht im Stall eingeschaltet!
Wollte er vor dem Schlafengehen noch etwas lesen? Oder haben wir doch ein Zirkuspferd im Stall?

Ich bin 1,65 Meter groß und muss mit dem Arm nach oben greifen. Der Schalter wurde also nicht in „Schubber-Höhe“ angebracht. Mir ist ein Rätsel, wie Blondie das wohl anstellt und warum er das macht?
Nun brannte schon zum zweite Mal morgens das Licht im Stall.
Auf dem Foto seht ihr den Lichtschalter, rechts neben dem Pferd.

Doch ein Zirkuspony?
So hören sich momentan unsere Nächte an.
Ein befreundeter Tierschutzverein hat uns mit Katzenfutter unter die Arme gegriffen. Worüber wir uns total freuen und dankbar sind!

Die Tierschützer haben erfahren, dass wir momentan dabei sind, die Stute Miranda wieder aufzufüttern. Das kostet enorm viel Geld, weil wir so viel Pferdefutter dafür brauchen.

Mit dem gespendeten Katzenfutter entlasten sie unsere Vereinskasse.

Ein kleiner Vorrat an Katzenfutter für die Streuner.
Wir bedanken uns für diese tolle Hilfe!!!
Giada – unsere italienische Herdenschutzhündin – nach getaner Arbeit.

Hier geht es jetzt in einem Rutsch, direkt bis nach China…


Vor zweieinhalb Wochen wurden Mirandas Zähne gemacht. Wir sind jetzt dabei, sie wieder aufzufüttern.
Damit wir den Fortschritt besser beurteilen können, werde ich einmal die Woche aktuelle Fotos von der Stute posten.
23.05.2020



29.05.2020



Natürlich wird es noch lange dauern, bis sie hoffentlich wieder gut aussieht. Die Stute bekommt 4 zusätzliche Mahlzeiten zum Gras, über den Tag verteilt.
Wir tun alles, um Miranda schonend wieder aufzufüttern.

Genieße deine Zeit,
denn du lebst nur jetzt und heute.
Morgen kannst du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als du denkst.
Albert Einstein
Als ich heute Morgen die Pferde füttern wollte, lagen beide schlafend auf der Weide.

Das ist doch ein schönes Erwachen, wenn gleich das Frühstück serviert wird. Fast so, als ob uns jemand eine Tasse Kaffee ans Bett bringt.
Gestern Abend bekam ich einen Riesenschreck. Ich saß gerade vor der Glotze, da blitze es und gleichzeitig gab es einen ohrenbetäubenden lauten Knall. Es klang so, als ob der Blitz bei uns eingeschlagen hätte.
Die Hunde sprangen von ihren Plätzen und rannten laut bellend und knurrend zur Haustür. Außer Chica, die hatte nichts mitbekommen. Manchmal ist es doch gut, wenn man so gut wie taub ist.
Ich schaute erschrocken aus dem Fenster. Da sah aber alles ruhig aus, der Blitz schien keinen Baum oder sonstwas getroffen zu haben. Ich suchte sofort mit meinem Blick die Pferde. Die standen unter ein paar Bäumen.
Miranda wirkte entspannt, Nielsson war leicht unruhig, er drängte sich an die Stute.

Giada und Campa standen böse grollend in der Küche. „Ist alles in Ordnung Mädels“, sagte ich, „das ist nur ein Gewitter“. Die Hunde beruhigten sich. Campa trollte sich ins Wohnzimmer und legte sich auf ihren Platz. Giada, der alte Kontrollfreak, blieb lieber noch etwas in der Nähe der Haustür.
Den ganzen Tag hatte ich schon mit Gewitter gerechnet, doch kam dieser Blitz trotzdem ohne Vorwarnung. Es war draußen vollkommen windstill. Ich schaute wieder aus dem Fenster, zu den Pferden. Die standen immer noch nah beieinander.

Erst jetzt fing es an zu regnen und starker Wind kam auf. Dicke Regentropfen schlugen nun gegen das Fenster. Es blitze noch zweimal, schnell gefolgt vom Donner. Aber nicht mehr so heftig wie beim ersten Mal.
Bei jedem Donner erschreckte sich Nielsson. Er riss den Kopf hoch, wollte fliehen, doch drückte sich dann nur näher an Miranda. Die Stute blieb ganz cool. Sie hat schon genug Gewitter in ihrem Leben miterlebt und fürchtete sich, soweit ich das mitbekomme habe, nur ein einziges Mal.
Damals lebte Bachus noch.

Bachus der unerschrockene und immer ausgeglichene Wallach, der beinahe als Mirandas Zwilling hätte durchgehen können. Damals bekam auch er Panik.
Ich war gerade dabei die Weide abzuäppeln. Plötzlich kam aus heiterem Himmel ein Blitz und schlug vor unseren Augen, direkt in die Nachbarweide ein. Das hatte auch so geknallt, wie gestern Abend.
Miranda und Bachus drehten total durch. Sie galoppierten in Panik auf der Weide herum und ich rannte so schnell ich konnte ins Haus. Vor diesem Erlebnis hatte ich nie Angst vor Gewitter gehabt. Danach blieb bei mir lange ein mulmiges Gefühl, wenn ich auf der Weide arbeitete.
Der Blitz gestern muss auch in den Boden eingeschlagen sein, denn heute morgen gingen weder Festnetz noch Internet. Mittlerweile bin ich wieder online, dank der Hilfe der Service-Hotline, unseres Telefonanbieters.

Giada, unser Maremmano Herdenschutzhund.
Aufdringliches Schaf!

Mirandas Schlundverstopfung und die anschließende Zahnbehandlung, erforderten in den letzten beiden Wochen, meine ganze Aufmerksamkeit. So kam ich leider nicht zum Bloggen.
Ich sollte die Stute gut beobachten, damit wir sofort handeln konnten, falls doch noch Komplikationen eintreten sollten. Durch die Schlundverstopfung hätten Futterreste in die Lunge wandern und eine lebensbedrohliche Lungenentzündung auslösen können.
Das ist zum Glück nicht geschehen. Miranda hat weder Fieber bekommen, noch Husten oder Nasenausfluss. Sie hat alles gut überstanden und frisst wie ein Scheunendrescher. Und das ist auch gut so, denn sie hat einiges an Gewicht verloren.
Ich versuche sie gerade wieder aufzufüttern. Miranda ist sowieso ein schwerfuttriges Pferd. Ich musste schon immer sehr aufpassen, damit sie ihr Gewicht behält. Dieses Pferd kann innerhalb von wenigen Tagen, sichtbar an Gewicht verlieren.
Im Frühjahr und im Fellwechsel, sah sie schon immer mager aus. Aber diesmal hat sie auch noch Muskelmasse verloren. Das war vorher nie der Fall gewesen und macht mir wirklich Sorgen.
Das Auffüttern geht nur langsam voran. Miranda bekommt mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Ich füttere zurzeit 4 x täglich gut eingeweichtes Horse Alpin Senior, dazu eingeweichtes Kraftfutter, ein hochwertiges Mineralfutter und Öl.
Zwischen den Mahlzeiten liegen jeweils 4 Stunden. Ich bin also den ganzen Tag damit beschäftigt.
Etwas Muskelmasse ist schon wieder dazugekommen, aber dadurch sieht sie noch magerer aus. Hoffentlich bekommen wir Miranda bald wieder etwas runder.
Die Futtermenge unserer Oma, hat sich nun praktisch verdoppelt. Deshalb kamen die hilfreichen Spenden der letzten Tage, gerade recht. Wir freuen uns sehr!
Kerstin und Uwe haben 2 Säcke Horse Alpin gespendet.
Harry aus Österreich und Ilona M. haben jeweils 50.- Euro auf unser Vereinskonto überwiesen.
Anja und Claudia haben Flohmarksachen geschickt. (Sie behaupten ja, sie würden sich nicht absprechen, aber wieder kamen ihre Pakete zur selben Zeit an!).
Wie danken Euch lieben Spendern, für Eure tolle Hilfe!!!

Wir werden auch in Zukunft viel von dem teuren Horse Alpin Senior verfüttern müssen. Miranda fehlen ja jetzt zwei Backenzähne, sie wird normales Heu nicht mehr ausreichend zermahlen können.
Unser Tierarzt sagte etwas scherzhaft: „Wenn Zähne bei einem Pferd fehlen, ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen“.
Wir alle hinterlassen unsere Spuren auf dieser Erde.

Darum lasst uns achtsam sein.
Welches Tier gehört nicht auf den Gnadenhof?
Jeden Tag ist dieser freche Bursche dabei…

In der Nacht hat es endlich geregnet.
Mittlerweile freuen wir uns über jeden Tropfen Regen, den wir abbekommen.

Wunderschön sah die Landschaft am Morgen aus. Das Sonnenlicht, mit der nach oben steigenden Feuchtigkeit, ließen eine ganz besondere Stimmung entstehen.

Miranda hat die gestrige Zahnbehandlung gut überstanden.
Diesmal war die Stute nicht so kooperativ. Aber wer will ihr das verdenken. Eine Zahnbehandlung beim Pferd sieht echt gewaltig aus, die Arbeitsgeräte machen Krach, vibrieren und es stinkt.
Auch das bravste Pferd, lässt sich nicht gern im Maul herummachen. Trotz Sedierung zog Miranda den Kopf hoch und kaute ununterbrochen auf dem Maulgatter herum. So konnte der Tierarzt nicht arbeiten, also musste er nachsedieren.
Die Stute war nun ordentlich zugedröhnt und konnte keinen Widerstand mehr leisten. Leider stand sie nun auch etwas wackelig auf den Beinen.
Der Tierarzt schaute sich das Gebiss ganz genau an. Ein Zahn im Unterkiefer war ausgefallen. Der darüber liegende Zahn war aufgrund fehlenden Abriebes, zu lang geworden und verhinderte die natürliche Mahlbewegung beim Fressen. Der Tierarzt kürzte ihn und korrigierte auch noch einige Haken.
Ein Backenzahn war locker und musste gezogen werden.

Nach der Behandlung blieb ich bei Miranda. Ich stellte sie nicht in die Box, weil die Stute so tief sediert war und drohte umzufallen. Der Laufstallbereich erschien mir sicherer, sollte sie wirklich fallen.
Der Tierarzt hatte den Hof verlassen und so stand ich mit dem schlafenden Pferd alleine da und hoffte sie würde auf den Beinen bleiben. Immer wieder sackte Miranda plötzlich ein, fing sich im letzen Moment und blieb schwankend stehen.
Dann entlastete sie auch noch ihr linkes Hinterbein und legte es in ihrem Rausch, über das rechte Hinterbein. Dort schwebte es in der Luft. Die Stute stand also hinten nur noch auf einem Bein, während ihr linkes regelrecht verkantet war.
„Das darf doch wohl nicht wahr sein, was machst du denn da?“ frage ich die vollgedröhnte Stute, die keinerlei Notiz von mir nahm. Dafür schwankte sie bedrohlich zur linken Seite, wo ja kein stützendes Bein war.
Ich versuchte vergeblich mit anstupsen und anfeuernden Worten, das betäubte 600 kg Tier von der Stelle zu bewegen. Sie blieb stehen und bekam nichts mit. Dafür drückte sie nun auch noch ihren Kopf gegen die Wand, so dass ihr Auge gefährdet wurde!
Die Augen bleiben während einer Sedierung offen. Um das Auge zu schützen, musste ich den schweren Pferdekopf festhalten. So stand ich mit dem Kopf in meinen Armen da und wartete darauf, dass Miranda wach wurde. Der Kopf wurde immer schwerer…
Sobald sie wieder guckt wie ein Pferd ist sie wieder wach, hatte der Tierarzt gesagt.
Über eine Stunde musste ich warten, bis endlich ihre Ohren anfingen, hin und her zu gehen. Das erste Anzeichen, dass die Stute langsam wieder wach wurde. Jetzt bekam ich sie dazu, einen Schritt von der Wand weg zu gehen und dabei stellte sie beide Hinterbeine auf den Boden.
Der blonde Rocker hatte sich ganz süß verhalten. Zuerst musste er seine Nase in die Sachen des Tierarztes stecken. Untersuchte den Koffer, die Kabeltrommel und wollte das Halfter mit dem Maulgatter klauen. Doch in der Aufwachphase stellte er sich ganz brav zu uns und döste mit.
Dabei war seinen Kopf ganz nah an meinem Arm, ich konnte seinen warmen Atem spüren.
Als Miranda wieder wie ein Pferd guckte, führte ich sie ein paar Runden im Stall herum, ging mit ihr auf die Koppel und ließ sie laufen. Die Stute konnte sofort ganz normal fressen und war auch nicht beleidigt.
Als ich um 17.00 Uhr mit den Futtereimern auf die Weide kam, lief sie mir gleich entgegen. Fraß ohne Probleme und machte einen entspannten und zufriedenen Eindruck.
Den Pferdezahn hatte ich im Haus auf ein Regal gelegt, Buddha zu Füßen.

Als ich nach der Fütterung zurück ins Haus kam, kaute Giada auf irgendetwas herum. Ich nahm es ihr weg und siehe da, es war der Zahn!
Mir ist schleierhaft, wie Giada den Zahn entdecken und von einem 1,50 Meter hohen Regal nehmen konnte? Ich weiß, Maremmanos sind echte Kontrollfreaks und nehmen jede kleine Veränderung wahr. Aber einen Zahn zu bemerken, finde ich wirklich mehr als erstaunlich.
So wie es aussieht, hat die Stute die Schlundverstopfung gut überstanden. Es sind jetzt 3 Tage vergangen und es haben sich keine Komplikationen eingestellt.
Miranda frisst und benimmt sich vollkommen normal.

Dieses Video habe ich heute Morgen aufgenommen.
Gestern Abend kam Miranda von der Weide und ich merkte schnell, dass etwas nicht stimmt. Es war Fütterungszeit, die Pferde sollten ihre Abend-Ration, Horse Alpin Senior bekommen.
Miranda ging auch zu ihrem Eimer, aber sie fraß nicht. So wie das Pferd aussah wusste ich sofort, da lag etwas im Argen. Ihre Nüstern waren weit geöffnet und sie hatte einen ängstlichen Blick.
Jetzt ging die Stute auch noch nervös im Stall hin und her. Schwitzte und speichelte extrem, leckte sich die Lippen. Plötzlich hustete sie heftig und dabei kam, mit einem furchtbaren Geräusch, ein großer Schwall Flüssigkeit, aus Maul und Nüstern.
Miranda röchelte und musste wieder husten. Wieder kam Flüssigkeit aus Maul und Nase geschossen. Das ging noch ein paarmal so. Dazwischen flehmte sie, streckte den Kopf vorwärts, abwärts, lief wieder nervös herum.
Ich rief sofort den Tierarzt an und schilderte so gut ich konnte die Symptomen.
„Das hört sich nach einer Schlundverstopfung an“, sagte er. Ich sollte bis zu seinem Eintreffen, Erste Hilfe am Pferd leisten. Er erklärte, auf die linke Seite des Pferdes gehen und hier kräftig den Hals massieren.
Beim Pferd liegt die Speiseröhre auf der linken Seite, die nun durch Futter verstopft war. Sollte ich beim massieren einen Futterball ertasten, sollte ich diesen fest drücken und kneten. Dadurch könnte er sich auflösen und das Problem hätte sich damit erledigt.
Schnell ging ich zu Miranda zurück und massierte ihren Hals. Sie war ganz brav und ließ es sich gefallen. Ich hatte den Eindruck, dass ihr meine Massage sogar an einer Stelle gut tat. Denn sie schob drückte mir ihren Hals entgegen, wenn ich dort drückte.
Einen Futterball konnte ich aber leider nicht fühlen.
Miranda machte ab und an harte Schluckgeräusche und röchelte leicht. Dann hustete sie wieder und es kam etwas Wasser aus dem Maul. Die Symptome einer Schlundverstopfung sind wirklich heftig. Ich hatte so etwas noch nie erlebt und entsprechend groß war mein Schreck.
Ich war so froh, als der Tierarzt endlich eintraf. Es stand schon ein Eimer mit Wasser für ihn bereit. Er spritze der Stute ein Mittel, das die Speiseröhre entspannen sollte und noch eine leichte Sedierung.
Schnell war klar, die Verstopfung musste gespült werden, sie saß offensichtlich sehr tief. Der Tierarzt führte einen Schlauch in das linke Nasenloch des Pferds ein. Das war unangenehm für die Stute, aber sie zuckte nur kurz und blieb dann ruhig stehen.
Der Tierarzt sagte: „Der Anfang ist immer am unangenehmsten“.
Stück für Stück schob er den Schlauch tiefer. Dabei drückte er abwechselnd Wasser in den Schlauch und ließ es wieder ablaufen. Ab und zu kam ein grüner Futterbrei zum Vorschein und die arme Miranda würgte, schnaufte und röchelte.
Plötzlich war der Schlauch verstopft und der Tierarzt musste ihn ganz rausziehen und säubern. Deshalb musste die Stute leider noch einmal den unangenehmen Anfang ertragen. „Tut mir leid“, sagte der Tierarzt. Wieder zuckte Mirana als der Schlauch vom Nasenloch, in die Speiseröhre geschoben wurde.
Langsam schob der Tierarzt den Schlauch tiefer und tiefer. Kurz vor dem Mageneingang würgte Miranda laut und es kam ein dicker grüner Brei aus dem Schlauch. Das musste die Verstopfung gewesen sein, denn danach ging es ganz einfach.
Als der Schlauch im Magen war, strömten die Magen-Gase heraus. „Jetzt haben wir es geschafft“, sagte der Tierarzt und sog den Schlauch heraus. „Hast Du brav gemacht“, sagte er und streichelte die Stute.
Nach der Behandlung sprachen wir über den Auslöser der Schlundverstopfung. Das Futter schlossen wir aus. Miranda hatte nur ihr gewohntes Futter erhalten und ich weiche immer alles sehr gründlich ein. Der Tierarzt vermutete, dass es an den Zähnen liegen könnte. Deshalb werden die am Montag kontrolliert und gegebenenfalls gemacht.
Der Tierarzt verabschiedete sich und ich blieb noch bei Miranda im Stall, bis sie nicht mehr drömelig von der Sedierung war. Sie war nun ganz ruhig und etwas müde. Ich führte sie auf die Weide und wartete ab, wie sie sich verhalten würde. Sie fraß etwas Gras, blieb ruhig und entspannt.
Heute Morgen macht sie einen guten Eindruck. Sie Frisst und ist entspannt.
Wir hoffen, dass es keine weiteren Komplikationen gibt.

So bunt und vielfältig war eure großartige Hilfe, in den letzten Tagen!
Lasst mich ein bisschen hiervon berichten.
Kerstin und Uwe haben Giada 10.- Euro zum Geburtstag geschenkt! Eigentlich gibt es an Geburtstagen von den beiden, immer 1 Euro für jedes Lebensjahr. Doch der jüngste Hund auf unserem Rentnerhof, hatte wohl einen Benjamin-Bonus und es wurde großzügig aufgerundet.
Der Weiße Riese hatte noch sogar mehr Glück. Karin spendete 100.- Euro zum 4. Geburtstag unseres Eisbärchen.

Claudia hat 50.- Euro auf unser Spendenkonto überwiesen.
Von Kerstin und Uwe kamen zwei Säcke Horse Alpin Senior.

Chica und Campa im Wareneingang.
Der leere Karton wurde sogleich von Goldie und Face beschlagnahmt.

Hopp!

Gina spendete noch einen Sack Horse Alpin Senior.

Giada im Wareneingang.
Von Eva haben wir einen Karton mit Ebay-Sachen erhalten und Katrin schickte uns eine Packung Schüßler-Salz Nr. 7 – Magnesium Phosphoricum.

Und zum guten Schluss, haben wir noch von AmazonSmile, 11,40 Euro überwiesen bekommen. In dieser Summe sind eure Einkäufe vom 01.01. bis 31.03.2020 berücksichtigt worden. Vielen Dank, dass ihr so toll beim Shoppen, an unseren kleinen Verein denkt!
Genau das ist Besondere an unserem Tierschutzprojekt. Hier kann jeder mitmachen und helfen wie er möchte und kann. Wir freuen uns über die vielen tollen Ideen die ihr habt und umsetzt.
Wir sind mächtig stolz auf euch, voller Dankbarkeit und Freude.
DANKE IHR LIEBEN!!!
Wunderbar, wunderbar ist die Kuh mit Pferdehaar.
Nein ist sie natürlich nicht. Die Kuh ist schön mit Kuhhaar. Wunderbar ist aber der Regen, der letzte Nacht auf die durstige Erde fiel.
Die Erleichterung machte mich so froh, dass mir spontan der kleine Kinderreim in den Sinn kam. Kennt ihr noch solche Reime aus eurer Kindheit?
Als ich heute früh die Morgenrunde mit den Hunden ging, sah alles auf einmal viel grüner aus.

Man konnte die Natur förmlich aufatmen hören. Endlich Regen!
Am Morgen hatten sich wie über Nacht, tausende von Blüten geöffnet.
Der Kirschbaum, die Apfelbäume und auch viele Wildkräuter standen in voller Blüte. Tausende von Blüten, Blüten über Blüten.

Kirschblüte
Und ein betörend, süßer Duft liegt seitdem in der Luft. Schade, dass ihr den nicht riechen könnt. Er ist so schön, so süß, so intensiv, so wunderbar… Macht beinahe betrunken.

Ein Blütenmeer, wo man auch hinschaut. Die Natur ist einfach wunderbar.
Ich habe noch nie erlebt, dass die Kirsch- und Apfelbäume gleichzeitig blühen.

Apfelblüte

Wenn die Apfelbäume blühen, ist die Kirsche eigentlich schon fertig. Aber dieses Jahr scheint alles anders zu sein.
Auf diesem Bild haben sich die Pferde versteckt. Na, wer sieht sie?

Zum Schluss noch die Wildkräuter: Hier blüht der Löwenzahn, die Knoblauchsrauke und ein bisschen versteckt, der Gundermann.

Hoffentlich regnet es noch etwas weiter, damit auch die Weide schön in Gang kommen kann.
Der Klimawandel macht auch uns zu schaffen. Die Haltung der Pferde wird immer teurer und schwieriger. Erst regnete es im Winter viel zu viel. Die Böden konnten schon gar kein Wasser mehr aufnehmen und es regnete weiter. Wir versanken förmlich im Matsch.
Der Paddock Ende Februar:

Auf der Weide sah es nicht anders aus.
Im März hörte es dann auf zu regnen und bis heute fiel kein einziger Tropfen Regen mehr. Sonne und starker Wind trockneten den Boden vollkommen aus. Jetzt ist er staubig und hart wie Beton.
Unter diesen Bedingungen kann das Gras nicht wachsen. Was so gut anlief, ist zum totalen Stillstand gekommen. Die Pferde müssen weiterhin mit Heu gefüttert werden. Gerade erst musste ich wieder einen neuen Rundballen kaufen.
Zwei Futterstellen mit Heu, habe ich auf der trockenen Weide eingerichtet:

Der Blödmann hat sich mitten in das Futter gelegt:
Ich muss sogar mehr als im Winter zufüttern. Miranda hat im Fellwechsel zu viel Gewicht verloren. Der Fellwechsel ist für jedes Pferd eine anstrengende Zeit, aber für die den Körper der alte Stute, bedeutet das eine regelrechte Höchstleistung.
Um das Aufzufangen, bekommt sie außer dem Heu, das sowieso rund um die Uhr zur Verfügung steht, vier zusätzliche Mahlzeiten. Die bestehen aus schon klein gemachtem Heu, Kraftfutter, Mineralstoffe und Mariendistelöl.
Damit konnte ich Miranda ganz gut auffüttern. Sie sieht schon wieder etwas besser auf. Doch ich muss aufpassen, denn sie ist sowieso schwerfuttrig und nimmt sehr schnell ab.
Ausschließlich Horse Alpin Senior zu füttern, würde für unseren kleinen Verein zu teuer werden. Deshalb habe ich Heucobs gekauft und zwei Mahlzeiten mit eingeweichten Heucobs, zwischen die Horse Alpin Senior Portionen geschoben.
Die Haltung alter Pferde ist teuer. Hier sind die leeren Futtertüten der letzten Wochen:

Es fällt auch eine Menge Müll an, wenn man Pferde hält.
Wir hoffen nun auf Regen, damit die Weide wieder in Gang kommt. Bis das Gras gewachsen ist, müssen wir aber noch einiges zufüttern.
Wir würden uns deshalb sehr über Unterstützung freuen. Wer helfen möchte, kann ganz einfach eine Sack „Horse Alpin Senior“, über unseren Amazon Wunschzettel bestellen.
Den Button findet ihr rechts oben, auf dieser Seite.
Oder vielleicht habt ihr ein oder zwei Euro übrig. Das würde uns auch sehr helfen, damit wir Futter für unsere Pferde kaufen können.
Wir danken für eure Hilfe!!!
hat das neue Weidestromgerät.

Das konnte ich heute morgen am eigenen Leib spüren. Blöderweise hatte ich vergessen den Strom auszustellen, als ich auf die Weide ging, um zu arbeiten. Mit dem Oberarm berührte ich den Weidedraht und bekam mächtig eine gezwiebelt.
Ich hab richtig geschrien, so habe ich mich erschrocken. Der Schlag war total unangenehm, meine Fingerspitzen kribbelten noch eine ganze Weile weiter. Ich bin mir sicher, dass Herr Nielsson jetzt Respekt vor dem Zaun hat.

Die neuen Holzpfähle konnten wir dank eurer Spenden, auch schon kaufen. Corona-bedingt, waren bei uns in Niedersachsen, die Baumärkte geschlossen. Auch der Landhandel durfte Baumaterialien nur an Firmen verkaufen. Wir waren froh, dass wir wenigstens Futtermittel dort einkaufen konnten.
Diese Bestimmung wurde zum Glück gelockert. Ein Grund war, dass alle mit Kind und Kegel, nach Bremen pilgerten, um sich die Zeit in den Baumärkten zu vertreiben.
So konnten wir zuschlagen: Die Holzpfähle sind schon auf dem Hof und warten darauf, in die Erde zu kommen. Das wird aber wohl noch ein Weilchen dauern.

Als Erstes muss das Kontaktverbot aufgehoben werden, damit Helfer den Hof betreten dürfen. Zum Zweiten muss es endlich regnen. Der Boden ist momentan staubtrocken und hart wie Beton. So bekommen wir keinen Pfahl in die Erde.
Meine Notlösung hält aber gut. Ich kontrolliere jeden Morgen den Zaun. Nielsson hat an zwei Seiten, wirklich viele der Holzpfähle geschrottet. Die weißen Kunststoffpfähle müssen nun die Litze halten.
Als Dauerlösung sind sie eher unbrauchbar, weil es bei uns meistens sehr windig ist. Das hält der Kunststoff nicht lange aus.

Die Pfähle verbiegen mit der Zeit, knicken um oder zerbrechen sogar.

Leider hat Blondie auch einen der Eckpfeiler geschrottet. Auf denen liegt natürlich die meiste Spannung und sie müssen deswegen viel aushalten. Mein Provisorium sieht nicht schön aus, hält aber zum Glück.
Hier steht normalerweise ein Eckpfeiler. Aber ich finde, ich habe das ganz gut gelöst.

Leider gibt es momentan ein Problem mit den Kommentaren, die einfach irgendwo im Nirwana verschwinden. Ich weiß nicht ob an WordPress im Hintergrund gearbeitet wird, oder ob es an dem wegen Corona, überlasteten Internet liegt.
Seit einigen Tagen, verschwinden immer wieder mal eure Kommentare. Sie werden zwar gezählt und auch im Reader angekündigt, erscheinen aber nicht auf dem Blog. Bemerkt habe ich dies gestern, weil viele von euch Giada zum Geburtstag gratulieren wollten.
Beim gestrigen Beitrag „Happy Birthday Giada„, werden unten auf der Seite 9 Kommentare angekündigt, zu sehen sind aber nur 4. Wo die restlichen geblieben sind, ist mir ein Rätsel. Ich habe auch schon vergeblich im Spam gesucht.
Seid mir bitte nicht böse, falls ihr geschrieben haben solltet und keine Antwort bekommt. Ich beantworte sonst immer jeden Kommentar.
Vielleicht mögt ihr es ja auch einfach noch einmal probieren?
Vielen Dank für euer Verständnis.

Weit und breit kein Kommentar zu sehen.
Vor 3 Jahren zog der weiße Riese, auf unseren Hof. Damals war sie ungefähr ein Jahr alt. Ihr erstes Lebensjahr verbrachte Giada hinter Gittern, in einem Zwinger eines riesigen Tierheimes in Italien, ohne irgendeinem Kontakt zur Außenwelt.
Eines der erste Bilder: Großer Eisbär mit kleinem Eisbären

Das Foto ist vom 24. Mai 2017 – Giada war da gerade mal einen Monat bei uns.
Die Herdenschutzhündin hat bis heute eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. Obwohl sie in ihrer Jugend praktisch alles verpasst hat, lernte sie in den vergangen drei Jahren erstaunlich schnell.
Giada ist ein reiner Arbeitshund. Als Familienhund würde dieser Maremmano nicht glücklich sein. Denn sie hat sehr viele, starke Herdenschutzhund-Eigenschaften.
Unser Maremmano braucht viel Freiheit, ein großes Grundstück, eine Herde die sie beschützen kann und ganz wichtig Vertrauen, das ihr entgegen gebracht wird.
Dann ist dieser Hund sehr kooperativ und kann sogar gehorchen. Für einen Herdenschutzhund sogar außerordentlich gut. Giada arbeitet wunderbar mit mir zusammen. Wir haben eine tiefe Verbindung.
Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können, egal was kommen mag.

Herzlichen Glückwunsch meine Schöne!
Auch wenn es anfangs etwas schwierig war, ich bin mächtig stolz auf dich und hoffe, dass viele deiner Artgenossen genauso viel Glück haben wie du. Das viele aus dem Hundeknast herauskommen und arbeiten dürfen, so wie du es jetzt kannst.
Denn dafür seid ihr geboren. Menschen haben kein Recht euch einzusperren.
Alles Gute Eisbärchen! ❤
Wer mehr über Giadas Schicksal erfahren möchte, klickt hier: Die Hunde